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The Ravens Bourne College

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Architekt Foreign Office Architects
Detail Keines
Fertigstellung 2010
Image Bild:RavensbourneCollege_London_1.jpg
Ingenieur Adams Kara Taylor
Auftraggeber Ravensbourne City College in Partnership with Meridian Delta
Ort London
Primärtragstruktur Stahlbeton
Gebäudetyp Schulen

Allgemein

Das Ravensbourne College für Design und Kommunikation bekam mit diesem Projekt einen neuen modernen Campus auf der Greenwich Halbinsel in London, der zugleich auch öffentliche Flächen mit einschließt. Das von FOA geplante Gebäude wurde im September 2010 fertiggestellt und entstand als Gemeinschaftsprojekt des Ravensbourne College und Meridian Delta. Es befindet sich an der südöstlichen Ecke der O2 Arena (Millennium Dome), auf der rechten Seite der Hauptachse (Nord-Süd-Achse) des Masterplans für die Revitalisierung der Greenwich Halbinsel. Der Campus besteht aus einem großen Gebäude dessen Grundrissform den vorgesehenen Rändern des Masterplans für diesen Bereich entspricht und einem Fußabdruck ähnelt. Mit einem Budget von £70 Millionen inklusive der technischen Ausstattung der Universität wurde eine Fläche von 21.500 m² erreicht, die durch vier miteinander verbundenen Stockwerken und einem interdisziplinären offenem Grundriss Platz für 1.400 Studenten bietet. Im Erdgeschoss wurden 1.700 m² öffentliche Einzelhandelsfläche integriert. Aufgrund der Finanzierungsart der Universität musste die Möglichkeit bestehen, das gesamte Gebäude in einen Bürokomplex umwandeln zu können. Das äußere Erscheinungsbild zeigt zumindest vom Konzept her den Ursprung der Universität in der Arts & Crafts Bewegung auf. Das College wollte in der Planung die Bedürfnisse der Studierenden im 21. Jahrhundert berücksichtigen. Diese erwarten, dass Einsatzmittel und Betreuung/Förderung bei Nachfrage zur Verfügung stehen und ihre Bedürfnisse können große Schwankungen durch verschiedene Soziale und ökonomische Faktoren aufweisen. Es wurden die besten Technologien u.a. der Filmproduktion und des mobilen Computerwesen in einer Umgebung, die eine Vielzahl von Lernmethoden ermöglicht, bereitgestellt. [1][2] [3]

Inhaltsverzeichnis


Beschreibung des Campus

Um den umliegenden Gebäuden standzuhalten, wie z.B. dem Millennium Dome, der ein Zusammenstoßen von Maßstab und Geometrie bewirkt, werden die inneren Strukturen und das Programm des Gebäudes hinter einer homogenen Fassade (wie es auch der Dome macht) verborgen. Es wird also eine Ebene von weißem Material neben eine Ebene aus gemustertem Material gestellt, was vom konventionellen Gedanken von Massen, Leere und Maßstab wegführt. Es ist eine Hülle, wie ein Silo oder abstrakter Container, der neben der Millennium Hall gleich leer und groß wirken soll und gleichzeitig eine total andere Herkunft ausstrahlt. Im Inneren des Gebäudes soll die Strukturierung die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Disziplinen und den Studenten unterstützten und dazu ermutigten. Im Inneren gibt es eine Split-Level Unterteilung, die durch zwei Atrien zwar getrennt, jedoch mit Hilfe von Brücken und Bodenplatten wieder miteinander verbunden wird. Die Atrien bilden das Zentrum des Gebäudes und sind ein Hybrid aus öffentlichem und privatem Raum, der durch drei funktionale Ebenen durchschnitten wird. Das Atrium beim nördlichen Eingang, ist als öffentlicher Bereich gedacht und befindet sich im Erdgeschoss. Jenes im Süden ist eine erhöhte Plattform und als ein privater Platz für Studenten und Personal gedacht. Diese Plattform ist von Stahlträgern über dem Hörsaal abgehängt. Von der internen Brücke die vom Osten zum Westen des Gebäudes führt kann man in beide Atrien sehen. Die Treppen im Atrium ermöglichen gleichzeitig einen Einblick in das gesamte Gebäude und alle Aktivitäten die dort stattfinden. Die Atrien wurden systematisch an der externen Fassade angehängt nicht nur um diese als Belüftungsmittel zu gebrauchen, sondern auch um die Kerne der öffentlichen Plätze innerhalb des Gebäudes visuell dem urbanen Kontext zu verbinden. Durch diese Aufteilung des Programms auf Halbgeschosse werden die Beziehungen zwischen den verschiedenen Abteilungen der Universität und die vertikale Zirkulation innerhalb des Gebäudes betont. Zur Ausstattung in Bezug auf Technik und Computer wurde eine möglichst große Flexibilität angedacht um viele verschiedene Arbeitsweisen befriedigen zu können und um die Zusammenarbeit der verschiedenen Disziplinen zu ermöglichen. Es wurden die besten Technologien für die Filmproduktion und das mobile Computerwesen eingebaut. Im gesamten Gebäude ist ein WLAN Anschluss möglich. Die Ausstattung beinhaltet die komplette Ausrüstung für ein HDTV Studio und ein Studio mit der Möglichkeit eines virtuellen Studios. Das zentrale Atrium kann in ein großes HD-Studio umfunktioniert werden. Zusätzlich gibt es ein digitales Post-Produktion-Studio mit Surround Sound Ausrüstung. [4][5] [6]

Materialien und Fassadengestaltung

Es handelt sich bei diesem Gebäude um einen Stahlbeton-Skelettbau, der an gewissen Stellen durch Stahlträger und Steher ergänzt wird.Auch die Außenwand beinhaltet tragende Elemente. Die Fassade selbst hängt an dieser Außenwand und besteht aus Paneelen mit 28.000 eloxierten Aluminium Fließen, die ein Muster bilden. Das Muster symbolisiert eine andere und zeitgenössische Haltung zur Technology. Zur Inspiration dienten gotische Fensterrosen oder Blumen Muster, jedoch sollen die Fliesen des Gebäudes nicht eine Imitation der Natur darstellen, sondern eine abstrakte Konstruktion sein. Das Muster der Fassade basiert auf einem nicht periodischen Muster, das von Adrian Fisher und Ed Pegg entwickelt wurde und sich eigentlich Michael Hirschorn ausgedacht hatte. Es wurde jedoch von den FOA noch komplexer gemacht wurde, indem ein Dreieck, welches das Generieren von linearen Reihen und dazu entgegengesetzten Reihen ermöglicht, hinzugefügt wurde. Das System ermöglicht auch das ändern des Durchmessers der Fensteröffnungen durch vertauschen der Positionen von einzelnen Fliesen. Es gibt viele Vorgänger für dieses Muster, jedoch ist dieses einzigartig und es wurde dafür von FOA ein Patent angemeldet. Mit diesem nicht periodischen Fliesenmuster aus drei verschiedenen Fliesen, die sich in Form und Farbe unterscheiden, lassen sich sieben unterschiedliche Typen von runden Löchern generieren, in welche wiederum sieben verschieden große, runde Fenster eingebaut werden können. Das entstehende Muster hängt also von der Größe und Position der einzelnen Fenster ab und die Größe der Fenster hängt von der jeweiligen Funktion im Inneren des Gebäudes ab. Jedes Geschoss hat zwei Ebene von Fenstern. Eine niedrigere Reihe, die dem Ausblick dient und eine höhere Reihe, welche den Räumen zusätzliches Tageslicht liefert. Sobald sich die Geschossebene ändert, bzw. um die halbe Höhe springt, tauschen die Fensterreihen ihre Funktion und werden dementsprechend kleiner oder größer. Gleichzeitig wurden auf der Nordseite des Gebäudes mehr und größere Fenster eingeplant um eine angemessene Lichtzufuhr zu gewährleisten. Die Runden Fenster wurden gewählt um durch ihre Verteilung eine punktuelles Muster zu ergeben. Anstatt die vertikalen oder horizontalen Dimensionen des Gebäudes zu betonen, beziehen sich die Fenster auf die Haut des Gebäudes selbst und betonen diese. Die Anordnung der Fenster erfolgt in einem diagonalen Muster und verhindert so jegliche Idee einer konventionellen vertikalen Anordnung. [7][8] [9]

Nachhaltigkeit

Das Gebäude hat ein BREEAM Zertifikat mit der Bewertung „excellente“ erhalten und wurde um seine CO2-Bilanz zu minimieren mit den höchsten ökologischen Standards erbaut. Es wurden umweltfreundliche Konstruktionsmaterialien wie FSC Balken und recycelte Zuschläge verwendet. Das Dach ist begrünt und das Warmwasser wird durch Solaranlage erhitzt. Weiters gibt es noch einen Biomasse Boiler. Diese Maßnahme wurde durch eine Planung mit extrem geringen Erhaltungskosten und hoher Flexibilität, sowie durch eine möglichst kompakte Masse mit einem niedrigen Verhältnis von Fassade zu Raumfläche verstärkt.[10]

Fotos

Lageplan

Weblinks

http://www.rave.ac.uk/ Webseite des Ravensbourne College

http://www.rave.ac.uk/business/showcase/ Broschüre des College selbst mit genaueren Informationen zum neuen Gebäude (Englisch)

http://www.rave.ac.uk/business/showcase/ Film über das Gebäude und das College im Allgemeinen, Inneaufnahmen

http://en.wikipedia.org/wiki/Ravensbourne_%28college%29 Wikipedia Artikel über das College im Allgemeinen

http://freshome.com/2011/03/27/contemporary-university-design-ravensbourne-college-building-in-london/ Fotos Inne und Außen

http://www.archinfo.it/ravensbourne-college/0,1254,53_ART_3070,00.html Text (Italienisch) und viele Pläne

http://terraincritical.wordpress.com/2010/10/25/enterprise-and-the-subject-of-education-foreign-office-architects-ravensbourne-college/ genauere Beschreibung (englisch)

http://architectandthecity.wordpress.com/2010/11/04/images-from-site-visit-to-foas-ravensbourne-and-the-greenwich-peninsula/ gute Innenaufnahmen

http://www.archilovers.com/p36536/i221089/copy-FOA-ph-Benedict-Luxmoore- Fotos

http://www.flickr.com/photos/rogersg/4345882899/in/photostream/ Detailfotos Fassade

http://www.greenwichpeninsula.co.uk/~/media/Communities/UK/Greenwich%20Peninsula/Documents/Ravensbourne-College-Building-Information.ashx Broschüre des College in Zusammenhang mit dem Masterplan der Greenwich Halbinsel (Englisch)

Quellen

www.dezeen.com

www.e-architect.co.uk

www.architecturetoday.co.uk

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ArchitektForeign Office Architects  +
AuftraggeberRavensbourne City College in Partnership with Meridian Delta  +
DetailKeines  +
Fertigstellung2010  +
GebäudetypSchulen  +
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IngenieurAdams Kara Taylor  +
OrtLondon  +
PrimärtragstrukturStahlbeton  +
Persönliche Werkzeuge