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Plattform am Inn

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von Benno Plunger, Christian Dummer & viele, viele andere

betreut: Gutmorgeth Erich


Inhaltsverzeichnis

VORGESCHICHTE

Das Mädchen und der Fluss

Sie hatte vor einigen Jahren das Hochwasser gesehen: wie der Inn grösser und grösser wurde, die ganze Stadt in Aufregung versetzte und die ganze Aufmerksamkeit auf sich zog - endlich. Und als er dann anfing seine nassen Finger in die Stadt vorzustrecken, nach ihr tastend – war es doch seine Stadt – und wie alle dann aufatmeten hinter den Barrikaden aus Sandsäcken und Schaltafeln, als er es dabei beließ.

Sie war oft an seinen Ufern gesessen, als er gemächlich dahinfloss, und hatte seinen Geschichten zugehört, seinen Bewegungen gelauscht und ihr eigenes Dahinfließen besser verstehen können, hatte von ihm gelernt, und er beruhigte sie, wenn sie sich Sorgen machte oder wenn sie aufgebracht war.

Wie konnte das ein und derselbe Fluss sein?..dachte sie..doch, es war derselbe Fluss. Und sie dachte weiter darüber nach, welche Haltung sie einnehmen sollte, gegenüber diesem Wesen; um an seiner Seite zu bleiben, seine Bedrohungen auszuhalten, zu verstehen, sich davor in Acht zu nehmen, sich aber gleichzeitig nicht dadurch seiner Erzählungen zu berauben.. Wie der kleine Vogel wollte sie über seinem Ufer sitzen, zwischen den Bäumen – nah genug um den Geschichten zu lauschen… …und weit genug weg, um keine nassen Füsse zu bekommen.


VORENTWURF/ENTWURF





Eine PLATTFORM auf der Uferlinie einer halbdurchlässigen Schwelle, ein Bereich einer gewissen Unsicherheit. Die Haltungen und der Zugang zum „Wildbach Inn“ (Zitat Wasserbauamt) sollen hinterfragt werden.


Die Uferlinie erscheint als semipermeable Grenze. Und genau hier sehen wir den Ausgangspunkt für unser Projekt und eine spannende urbane Reibungsfläche, denn bauliche Maßnahmen in Reaktion auf den Fluss werden traditioneller Weise meist vorschnell als übermutig abgestempelt, doch das Negieren dieses Themas verhindert eine stadträumliche und funktionale Beziehung der Stadt mit dem Fluss.



Daher möchten wir zeigen, dass es gegenüber einem Fluss zwar so etwas wie Ehr-Furcht geben kann, die aber trotzdem zur sinnvollen Koexistenz, einem Zusammenspiel von zwei scheinbar gegensätzlichen Bereichen führt: aus dem Wissen um die vorhandene Bedrohung des Flusses und dem gleichzeitigen Interesse daraus einen Mehrwert für die Stadt schaffen zu können, soll die Grenze Fluss/Stadt als eine halbdurchlässige Schwelle betrachtet und in Folge auch behandelt werden. Dies möchten wir auch mit Wilhelmines Geschichte (so heisst das Mädchen mit dem Helm) auf einer mythologischen Ebene verdeutlichen.



MATERIAL


Die Dachlatte,ein einfaches Baumaterial. Gewöhnlich verwendet ein nicht sichtbares Element, bestimmt hier den Bau. Geschickter Einsatz bildet ein Gebäude bei dem die Konstruktion sichtbar Form bildet.

55m³ Fichtenlatten in Paketen von 1 x 1 x 4m wurden in 1125 Schichten verbaut. Fichte, Holz ein natürliches Material lebt, arbeitet und wird bearbeitet. Schneiden, zwingen....schrauben.

60000 Schrauben, 140 lfm 10x10 Kantholz


AUSFÜHRUNG





Positionierung des Prototyps durch die Firma Holzbau Zimmermann mittels eines Kranwagens. Anlieferung des Bauzauns sowie die ersten m³ Dachlatten.





10 x 10cm Holzbohlen aufgesetzt auf Siebdruckplatten in die Erde eingelassen bilden das Fundament des Bauwerks. Zu beachten waren das Einhalten der Höhen (z), die Flucht zur Ufermauer (Null-linie) an der alle Lehrgerüste ausgerichtet wurden (x,y).





Beim Vortrieb war darauf zu achten, dass nach Montage einiger Schichten nicht zu grosse Maßabweichungen entstanden. Diese wurden mittels Waaglatten in horizontaler und vertikaler Richtung kontrolliert. Zu grosse Abweichungen wurden mittels Ausgleichsschicht korrigiert. Mehrmals erfolgten solche Korrekturen um Abweichungen bedingt durch ungleiche Maßhaltigkeit sowie Schwinden und Quellen des Materials zu kompensieren.


BAUBANDE

INTERVENTIONEN

Frühstück im Park Präsentation des Projekts vor Ort mit Diskussionsmöglichkeit für geladene Gäste und Passanten bei Kaffee und Gebäck, zwischendurch alte Musik. Installation eines Bauwagens mit Infomaterial. Uferwerkstatt für Kinder und Erwachsene bei der Baustelle: Workshops mit Kunst und ArchitekturvermittlerInnen, Rahmenprogramm für Kinder (Musik,Geschichtenerzählerin) Eröffnung der Plattform. Präsentation der Dokumentation des Projekts (Video). Künstlerische Performances, kleines Konzert, DJ.




PLÄNE

Ansicht vom Inn Ansicht NO, SW Erläuterungsplan


FERTIGSTELLUNG


LINKS

Willhelmine

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Attribute

Plunger Benno, Dummer Christian | Gutmorgeth Erich | HB2 | Ich will an den Inn | 08SS Bild:N Mädchen am Inn 1 (142).jpg | a

Fakten zu Plattform am InnRDF-Feed
BetreuerGutmorgeth Erich  +
ImageN Mädchen am Inn 1 (142).jpg  +
LVHB2  +
Semester08SS  +
TitelIch will an den Inn  +
VerfasserPlunger Benno  + und Dummer Christian  +
Zuordnunga  +
Persönliche Werkzeuge