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SS 2009

LV-Nr.: 848151

Externe Lehrbeauftragte: Fiel Wolfgang

Lokale Betreuung: Ursula Ender

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SS 2009 | EM1 Betreuung: Wolfgang Fiel & Ursula Ender

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LV-Nr.: 848151


Externe Lehrbeauftragte: Fiel Wolfgang

Lokale Betreuung: Ursula Ender


Was in den Jahren vor 1968 als intellektuelle Grundlegung einer antizipierten Eruption zur Gründung der sog. Situationistische Internationale geführt hat (1957-1972), könnte aus heutiger Perspektive als Modellfall für die notwendige Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Problemstellungen dienen. Der sich in Nischen aktueller Raumproduktion seit geraumer Zeit abzeichnende Paradigmenwechsel ist einerseits Ausdruck eines grundlegenden Misstrauens in althergebrachte Konzepte und Methoden städtischer Leitplanung und andererseits ein neu gewonnenes Verständnis für das Potential der vielschichtigen Ausprägungen städtischer Lebensformen. Die Erschließung situativer Kraftfelder wird zum Ausgangspunkt für die gezielte Inszenierung von Ereignissen. Im Gegensatz zu den verordneten Strategien institutionalisierter Raumordnung erfordert das Aufspüren derartiger Kraftfelder spezielle Taktiken, die eine Kartierung von subjektiven Erzählungen, informellen Codes, flüchtigen Erscheinungen, über den Gesichtssinn hinausgehenden Quellen sensueller Wahrnehmung, Bewegungs- und Warenströmen sowie der physischen Konstitution (Physionomie) des urbanen Gewebes ermöglichen. Auf der Basis dieser informellen Datenbank städtischen Alltagslebens können dann erste Instrumentarien entwickelt werden, um die gewonnenen Erkenntnisse in prospektive Wirkzusammenhänge zu überführen. Dabei sollte eine Dimension nicht aus den Augen verloren werden, die für die Geschichte der modernen Wissenschaften als konstituierende Grundlage gedient hat: Das humanistische Ideal eines anthropozentrischen Weltbilds. Diese Vorstellung bestimmt über weite Strecken auch den architektonischen Diskurs und hat oft dazu geführt, dass die Rede vom Mensch im Zentrum räumlicher Produktion oft nicht mehr als ein Lippenbekenntnis zur Begründung panoptischer Kontrollszenarien ist. Eine mögliche Revision dieser „Soziologie des Sozialen“ liegt in der gleichberechtigen Untersuchung aller Elemente, die ins operative Netzwerk der Assoziationen eingebunden sind. Wenn der Soziologe Bruno Latour die „Dingwelt“ im Rahmen seiner Actor Network Theory ihrer Zuschreibung als Tatbestände rein sachlicher Natur enthebt, ist der Weg zu einer Neubewertung der sog. objektiven Realität frei. Was heute als „grassroots development“ bezeichnet wird, soll für das Semesterprojekt anhand folgender Fragestellung untersucht werden: Welche Form kann eine temporäre architektonische Intervention im Stadtraum annehmen, die sich zwar aus den konkreten Bedingungen eines spezifischen Orts entwickelt, diesen aber gleichzeitig um aktive Stimuli bereichert und dabei die Spuren des zeitlich begrenzten Handlungsverlaufs ins kollektive Gedächtnis einschreibt.

Im Sinne einer schrittweisen Annäherung an die Aufgabenstellung ist das Semester in zwei Abschnitte unterteilt:

1. 1. Die Entwicklung einer konkreten Taktik zur Aufspürung und Beschreibung eines bislang der allgemeinen Wahrnehmung entzogenen Phänomens oder Problems im städtischen Kontext oder Umland von Innsbruck. Dies soll sowohl anhand unmittelbarer Beobachtungen und Aufzeichnungen vor Ort als auch durch die begleitende Analyse zusätzlicher Quellen wie Archivmaterial oder statistischer Daten erfolgen.

2. 2. Dieses Material dient in einer zweiten Phase als Grundlage zur Ausarbeitung einer konkreten architektonischen Intervention. Darunter sind alle Mittel, Vorgänge und baulichen Einrichtungen zu verstehen, die im Sinne einer möglichen oder tatsächlichen realräumlichen Inszenierung entweder zur allgemeinen Bewusstseinsbildung beitragen oder als aktiver Eingriff in die operativen Prozesse städtischen Lebens verstanden werden.

Beide Schritte können unter Einbezug aller zur Verfügung stehenden Medien (Text, Fotografie, Film, Skizzen, Modelle, CAD, Rapid Prototyping,…) ausgearbeitet werden und sollten einen möglichst fließenden Übergang von einer abstrakten Disposition zu einem repräsentativen Form gewährleisten.

Das Entwerfen beginnt mit einer thematischen Einführung anhand einer vertiefenden Darlegung theoretischer Grundlangen und einem Querschnitt einschlägiger Praktiken aus dem 20. Jahrhundert, der jüngeren Geschichte und aktuellen Beispielen.



Abschlusspräsentation die Erste

Aktionen im öffentlichen Raum, Donnerstag 25.6.2009

Andrea Dahlke Projekt: Wohnzimmer | Ort: Marktplatz | Beginnzeit: 12:30h | Dauer: 30min

Anne-Marie Kraus Projekt: Intervention Mobiles Wohnzimmer | Ort: Stiftgasse | Beginnzeit: 14:00h | Dauer: 30min

Alexandra Polacek Projekt: Marrakech vs. Innsbruck | Ort: Stiftgasse | Beginnzeit: 14:30h | Dauer: 30min

Michael Bereuter Projekt: Durchblick | Ort: Landesmuseum | Beginnzeit: 15:30h | Dauer: 30min

Valentin Weiss Projekt: Urban Farming | Ort: Innufer bei Unibrücke gegenüber GeiWI | Beginnzeit: 16:30 | Dauer: 30min

Simone Brandstätter Projekt: inn-sitting | Ort: Am Inn in der Verlängerung des Prandtauerufers Richtung Fischnalerstraße | Beginnzeit: 17:30h | Dauer: 30min

Hannes Ebner Projekt: Würstl im Alpinstil | Ort: Maria-Theresien Straße | Beginnzeit: 19:30h | Dauer: bis 21h

Manuel Vieider Projekt: raumfrei: Freiluftkino | Ort: Kapuziner Platz | Beginnzeit: 21:30h | Dauer: open end

21 Entwerfen Projekte

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Wikiseite Vorschau Titel VerfasserIn LV
Inn- sitting 18 abschluss.jpg inn-sitting Brandstätter Simone EM1
Mobiles wohnzimmer M1AMKraus03.jpg Mobiles wohnzimmer Kraus Anne-Marie EM1
Stadtinseln Stadtinseln 16.jpg Stadtinseln Mitterer Elisabeth EM1
Innsbruck im alpinstil 10.0 Profil Alpinstil-Architekt.jpg Innsbruck im alpinstil Ebner Hannes EM1
Ressource Stadt Open source dahlke1.jpg Ressource Stadt Dahlke Andrea EM1
M1 Polacek Alexandra M1 Polacek Alexandra EM1
Durchblick Durchblick seite 4.jpg durchblick Bereuter Michael EM1
Macula obscura Ivan-Niedermair Open-Source-19.jpg Macula obscura Niedermair Ivan EM1
Unter dem Pflaster Unter dem Pflaster29.jpg Unter dem Pflaster Weiss Valentin EM1
M1 Bilbao Infante Leire M1 Bilbao Infante Leire Bilbao Infante Leire EM1
Don't be afraid baby, it's only us ItsonlyUS Seite 12.jpg don't be afraid baby, it's only us EM1
Innenraum "SEELE" A12.jpg innenraum "SEELE" Klien Christina EM1
Persönlichkeitsvermarktung Persoenlichkeitsvermarktung6.jpg Persönlichkeitsvermarktung Kornexl Barbara EM1
M1 Gomes Viloria Miriam M1 Gomes Viloria Miriam Gomes Viloria Miriam EM1
M1 Weigner Nandor NW EM1 035.gif M1 Weigner Nandor Weigner Nandor EM1
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