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Parametric Semiology 2

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Betreuer Schumacher Patrik, Grasser Georg, Kotnik Toni, Ladinig Hannes, Luckeneder Daniel, Malin Markus, Mandler Paul, Mathoy Thomas
LV E2, E4, BA, EM2
Semester 11WS
LV-Code
Typ
ECTS-AP
Thema Parametric Semiology 2


Inhaltsverzeichnis

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TeilnehmerInnen

E2

Schenk - Musavi
Lindmaier - Hepp
MzD - Kirch
Asanger - Dünser
Köck-Keller
Obermeier_Leitgeb-Spörk

E4

Widauer - Lechner
Rust - Vettori
Dal Negro - Perasso
Lattermann - Speck
Niedermayr
Winklhofer-Hauthaler
Zagato

Bachelor Projekt

Lattermann
Exsurgi_Dal Negro-Perasso
Project.X_Rust-Vettori
Ve(e)la_Zagato

EM2

Speck - Lattermann

Thema

Parametric Semiology 2: Universitätscampus als Bedeutungssystem

WIKI SEITE: Parametric Semiology 2

donnerstags ab 9:00 am Institut

1.Treffen am 13.10. um 9:00 am Institut

Patrik Schumacher mit Georg Grasser, Toni Kotnik, Hannes Ladinig, Daniel Luckeneder, Markus Malin, Paul Mandler, Thomas Mathoy


Aufgabenstellung

Das Erfassen und Ordnen von kommunikativer Interaktion ist die gesellschaftliche Aufgabe von Architektur und Städtebau.

Diese architektionischen Anfordungen (Territorien) wiederum sind selbst Kommunikation und definieren, fördern und schaffen die Voraussetzung für potentielle kommunikative Interaktion innerhalb des jeweiligen architektonischen Raums. Jedes Territorium ist eingebettet in einen Kontext (System) von Territorien. Dieser Kontext kann als (entworfenes) Bedeutungssystem gelesen werden.


Die Kernkompetenz von Architektur bzw. deren Aufgabe hat drei Dimensionen:

-Architektur als räumliche Organisation. Soziale Kommunikation hängt vom Arrangement (Ansammlung und Abtrennung) physischer Körper im Raum ab.

-Architektur als formale Artikulation. Benutzer navigieren über ihre Wahrnehmung im Raum.

-Architektur als Bedeutungssystem. Sozialisierte, lernende Benutzer navigieren und agieren auf der Basis von Zeichen.

Die drei Kriterien eines erfolgreichen Entwurfs sind folglich die physische Raumteilung und Erschließung (das organisatorische Projekt), die Empfindbarkeit über die Wahrnehmung (das phänomenologische Projekt) und die kognitive Verständlichkeit (das semiologische Projekt).

Jeder talentierte Entwerfer adaptiert, und greift intuitiv in das historisch und spontan entwickelte semiologische System der gebauten Umwelt ein. Das Ziel dieser Aufgabenstellung ist es, vom intuitiven Teilhaben an dem semiotischen System, zu einer bewussten, expliziten Designagenda überzugehen. Diese Agenda sieht den Entwurf eines großmaßstäblichen architektonischen Komplexes als Chance ein neues kohärentes Bedeutungssystem, eine neue Architektursprache zu entwickeln, ohne auf gewohnte Kodierungen / Bedeutungszuweisungen der existierenden, gebauten Umwelt zurückzugreifen.

Der Aufgabe liegt die Annahme zugrunde, dass ein neuer zweckmäßiger Campus mit einem vielfältigen mix an akademischen Einheiten und zahlreichen gemeinsam genutzten Einrichtungen eine ausreichend komplexe soziale Institution ist, um solch eine künstliche Architektursprache bzw. so ein Bedeutungssystem zu entwickeln. Der entworfene Campus bildet eine dichte und informationsreiche, gebaute Umwelt, welche die vielfältigen, innerhalb des Territoriums zu erwartenden sozialen Interaktionen ordnet, kodiert und erkennen lässt. Relevante Unterscheidungen in der Domäne des Programms / der Funktionen müssen mit den Unterscheidungen in der Domäne der räumlich, formalen Artikulation (Die Domäne des Ausdrucks, das Bezeichnende / Signifikant) in Wechselbeziehung stehen. (Die Domäne der Bedeutung, das Bezeichnete / Signifikat)

In der Domäne der Bedeutungen, die es zu kodieren gilt, kann man in drei Typen unterteilen:

“The Function Type” bezieht sich auf Interaktionen. Was kann oder wird hier passieren?

“The Social Type” bezieht sich auf unterschiedliche Statusgruppen. Wen werde / kann ich hier antreffen?

“The Location Type” bezieht sich auf die Navigation. Wie finde ich den Event den ich suche?


In der Domäne des Ausdrucks (der Kodierung bzw. Bedeutungszuweisung) kann man folgende Dimensionen unterscheiden:

Position - Unterscheidung von relativen Positionen im Raum

Räumlich, formale Artikulation - Unterscheidung von räumlichen Formen

Artikulation der Oberflächen - Materialität, Textur, Farbe, Perforation etc.


Diese drei Dimensionen sind funktional äquivalent und untereinander austauschbar. Form- und Oberflächenartikulation könnten unter dem Titel Morphologie zusammengefasst werden.

Das zu entwerfende semiologische System soll als parametrisches System entwickelt werden wobei die Unterscheidungen / Kodierungen und deren Korrelationen parametrischer Variation unterliegen. Die Domäne des Programms / der Funktion lässt sich am besten als Interaktions- oder Kommunikationsmuster beschreiben. Diese Muster von kommunikativen Interaktionen könnten mittels programmierten “Agents” modelliert und simuliert werden. Das impliziert, dass – zum ersten Mal in der Architekturgeschichte – ein Bedeutungssystem integraler Bestandteil eines digitalen Modells (Entwurfsmedium) und daher zum Gegenstand kumulativer Entwurfsbearbeitung wird. Das Bedeutungssystem funktioniert dann, wenn die programmierten “Agents” konsistent auf die relevanten positionsbezogenen und morphologischen Hinweise reagieren und dass das zu erwartende Verhalten von der artikulierten Konfiguration der jeweiligen Umgebung abgelesen werden kann. Der Aufgabe von Architektur, die Rahmung und Aufrechterhaltung voraussichtlicher Lebensprozesse, kann innerhalb des Entwurfsprozesses modelliert und bewertet werden und wird somit zum direkten Gegenstand kreativer Spekulation.


Morphologie: Schalenstrukturen

Der Entwurf eines Campus als Bedeutungssystem versteht sich als Beitrag aktuellen Entwurfsagenda -“Parametric Semiology”, dem Hauptziel des Entwurfsprojektes. Trotzdem soll das Projekt innerhalb der speziellen Morphologie “Schalenstrukturen”, eventuell in Kombination mit zugbeanspruchten Konstruktionen.

Schalen eignen sich sehr gut um räumliche Einheiten darzustellen und sind ideal um organisatorische “bubble diagrams” zu artikulieren. Schalen sind inhärent parametrische Strukturen, die einer Material-Struktur-Logik folgen. Man stelle sich vielfältige Typen von Schalenstrukturen vor, die sich hinsichtlich Form, Größe, Oberflächenausbildung etc. unterscheiden. Schalen können einander Umschließen (“Nesting”), oder sich überschneiden etc. Die Schalen können massiv, perforiert oder als transparente Gitterschalen in Erscheinung treten. Die Schalen können auch in Kombination mit zugbeanspruchten Konstruktionen auftreten. Die Untersuchung von Schalenstrukturen dient folglich zur Unterstützung um ein reichhaltiges kohärentes Repertoire von räumlicher Organisation, formaler Artikulation und Bedeutung zu erhalten, welches zum Aufbau des angestrebten Bedeutungssystems herangezogen werden kann.

parametric_semiology_2 (*.pdf, english version)


parametric_semiology_ws_11_sides_111103

LITERATURLISTE:

pdfTransparenz, Colin Rowe und Robert Slutzky, 1968

pdfDeconstructing the Kimbell, Part One, Michael Benedikt, 1991

pdfAffecst and Effects, Ali Rahim in Catalytic Formations, 2006

pdfZeichen, Umberto Eco, 1973

pdfLearning from Las Vegas Part II, Robert Venturi, Denise Scott Brown, Steven Izenour , 1972

Texte auf www.patrikschumacher.com

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