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Simon Tschigg Phänomen und Paradigma Seite

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Inhaltsverzeichnis

Phänomen

Das Phänomen (oder selten das Phänomenon, Plural Phänomene / Phänomena, die Erscheinung) ist ein mit den Sinnen wahrnehmbares einzelnes Ereignis, im weiteren Sinne die sinnliche Wahrnehmung eines Ereignisses. Im heutigen Sprachgebrauch bezeichnet Phänomen (adj. phänomenal) auch eine Ausnahmeerscheinung. Die sogenannten Phänomene beziehen sich auch auf die Zauberei und vieles mehr. Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Ph%C3%A4nomen

Bedeutungen:

[1] Erscheinung

[2] seltene, bemerkenswerte, auffällige Erscheinung

[3] umgangssprachlich, achtungsvoll: eine Person, eine Sache mit ungewöhnlichen oder auffälligen Eigenschaften


Herkunft: von dem (spät-) lateinischen Substantiv phaenomenon → la „Erscheinung“, dies Lehnwort des altgriechischen Substantivs φαινόμενον (phainómenon) → grc „Erscheinung“ Synonyme:

[2] Auffälligkeit, Besonderheit

[3] Genie, Größe, Kanone, Kapazität, Könner, Koryphäe, Begabung, Fachmann, Talent


Quelle: http://de.wiktionary.org/wiki/Ph%C3%A4nomen


Eigene Phänomene

Phänomen 1: Musik: abgesehen davon, wie man Musik erzeugt (für Menschen hörbare Tone werden über Klangkörper erzeugt) und wie sie enststand (Tierstimmen, alteste gefundene Instrumente: Knochenflöten von Geißenklösterle auf der Schwäbischen Alb vor 35000 Jahren) ist die Musik etwas, ohne welches man sich ein Leben nicht vorstellen könnte. Warum ist Musik entstanden?

Phänomen 2: gesunde Entwicklung des Großteils der Menschen: der Großteil von uns hat das Glück sich Körperlicher Gesundheit zu erfreuen. Durch Erfindungen wie der Brille wurde dem problemlosen Tagesablauf zwar nachgeholfen, aber von diesem Manko abgesehen, kann man den Großteil der Menschheit als gesund bezeichnen. Bedenkt man die Komplexität des Menschlichen Körpers oder auch der Tiere, ist es erstanlich, welch eine Vielfalt an Dingen durch den DNA-code (meistens) erfolgreich reproduziert wird.

Phänomen 3: Computertechnologie: Charles Babbage und Ada Lovelace als Vorreiter des Computers mit ihrer 1837 entworfenen Rechenmaschiene Analytical Engine bis hin zu den neuseten Tablet-PCs haben die Welt derartig verändert, dass man sich fragen muss, wie die Welt ohne diese Erfindung heute ausschauen würde. Was wäre wenn man in diesem Moment, wo der Computer bereits so lange existiert, auf diesen komplett verzichten müsste?

Phänomen 4: Live-Moment eines Konzertes: wenn wir ein Konzert eines Künstlers besuchen, welcher uns zusagt, gibt es Momente, bei solch einem Auftritt, welche nahezu magisch wirken. Auch wenn besagter Künstler mehrere Konzerte an verschiedenen Standpunkten abhält, muss so ein Moment nicht bei jedem Aufttritt zustande kommen. Er entsteht durch das Zusammenspiel der Performance des Künstlers und der Reaktion der Menge. Man muss nicht zwingend live dabei sein (was den Moment allerdings für den betrachter extrem steigern würde), solche Momente können auch auf DVDs oder CDs festgehalten sein.

Phänomen 5: Darts-Weltmeister Phil Taylor (und vergleichbare Profis): unbeschreibbare Präzision


Paradigma

Das Wort Paradigma (Plural Paradigmen oder Paradigmata) bedeutet „Beispiel“, „Vorbild“, „Muster“ oder „Abgrenzung“, „Vorurteil“; in allgemeinerer Form auch „Weltsicht“ oder „Weltanschauung“. Seit dem späten 18. Jahrhundert bezeichnet Paradigma eine bestimmte wissenschaftliche Lehrmeinung, Denkweise oder Art der Weltanschauung. Wenn sich eine solche grundlegend ändert, nennt man das Paradigmenwechsel.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Paradigma

Paradigmen sind Lehrsätze, Hypothesenbündel oder theoretische Konzepte. Sie werden von bestimmten Wissenschaftsrichtlinien oder Forschergruppen für gültig gehalten. Das Paradigma gewinnt an Bedeutung, da oftmals Untersuchungsansätze sowie methodische Gestaltungen von ihm bestimmt werden, folglich führt dies zu sich selbst erfüllende Vorhersagen. Kommen vom Paradigma widersprüchliche Ergebnisse, wird es nicht aufgegeben. Stattdessen wird für Erklärungen für die Widersprüchlichkeit gesucht, damit diese nicht mehr existieren. Objektive Forschung wird, da sie sich oftmals durch Theorien festsetzt, durch Paradigmen erschwert (vgl. Kuhn, 1979, Seite 160 -161)

Quelle: http://lexikon.stangl.eu/1850/paradigma/


Eigenes (geändertes) Paradigma

Man kennt das ja, Eltern wollen einem die ganzen geilen Dinge im Leben verbieten: man darf sich kein Motorrad kaufen, bekommen tut man erst recht keines, beim Skifahren soll man nicht zu schnell fahre und neben der Piste geht gar nicht. Als Junger Mensch kann man einfach nicht verstehen, welchen Sinn es hat, so eine Spaßbremse zu sein. Vor einigen Jahren im Winter dachte ich mir: Warum lerne ich meinem Freund nicht das Snowboarden? Gedacht - getan. Innerhalb kürzester Zeit hatte mein Freund den Dreh raus. Als wir dann in den Semesterferien in den Urlaub fuhren, stürzte mein Freund neben mir mit dem Snowboard so stark, dass er in Ohnmacht fiel, ich dachte er sei tot. Einen Bruchteil nach dieser (zum Glück nur gedachten) Erkenntnis, machte ich mir Vorwürfe, ihm das Snowboarden beigebracht zu haben. Mein Freund wachte nach ein paar Minuten dann wieder auf, hatte sich nicht einen Knochen gebrochen und konnte nach einem kurzen Check im Krankenhaus wieder nach hause fahren.


Digital

Das Wort digital kommt aus dem Lateinischen und ist abgeleitet von digitus, was Finger bedeutet. In der Technik handelt es sich um die diskreten Ziffern, die keine zeitkontinuierlichen Veränderungen haben, wie analoge Werte. Zeitdiskret bedeutet in diesem Zusammenhang, dass der Digitalwert für eine bestimmbare Zeit einen festen Wert repräsentiert. Die digitalen Ziffern können in allen Zahlensystemen dargestellt werden: im Dezimalsystem ebenso wie im Oktal- oder Dualsystem. Nach DIN 44300 ist digital eine Darstellungsart von Daten mit den Ziffern eines Zahlensystems, bei der die einzelnen Zeichen voneinander abgrenzbar sind. In der Computertechnik werden die diskreten digitalen Zustände von Logiken miteinander verknüpft. Mit diesen Verknüpfungen können mathematische Operationen nachgebildet werden.

Quelle: http://www.itwissen.info/definition/lexikon/Digital-digital.html

Ein Digitalsignal (von lat. digitus = Finger; mit Fingern wird gezählt) ist eine spezielle Form von Signal, welches einerseits einen abgegrenzten und gestuften Wertvorrat und zudem in der zeitlichen Abfolge nur zu bestimmten periodischen Zeitpunkten definiert ist bzw. eine Veränderung im Signalwert aufweist. Es wird aus einem Analogsignal, welches den zeitlich kontinuierlichen Verlauf einer physikalischen Größe beschreibt, durch die Quantisierung und eine Abtastung, welche zu definierten Zeitpunkten erfolgt, gebildet. Durch eine entsprechende Codierung kann ein Digitalsignal in eine binäre Darstellung übergeführt werden.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Digitalsignal


Anwendungen

- Das Erbgut ist diskret kodiert.

- Die menschliche Schrift und Sprache besteht aus diskreten Symbolen eines begrenzten Zeichenvorrats.

- Geld ist diskret, es wird kein Gold aufgewogen.

- Wir messen die Zeit (auch auf analogen Uhren) mit mehreren diskreten Stellen (engl. Digits): Stunden, Minuten, Sekunden - und somit digital, obwohl die Zeit selbst kontinuierlich (analog) verläuft.

- Telefone übermitteln Telefonnummern in diskreter Weise.

- Telegrafen arbeiten auch während der Verbindung diskret.

- Funkverbindungen arbeiteten historisch zuerst diskret und lange gehörte das zur Ausbildung eines Funkers.


Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Digitaltechnik



Musikalität

Musikalität umfasst ein vielfach abgestuftes Merkmalsfeld an einander bedingenden Begabungen und erlernbaren Fähigkeiten. Sie ist nicht als absoluter Maßwert zu verstehen, da sie in vielen unterschiedlichen aktiven und passiven Formen erscheinen kann. Es existieren zahlreiche Testmodelle zur Musikalitätsmessung, von denen u. a. der Seashore-Test im Rahmen von Aufnahmeprüfungen angewandt wird. Grundsätzlich ist Musikalität bei jedem Menschen universell vorhanden. Zur musikbezogenen Wahrnehmung gehören das Erkennen und Differenzieren von Tonhöhen, Tondauern und Lautstärkegraden. Dem absoluten Gehör kommt bei den Leistungen des Langzeitgedächtnisses eine besondere Bedeutung zu. Zu diesen Fähigkeiten zählen auch das Auffassen und Behalten von Melodien, Rhythmen, Akkorden oder Klangfarben. Bei zunehmender Erfahrung im Umgang mit Musik entwickelt sich die Befähigung, Musik stilistisch einzuordnen und ästhetisch zu bewerten. Zur praktischen Musikalität gehören die produktiven Fertigkeiten, die Stimme oder ein Musikinstrument technisch zu beherrschen und mit ihnen musikalische Werke künstlerisch zu gestalten. Eine musikalische Veranlagung ist die Voraussetzung, damit sich Musikalität bis zu einem entsprechenden Grad entwickeln kann. Sie ist jedoch nicht deren Ursache, so dass durch intensive Förderung – etwa an Musikgymnasien oder durch Begabtenförderung – die volle Ausprägung von Musikalität sich erst entfalten lässt


http://de.wikipedia.org/wiki/Musik


Ekstase

Ekstase (griechisch ἔκστασις ékstasis „das Außersichgeraten, die Verzückung, das Aus-Maß“ von ἐξ-ίστασθαι ex-histasthai „aus sich heraus treten, außer sich sein“) ist ein Begriff der Religionswissenschaft, der auch in der Psychologie verwendet wird. Es handelt sich um eine Sammelbezeichnung für psychische Ausnahmezustände, die von den Betroffenen als dramatische Zustandsveränderungen des Bewusstseinsbeschrieben werden. Das Bewusstsein wird ihren Angaben zufolge während der Ekstase als „erweitert“ oder „erhöht“ erlebt. Durch diese Erweiterung oder Erhöhung erhält der Betroffene (oder auch ein ihn Beobachtender) den Eindruck, er sei „außer sich“ oder „nicht bei sich“. Damit ist gemeint, er sei aus dem Bereich seiner vertrauten Umwelt und des normalen Wahrnehmungsvermögens herausgetreten und in einen Bereich andersartiger Wahrnehmungsmöglichkeiten eingetreten. Während der Ekstase erscheint dieser andere Bereich dem Betroffenen nicht nur als völlig real, sondern als die einzige Realität. Auch rückblickend pflegen Ekstatiker das in der Ekstase Erlebte für bedeutender, wertvoller und wirklicher als die Alltagswelt zu halten. Religiöse Ekstatiker interpretieren und bewerten ihre ekstatischen Erlebnisse im Kontext ihres jeweiligen religiösen Weltbilds. Das „Außersichsein“ wird in manchen Fällen auch buchstäblich im Sinne eines örtlichen Heraustretens der Seele aus dem Körper aufgefasst.


Begünstigende oder herbeiführende Faktoren

Das Auftreten ekstatischer Erlebnisse kann sowohl durch Minderung (Beeinträchtigung oder Ausschaltung) normaler Funktionen des Organismus und Reizarmut als auch durch Steigerung äußerer Reize herbeigeführt oder begünstigt werden. Zur Minderung gehören Askese, Isolation, Reizdeprivation (z. B. im Isolationstank), Krankheit, Fasten, anhaltendes Gebet und Meditation. Auch Ohnmachtszustände und Nahtoderlebnisse können mit ekstatischen Erfahrungen einhergehen. Andererseits vermögen aber auch zahlreiche sensorische Reize ekstatische oder ekstaseähnliche Erfahrungen auszulösen. Dazu zählen Musik, Tanz (beispielsweise Derwischtänze, Trancetanz), Trommeln, Gesänge, Lichteffekte (z. B. mittelsMindmachine), berauschende Getränke (Soma), Hyperventilation, Sexualtechniken (z. B. Neotantra), Genuss von natürlichen wie auch synthetischen Rauschmitteln (z. B. MDMA, auch als Ecstasy bekannt, oder Opiate) oder lebensbedrohliche Situationen im Kampf. Heute wird Ekstase häufig auf direktem „synthetischem“ Wege gesucht, also durch Musik- und Rauschmittelkonsum allein ohne religiösen Hintergrund oder meditative Praktiken (die ihrerseits manchmal mit Musik und Drogenkonsum verbunden werden).


Ziele

Eine Ekstase kann für den Betroffenen völlig überraschend eintreten und verlaufen oder von ihm geplant und herbeigeführt sein. Ekstatiker, die ihre Erlebnisse planmäßig herbeiführen oder zumindest günstige Voraussetzungen dafür schaffen, streben oft das Erreichen eines Höhepunkts an, in dem sie das Ziel und die Vollendung des Erlebnisses sehen. In vielen fernöstlichen Traditionen gilt das Erreichen des absoluten Nichts, des Nirvana, und das damit verbundene Erlebnis der eigenen Auflösung und Auslöschung als das höchste Erreichbare. Auch in westlichen Traditionen werden derartige Ziele genannt, daneben aber auch genussreiche Erlebnisse bis hin zu Zuständen, die als Vergottung (Erleben eigener Göttlichkeit) beschrieben werden. Manche Beschreibungen ekstatischer Zustände enthalten auch eine deutlich hervortretende erotische Komponente mit entsprechendem Wortschatz. Den Angaben der Ekstatiker zufolge können die Erlebnisse sowohl Momente tiefster Verzweiflung als auch solche überschäumender Lebensfreude umfassen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Ekstase


„Musik ist Energie und Ekstase“...

Interview zwischen Keith Jarrett und dem Focus-Magazin

Jarrett: Man muß immer so spielen, als ob man wissen würde, daß man keine zweite Gelegenheit mehr hat. Was ist dann wichtig? Daß du alle Töne richtig spielst? Daß die Kritiken gut sind? Nein. Wenn es deine letzte Vorstellung ist, dann ist es am wichtigsten, was du selbst dabei erfährst.

Focus: Sie spielen folglich nur für sich selbst?

Jarrett: Ja, aber das ist nicht im geringsten selbstsüchtig. Wenn man für sich selbst spielt, ist man einfach der erste Hörer....


http://www.focus.de/kultur/medien/kultur-musik-ist-energie-und-ekstase_aid_154546.html


Big Player

Datei:Volkswagen AG.pdf


Ethik-Ranking durch die Konsumenten

Leser-Kommentar | Thomas Herzig, 16. April 2012, 10:44

Der Ansatz von Herrn Herzig würde, wenn alles so verlaufen würde, wie vom Autor geplant, auch funktionieren. Herr Herzig kritisiert das Konsumverhalten der Menschen, das Produkt sollte nicht anhand des Preises gewählt werden, sondern nach verschiedenen anderen Kriterien, die vor allem ethnische Hintergründe aufweisen. Würden Die Menschen effektiv nach Herzigs Schema handeln, würden die Unternehmen effektiv nachziehen müssen und sich der neuen Situation anpassen.


Folgender Textausschnitt ist auf Wikipedia unter dem Wort Armut zu finden:


Im Jahr 2001 hatten nach Angaben der Weltbank 21 % der Weltbevölkerung weniger als ein US-Dollar, 50 % weniger als zwei US-Dollar in lokaler Kaufkraft pro Tag zur Verfügung und galten damit als extrem arm.

Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Armut#Geographie_der_Armut


Nun frage ich mich: 21% + 50% = 71%, das heißt, dass 71% der Weltbevölkerung mit weniger als 2€ pro Tag auskommen müssen. Wenn man bedenkt, was wir in der westlichen Welt als arm bezeichnen, reichen diese 71% eigentlich bis sehr nahe an die 100%-Marke heran. Was ich damit sagen will: die Bio-Eier vom Wiesen-Sepplhof zu kaufen, weil‘s dem Hendl dort besser geht als z.B. bei Bodenhaltung, kann sich der Großteil der Weltbevölkerung schlichtergreifend nicht leisten. Solange es so viele Menschen gibt, deren Leben von Billig-Produkten abhängt, wird es diese auch immer geben; denn mal abgesehen davon, dass die Unternehmen die Armen durch ihre unterbezahlte und menschenrechtverstosende Arbeit ausbeuten, stellen sie trotzdem eine Lebensgrundlage dar.


Es wäre sozusagen ein Luxus nach Herzigs Schema zu handeln. Die Unternehmen würden die Mehrkosten für eine ethnisch „richtige“ Produktion garantiert nicht selber tragen. Die Armen würden sich denken: “Diese schnieken Leute sollen ruhig 10€ für eine Schachtel Eier bezahlen“ und anschließend in den Discounter gehen und sich eine 15er-Schachtel für 99 Cent holen, denn zuerst sollen mal die anfangen, die’s haben. So würde das dann immer weitergehen und keinem währe geholfen.


Abgesehen davon kann man ein Problem nicht lösen, ohne an dessen Wurzeln zu denken. Wenn ich fett bin, weil ich mein Leben lang zu viel gefuttert habe, ist es töricht zu glauben, ich könnte abnehmen, weil ich Coke Zero trinke…



Ferraris für alle

Gastkommentar von Daniel Ben-Ami | 26. September 2011, 10:09


Vorweg muss ich gleich anmerken, dass der Titel des Kommentares nicht unbedingt optimal gewählt ist, ich würde ihn sogar als verwirrend bezeichnen.


Daniel Ben-Ami hat wohl Recht, wenn er behauptet, dass das Wachstum noch lange kein Ende finden wird. Überlegt man sich mal, was man als Wachstum bezeichnen kann, dann wird Großteils der Fortschritt einer gewissen Sache damit bezeichnet. Was der besagte Fortschritt nun genau ist, liegt damit ja noch nicht fest. Gewisse Einsichten können ein Vorantreiben beschleunigen, oder aber auch aufzeigen, dass die anfangs eingeschlagene Richtung die falsche war und somit den Rückschritt als eigentlichen Fortschritt manifestiert. Ein Kind lernt schnell, dass es eine heiße Herdplatte nicht berühren darf, in den meisten Fällen muss es sich aber erst mal daran verbrennen. Das Nichtberühren ist in dem Sinne ein Hemmen der Bewegungsfreiheit, gesundheitlich und psychologisch gesehen aber ein Fortschritt.


Sollte irgendein Fortschritt jemals sein Ende finden, ist dies nur passiert weil eine Weiterentwicklung einen Nachteil bringen würde oder weil das Problem unwichtig geworden ist. Der Mensch ist darauf programmiert sich Vorteile zu schaffen, sein Bestes zu wollen und nach Dingen zu streben, welche er nicht besitzt. Sollte jemand alles besitzen, wird er sich nach Menschen sehnen, mit denen er dies teilen könnte und es versuchen allen recht zu machen. Dann wären alle wieder gleich und der einzelne würde sich wieder abheben wollen. Des Weiteren muss man auch sagen, dass besagte Entwicklungen, welche viel zu weit gegangen sind, dem Großteil der Weltbevölkerung nicht mal zugänglich sind.


Vielfach werden auch Probleme aufgezeigt, wo nicht wirklich welche sind. Wenn man überlegt, welche Unmengen an Geld mit dem Klimawandel verdient werden, nur weil die Menschen nicht brav waren und welcher kleine Bruchteil von diesen Geldern wirklich dem Klima zugutekommt. Man kann nicht abstreiten, dass es einen Fortschritt herbeigeführt hat, vor 15 Jahren wäre einem bei einer längeren fahrt hinter einem Diesel-Fahrzeug schlecht geworden. (interessante Doku bezüglich Klimawandel: http://www.youtube.com/watch?v=EV6D_pUUH8c )


Das Ende der Arbeit

Jeremy Rifkin


1. Unterbeschäftigung und Überproduktion

Neue Technologien steigern die Produktivität, senken die Kosten und vergrößern das Angebot an billigen Waren. In der Folge wachsen die Kaufkraft und die Märkte – auf dieser zentralen Annahme beruhte bislang die Wirtschaftspolitik der Industrieländer. Jetzt aber zeigen sich die wahren Folgen dieser Logik: eine Arbeitslosigkeit ungeheuren Ausmaßes, ein starker Rückgang der Kaufkraft und eine gefährlich hohe Überproduktion.


2. Die Dritte Industrielle Revolution

Gegenwärtig gibt es auf der ganzen Welt mehr als eine Milliarde Computer. Wissenschaftler rechnen damit, dass die Denkmaschinen schon bald intelligent genug sein werden, um ein eigenes Bewusstsein zu entwickeln und sich selbst zu verbessern. Japanische Firmen haben die Methode der schlanken Produktion mit Computer- und Informationstechnologien kombiniert, um die »Fabrik der Zukunft« zu bauen – eine automatisierte Produktionsanlage mit wenig Arbeitskräften. Die Ausrichtung der schlanken Produktion auf Prozesse anstatt auf Strukturen und Funktionen bot eine ideale Grundlage für die Anwendung der neuen Technologien. Die Hierarchien sind eingeebnet, zunehmend wird direkt auf Bestellung gearbeitet, die Zahl der »überflüssigen « Angestellten steigt stetig.


3. Die arbeitslose Zukunft

Die technologische Entwicklung bringt uns einer Welt ohne Arbeit ständig näher. Die neuen Informations- und Robottechnologien verändern die herkömmliche Landwirtschaft, indem sie überall Menschen durch Maschinen er setzen. Die neuen Gentechnologien werden noch viel weiter gehendeVeränderungen mit sich bringen, da sie direkt in die Aufzucht von Pflanzen und Tieren eingreifen. Die chemische Industrie investiert in die Gewebekulturen- Produktion; ihre Vision ist eine Landwirtschaft ohne Boden. Auch die Automobilindustrie und die ihr benachbarten Industriezweige stellen ihre Produktionsabläufe um und bauen dabei immer mehr Arbeitsplätze ab. Schließlich wird auch der Dienstleistungsbereich der Automation anheimfallen.


4. Der Preis des Fortschritts

Die neue Wirtschaftswelt hat Gewinner, aber auch Verlierer. So ist etwa das Teamkonzept der schlanken Produktion das Gegenteil einer menschenfreundlichen Managementpraxis. Für die Beschäftigten bedeutet es eine raffinierte Form der Ausbeutung. Entscheidend für die Produktivität sind heute nicht mehr physische, sondern mentale Leistungen. Die Wissensarbeiter werden immer wichtiger für die Wirtschaft, während die beiden bestimmenden Gruppen des industriellen Zeitalters, die Arbeiter und die Kapitalisten, zunehmend an Bedeutung verlieren.


5. Das postmarktwirtschaftliche Zeitalter

Wenn Millionen Arbeitnehmer immer weniger Zeit für die Erwerbsarbeit aufwenden müssen und Ungelernte überhaupt keine Beschäftigung in der globalisierten, automatisierten Hightech-Wirtschaft mehr finden, wird die Frage der arbeitsfreien Zeit zu einer politischen Frage. Deshalb muss dem Dritten Sektor mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden: Er ist der Bereich der sozialen Verantwortlichkeit. Diesen Sektor gilt es zu globalisieren. Überall auf der Welt wächst die gesellschaftliche Bedeutung der Non-Profit-Organisationen, die Aufgaben übernehmen, die von der Wirtschaft und vom Staat vernachlässigt werden.


http://www.ephorie.de/das_ende_der_arbeit.htm

Big Data

Als Big Data werden besonders große Datenmengen bezeichnet, die mit Hilfe von Standard-Datenbanken und Daten-Management-Tools nicht oder nur unzureichend verarbeitet werden können. Problematisch sind hierbei vor allem die Erfassung, die Speicherung, die Suche, Verteilung, Analyse und Visualisierung von großen Datenmengen. Das Volumen dieser Datenmengen geht in die Terabytes, Petabytes, Exabytes und Zettabytes. Nach aktuellen Berechnungen verzehnfacht sich die verfügbare Datenmenge circa alle fünf Jahre. Dieser Trend wird verstärkt durch die zunehmende maschinelle Erzeugung von Daten z. B. über Protokolle von Telekommunikationsverbinden (CDR) und Web-Zugriffen (Weblogs), automatische Erfassungen von RFID-Lesern, Kameras, Mikrofonen und sonstigen Sensoren. Weitere Beispiele für Big Data gibt es in der Finanzindustrie (Finanz-Transaktionen, Börsendaten), dem Energiesektor (Verbrauchsdaten), Gesundheitswesen (Verschreibungen). In der Wissenschaft fallen ebenfalls große Datenmengen an, z. B. in der Geologie, Genetik, Klimaforschung und Kernphysik. Kritik gibt es vor allem daran, dass die Daten oft nur nach quantitativen Aspekten erhoben und ausgewertet werden, statistische Grundprinzipien wie Repräsentativität aber nicht gewahrt werden. Dadurch enthalten die so gewonnen Erkenntnisse oft einen verfälschenden Trend.


Beispiele

Für Unternehmen bietet die Analyse von Big Data die Möglichkeit zur Erlangung von Wettbewerbsvorteilen, Generierung von Einsparungspotentialen und zur Schaffung von neuen Geschäftsfeldern. Beispiele hierfür sind:

• zeitnahe Auswertung von Webstatistiken und Anpassung von Online-Werbemaßnahmen

• bessere, schnellere Marktforschung

• Entdeckung von Unregelmäßigkeiten bei Finanztransaktionen (Fraud-Detection)

• Einführung und Optimierung einer intelligenten Energieverbrauchssteuerung (Smart Metering)

• Erkennen von Interdependenzen in der medizinischen Behandlung

• Realtime-Cross- und Upselling im E-Commerce und stationären Vertrieb

• Aufbau flexibler Billingsysteme in der Telekommunikation


Verarbeitung von Big Data

Klassische relationale Datenbanksysteme sowie Statistik und Visualisierungstools sind oft nicht in der Lage, derart große Datenmengen zu verarbeiten. Für Big Data kommt daher eine neue Art von Software zum Einsatz, die massiv parallel auf bis zu hunderten oder tausenden von Prozessoren bzw. Servern arbeitet. Hierbei gibt es folgende Herausforderungen

• Verarbeitung vieler Datensätze

• Verarbeitung vieler Spalten innerhalb eines Datensatzes

• schneller Import großer Datenmengen

• sofortige Abfrage importierter Daten (Realtime-Processing)

• kurze Antwortzeiten auch bei komplexen Abfragen

• Möglichkeit zur Verarbeitung vieler gleichzeitiger Abfragen (Concurrent Queries)


Die Entwicklung von Software für die Verarbeitung von Big Data befindet sich noch in einer frühen Phase. Prominent ist der MapReduce Ansatz, der in der Open Source Software Hadoop, sowie in einigen kommerziellen Produkten (Aster Data, Greenplum, etc.) zum Einsatz kommt.


Kritik

Kritik gibt es an "Big Data" vor allem dahingehend, dass die Datenerhebung und Auswertung oft nach technischen Aspekten erfolgt, also dass beispielsweise der technisch einfachste Weg gewählt wird, die Daten zu erheben und die Auswertung von den Möglichkeiten diese Daten zu verarbeiten begrenzt wird. Statistische Grundprinzipien wie das einer repräsentativen Stichprobe werden oft vernachlässigt. So kritisierte die Sozialforscherin Danah Boyd:

• Größere Datenmengen müssten nicht qualitativ bessere Daten sein

• Nicht alle Daten seien gleich erzeugt

• "Was" und "Warum" seien zwei unterschiedliche Fragen

• Bei Interpretationen sei Vorsicht geboten

• Nur weil es verfügbar ist, sei es nicht ethisch


So ermittelte ein Forscher beispielsweise, dass Nutzer eines sozialen Netzes nicht mehr als 150 Freundschaften pflegen würden - was jedoch lediglich eine technische Begrenzung des Netzwerkes war. Und sicherlich würde nicht jeder alle seine Facebook-Freunde in einem Interview als Freunde benennen - der Begriff eines "Freundes" auf Facebook gibt lediglich eine Kommunikationsbereitschaft an. Ein anderer kritischer Ansatz setzt sich mit der Frage auseinander, ob Big Data das Ende aller Theorie bedeutet. Chris Anderson, Chefredakteur bei WIRED beschrieb 2008 das Glaubwürdigkeitsproblem jeder wissenschaftlichen Hypothese und jedes Modells bei gleichzeitiger Echtzeitanalyse lebender und nicht lebender Systeme. Korrelationen werden wichtiger als kausale Erklärungsansätze, die sich oft erst später bewahrheiten oder falsifizieren lassen. Chris Anderson in WIRED


http://de.wikipedia.org/wiki/Big_Data

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