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Inhaltsverzeichnis

Multifunktionshalle MeranO

Ort: 39012 Meran, I-Südtirol
Anschrift: Mainhardstr. 51
Fläche gesamt: 8.650m²
Bestand: Eislauf-Sportplatz privat 2.100 m², Spielplatz, Gebäude (Bar, Kassa, Umkleide), Tribüne einseitig im Norden;
Bauvorhaben: Erhaltung Sportplatz _ tabula rasa: Neubau
Funktion:Erweiterung des Sportplatzes durch eine öffentliche Multifunktions-Konzerthalle und Schaffen eines öffentlichen Platzes als Treffpunkt
Fassade:Innen Glas abgehängt, außen Aluminium Platten
Raumprogramm: Erweiterung des Angebots

  • Freibühne/Naturtribühne
  • Konzerthalle/Bar
  • Sportplatz
  • Raum für öffentliche und private Veranstaltungen, kulturelle und sportliche Attraktivitat:

Tragwerk:Eine Konstruktion für die innere und äußere Hülle bestehend aus Biegeträgern (d=30cm, Abstand 6,5m). Stützenfreies, unverschiebliches Tragwerk: Spannweite: 14-37m.



Analyse

Während der Analyse wurden die Themen Oberflächen, Transparenz (siehe Wiki-Artikel) und Oberflächentextur untersucht. In verschiedenen Materialien wurden während mehrerer Versuchsreihen regelmäßige, unregelmäßige, einfache und komplexe Muster eingeschnitten und durch Biegen der Oberfläche aus der Fläche gehoben. Dadurch entstanden dynamische Öffnungen, die durch die Oberflächenkrümmung einfach kontrolliert und gezielt gesteuert werden können. Diese Gestaltungsmöglichkeit der Oberfläche wurde aufgrund der zu stark benötigten Krümmung von diesem Faktor unabhängig gemacht und gestaltet sich in diesem Projekt so, dass die eingeschnittenen Flächen mechanisch nach oben gebogen werden. Dabei kann auf Lichtverhältnisse im Innenraum reagiert , Ein- und Ausblicke gezielt gesteuert und Sonne effizient gelenkt oder abgewiesen werden.

Ideenskizze

Die Idee ist, den bestehenden Eisplatz wieder der Öffentlichkeit zurückzuführen und durch eine Multifunktionshalle für diverse Veranstaltungen zu ergänzen. Die beiden entstehenden Strukturen sollen durch eine Hülle miteinander verbunden werden und dadurch eine harmonische Einheit bilden. Die Oberfläche wird von einer in der Analyse ausgearbeiteten Textur strukturiert.

Entwurfsprozess

Die Form des Gebäudes ergab sich aus der Analyse der verschiedenen Bewegungsströme, ihrer Richtung und Intesität und den Orientierungspunkten des Gebäudes Im Laufe der Arbeit wurde die Form öfter verändert, Ebenen hinzugefügt, Räume abgetrennt oder hinzugefügt, Funktionen ergänzt oder verschoben. Das Projekt entwickelte sich im Laufe des Entwurfs immer mehr in die Umgebung hinein und harmonierte immer besser mit der alten Substanz. Der endgültige Entwurf mit Schnitten und Grundriss ist unter dem Kapitel PLAKATE zu finden.

Konstruktion

Bei dem Konstruktionssystem handelt es sich um ein stützenfreies, unverschiebliches Tragwerk mit einer Spannweite zwischen 14 und 37 Metern. Die Konstruktion ist ein und die selbe sei es für die innere als auch für die äußere Hülle. Sie besteht aus aus Biegeträgern (d=30cm, Abstand 6,5m), die Unterkonstruktion aus Stahlrohren (d=15cm). Zusätzlich ausgesteift wird die Konstruktion durch Zugseile.


Die Verglasung erfolgt Schuppenförmig mit nur einer einizigen rechtwinkligen Standardscheibengröße. Die Glasproflie sind auf gelenkigen Verbindungsteilen aus Edestahl befestigt, die die Bewegung der Dachstruktur ermöglichen. Seitlch sind die Sicherheitsgläser mit Neoprenprofilen verbunden, die sich den unterschiedlich Abständen anpassen. Die Hülle wird von in Form gebogenen Aluminium Paneelen gebildet, die ein Muster eingeritzt haben entsprechend der Analyse. Diese werden entsprechend der benötigten Lichtzufuhr nach innen oder außen durch Biegung geöffnet. Befestigt wird die Hülle, die v.a. als Sicht- und Sonnenschutz fungiert, über konisch geformte Rohre direkt an den Knotenpunkten der Stahlkonstruktion. Punktuell werden jeweils 4 Platten an einer Tragplatte verklemmt und verschraubt.

Referenz: Bahnhof Waterloo London, Grimshaw and Partners;

Die äußere Oberfläche wird von einer Hülle aus Aluminiumplatten gebildet, die über an konischen Röhren befestigten Platten an den Knotenpunkten der Konstruktion befestigt sind. Die Hülle löst sich im Westen von der Halle ab und umhüllt von dort aus den Eisplatz, trennt ihn von der Umgebung ab und schützt ihn, berücksichtigt dabei aber den Anspruch auf Offenheit und gezielter Interaktion. Die zweite Haut verbindet zwei unterschiedliche Funktionen, Sport und Kultur, alt und neu und schafft eine neue harmonische Einheit. Strutkturiert wird die Hülle der Halle durch Schnittmuster, die in die Platten (1,35mx1,35m) geschnitten und angehoben werden. Es entsteht eine dynamische harmonische Oberflächentextur, die im Innenraum einen interessanten Lichteffekt erzeugt, Interaktion nach außen gezielt steuern lässt und zudem als Sonnenschutz fungiert.

Mehrere Texturstudien zu finden in einer angefertigten Texturmappe oder unter Analyse.

Referenz: Esplanade Singapur, Michael Wilford;

Details

Materialkonzept

Um die Flexibilität einer Multifunktionshalle zu gewährleisten und die Charakteristik einer Halle aufrechtzuerhalten, aber trotzdem beständig Raum zu gestalten, werden die Räume im Inneren der Halle durch Container gebildet, die aus Stahl vorgefertigt werden und in die Halle implementiert werden. Sie können jederzeit demoniert und durch andere ersetzt werden. Auch Bühne und Freibühne, die sich gegenseitig wie ein Puzzle ergänzen und sich an die Form der Halle anschmiegen, werden aus Fertigteilen in die gewünschte Form geschnitten und zusammengefügt. Es entsteht eine Flexibilität, die die Multifunktion fördern soll. Um zusätzlichen Raum zu schaffen wurde der Zuschauerraum unterkellert.


Die Materialität der Halle nach außen wurde bereits beschrieben und festgelegt:
Nach innen: Glas
Nach Außen: Aluminiumplatten (mit eingeschnittener Textur)

Weiters festgelegte Materialien:
Bodenbelag öffentlicher Platz außen: Natursteinplatten Basalt schwarz 3cm
Bodenbelag Halle innen: Feinsteinfliesen 60x60 Villeroy&Boch 3cm

Grasshopper

Im weiteren wurde während des Prozesses versucht, die Oberfläche mit Hilfe von grasshopper zu gestalten. Hier ein screenshot des Versuchs die Oberfläche mit einer der unter dem Kapitel Analyse gezeigten Texturen zu verändern.


Rendering


Modellbau

Plakate

Referenzen

  • Esplanade Singapur, Michael Wilford;
  • Bahnhof Waterloo, Grimshaw and Partners;
  • Osaka Airport, Renzo Piano;

Kofler Carol Budig Michael HBM 10WS

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