exp.wiki NEU
WICHTIG: Das exp.wiki wurde aktualisiert und ist ab sofort unter einer neuen Adresse zu erreichen: https://exparch-www.uibk.ac.at/testwiki
Bitte das Anlegen neuer Seiten oder die Änderungen bestehender ab sofort ausschließlich dort durchführen.
Bestehende Projektseiten wurden/werden migriert und sind auch auf der neuen Plattform vorhanden.

Synapsos I

Aus exp.wiki

Wechseln zu: Navigation, Suche
Verfasser Thomas Kompatscher / Philipp Ammann
Betreuer Ladinig Johannes, Mandler Paul, Mathoy Thomas
LV E2
Thema Monad Nodul
Titel Synapsos I
Semester 14WS
Image Bild:STS_14WS_E2_Synapsos_FotoSynapsos.png

Inhaltsverzeichnis

Definition

Synapsos ist eine experimentelle Studie, wie aus einer Mengenanzahl von Knoten und selbstformfindenden Stäben ein fachwerkstrukturelles, räumliches Objekt geschaffen werden kann. Die Performance zeigt, wie diese Methode statische Qualitäten mit raumschaffenden Eigenschaften verbindet.

Theoretische Ausführung

Synapsos arbeitet lediglich mit zwei Elementen: Einheitliche Knoten und flexible Stäbe. Diese werden seriell vorgefertigt (Prefabrication) und am Bauplatz durch Stecksysteme einfach montiert (Assembly-Strategies). Die Material- wahl unterliegt Maßstab und Nutzung. Bauteile werden durch eine erarbeitete Knotenrationalität zu primitiven geometrischen Formen, welche durch Variablen, Beziehungen und Abhängigkeiten zu flächigen- als auch zu räumlichen Strukturen führen. Dieser Prozess führt durch die Verbindungslogiken zu einer regelmäßig- und infinit fortführbaren und daher offenen oder geschlossenen Zellkonstruktion. Die verspielte Außenhaut zeigt gestalterische Qualitäten. Diese sind als rein ästhetisch zu betrachten, sie liefern keine zusätzlichen statischen Eigenschaften.

Katalog

Die erarbeitete Knotenrationalität wurde digitalisiert. Diese diente uns als Grundlage der weiteren Arbeit.


Materialwahl

Struktur

Die tragende Hauptstruktur besteht aus 2 Elementen, Knoten und Schlauch. Für die Materialwahl war die große Menge an Knoten (in unserem Fall über 1500 Stück) und die Länge an Schlauch (ca. 300m) zu beachten um mit den Kosten einigermaßen ökonomisch zu bleiben. Weiters war bei den Knoten die Fabrikation ein großes Thema. Aus diesem Grund wurde für die Knoten nach mehreren Überlegungen die kostengünstige HF-Platte (Hartfaserplatte) verwendet. Die Stärke der Platte orientierte sich am Durchmesser des PCV- Schlauchs der Stäbe. Diese können nur sehr gering auf Druck belastet werden, somit wurde ein relativ fester Schlauch, der aber der Struktur nicht die Filigranität entnimmt, verwendet. Weiters wurde die Biegefestigkeit und der Selbsformfindungsprozess bei Krafteinwirkung mit verschiedenen Stärken getestet. Nach der Evaluation der Ergebnisse schien ein Schlauch mit dem Durchmesser von 6mm und einer Wandstärke von 1,5mm angemessen. Somit ergab sich bei der HF-Platte eine Stärke von 4mm. Die Passform zwischen Knoten und Schlauch war ausreichend um einerseits das Zusammenstecken ohne weitere Bearbeitung zu ermöglichen, andererseits um einen kraftschlüssigen Verbund der 2 Elemente zu erreichen.

Ader

Um die Vielseitigkeit von Synapsos I zu verdeutlichen wurde eine Art Ader im Projekt eingebaut. Dieser soll den möglichen Informationsfluss innerhalb der Struktur andeuten. Im gebauten Modell handelt es sich dabei um eine Rot gefärbte Flüssigkeit, welche mittels Pumpe durch die Struktur bis auf eine Höhe von 2,6m fördert. Für die Informationsbahn wurden so genannte Y-Verbinder aus der Pneumatik verwendet. Diese haben die selbe geometrische Eigenschaft der HFP-Knoten, jedoch die Möglichkeit die Flüssigkeit durchfließen zu lassen. Als Pumpe diente beim Modell eine 2-Weg Aquariumpumpe.

Umsetzung

Endprojekt

Die Synapsos-Studie wurde erstmals im Januar 2015 unter dem Titel "Synapsos I" umgesetzt. Als Stäbe wurden Plastikschläuche (Durchmesser 6mm / Länge variiert) verwendet. Die Schläuche wurden in 100m Längen bestellt und vor Ort zugeschnitten. Die Knotenwahl fiel auf symmetrische Dreierknoten, deren Anschlüsse jeweils in der selben Ebene lagen. Sie wurden per Laser aus HF-Platten ausgeschnitten. Die resultierenden, einheitlichen Zellen wurden als Hauptbaustein verwendet. Sie wurden zusammengesetzt bis das Konstrukt eine aussagekräftige Dimension erreichte (Endgültige Größe in etwa 60X60X260cm). Da die Konstruktion ab solch einer Höhe enorme Stabilisierungsprobleme aufwies, wurde sie an ausgewählten Stellen über Saugnäpfe an der Wand fixiert. Für den Abschluss des Körpers wurden die übriggebliebenen Anschlusspunkte gestalterisch miteinander verknüpft. Um die Eigenschaften des Schlauches hervorzuheben, wurde Flüssigkeit durch das Gebilde gepumpt. Auf einer ausgewählten Schlauchbahn wurden die HFP-Knoten durch hohle Kunststoffknoten ersetzt. Als Antrieb wurde eine Aquariumpumpe verwendet. Sie stand abseits des restlichen Objekts, in einem Kübel (von den Künstlern "das Herz" genannt), der als Flüssigkeitsbecken diente. Die davon ausgehenden Schläuche brachten das, mit roter Lebensmittelfarbe versehene Wasser in den Kreislauf.

Nutzung

Synapsos I kann als Heizelement, Lichtquelle, Sichtschutz oder Tragstruktur betrachtet werden. Die flexiblen Verbindungsrohre übernehmen dabei die Aufgabe des Transports der jewieligen Flüssigkeiten oder Medien. Eine weitere architektonische Qualität stellt die Modulbauweise der Zellen dar. Diese können, maßstabsunabhängig, als Erschließungssystem bis zur urbanistische Studie betrachtet werden.

Fakten zu Synapsos IRDF-Feed
BetreuerLadinig Johannes  +, Mandler Paul  + und Mathoy Thomas  +
ImageSTS 14WS E2 Synapsos FotoSynapsos.png  +
LVE2  +
Semester14WS  +
ThemaMonad Nodul  +
TitelSynapsos I  +
VerfasserThomas Kompatscher / Philipp Ammann  +
Persönliche Werkzeuge