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Websysteme

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Inhaltsverzeichnis

Hasler Sieder

Websysteme



Weben

Weben ist eine der ältesten Herstellungstechniken von textilen Gebilden. Um ein Gewebe herzustellen braucht es mindestens 2 Fadensysteme, den Kettfaden und den Schussfaden, die rechtwinklig verkreutzt werden, wobei die vorgespannten Kettfäden als Träger dienen, in den allmählich die Schussfäden von einer Webkante zur anderen durch die gesamte Webbreite eingezogen werden, wobei sie einmal oben und einmal unten anliegen.

Kettfäden, auch Kette oder Warp genannt,sind gegenüber den Schussfäden, auch Weft genannt, höheren mechanischen Belastungen ausgesetzt, deshalb sind sie meistens etwas stärker.

Das Fabrikat wird in der Fachsprache als Gewebe bezeichnet, ein Ausdruck, der sowohl Stoffe als auch andere Fabrikate umfasst wieBeispielsweise gewebte Teppiche oder Tappeten.



Flechten:

Die Technik des Webens unterscheidet sich von der des Flechtens in der Hinsicht, das die Fäden sich bei letzterer nicht rechtwinklig sondern diagonal kreuzen. Beim Flechten werden Stränge zu einem Flächentragwerk verknüpft, insofern das Material biegsame Eigenschaften aufweist. Wird aber in einem größeren Maßstab gedacht, ist ein Geflecht - Bauwerk aufgrund der Materialstärke und Krümmung der Stränge nicht möglich.



Kategorien





Beispiele aus der Natur



Websysteme in der Architektur

Da Websysteme sich fast jeglicher Form anpassen können aber ins sich keine tragende Struktur bilden, ist die Verwendung in der Architektur nur im Übertragenden Sinn möglich. Jedoch werden statische Konzepte und Formen übernommen, vereinfacht und auf Bauwerke übertragen.


POMPIDOU CENTER - METZ, Metz, France / SHIGERU BAN ARCHITECTS

Quellen:

http://www.handwerker-1.de/handwerker/Weben

http://www.lt.ar.tum.de/

http://www.eikongraphia.com/?p=786

http://images.google.de/imghp?hl=de&tab=wi

Gaun Kucera

Analysearbeit

Weben (Flechten)

Weben ist eine Technik zur Herstellung von textilen Flächengebilden bei denen zwei oder mehrere Fäden ohne Verbindungsmittel zu einer Einheit verbunden werden.Das Produkt wird als Gewebe bezeichnet.
Ist der Schussfaden dünner als der Kettfaden wird das Gewebe unter Zugbelastung nicht schmaler, da die Kraft von den Kettfäden aufgenommen wird.
Verändert man Abstand und Eigenschaften der Fäden können lockere und dichte Gewebe produziert werden.

Gewirke

Sind industriell gefertigte Stoffe die durch Maschenbildung hergestellt werden.
Ein Vorteil ist die hohe Elastizität, die aber eine geringe Formstabilität und Festigkeit zur folge hat.
Auch Strickwaren gehören wie Gewirke zu den Maschenwaren, die Maschen werden aber im Gegensatz zur Wirkware eine nach der Anderen nebeneinander gestellt.
Wirkwaren sind nur maschinell herstellbar.

Kettengewebe

Sind strukturen bei denen statisch in sich geschlossene Systeme ineinandergreifen.
Solche Systeme wurden für Kettenhemden und Torpedonetze benutzt.
Vorteile sind die hohe durchdringsicherheit auch bei fehlenden Gliedern sowie die einfache Reperatur.

Naürliche Gewebe

In der Natur findet man eine Vielzahl an geweben die nach den angeführten Prinzipien funktionieren.
Diese Gewebe weisen teils hohe Stabilität und Elastizität auf.
Die Fädenanordnung wirkt aufgrund der mit der Zeit gewachsenen Form (Pflanzen) sehr wilkürlich ist aber bei genauerer Betrachtung überaus wirkungsvoll.
Manche Pflanzen und Tiere bilden allerdings auch geomtrisch exakte Gewebeformen.

3D Gewebe

Bei diesen Geweben wird der Faden in drei Achsrichtungen x,y und z verwebt. Es könne höhere Gewebestärken erreicht werden.
Bei enger Verwebung kann eine hohe Steifigkeit erzielt werden und durch lockere Verwebung werden weiche,flexible und dämpfende Stoffe erzeugt.

3D Form-Weben (shape weaving)

Bei diesem Webprozess können formstabile Körper erzeugt werden.
Das prinzip dieser Webform basiert auf der Verwendung von verschieden langen Kett- und Schussfäden.
Allerdings sind diese Formen noch teuer und schwierg zu produzieren da jedem einzelnen Faden länge und Richtung genau vorgegebn werden muss.

Websysteme in der Architektur



In der Architektur werden die genanten Strukturen nicht immer direkt angewendet.Jedoch das statisch oder optische Prinzip übernommen.


Frei Otto

Seine große Erfahrung mit Leichtbau, Seilnetzen, Gitterschalen und anderen zugbeanspruchten Konstruktionen macht ihn zu einem der bedeutendsten Architekten des 20. Jahrhunderts.

Japanischer Pavillon für die Expo 2000, Hannover
(zusammenarbeit mit Shigeru Ban)

Das in zwei Richtungen gekrümmte Flächentragwerk des Pavillons besteht aus Pappröhren, die über Steckverbindungen und Verschnürungen zusammengefügt sind. Ausgesteift wird das Tragwerk über Stabilisationsleitern aus Holz. Ein spezialimprägniertes Gewebe aus Textilien und Papier bildet die Dachhaut.

Olympiapark,München
(zusammenarbeit mit Behnisch und Partner Arch.)

Stahseile wurden an den Kreuzungspunkten mittels Klemmen zu einem Netzgewebe zusammengefügt. Diese Netze wurden durch Masten und Seile zu einer Zeltdachkonstruktion aufgespannt.

Frank Owen Gehry, the Fish

Vila Olimpica, Barcelona, Spanien
Bei diesem Projekt wurde die Form eines Fisches mittels einer einfachen Gewebestruktur erzeugt.
Jedoch dient das Gewebe überwiegend optischen zwecken da die gesamte Struktur von einer anderen Konstruktion gehalten wird.

Quellen


webpages

http://designscopecompany.com
http://ftb-hn.de
http://members.virtualtourist.com
http://de.structurae.de
http://texang.co.uk
http://www.shape3.com
http://www.freiotto.com
http://www.wikipedia.org
http://www.schilgen.de

Bücher und Zeitschriften

Frei Otto, Netze in Natur und Technik,1975
AD Magazin, Ausgabe März 08
Lycra Werbeflyer 08



weaving - trenkwalder | ladurner


analysis

examples from nature


examples from industri

examples from architecture

general over weaving

ein gewebe ist eine synthese von zwei oder mehreren systemen, die sich in- und aneinander verhaken. somit entsteht eine sich erhaltende form, die sich selbst abstützt. ein einzelnes system kann nicht als gewebe wirken, außer es windet sich in sich selbst. einem bestehenden gewebe können weitere systeme hinzugefügt werden. dies führt zu einer stärkeren versteifung. außerdem sind gewebe nach außen hin beliebig erweiterbar. die einwirkenden kräfte werden über die gesamte struktur abgeleitet. die gewünschte stabilität wird durch die berührungspunkte der verschiedenen elemente erreicht. die trennung eines versteiften gewebes ist äußerst schwer oder gar nicht möglich.

ein großer vorteil eines gewebes ist, dass es nach außen ohne probleme erweitert werden kann und das dazu noch statische vorteile mit sich bringt.



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