exp.wiki NEU
WICHTIG: Das exp.wiki wurde aktualisiert und ist ab sofort unter einer neuen Adresse zu erreichen: https://exparch-www.uibk.ac.at/testwiki
Bitte das Anlegen neuer Seiten oder die Änderungen bestehender ab sofort ausschließlich dort durchführen.
Bestehende Projektseiten wurden/werden migriert und sind auch auf der neuen Plattform vorhanden.

Tanzend am Fluss

Aus exp.wiki

Wechseln zu: Navigation, Suche
Verfasser Salhofer Susanne, Anna Katharina Victoria Klam
Betreuer Chalabi Jafaar, Mathoy Thomas, Najjar Rames
LV E1
Thema Hyperflächen über dem Marktplatz
Titel Tanzend am Fluss
Semester 15SS
Image Bild:Tanzend am Fluss.jpg


Ungezwungen erhebt sich eine leichte Brise tanzend aus dem Fluss

Das Projekt "Tanzend am Fluss" ist eine Dachfläche, welche sich inmitten der Stadt Innsbruck direkt am Fluss Inn befindet, es schafft ein modernes Wahrzeichen für die Stadt.
Anliegen der Projektbetreiber war es, Architektur und Kunst im öffentlichen Raum mit dem Wasser im Zentrum der Stadt zu verbinden und die bisherigen diffusen Menschenströmungen klarer zu leiten.

Die entstandene Dachfläche mit seiner fließend, dennoch aggressiv eckigen Form stellt einen krassen Kontrast zu den starren umliegenden Gebäuden dar. Das Alte soll ein modernes Gegenüber erhalten.

Durch die Konstruktion entsteht eine Vielfalt von Möglichkeiten. Man kann sie nehmen oder lassen, aber sie ist da. Sie ist multifunktional. Städte planen sich von selbst. Energiefelder werden geöffnet, indem sich neue Aktivitäten entwickeln

Projekttyp: öffentliche Platzgestaltung
Standort: Innsbruck, Österreich

Inhaltsverzeichnis

Geschichte des Platzes

Auf dem heutigen Marktplatz stand einst die Fleischerhalle, eingerahmt durch den Inn, das Bürgerhaus, welches das ehemalige Hofschmiedehaus Innsbrucks war, die Markthalle und die Innenstadt. Inspiriert durch die Fleischerhalle, welche 1913 abgerissen wurde, entstand somit eine eingefasste Platzgestaltung.

Entstehung und Nutzung

Lange Zeit präsentierte sich der Marktplatz als Zwischenraum, Leerstelle, Platzhalter. Er war ein Nebenschauplatz im Zentrum der Stadt. Jedoch stellt der Marktplatz mit dem angrenzenden Bus-Terminal eine der wichtigsten Tourismus- und Transitknotenpunkte der Innenstadt dar.

Auf dem neu gestalteten Marktplatz sind nun Passanten und Nutzer die Protagonisten. Sie lassen ihn zu einem übergeordneten öffentlichen und offenen Forum zwischen Altstadt, Maria- Theresienstrasse und dem alten Innsbrucker Dorf werden.

Die von weitem fliessend erscheinende aber von nahem aggressive zackige Form der Deckenlandschaft zieht sich über einen weiten Bereich im südwesten des Platzes, sie ermöglicht den Zugang von mehreren Seiten, wodurch die Konstruktion sowohl der Innenstadt, als auch dem Fluss offen zugewandt ist.

Beiläufig wurden mit der selben Modultechnik Sitzgelegenheiten am Rande geschaffen.

Durch ihre Form wird der Bewegungsfluss der Radfahrer- und Passanten intuitiv gelenkt und die über 400qm große Fläche des Platzes subtil strukturiert.

Dementsprechend basiert das Entwurfskonzept hauptsächlich auf der Analyse, welche die Projektbetreiber dazu führte, dass der Platz vor allem eine Strukturierung und eine gezielte, natürlichen Führung der Menschenströme benötigen würde.

Es entstand eine strikte Wegeführung speziell für Radfahrer im zentralen Bereich des Platzes, sie soll eine Entschleunigung bewirken, gleichzeitig entsteht ein belebter aber gleichermaßen (durch seine klare Struktur) entspannter Stadtraum mit hohen Aufenthaltsqualtitäten.

Entwicklungsverlauf der Modultechnik

Entwicklungsverlauf der Form

Wegeführung
Technik

Das strukturell bestimmende Element des modularen Dachaufbaus ist eine Abwandlung der Origami- Falttechnik “Himmel und Hölle”, dessen kantenreiche Ausführung sich am Kräfteverlauf eines Tragsystems orientiert.

Module

Modultechnik
Falttechnik

Material

Die erzeugte Dachfläche beträgt circa 1560 m² und besteht aus 185 Formteilen aus einem biobasierten, mit Flammschutz ausgerüstetem Kunststoff welcher den Namen “Arboskin” trägt. . Dieses Material ist veränderbar, offen und teilweise transparent. Eines der Haupt-Projektziele war es, ein möglichst nachhaltiges  und dennoch langlebiges Baumaterial zu verwenden. ArboSkin ist ein Thermoplast aus   über 90%   nachwachsenden Rohstoffen. Dieser Bioplastik- Werkstoff würde dieser von Institut ITKE der Universität Stuttgart für Fassadenbekleidungen entwickelt.

Tragkonstruktion

Die frei geformte Biokunststoff-Modul-Elementkonstruktion funktioniert insgesamt als ein Plattenschalen-Tragwerk mit zusätzlichen lastabtragenden und versteifenden Randring- und Zwischenträgern.  Die Schalentragwirkung der doppelt gekrümmten Haut aus miteinander gekoppelten 3,5mm dicken Biokunststoff-Pyramiden trägt zu Mittragwirkung und zur Aussteifung des Gesamtsystems bei. So entsteht eine fast selbst tragende Fassadenkonstruktionen mit einer minimierten Anzahl von Auflagerpunkten bzw. Festhaltungen am darunterliegenden Rohbau.

Pläne und Projektdarstellungen

Lageplan






















Schnitte


Darstellung


Fakten zu Tanzend am FlussRDF-Feed
BetreuerChalabi Jafaar  +, Mathoy Thomas  + und Najjar Rames  +
ImageTanzend am Fluss.jpg  +
LVE1  +
Semester15SS  +
ThemaHyperflächen über dem Marktplatz  +
TitelTanzend am Fluss  +
VerfasserSalhofer Susanne  + und Anna Katharina Victoria Klam  +
Persönliche Werkzeuge