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Simona Schett Phänomen und Paradigma Seite

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Inhaltsverzeichnis

Aufgabe 1 Phänomen? Paradigma? Digital?

Phänomen

Herkunft

griechisch: φαινόμε¢νο fainόmeno „Sichtbares, Erscheinung“; altgriechisch: φαινόμενον fainómenon „ein sich Zeigendes, ein Erscheinendes“


Definition

1. Das Phänomen ist ein mit den Sinnen wahrnehmbares einzelnes Ereignis, im weiteren Sinne die sinnliche Wahrnehmung eines Ereignisses.

2. Im heutigen Sprachgebrauch bezeichnet Phänomen (adj. phänomenal) auch eine Ausnahmeerscheinung. Die sogenannten Phänomene beziehen sich auch auf die Zauberei und vieles mehr.

3. umgangssprachlich, achtungsvoll: eine Person, eine Sache mit ungewöhnlichen oder auffälligen Eigenschaften

In Immanuel Kants Definition von Phänomen liegen die Wurzeln für die moderne / heutige Begriffsbezeichnung: Ein Phänomen ist die Erscheinung, das in Raum und Zeit wahrnehmbare Ding, eine subjektive Abbildung / Abstraktion des „Ding an sichs“.


Quellen: http://de.wikipedia.org/wiki/Phänomen, http://en.wikipedia.org/wiki/Phenomenon, http://www.langstrumpf-system.de/?page_id=62


Der Gegenstand, wie er sich der Auffassung und Erkenntnis in der Erscheinung darbietet, zunächst au das empirisch Wahrnehmbare, später auf alles sich im Bewußtsein Zeigende angewendet.


Quelle: "Der große Brockhaus", 18. Auflage, 1977 - 1981


Paradigma

Herkunft

griechisch: παρὰ parà „neben“ und δείκνυμι deiknymi „zeigen“, „begreiflich machen“


Definition

1. Paradigmen sind Lehrsätze, Hypothesenbündel oder theoretische Konzepte. Sie werden von bestimmten Wissenschaftsrichtlinien oder Forschergruppen für gültig gehalten. Das Paradigma gewinnt an Bedeutung, da oftmals Untersuchungsansätze sowie methodische Gestaltungen von ihm bestimmt werden, folglich führt dies zu sich selbst erfüllende Vorhersagen. Kommen vom Paradigma widersprüchliche Ergebnisse, wird es nicht aufgegeben. Stattdessen wird für Erklärungen für die Widersprüchlichkeit gesucht, damit diese nicht mehr existieren. Objektive Forschung wird, da sie sich oftmals durch Theorien festsetzt, durch Paradigmen erschwert (vgl. Kuhn, 1979, Seite 160 -161).

2. „Ein Paradigma ist ein symbolisches Modell oder Diagramm, das es uns erleichtert, die wesentlichen Merkmale eines Prozesses zu verstehen“ (Wulf, 1995, Seite 266).

3. Als Paradigma versteht man den begrifflichen Rahmen, in dem ein Wissenschaftler arbeitet. Paradigmen teilen auch mit, welche Begriffe verwendet werden dürfen und welche nicht, um diese in der Folge interpretieren oder sammeln zu können. Ein Paradigma kann auch durch den Begriff „Betrachtungsweise“ ersetzt werden. Viele Autoren sprechen anstatt von Paradigmen von Modellen, andere von Theorien als Rahmenkonzepte für die Forschung (vgl. Michel & Novak, 1991, Seite 286).

4. Der Begriff Paradigma stammt aus dem Griechischen, in der Mehrzahl spricht man von Paradigmen. Eingeführt wurde der Begriff von T. S. Kuhn, der die in einer Gruppe beispielsweise von Wissenschaftlern geltenden Grundannahmen als Paradigmen bezeichnet. Paradigmen festigen sich durch die gemeinsame Erarbeitung von Problemen und Überlieferungen von Problemstellungen und Lösungswegen (vgl. Lexikon-Institut Bertelsmann, 1995, Seite 347).

5. Nach der Philosophie und Wissenschaftstheorie von Platon sind Paradigmen als Vorbilder zu verstehen von sinnlich Wahrnehmbaren. Sie sind als ewig, unveränderlich und ermöglichend zu sehen. Laut Ludwig Wittgenstein sind Paradigmen als Muster oder Standards zu verstehen, nach denen Erfahrungen verglichen und betrachtet werden (vgl. Brockhaus, 1998, Seite 554).


Quellen: http://lexikon.stangl.eu/1850/paradigma/, http://de.wikipedia.org/wiki/Paradigma


1. Muster einer Flexionsklasse, ein Nomen oder Verbum mit sömtlichen zugehörigen Flexionsformen, als formales Vorbild für jedes NOmen oder Verbum derselben Flexionsklasse. z.Bsp gr. philos, pjilou, philo, philon, phile usw als Muser der o-Deklination

2. sprachliche Einheit, die im Kontext an der Stell einer anderen tritt, so dass sich beide gegenseitig ausschließen (z.Bsp. er tanzt >gut<, >schlecht<, >mittelmäßig<, >ausgezeichnet<)


Quelle: "Der große Brockhaus", 18. Auflage, 1977 - 1981


Digital

Herkunft

lat: digitus "Finger"


Definition

1. Digital bedeutet, dass Daten aller Art in Form von Zahlenkombinationen dargestellt werden. Das Gegenteil zu Digital wäre Analog.

2. Das Internet wird vermehrt als Medium genutzt und sogar als die digitale Welt bezeichnet. Vermehrt tritt der Begriff auch bei Hardware-Komponenten, wie z.B. bei Kameras, Camcordern, MP3-Playern, DVD-Playern etc. auf und hat somit eine rasante und weitläufige Verbreitung.

3. Digital describes electronic technology that generates, stores, and processes data in terms of two states: positive and non-positive. Positive is expressed or represented by the number 1 and non-positive by the number 0. Thus, data transmitted or stored with digital technology is expressed as a string of 0's and 1's. Each of these state digits is referred to as a bit (and a string of bits that a computer can address individually as a group is a byte.


Quellen: http://www.webpromotionportal.com/lexikon-digital.html, http://searchcio-midmarket.techtarget.com/definition/digital


1. den Finger betreffend, mit dem Finger

2. allg. i. S. von stufenförmig, quantitisiert, in diskrete Einzelschrigge aufgelöst; Ggs.: analog (stufenlos, stetig, kontinuierlich). - Bei der Informationsverarbeitung werden Daten digital oder analog dargestellt. Besonders wichtig ist digitale Darstellung durch binäre Zeichen. Veränderungen von digital dargestellten Werten erfolgen in Sprüngen (z.Bsp. Digitaluhr). Auf Grund einder derartigen Stufeneinteilung (Quantisierung) arbeitet ein Digital-Analog-Umsetzer. die digitalen Rechenanlagen haben den Einsatzbereich der Datenverarbeitung stark vergrößert.


Quelle: "Der große Brockhaus", 18. Auflage, 1977 - 1981


Aufgabe 2 Phänomen Paradigma

persönliche Phänomene

1. Persönliches Phänomen 1

Beschreibung: Während ich schlafe, schalte ich den Wecker aus ohne es zu merken. Drei Stunden später habe ich verschlafen Erklärung: Schlaftrunkenheit; wenn man aus dem Tiefschlaf geweckt wird ist man verwirrt, desorientiert und macht unsinnige Dinge und schaltet möglicherweise den Wecker aus, ohne es zu bemerken. In der Früh sollte man sich normalerweise nicht mehr im Tiefschlaf-Modus befinden. Schaltet man in der Früh also unbewusst den Wecker aus, ist das ein Zeichen für zu wenig Schlaf.


2. Persönliches Phänomen 2

Beschreibung: Ich wippe häufig mit meinen Beinen, ohne es zu merken und mache so meine Mitmenschen nervös. Erklärung: Innere Unruhe, zu wenig Bewegung, Stress...


3. Optische Täuschung

Beschreibung: Schwarze Flächen und Körper wirken kleiner als weiße Körper gleicher Größe; schwarz gekleidete Menschen wirken schlanker als weiß gekleidete Menschen. Erklärung: Schwarz schluckt alle Spektralfarben, wodurch es keine Reflexion gibt und somit auch keinen Schattenwurf. Das menschliche Auge nimmt 3D vor allem durch Schattenbildung war. Durch das Fehlen von Schatten, erscheint eine Figur eben.


4. Körperliches Phänomen 1

Beschreibung: Bei Kälte bekomme ich Gänsehaut und die Haare stellen sich auf. Erklärung: Die kleinen glatten Muskeln in der Haut ziehen sich zusammen. Jeder Muskel wirkt auf einen Haarbalg, wodurch sich die Haare aufrichten. So bildet sich ein Luftpolster um die Haut. Gleichzeitig werden die Blitgefäße verengt, wodurch die Körperoberfläche weniger Blut bekommt und die Wärme im Inneren des Körpers und in den Organen bleibt. (Die Balgdrüsender Gänse sind ständig ein wenig höckrig.)


5. Körperliches Phänomen 2

Beschreibung: Sobald ich bei einer Zwiebel die Schale gelöst und sie angeschnitten habe, fangen meine Augen zu tränen an. Erklärung: Sobald eine Zwiebel angeschnitten wird, entweichen aus den Zellen zwei Stoffe (Iso-Allin – schwefelhaltige Aminosäure – und das Enzym Alliinase) aus denen sich ein Gas bildet, das in die Augen steigt. Beim Zwiebel Schneiden kommen die beiden Stoffe in Kontakt und das Enzym spaltet die Aminosäure in einzelne Teile auf. Dabei ensteht ein tränenauslösender Reizstoff.


Quellen: http://www.owg-dahn.de/bio/alltag/fragen.htm, http://www.apotheken-umschau.de/Schlafstoerungen/Raetselhafte-Schlaf-Phaenomene-Was-sie-bedeuten-119973.html, http://www.gesundheit.de/wissen/haetten-sie-es-gewusst/allgemeinwissen/warum-weinen-wir-beim-zwiebel-schneiden


persönlicher Paradigmenwechsel

Als ich eingeschult wurde, galt die Alte Rechtschreibung. Zwei Jahre später begann die Umstellung auf die Neue Rechtschreibung. Und auf einmal wurden Wörter anders geschrieben und getrennt....

Hintergrund

Unter dem primären Ziel der Vereinfachung der Rechtschreibung wurde 1996 eine Reform ins Leben gerufen, die nach weiteren Überarbeitungen im Jahre 2004 und 2006, seit 2006 allgemein gültig ist.

Ziel: In der Abschlusserklärung des ersten Wiener Gesprächs von 1986 wurden die Ziele einer Rechtschreibreform wie folgt umrissen: „Grundsätzliches Einvernehmen wurde darüber erzielt, die auf der Orthographischen Konferenz von 1901 in Berlin erreichte einheitliche Regelung der deutschen Rechtschreibung den heutigen Erfordernissen anzupassen. Insbesondere geht es darum, die in vielen Teilbereichen der Rechtschreibung im Laufe der Zeit kompliziert gewordenen Regeln zu vereinfachen.“

Ab dem 1. Juli 1996 bis zum 1. August 1998 wurde die reformierten Regeln im Unterricht umgesetzt. Nach einer 10jährigen „Eingewöhnungsphase“ löste sie 2005 das alte Regelwerk endgültig ab.

Kritik: Schon seit der ersten Veröffentlichung 1996 gibt es rege Kritik an der Reform. Zu Beginn wurde vor allem die fehlende Intgration der Öffentlichkeit an der Entwicklung kritisiert. Schon auf der Frankfurter Buchmesse1996 unterzeichneten hunderte Schriftsteller und Wissenschaftler eine Petition für den Stopp der Reform. Der Protest verschiedenster Printmedien ging wo weit, dass sich verschiedene Zeitschriften dazu entschlossen, weiter in der traditionellen Schreibweise zu publizieren. Doch jedem Protest zum Trotz – mit 2006 wurde die Neue Rechtschreibung allgemein gültig.

Quelle: Quellen: http://de.wikipedia.org/wiki/Reform_der_deutschen_Rechtschreibung_von_1996


Aufgabe 3 Industrial Design Manufacturing

Global Players

1. Ranking 2010 der Top10 FMCG Champions


(Unternehmen / Umsatz 2010 (Mio.USD) / Gewinnmarge vom Umsatz)

Top100 FMCG Champions

1. Nestlé AF / 99,702 / 14%

2. Procter & Gamble / 78,938 / 20%

3. Unilever / 58,838 / 15%

4. PepsiCo / 57,838 / 16%

5. Kraft Foods / 49,207 / 12%

6. AB INBev / 36,297 / 29%

7. The CocaCola Company / 35,119 / 27%

8. Archer Daniels Midland / 28,205 / 5%

9. Philip Morris International / 27,208 / 41%

10.Japan Tabacco / 26,417 / 11%


Quelle: http://www.markenartikel-magazin.de/no_cache/unternehmen-marken/artikel/details/100725-studie-die-erfolgreichsten-konsomgueterhersteller/?print=98


2. Most valuable brands I top10 2011


(Brand / Brand Value 2011 ($M) / %Brand Value change 2011 vs. 2010)

most valuable brands

1. Aplle Inc. / 153,285 / 84%

2. Google Inc / 111,498 / -2%

3. IBM / 100,849 / 17%

4. McDonald's Corporation / 81,016 / 23%

5. Microsoft Corporation / 78,243 / 2%

6. The CocaCola Company / 73, 752 / 8%

7. AT&T Inc. / 69,916 /N/A

8. Marlboro / 67,522 / 18%

9. China MObile / 57,326 / 9%

10. General Electric Company / 50,318 / 12%


Quelle: http://www.millwardbrown.com/libraries/optimor_brandz_files/2011_brandz_top100_chart.sflb.ashx


Sporting goods manufactures

1. Top5 brands in Sporting goods (by value, not including media)


1. Nike (Value: $10.7 billion)

2. Adidas (Value: $7.3 billion)

3. Gatorade (Value: $6.4 billion)

4. Reebok (Value: $2 billion)

5. Under Armour (Value: $530 million)


Quelle: http://blog.pediro.com/top-5-brands-in-sporting-goods-by-value/


2. Die Laufschuhindustrie


Bevor ein neues Schuhmodell auf den Markt kommt, wird fleißig geforscht und getestet - abgeschottet von der Außenwelt. Dies kann bedeuten, dass von der Idee bis zum fertigen Schuh bis zu drei Jahren vergehen.

Während Schuhdesigner am richtigen Aussehen klügeln, laufen zahlreiche weitere Tests in den eigenen "testing labs". Mittels standartisierter Computersimulation werden Aufprall- und Abrollbewegungen optimiert, indem z.Bsp. die verschiedenen Gelenkwinkel im Fuß-, Knie- und Hüftgelenken untersucht werden. Die größte Herausforderung dabei ist es, den Schuh trotz allen Features möglichst leicht zu halten. Eine weitere Aufgabe in den Test- und Forschungslabors. Um die Ideen von Designern und Biomechanikern zu vereinbaren, werden mehrere Prototypen entwickelt, die zudem auch sicher stellen, dass die Kosten nicht aus dem Ruder laufen. Doch so innovativ die Forschungs- und Entwicklungsarbeit der verschiedenen Sportarktikelkonzerne auch ist, die Produktion findet nachwievor in asiatischen Billiglohnländern statt, wo Arbeiter unter schlechten Arbeitsbedingungen am Fließband die Sportshuhe produzieren und täglich giftigen Chemikalien ausgesetzt sind.


Quellen: http://www.fitforfun.de/sport/laufen/tid-3419/natural-running-die-laufschuhentwicklung_aid_11836.html; http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,548579,00.html


3. Price Breakdown (Using a typical Nike shoe from production to retail)

Production Labor $2.75

Materials $9.00

Rent, equipment $3.00

Supplier's operating profit $1.75

Duties $3.00

Shipping $0.50

Cost to Nike $20.00

Research and Development $0.25

Promotion and Advertising $4.00

Sales, Distribution Administration $5.00

Nike's operating profit $6.25

Cost to Retailer $35.50

Retailer's Rent $9.00

Personnel $9.50

Other $7.00

Retailer's Operating Profit $9.00

Cost to Consumer $70.00


Quelle: http://www.soc.duke.edu/~s142tm17/makingshoe.htm


Computer manufactures

1. Top10 Computer manufactors (based on global market share

1. HP (Hewlett-Packard)

2. Acer

3. Dell

4. Lenovo

5. Toshiba

6. IBM

7. Fujitsu

8. NEC

9. Apple

10. Gateway Computers


Quelle: http://the-engineer.hubpages.com/hub/Computer-Companies-Top-10-Computer-Manufacturing-Companies-in-The-World


2. Aplle Inc._Design und Produktion

Ähnlich wie bei den Schuhdesignern geht es auch bei Apple um Innovation und vor allem Leichtigkeit und gesteigerte Kompaktheit bei immer besserer Leistungsfähigkeit. Beim neuen MacBook Air setzt man auf die Idee des "Unibody's", dh das Gehäuse wird aus einem einzigen Aluminiumblock geräst (CNC-Fräse). Kleinere Öffnungen (Lüftung, Lautsprecher) werden herausgelasert. Schließlich wird das Gehäuse mittels "robotic grinding" von etwaigen Unebenheiten befreit. Die einzelnen Komponenten werden vor allem in Asien von Wanderarbeitern zusammengesetzt. Zahlreiche Studien kritisieren die dort herrschende Arbeitsverhältnisse und setzten damit die Firmen unter Druck.


FOXCONN

Foxconn ist der Name, unter dem das taiwanische Unternehmen Hon Hai Precision Industry Co., Ltd auf dem Markt auftritt. Es ist einer der größten Auftragsfertiger für elektronische Produkte weltweit und produziert Elektronik- und Computerteile unter anderem für HP, Dell, Intel und Apple. Im Bereich der Computerteile positioniert sich das Unternehmen weltweit als Marktführer und beschäftigt über 15.000 Ingenieure in den USA, China und Taiwan arbeiten an der Entwicklung neuer Produkte und Entwicklungen. Zudem besitzt Foxconn ca. 21.000 angemeldete Patente. Die Produktionsstätten befinden sich vorwiegend in China, von 920.000 AbeiterInnen arbeiten knapp 420.000 in Shenzhen. Weitere chinesische Produktionsstätten sind in Kunshan, Wuhan und Yantai, 1994 kamen Entwicklungszentren in den USA und Japan dazu, 1998 und 1999 weitere in Großbritannien und den USA.

Seit 2006 sieht sich der Konzern scharfen Vorwürfen ausgesetzt. Vor allem die geringen Löhne und unmenschlichen Arbeitsbedingungen werden kritisiert, vor allem die iPad-Produktion wurde scharf kritisiert und somit auch Apple Zentrum der Kritik. Geringer Grundlohn, enorme Überstunden, festgelegte Toilettenzeiten oder Sprechverbot in Fabrikationshallen, wo die Arbeiter auf engsten Raum ihren 15-Stunden Tag verbringen, führten 2010 zu einer Selbstmordreihe in Shezhen. Die Suizidrate im Unternehmen ist ohnehin schon hoch. Apple reagierte und wollte die Arbeitsverhältnisse verbessern, ist Mitte Januar 2012 sogar der Fair Labor Association (FLA) beigetreten, wobei Apple sich den Beitritt angeblich erkauft haben soll. Auch die Situation bei Foxconn hat sich bisher nicht verändert, eher werden neue Verdächtigungen laut (minderjährige Arbeitskräfte etc.)


Quellen: http://de.wikipedia.org/wiki/Foxconn; http://www.clean-it.at/2011/05/23/time-to-bite-into-a-fair-apple-internationaler-makeitfair-aktionstag/; http://www.clean-it.at/2010/10/13/pa-clean-it-erneut-schwere-arbeitsrechtsverletzungen-bei-foxconn-festgestellt/; http://mfg.eng.rpi.edu/gmp/SProjectsPwrpt/s10/Macbook%20Pro%20Presentation.pdf


Aufgabe 4: SOCIO-ECONOMICS & PSYCHOLOGY: Buchklub mit Diskussion

EIGENER Standpunkt zu...

Ethik-Ranking durch die Konsumenten(derstandard.at)

Der Vorschlag einer Ethik-Ratingagentur, die druch geziehlte Infos auf Verpackungen die Wahl in der heutigen Produktvielfalt erleichtern könnte, ist prinzipiell ein sehr guter Gedanke. Es wäre sicherlich wünschenswert, etwas mehr Einblick in die Konsumlandschaft zu bekommen, zumal auch die bestehenden Gütesiegel nur teilweise stimmen. So bekommt man das Ama-Gütesiegel, sobald das Tier in Österreich geschlachtet wurde und auch das Fair Trade Label garantiert sicherlich nicht eine 100% faire Produktionskette. Doch auch wenn ich mir wünschen würde, dass mein Komsumverhalten durch eine solche Ethik-Ratingagentur beeinflusst würde, glaube ich nicht, dass ich auf die Billigprodukte verzichten könnte. Denn fairer Handel, Produktion im Einklang mit der Natur etc. ist teuer. Kann man sich das überhaupt leisten?


Ferraris für alle (derstandard.at)

Streben nach Wissen und Wohlstand ist gut, wichtiger ist es, sich um die Bevölkerungsentwicklung zu kümmern. Die Gesellschaft wird älter, der Spalt zwischen Arm und Reich immer größer. Wichtiger als der finanzielle Wohlstand und der Ferrari ist für immer mehr die Freizeit, die aufgrund langer Arbeitswochen immer weniger wird.


Recherche

Jeremy Rifkin, "Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft"

Jeremy Rifkin betrachtet die heutige Arbeitsgesellschaft kritisch, die durch den immer größere werdenden Spalt zwischen der reicher werdenden, gebildeten Oberschicht und der schlecht bezahlten Unterschicht Gefahren bringt. Diese Entwicklung führt zu Arbeitslosigkeit, die wiederum oftmals zu steigender Kriminalität und der Stärkung von Links und Rechtsradikalismus führt. Durch die steigende Produktion, die vor allem durch computergesteuerte Verfahren ermöglicht wird, verliert die menschliche Arbeit an Anspruch, die Kommunikation geht verloren. Da die Wirtschaft stetig steigende Produktivität und Wirtschaftswachstum fordert, ist immer mehr mit einer Ausbeutung der Arbeiter zu rechnen. Eine Tatsache, die durch die Globalisierung und den dadurch entstehenden Wettbewerb weiter zugespitzt wird. Da auch eine gute Ausbildung keine Jobgarnatie mit sich bringt, gewinnt die Teilzeitarbeit an Bedeutung.

Und auch wenn die Wirtschaft und die Politik die Krise ignorieren, Jeremy Rifkin ist sich sicher: Die Menschen müssen sich mit dem Ende der Arbeit auseinandersetzen. Gleichzeitig biete er Lösungsansätze:

1. Die Arbeitnehmer müssen ihren Anteil an den Produktivitätszuwächsen bekommen. Durch die wachsedne Arbeitslosigkeit nimmt der Staat weniger Lohnsteuern, muss aber gleichzeitig mehr Sozialleistungen zahlen. Trotz der steigenden Produktivität, wird die Kaufkraft durch die Arbeitslosigkeit sinken und somit die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe eingeschränkt. Die Lösung könnte die Senkung der Arbeitszeit bei stabilen Gehältern sein, da dadurch wieder mehr Leute eingestellt werden könnten. Leute, die weniger arbeiten, müssen durch zusätzliche Zahlungen oder Steuererleichterungen unterstützt werden, gleichzeitig sollten Arbeitslose wieder in die Erwerbsarbeit gebracht werden. Die Menschen werden in Zukunft mehr Zeit zur Verfügung haben, ob Freizeit oder in Form von Arbeitslosigkeit, wird sich zeigen.

2. Der soziale Bereich und der Dritte Sektor muss stärker gefördert und ausgebaut werden. Mit der immer unsicherer werdenden Arbeitswelt brauchen Arbeitnehmer ein stärkeres soziales Netz. Die Idee eines Mindesteinkommens/Bürgergelds für alle Bürger könnte die Lösung sein. Während der technische Fortschritt nicht aufgehalten werden kann, steigt bei sinkender Erwerbsarbeit der Bedarf an Dienstleistungen. Somit sollte der Dritte Sektor finanziell unterstütz werden, denn hier liegt das Potential der Arbeitslosen.

Quelle: http://www.awb.tu-berlin.de/lv/neue-AF/Zukunftsvisionen1/Das%20Ende%20der%20Arbeit.html


Jean Feldman, "The Narcissism Epidemic"

"Every culture is shaped by its fundamental core beliefs, and in America today, there are few values more fiercely held than the importance of self-admiration"

Die Grundthematik des Buchs ist der aufkommende Narzissmus, der in Amerika alle Generationen gepackt hat. Schönheits-OPs, Selbstvermarktung und Selbstverliebtheit sind wichtige Punkte in der Amerikanischen Gesellschaft. Die klinische Bezeichnung dafür ist Narcissistic Personality Disorder (NPD). Jeder 10. Amerikanker im Alter zwischen 20 und 30, jeder 16. Amerikaner im Allgemeinen zeigt Anzeichen des Narzissmus. Das Buch beschäftigt sich vor allem mit dem gesellschaftlich Üblichen "normalen" Narzissmus, der zu wenig ausgeprägt ist um tatsächlich als Krankheit zu gelten, und trotzdem negative Auswirkungen auf die Umwelt hat, da er wenig Wert auf zwischenmenschliche Beziehungen. Verherrlicht wird eine fake community, geprägt durch Schönheits OPs, networking (facebook, twitter..), Casting Shows etc, die in den 1970ern ihren Ursprung findet, wo vermehrt das Individuum unterstützt wurde. Heutzutage ist es wichtig, sich besser dastehen zu lassen, als man tatsächlich ist (Photoshop, fake celebrity culture, individuelle Namen, große Häuser....) Das Problem ist die Entstehung einer kreditwilligen Gesellschaft, die durch eine unrealistische Selbstüberschätzung und wenig soziale Kompetenz geprägt ist.

Quelle: http://today.msnbc.msn.com/id/30312181/ns/today-books/t/me-me-me-americas-narcissism-epidemic/#.T7DfKRxD3Do


Aufgabe 5: Experience vs. (really!) BIG DATA: Woher kommen Wissen, Erkenntnis und Theorien? & wem gehören sie?

EIGENER Standpunkt zu...

Worauf ist noch Verlass? (zeit.de)

Es mag sein, dass die Erfahrung durch die Wissenschaft entwertet und vielfach widerlegt wurde. Aber die Alltagserfahrung kann doch nicht ganz verschwinden, Wenn ich zwei mal den gleichen fehler gemacht habe, sagt mir die erfahrung, dass ich es nicht mehr tun soll. Schließlich kann ich nicht alles wissen und muss mich in gewissen Fällen auf meine persönlichen Erfahrungen verlassen. (oder intuitiv entscheiden)


Lob der Erfahrung (zeit.de)

Ich denke, es geht um die Verknüpfung von Erfahrung und Evidenz/Statistiken. Sich allein auf Erfahrungen zu beschränken, kann zu Fehlern in der Diagnostik führen, aber auch die Berufung auf Statistiken. Denn auch die Statistik kann nicht alle Bereiche abdecken. Noch dazu sollte jeder Patient individuell behandelt werden, nicht jeder Mensch reagiert gleich auf Behandlungen oder Medikamente. Wahrscheinlich geht es um den richtigen Kompromiss aus beiden Methoden.


Wer Angst hat, dass ihm Ideen geklaut werden, der hat nicht genug

Vielleicht wäre es wünschenswert, Studien gleich zu veröffentlichen. So könnten mehrere Experten ihre Meinung kund tun und eventuell die Forschungsarbeit verkürzen. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass dies in der heutigen Gesellschaft, im heutigen Wirtschaftssystem möglich ist. Konzerne forschen über Jahre und investieren Millionen um schlussendlich neue, inovative Produkte auf den Markt zu bringen, die es noch nicht gibt und können noch zusätzlich ein Patent einreichen, das viel Geld bringt. Durch open source wäre dies nicht mehr gegeben, weil ja "alle" mitentwickeln. Der Wissenschaft würde durch eine Offenheit sicherlich geholfen werden, der Wirtschaft allerdings nicht.


Interview mit Joi Ito: "Das Copyright steht meinen Zielen im Weg" (derstandart.at)

Joi Ito fordert leichteren Zugang zu Forschungsdaten, um durch den Austausch von Wissenstand andere Forschungsvorhaben zu beschleunigen. Hierbei geht es ihm vor allem den Fortschritt für die Gesellschaft, das "Große Ganze", das über dem Renommee jedes Einzelnen stehen sollte. Prinzipiell würde ich diese Forderungen, die das Allgemeinwohl in den Vordergrund stellt, als durchaus positiv bezeichnen. Auch die Vernetzung verschiedener Themen im Internet, die dadurch ermöglicht werden würde, ist unterstützenswert. Trotzdem glaube ich, dass man zwischen verschiedenen Bereichen unterscheiden muss, nicht alle Forschungsergebnisse, die über Jahre hinweg entstanden sind, können einfach so veröffentlicht werden. Außerdem finde ich nicht, dass man komplett auf Patente verzichten sollte.


Theoriebildung

Paul Feyerabend

Paul Feyerabend (1924-1994) war ein österreichischer Philosoph und Wissenschaftstheoretiker. Laut Feyerabend gibt es keine universellen wissenschaftlichen Methoden, Methoden müssen verändert, neu eingeführt oder aufgegeben werden können. Alle Regeln und jede Methodologie haben ihre Grenzen. Leitspruch Feyerabend: anything goes! Somit ist Feyerabend ein Kritiker des Rationalismus, er betont die Bedeutung von Intuition und Kreativität als Voraussetzung des Erkenntnisgewinns und des Erkenntnisfortschritts. Der Wissenschaftler soll sich nicht scheuen, methodische Regeln aufzustellen, die zu Hypothesen führen, die anerkannten Theorien und beobachtbaren Tatsachen widersprechen.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Feyerabend#Feyerabends_Kritik_am_Kritischen_Rationalismus


Postivismus

Der Positivismus ist eine Richtung in der Philosophie, die fordert, Erkenntnis auf die Interpretation von „positiven“ Befunden zu beschränken, also solchen, die im Experiment unter vorab definierten Bedingungen einen erwarteten Nachweis erbrachten. Eine Philosophie, die ihre Forschung auf das Positive, Tatsächliche, Wirkliche und Zweifellose beschränkt, sich allein auf Erfahrung beruft und jegliche Metaphysik als theoretisch unmöglich und praktisch nutzlos ablehnt. Der Postivismus geht auf Auguste Comte zurück, der die Ansicht vertrat, dass als Basis für wissenschaftliche Erkenntnis nur Tatsachen zugelassen seien, wobei Tatsachen objektiv erkennbar sein müssen.

Quellen: http://de.wikipedia.org/wiki/Positivismus, http://www.uni-due.de/einladung/Vorlesungen/literaturge/positivismus.htm


Was ist BIG DATA

Als Big Data werden besonders große Datenmengen bezeichnet, die mit Hilfe von Standard-Datenbanken und Daten-Management-Tools nicht oder nur unzureichend verarbeitet werden können. Problematisch sind hierbei vor allem die Erfassung, die Speicherung, die Suche, Verteilung, Analyse und Visualisierung von großen Datenmengen. Das Volumen dieser Datenmengen geht in die Terabytes, Petabytes, Exabytes und Zettabytes. Nach aktuellen Berechnungen verzehnfacht sich die verfügbare Datenmenge circa alle fünf Jahre. Dieser Trend wird verstärkt durch die zunehmende maschinelle Erzeugung von Daten z. B. über Protokolle von Telekommunikationsverbinden (CDR) und Web-Zugriffen (Weblogs), automatische Erfassungen von RFID-Lesern, Kameras, Mikrofonen und sonstigen Sensoren. Weitere Beispiele für Big Data gibt es in der Finanzindustrie (Finanz-Transaktionen, Börsendaten), dem Energiesektor (Verbrauchsdaten), Gesundheitswesen (Verschreibungen). In der Wissenschaft fallen ebenfalls große Datenmengen an, z. B. in der Geologie, Genetik, Klimaforschung und Kernphysik. Kritik gibt es vor allem daran, dass die Daten oft nur nach quantitativen Aspekten erhoben und ausgewertet werden, statistische Grundprinzipien wie Repräsentativität aber nicht gewahrt werden. Dadurch enthalten die so gewonnen Erkenntnisse oft einen verfälschenden Trend.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Big_Data


Recherche

Ziauddin Sardar, "Thomas Kuhn And The Science Wars"

Thomas S. Kuhn (* 18. Juli 1922 in Cincinnati, Ohio; † 17. Juni 1996 in Cambridge, Massachusetts) war ein US-amerikanischer Wissenschaftstheoretiker und Wissenschaftshistoriker. Er gehört zu den bedeutendsten Wissenschaftsphilosophen des 20. Jahrhunderts. Während bis dahin die Objektivität naturwissenschaftlicher Erkenntnis und die Autorität der Naturwissenschaften außer Zweifel standen und von Philosophen wie Karl Popper (»Die Logik der Forschung«) festgeschrieben worden waren, vermittelte Thomas Kuhn eine neue Sicht der scheinbar unangreifbaren ›objektiven Erkenntnis‹. In seinem bis heute höchst einflussreichen Werk, das im Übrigen wesentliche Anleihen bei einer Arbeit des polnischen Mikrobiologen Ludwik Fleck aus den 30er Jahren genommen hat, vermittelte der US-amerikanische Wissenschaftshistoriker ein durch und durch relativistisches Bild vom Erkenntnisfortschritt in der Physik. Relativismus als Method(ologi)e heißt dabei vor allem, dass in den Untersuchungen der wissenschaftlichen Erkenntnis eben nicht schon vom fertigen naturwissenschaftlichen oder technischen Produkt ausgegangen wird, sondern der wissenschaftliche Prozess im Zentrum der Analyse steht. Und diese Prozesse sind nun einmal oft genug durch grundlegende Unsicherheiten darüber gekennzeichnet, was nun wissenschaftlich ›wahr‹ und was ›falsch‹ ist. Kuhn behauptete nichts weniger, als dass sich die Entwicklungsgeschichte der Wissenschaft als eine Abfolge von wissenschaftlichen Revolutionen begreifen lässt, durch die jeweils ein altes Paradigma durch ein neues ersetzt wird. Die zentrale Pointe besteht in der Behauptung, dass das jeweils neue Paradigma, an das die jeweilige Wissenschaftlergemeinschaft nun zu glauben beginnt, keineswegs ›wahrer‹ oder realitätsgerechter sein muss als das überwundene. Zwar hatten andere Wissenschaftsphilosophen (wie Willard Van Orman Quine und Pierre Duhem) bereits vor Kuhn festgestellt, dass wissenschaftliche Theorien empirisch unterdeterminiert und empirische Beobachtungen theorieabhängig sind. Mit seinem Buch »Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen« wurde aber endgültig jener Grenzwall durchbrochen, der das Territorium der Naturwissenschaften bislang vor relativistischen Betrachtungen von Seiten der anderen, ›weichen‹ Kultur geschützt hatte. Es wurde erstmals gezeigt, dass wissenschaftliche Wahrheit nicht einfach durch Übereinstimmung mit der Realität bzw. der Natur erkannt wird. Nun stellte sich aber die Frage, welche (sozialen) Faktoren wissenschaftliche Erkenntnisse denn sonst bestimmen –wenn es schon nicht die Natur ist.

Quellen: http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_S._Kuhn; http://edoc.bbaw.de/volltexte/2010/1186/pdf/04_taschwer.pdf;


Ervin Laszlo, "Wissenschaft Und Wirklichkeit"

Eine populäre Zusammenfassung neuester kosmologischer und quantenmechanischer Theorien - und zugleich ein anregender und provokativer Essay über neue Aufgaben und Problemstellungen in Wissenschaft und Gesellschaft.

Quelle: http://www.suhrkamp.de/buecher/wissenschaft_und_wirklichkeit-ervin_laszlo_33270.html


AufgabeX: Wirtschaftliche Lage OMA

Rem Koolhaas absolviert sein Studium an der Architectural Association School in London. Drei Jahre nach seinem Abschluss gründet er er 1975 in London das Office of Metropolitan Architecture, kurz: OMA. Das Büro baut zwar jahrelang nichts, nimmt aber an zahlreichen Ausschreibungen innovativer Projekte teil und finanziert sich über ein Stadtentwicklungsprojekt in Amsterdam. Nach dem Umzug nach Rotterdam kann OMA ein erstes Bauprojekt verwirklichen, das Nederlands Danstheater, das 1987 fertig gestellt wird. Danach startet Koolhaas durch.


aus: Quartier, Magazin für HafenCity, Speicherstadt und Katharinenviertel; Ausgabe01, August 2008

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In einem Vortrag in Berkeley projiziert er die Symbole der weltführenden Währungen an die Wand des Vorlesungssaals. Er hat eingesehen, dass es als Architekt kein Entrinnenvor dem Kapitalismus gibt. Er hat akzeptiert, dass er im Inneren dieses großen globalen „Ja“ operiert. Die Gründung der Consultant-Firma AMO, sozusagen als virtueller Spiegel von OMA, ist deshalb folgerichtig. Sie ergänzt nicht nur das Dienstleistungsspektrum des Architekten, sondern auch seine Umsatzquellen: AMO lässt sich für Ideen bezahlen, nicht für verwirklichte Gebäude. Mit dem Unverwirklichten hat er in den Jahren intensive Erfahrungen gemacht. 1995 veröffentlicht er zusammen mit dem kanadischen Graphikdesigner Bruce Mau das Buch S, M,L, XL. Es ist eigentlich kein Buch: Es ist ein Wälzer mit 1.400 Seiten und einem Gewicht von drei Kilogramm. Die zahlreichendarin enthaltenen Arbeiten und Designs erinnern vor allem an eins: die große Mehrzahl seiner Entwürfe wurde nicht verwirklicht.


OMA und AMO

OMA (Office for Metropolitan Architecture) befasst sich ausschließlich mit der Realisierung architektonische. Das dies meist Großprojekte sind, dauert die Fertigstellung eines Gebäudes oft Jahre. Um auch die Zeit zwischen Fertigstellung eines Projekts und neuerlichen Wettbewerbserfolg finanziell zu überbrücken, wurde das Gegenstück AMO gegründet. Es ist interdisziplinär ausgerichtet und überträgt architektonisches Denken auch auf andere Bereiche. Dabei beschäftigt er sich mit Soziologie, Technologie, Geschichte und Branding mit Medien und Politik. Die beiden Büros ergänzen einander und arbeiten teilweise am gleichen Projekt, wie bei der Realisierung der drei Prada Shops (New York, San Fransisco und Los Angeles). OMA zeichnete für das Design verantwortlich und AMO war beauftragt, die virtuelle Umsetzung durchzuführen.

Projektauszug (2010-2012):

OMA:

EUROPEAN SCHOOL STRASBOURG (STRASBOURG) 2011 COMPETITION

TGI DE PARIS (FRANCE, PARIS) 2011 COMPETITION

UN NORTH DELEGATES LOUNGE (USA, NEW YORK) 2011 DESIGN DEVELOPMENT

MALAHON 13 DENTAL PRACTICE (HONG KONG) 2011 COMPLETED

CHANGCHUN JINGYUE CULTURAL AND LEISURE DISTRICT (CHINA, CHANGCHUN) 2011 COMPETITION

NAi SCHATKAMER (NETHERLANDS, ROTTERDAM) 2011 COMPLETED

PARC DES EXPOSITIONS (FRANCE, TOULOUSE) 2011 DESIGN DEVELOPMENT

BINHAI MANSION (CHINA, SHENZHEN) 2011 COMPETITION

MCKINSEY & COMPANY OFFICE (HONG KONG) 2011 BUILT

GLOBAL FINANCIAL CENTRE ON THE BUND (CHINA, SHANGHAI) 2011 COMPETITION

NATIONAL ART MUSEUM OF CHINA (CHINA, BEIJING) 2011 COMPETITION

VIKTOR & ROLF MEN'S STORE (UK, LONDON) 2011 BUILT

BORDEAUX EURATLANTIQUE (FRANCE, BORDEAUX) 2011 COMPETITION

HONG KONG BOUNDARY CROSSING FACILITIES (HONG KONG) 2010 COMPETITION

STATION CITY (SWEDEN, STOCKHOLM) 2010 COMPETITION

V&A BOILERHOUSE YARD (UK, LONDON) 2010 STUDY

NATIONAL MUSEUM OF ARCHEOLOGY AND EARTH SCIENCES (MOROCCO, RABAT) 2010 COMPETITION

EDOUARD MALINGUE GALLERY (HONG KONG) 2010 BUILT

BIBLIOTHÈQUE MULTIMÉDIA À VOCATION RÉGIONALE (FRANCE, CAEN) 2010 SCHEMATIC DESIGN

QIANHAI PORT CITY (CHINA, SHENZHEN) 2010 COMPETITION

IL FONDACO DEI TEDESCHI (ITALY, VENICE) 2010 COMMISSION

MUSEE NATIONAL DES BEAUX-ARTS DU QUEBEC (CANADA, QUEBEC CITY) 2010 CONSTRUCTION ADMINISTRATION

WEST KOWLOON CULTURAL DISTRICT (HONG KONG) 2010 CONCEPTUAL MASTERPLAN


AMO:

24-HOUR MUSEUM FRANCE, PARIS 2012 COMPLETED

PRADA CATWALK MAN FW 2012 ITALY, MILAN 2012 COMPLETED

OMA/PROGRESS UK, LONDON 2011 COMPLETED

(IM)PURE, (IN)FORMAL, (UN)BUILT FRANCE, PARIS 2011 COMPLETED

PRADA CATWALK MAN SS 2012 ITALY, MILAN 2011 COMPLETED

OMA*AMO FOR/WITH PRADA VENICE, ITALY 2011 COMPLETED

PRADA LOOKBOOK FW 2010 WORLDWIDE 2010 COMPLETED

VENICE BIENNALE 2010: CRONOCAOS ITALY, VENICE 2010 COMPLETED

STRELKA RUSSIA, MOSCOW 2010 ONGOING

ROADMAP 2050 EUROPE 2010 COMPLETED

MIU MIU CATWALK WOMAN FW 2010 FRANCE, PARIS 2010 COMPLETED

PRADA CATWALK MAN FW 2010 ITALY, MILAN 2010 COMPLETED

PRADA CATWALK WOMAN FW 2010 ITALY, MILAN 2010 COMPLETED

EU REFLECTION GROUP BRUSSELS, BELGIUM 2010 STUDY


Quellen: http://www.ganz-muenchen.de/artculture/hausderkunst/ausstellungen/2004/das_bild_europas/beschreibung.html

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