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Sophie Seyfried Phänomen und Paradigma Seite

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Aufgabe 1: PHÄNOMEN? PARADIGMA? DIGITAL?


PHÄNOMEN

Bedeutungen: [1] Erscheinung [2] seltene, bemerkenswerte, auffällige Erscheinung [3] umgangssprachlich, achtungsvoll: eine Person, eine Sache mit ungewöhnlichen oder auffälligen Eigenschaften

Herkunft: von dem (spät-) lateinischen Substantiv phaenomenon → la „Erscheinung“, dies Lehnwort des altgriechischen Substantivs φαινόμενον (phainómenon) → grc „Erscheinung“

Synonyme: [2] Auffälligkeit, Besonderheit [3] Genie, Größe, Kanone, Kapazität, Könner, Koryphäe, Begabung, Fachmann, Talent

Quelle: [[1]]


Von griech. phainomenon , ›Erscheinung‹: Der Terminus wird in der Philosophie zur Bezeichnung der in der Sinnlichkeit gegebenen Erscheinung verwendet. Dabei kann er sowohl – im Sinne von Schein – auf das scheinhafte und unzuverlässige Wissen der Wahrnehmung oder auf die Erfahrung verweisen und in Abgrenzung zum begrifflichen Wissen stehen, welches sich im Horizont theoretischer Konstruktionen bewegt.

Platon bezeichnet alles sinnlich Gegebene als phainomenon , wobei bei ihm die Bedeutung von Schein immer mitschwingt. In seiner Ideenlehre vertritt er die Auffassung, dass das Wissen von empirisch gegebenen Gegenständen (phainomena ) gegenüber dem Wissen der Ideen, die nur dem Verstand zugänglich sind (noumena ) ein bloßer Schein ist. Prägnanten Ausdruck hat dieser Gedanke in seinem Höhlengleichnis gefunden. Platon vergleicht die Erkenntnissituation des Menschen mit der Situation von Höhlenbewohnern. Diese sitzen angebunden mit dem Gesicht zur Wand. Auf dieser Wand ziehen Schatten vorbei, die dadurch entstehen, dass hinter den angebundenen Menschen Geräte vorbeigetragen werden, die ihrerseits von einem dahinter befindlichen Feuer angestrahlt werden. So entstehen die Schattenbilder auf der Wand der Höhle. Übertragen besagt dies, dass die Menschen nicht die Dinge selbst sehen, sondern eben nur deren Schatten. Die Dinge selbst nennt Platon Ideen; die Schatten Abbilder (eidolon ). Wer zur Erkenntnis der Ideen gelangen möchte, der muss sich von seinen Fesseln lösen und aus der Höhle (dem Reich der Erscheinung) heraustreten ins Freie, wo er dann im Sonnenlicht (dem Reich der Ideen) die Ideen selbst erkennt.

In der neuzeitlichen Erkenntnistheorie herrscht eine Auffassung vor, nach der die Phänomene die begriffsfreien Grundbausteine der Erkenntnis abgeben. Phänomene in diesem Sinne sind Empfindungen oder Sinnesdaten, die dem Bewusstsein in äußerer oder innerer Erfahrung gegeben werden. (...)

Brentano unterscheidet zwischen psychischen und physischen Phänomenen, wobei Erstere eine höhere Realität haben als die physischen Gegenstände, denn sie sind dem Bewusstsein in einer unmittelbaren Evidenz gegeben. (...)

Quelle: [[2]]


PARADIGMA

Bedeutungen: [1] Muster, Beispiel [2] Literaturwissenschaft: Kurze Erzählung, die in Beispielen eine moralische Lehre erläutert [3] Linguistik: Muster einer Deklination oder Konjugation [4] Linguistik: die Gesamtheit der Ausdrücke, die in einem bestimmten Kontext gegeneinander ausgetauscht werden können. [5] Denkmuster, Schema [6] eine grundlegende wissenschaftliche Denkweise

Herkunft: aus dem griechischen parádeigma „Beispiel“

Synonyme: [3] Flexionsparadigma, Flexionsschema, Flexionstabelle [4] Substitutionsklasse

Gegenwörter: [3] Syntagma

Quelle: [[3]]


Paradigmen sind Lehrsätze, Hypothesenbündel oder theoretische Konzepte. Sie werden von bestimmten Wissenschaftsrichtlinien oder Forschergruppen für gültig gehalten. Das Paradigma gewinnt an Bedeutung, da oftmals Untersuchungsansätze sowie methodische Gestaltungen von ihm bestimmt werden, folglich führt dies zu sich selbst erfüllende Vorhersagen. Kommen vom Paradigma widersprüchliche Ergebnisse, wird es nicht aufgegeben. Stattdessen wird für Erklärungen für die Widersprüchlichkeit gesucht, damit diese nicht mehr existieren. Objektive Forschung wird, da sie sich oftmals durch Theorien festsetzt, durch Paradigmen erschwert (vgl. Kuhn, 1979, Seite 160 -161).

2. Definition „Ein Paradigma ist ein symbolisches Modell oder Diagramm, das es uns erleichtert, die wesentlichen Merkmale eines Prozesses zu verstehen“ (Wulf, 1995, Seite 266).

3. Definition Als Paradigma versteht man den begrifflichen Rahmen, in dem ein Wissenschaftler arbeitet. Paradigmen teilen auch mit, welche Begriffe verwendet werden dürfen und welche nicht, um diese in der Folge interpretieren oder sammeln zu können. Ein Paradigma kann auch durch den Begriff „Betrachtungsweise“ ersetzt werden. Viele Autoren sprechen anstatt von Paradigmen von Modellen, andere von Theorien als Rahmenkonzepte für die Forschung (vgl. Michel & Novak, 1991, Seite 286).

4. Definition Der Begriff Paradigma stammt aus dem Griechischen, in der Mehrzahl spricht man von Paradigmen. Eingeführt wurde der Begriff von T. S. Kuhn, der die in einer Gruppe beispielsweise von Wissenschaftlern geltenden Grundannahmen als Paradigmen bezeichnet. Paradigmen festigen sich durch die gemeinsame Erarbeitung von Problemen und Überlieferungen von Problemstellungen und Lösungswegen (vgl. Lexikon-Institut Bertelsmann, 1995, Seite 347).

5. Definition Nach der Philosophie und Wissenschaftstheorie von Platon sind Paradigmen als Vorbilder zu verstehen von sinnlich Wahrnehmbaren. Sie sind als ewig, unveränderlich und ermöglichend zu sehen. Laut Ludwig Wittgenstein sind Paradigmen als Muster oder Standards zu verstehen, nach denen Erfahrungen verglichen und betrachtet werden (vgl. Brockhaus, 1998, Seite 554).

Quelle: [[4]]



DIGITAL

Es gibt zwei grundsätzliche Möglichkeiten eine Information zu beschreiben, analog oder digital. Analog bedeutet, dass die Darstellung der Information entspricht. Schwingungen werden als Schwingungen gespeichert und ein Wachstumsanstieg, einer Pflanze beispielsweise, wird in Form eines analogen Anstieges, einer Spannung etwa, dargestellt. Weitere Beispiele hierfür sind Uhren mit Zifferblatt oder Schallplatten. Digitale Darstellung bedeutet, dass von der darzustellenden Information abstrahiert wird und sie in fest definierten, beschreibbaren Zuständen gespeichert werden kann. Hierdurch kann die Information leichter verarbeitet werden. Oft ergibt sich auch eine (oberflächlich) genauere Darstellung. Geht man aber ins Detail, stößt man schnell auf "Sprünge" in der Darstellung. Beispiele: Digitaluhren, CDs.

Der Computer kann nur elektronische Zustände, im Allgemeinen nur: Spannung vorhanden (I) oder keine Spannung vorhanden (0), verarbeiten. Es gibt keine Zwischenstufen. Alle Bildinformationen müssen also auf klare Zustände reduziert werden um verarbeitet werden zu können. Die Darstellung von Informationen im Computer ist also digital.

Quelle: [[5]]


Das Wort digital kommt aus dem Lateinischen und ist abgeleitet von digitus, was Finger bedeutet. In der Technik handelt es sich um die diskreten Ziffern, die keine zeitkontinuierlichen Veränderungen haben, wie analoge Werte. Zeitdiskret bedeutet in diesem Zusammenhang, dass der Digitalwert für eine bestimmbare Zeit einen festen Wert repräsentiert. Die digitalen Ziffern können in allen Zahlensystemen dargestellt werden: im Dezimalsystem ebenso wie im Oktal- oder Dualsystem. Nach DIN 44300 ist digital eine Darstellungsart von Daten mit den Ziffern eines Zahlensystems, bei der die einzelnen Zeichen voneinander abgrenzbar sind. In der Computertechnik werden die diskreten digitalen Zustände von Logiken miteinander verknüpft. Mit diesen Verknüpfungen können mathematische Operationen nachgebildet werden.

Quelle: [[6]]




Aufgabe 2: PHÄNOMENE & PERSÖNLICHER PARADIGMENWECHSEL


PHÄNOMEN 1

Wenn im Fernsehen Unterwasseraufnahmen gezeigt werden, fällt vielen Zuschauern das Atmen schwer. Es wird tief Luft genommen und die Luft angehalten oder einfach schwer und unregelmäßig geschnauft, obwohl man daheim vor dem Fernseher sitzt. Ebenso wird bei Filmen oder Computerspielen Bewegungen oft mitgemacht. Bei einem Autorennen beispielsweise bewegen viele ihren Kopf mit der Lenkradbewegung mit, obwohl jedem bewusst ist, dass dies nichts ändert...


PHÄNOMEN 2

Gruppendynamik/ Pinguineffekt: wenn einer in die Luft schaut tun es alle; Gähnen ist ansteckend;...


PHÄNOMEN 3

Wenn man vom Teufel spricht... Derjenige, über den gesprochen wird kommt gerade um die Ecke, ruft an, klingelt,...


PHÄNOMEN 4

Flugzeugunglück in Überlingen:

Der Zusammenstoß zwischen DHL-Flug 611 und Bashkirian-Airlines-Flug 2937 über Owingen bei Überlingen am Abend des 1. Juli 2002 war mit 71 Opfern, davon 49 Kinder, eines der folgenschwersten Flugunglücke im deutschen Luftraum. Das Unglück zog zahlreiche Diskussionen rund um die Flugsicherung und verschiedene Flugsicherungssysteme nach sich. Die Kreuzung der beiden Flugrouten wurde von der Flugsicherung nicht ausdrücklich vermerkt und hätte für einen Bereich über dem Bodensee geplant werden müssen. Gegen 23:20 Uhr meldete sich der Pilot des DHL-Flugs 611, Paul Phillips, bei der für den süddeutschen Luftraum zuständigen Flugsicherungsgesellschaft Skyguide in Zürich an. Der verantwortliche Fluglotse Peter Nielsen wies diesen daraufhin an, die Flughöhe von momentan Flugfläche 260 auf Flugfläche 320 zu erhöhen. Phillips bat zwecks Treibstoff-Einsparung um die Erlaubnis, auf Flugfläche 360 (ca. 11.000 m) weiter steigen zu dürfen. Die Erlaubnis wurde von Skyguide erteilt, woraufhin die Boeing um 23:29:50 Uhr die gewünschte Flughöhe erreichte. Auch die Flughöhe der aus Russland kommenden Tupolew, die sich um 23:30 Uhr bei Skyguide anmeldete, betrug Flugfläche 360. Der sich gleichzeitig mit der Koordination des Landeanflugs einer dritten Maschine auf den Flughafen Friedrichshafen beschäftigende Fluglotse erkannte den dadurch drohenden Konflikt nicht und gab keine rechtzeitigen Instruktionen an die beiden Maschinen aus. Das Zusammenspiel verschiedener unglücklicher Faktoren führte kurz nach 23:35 Uhr zur Kollision der beiden Flugzeuge im Luftraum zwischen Owingen und Überlingen am Bodensee, wobei alle 71 Menschen in beiden Flugzeugen getötet wurden.

Quelle: [[7]]


PHÄNOMEN 5

Sexualverhalten der Menschen / Orgasmus - ursprünglich diente der Sexualakt zur Fortpflanzung; heute wird allerdings zunehmend verhütet...


PERSÖNLICHER PARADIGMENWECHSEL

Als Kind wurden mir viele Geschichten von Janosch über Tiger und Bär vorgelesen. Besonders prägte mich die Geschichte "Oh wie schön ist Panama". Tiger und Bär machen sich auf den Weg nach Panama, erreichen es aber tatsächlich nie, sondern kommen am Ende wieder bei ihrem alten Zuhause an und glauben, es sei Panama. Damals dachte ich, Panama sei eine Illusion und eine Erfindung Janoschs. Etwas später lernte ich aber, dass es Panama tatsächlich gibt und seitdem besteht der Wunsch, einmal nach Panama zu reisen..!

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