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Nosy cosy

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Von Peter Huetz

Betreuerin: DI Valentine Troi


Inhaltsverzeichnis

Übersicht

Der Name: nosy * cosy

nose = neugierig (nosy kommt von nose -> die Nase überall reinstecken)

cosy = gemütlich, behaglich, wohnlich

Bild:Skizze2-peter.png

Ziel des Projektes war die Entwicklung spezieller Objekte für meine Diplomarbeit. In Cincinnati wird das Ufergelände zwischen Fluss und City neu bebaut. Mein Entwurf dabei ist ein Musikkomplex im Park, versehen mit Konzertsälen, Spezialbibliothek, Kino, Café, Klangräumen, Workshopräumen usw.

Inspiration dabei war unter anderem die casa da música in Porto, PT. http://www.casadamusica.com/ Sie ist ein eindrucksvolles Beispiel einer Bespielung eines Konzerthauses.

Mir ging es um eine neue Interpretation bekannter Sachen.

  • edukative Aufgabe des Parkes und des Musikgebäudes
  • Leute mit sinnvollen Sachen beschäftigen

Ich habe spezielle Systeme auf eine eigene Art und Weise überlegt. Diese spielen das Programm und unterstützen das Wesen des Gebäudes. Eine interaktive Konzerthausbenutzung.

Es gibt dabei einen offenen Ansatz; das heißt, der Innenbereich ist größtenteils allgemein zugänglich, alle können sich hier aufhalten. Man kann Musik hören, ohne dafür zu bezahlen.

Bild:Uebersicht-klangschalen-peter.png

Es gibt 3 Projekte:

  • Klangschalen
  • Soundmöbel-Objekte
  • perforierte Zwischenzonenlandschaft

Dabei bin ich auf Probleme gestoßen, auf die man zwangsläufig stößt: Wie bekommt man freie Formen in den Griff, ohne dass man dabei bekannte Systeme verwendet?

Klangschalen

Bild:Klangschalen-uebersicht-peter.jpg

Was? An Seilen aufgehängte, in der Höhe veränderbare, gruppiert angeordnete Klangschalen, mit oder ohne Lautsprecher.

Das Ziel hier war, zuerst mal die Neugierde des Besuchers zu wecken.

Tätigkeiten:

  • Man kann abgeschirmt Musik hören
  • Verstärkung und Konzentration von einzelnen Klängen
  • Auffächern verschiedener Instrumente
  • Empfang eines Gespräches von außen ("Unterhaltungsbox")

Eigenschaften:

  • Wahrnehmen unterschiedlicher Formen als unterschiedliche Färbung von Musik
  • unterschiedliche Materialien (verschiedene Holzsorten, Kunststoffe) bringen unterschiedliche Klangfarben
  • gruppierte Skulptur für den Innenraum

Es gibt 2 Arten: Holz und Kunststoff

Klangschalen aus Holz

Holz ist einer der ältesten akustisch genutzten Werkstoffe. Verschiedene Holzarten besitzen dabei unterschiedlich ausgeprägte akustische Eigenschaften. Holz hat die Eigenschaft, mit dem Klang zu schwingen - Musikobjekt. Die unterschiedlichen Holzarten und das Finish verleihen der Gruppe noch zusätzlich einen hochwertigeren, skulpturalen Charakter.

Beschäftigung mit Tonholz und der Oberflächenbehandlung von Tonholz.

Beispiele:

  • Erle: reich an Mitten und Bässen, sehr leichtes Holz.
  • Mahagoni: warmer, bassiger Ton mit viel Mitten.

Herstellung/Konstruktion

Bild:Klangschale-holz-peter.png

Die Schale wird aus mehreren gebogenen Holz-Segmente zusammengesetzt und zusammengeleimt. Oben und unten sorgt ein geschlossener Metallschienenring (U-Form) für Stabilität.

Die Holzsegmente sind 2-fach gekrümmt – das funktioniert, indem man gestauchtes Holz (dänische Firma http://www.compwood-de.dana8.dk/ )verwendet. Es muss nur 1 Prototyp angefertigt werden, da die Segmente gleich sind.

Schnitt

Bild:Klangschale-holz-schnitt-peter.png

Federmechanismus mit Rutschkupplung - Feder wird auf das Gewicht der Klangschale eingestellt. Derselbe Mechanismus wird bei Pendelleuchten angewendet.

Klangschalen aus Kunststoff

Man kann Konzerte nicht nur im Konzertsaal selber hören, sonder auch gratis mittels der Klangschalen aus Kunststoff, die Instrumente auffächern.

Man sollte den verschiedenen Tönen Beachtung schenken, deshalb ist das Design dieser Variante gleichmäßig und besteht nur aus einem Typ. Es sollte interessant sein, das gewünschte Instrument zu suchen. Da es hauptsächlich um den Ton geht, wird eine transparente Ausführung gewählt, um die Form luftiger erscheinen zu lassen.

Bild:Sinfonieorchester.png

Bei einem Sinfonieorchester sind üblicherweise 16 verschiedene Arten von „Tonerzeugern“ zugegen. Deshalb werde ich auch 16 Stück der Halbschalen verwenden. 4x4-Raster.

Bild:klangschalen-ks-peter.png

Open-Source-Gedanke: Man kann Musik anhören, ohne dafür zu bezahlen.

Sound-Möbel-Skulpuren

Großteils weiche, rundliche, teilweise begehbare, begreifbare Möbelskulpturen mit vielen körpergerechten Öffnungen, in denen sich Lautsprecher befinden.

Zweck:

  • Neugierde des Besuchers wecken
  • Skulptur im Innenhof des Musikgebäudes
  • Audio-Programmguide für das Musikgebäude zur Information
  • Stimmungsklänge je nach Ausrichtung der Spiel-Saison
  • Treffpunkt für Kommunikation

Bild:Uebersicht-soundmoebel-peter.png

Weichere Varianten befinden sich im öffentlich zugänglichen Innenhof des Musikgebäudes. Robustere Varianten sind im Park aufgestellt.

2 Arten:

  • mit Filzoberfläche und Schaumstofffüllung innen
  • mit Spantenkonstruktion und Polyurethanbeschichtung außen im Park

Soundmöbel mit Filz

  • Filz wird aus Schafwolle hergestellt und kann ein reines Naturpodukt sein. → umweltfreundlich
  • Homogene Oberfläche – Nähte können überfilzt werden
  • weich/warm und anschmiegsam
  • Aber auch mittels Wasserglas jegliche Härte herstellbar
  • Dichtet gut ab bei den Öffnungen – akustisch schluckend

Bild:Beuys-peter.jpg

Joseph Beuys' sogenanntes „Treuegelöbnis“ - die Wände sind mit Filz ausgekleidet, akustisch sehr schluckend.

Die Formen der Soundmöbel habe ich mit mehreren Plastillinmodellen ermittelt.

Das Modell mit Latexmilch mehrmals bepinselt, daraus wurde ein Haut, die man abziehen kann.

Wenn man einmal Schnittmuster hat, dann kann man die Form mit textilen Stoffen umsetzen – genausogut aber auch z.B. als Pneu behandeln.

Ich habe mich aber für Filz entschieden, vor allem wegen der akustischen Eigenschaften, aber auch wegen seiner angenehmen Anschmiegsamkeit und Weichheit.

Bild:Schnittmuster1-peter.jpg

Bild:Schnittmuster2-peter.jpg

Bild:Schnittmuster3-peter.jpg

Bild:Schnittmuster4-peter1.jpg

Nebenbei: Man kann mit Kaliwasserglas den Filz sozusagen aushärten lassen – der wird bombenfest. Nimmt man weniger Wasserglas, kann man die Härte gezielt zwischen weich und hart steuern.

Bei den Modellen habe ich gesehen: Je dicker der Filz, desto steifer wird das Ganze. Das Material steuert immer mehr zur Form bei.

Schnitt

Bild:Soundmoebel-schnitt-peter.png

Auch Pneu möglich (wegen Schnittmuster), hier aber mit Schaumstoff gefüllt. Für einen Pneu bräuchte man einen kleinen Drucklufterzeuger. Die Öffnungen sind so konzipiert, dass der Mensch bei den Schultern sozusagen abgedichtet wird (es gibt natürlich kleinere und größere Öffnungen). Man kann auch nicht jede Form machen, sie wird im Allgemeinen durch das Ausstopfen bauchig/rundlich sein.

Sound-Möbel - Spantenkonstruktion

Diese Skulpturen sind für den Außenbereich vorgesehen.

Bild:Spantenkonstruktion-peter.jpg

Plastillin-Modell für Spantenkonstruktion mit japanischem Messer in Scheiben zerlegt. Die Scheiben werden eingescannt und im Computer zu Spanten modelliert.

Bild:Spantenkonstruktion-3D-peter.png

Aufbau:

  • Spantenkonstruktion aus Verpackungs-Sperrholz 20 mm, Abstand 40 cm
  • Filz 2cm mit Kaliwasserglas gehärtet
  • Polyurethan-Spritzbeschichtung 5 mm
  • UV-Anstrich

Alternative: glasfaserverstärkter Kunststoff.

Man könnte ein Möbel nur mit Filz-Wasserglas so stehen lassen und mal schauen, was durch Witterung passiert. Sicherer ist auf jeden Fall die Polyurethan-Beschichtung.

Zwischenzone-Perforation

Perforierte Situation zwischen innen und außen.

Eine Zwischenzone am Gebäude. Eine Ebene wird geöffnet und zu einer Art Wohnlandschaft ausgebaut. Teilweise Abwandlung der Möbel-Skulpturen.

Zweck:

  • Aufenthaltsort und Treffpunkt für Menschen
  • Grenze zwischen innen und außen verschwimmen lassen
  • Öffnung zum Park; Einbeziehung der Parklandschaft
  • Bindung des Besuchers an das Gebäude – Einladung zum Besuch
  • Charakter der Öffnung im Gebäude manifestieren
  • Musik hören (auch Übertragung vom Inneren – wissen, „was gerade gespielt wird“

Schnitt

Bild:Zwischenzone1.png

Wie: im Textil wird kreisförmig ein Faden durchgezogen, am Ende angezogen. So stülpt sich das dann nach oben. An der Decke ist es weniger zugeschnürt/zugezogen - Radius ist größer.

Bild:Zwischenzone2.png

Man könnte hier natürlich auch Styropor + Polyurethan nehmen, aber eben, wie gesagt, man soll auch mal was Neues ausprobieren.

  • Textile Formbarkeit
  • Textile Vorwegnahme der Formen im Innern
  • (Etwas) Interferenz zwischen oben und unten

Manche dieser Objekte sind ganz nach oben gezogen – da sind dann Stützen drin, zur Ableitung der Lasten von oben.

Mischgewebetextilie verwenden, die eine gewisse Dehnbarkeit hat (Elastananteil)

Beschichtung: siehe z. B. Europäisches Patent EP000001764440B1, das ist eine Textilbeschichtung, die eine recht große Widerstandsfähigkeit besitzt.

Alternative: Polyurethan-Leder; das verliert dann allerdings den textilen Charakter.

Am besten Fußboden-Oberfläche aus Holzbrettern zum besseren Befestigen

Alle paar Jahre erneuern – auch von den Benutzern selber. Technologie ist einfach, und man kann auch günstigere Materialien nehmen, wenn man das einplant.

Das Reizvolle bei dem Objekt ist die Erstellung einer 3D-Landschaft aus einem 2-dimensionalen Textil. Ein Problem sind dabei die Falten, die dabei entstehen. Man kann diese Falten aber so legen, dass dabei eine 2. Ministruktur von Kreis zu Kreis weitergeht. Ein zusätzlicher Landschaftsaspekt.

Bild:Zwischenzone3a.jpg

Bild:Skizze1-peter.png

Plakate

Bild:Plakate-hb2-1_peter.jpg

Bild:Plakate-hb2-2_peter.jpg

Bild:Plakate-hb2-3_peter.jpg

Bild:Plakate-hb2-4_peter.jpg


Attribute

Huetz Peter Troi Valentine HB2 09SS Bild:Schnittmuster4-peter1.jpg

Fakten zu Nosy cosyRDF-Feed
BetreuerTroi Valentine  +
ImageSchnittmuster4-peter1.jpg  +
LVHB2  +
Semester09SS  +
VerfasserHuetz Peter  +
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