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New urban geometries

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Herausforderung

Es geht um die Erfindung neuer staedtebaulicher Muster die in der Lage sind grossflaechige Stadtfelder mit hoher Bebauungsdichte neu anzulegen. Es sollen prinzipielle Methoden und Loesungsansaetze fuer folgende Herausforderung zu entwickeln. Hoch-verdichtete Grossprojekte, d.h Wohnsiedlungen (aehnlich den Trabantenstaedten der 70er Jahre) oder neue Buero-zonen (wie La Defense in Paris oder Canary Wharf in London) oder Mischzonen, die sowohl Wohn- und Bueroflaechen anbieten. Projekte bis zu einer Millionen Quadratmetern sind keine Seltenheit mehr.

Das Grundstueck, das wir hier bearbeiten wollen, hat eine aehnliche Kapazitaet. Das jetzige, zentral gelegene Grundstueck der Mailaender Messe wird zur Umwidmung frei, da die Messe in eine neue Anlage umzieht Es soll hier eine ueber eine halbe Millionen Quadratmeter gebaut werden. Wir wollen das auf eine Million auswerfen

Das spannende bei solchen Grossprojekten ist, dass es bei Grossgrundstuecken noch gar keine Strassen- und Parzellenmuster gibt, in das man Gebaeude hineinplatzieren kann. Es muss zumachst einmal ein Raumordnungskonzept und ein Erschliessungskonzept erdacht werden.


Methode

1.Erarbeitung eines Repertoires

a) Materialsammlung Dieser Herausforderung der Erfindung von ganzen Stadt-teil-mustern begegnen wir mit dem Erstellen von Musterkatalogen, die wir aus den verschiedensten Quellen speisen wollen: Geometrie (Fraktale etc.) Muster der organischen Natur (z. B. Spinnennetze. Blattadern, Wabenstrukturen etc.) Kommunikationsnetze Rissmuster Strickmuster Tesselieringen Islamischer Kunst Zellulaere Automaten

b) Analyse, d.h. begriffliche Erfassung der Muster mit Hilfe der folgenden theoretischen Ressourcen Geometrie Space Syntax Network Analysis Hier geht es um die Aneignung von Unterscheidungen, Klassifizierungen und wesentlichen Massgroessen (Parametern). So sollen zum einen Begriffe fuer die qualitative und quantitative Unterscheidung von Positionen im urbanen Feld verwendet werden, z B der Begriff der relativen Zentralitaet eines Knotenpunktes im Netzwerk Zum anderen geht es um Begriffe. die das System als ganzes Beschreiben, wie z B der Begriff der Isotropie, oder der Begriff der Hierarchischen Ordnung.

2. Extrudierung

Staedtebaulrche Interpretation des Musters. d. h. Entwicklung einer Gebauedemorphologie ueber dem Muster im Sinne eines Massenmodells. Wir denken hier in erster Linie an Hochhaustypologien - allerdings schliesst das eine mehr vernetzte Bauweise in den unteren Geschossen nicht aus. Im Klartext: Es sollen ganze Rudel von Hochhaeusem aus der staedtischen Textur extrudiert werden.

3. Parametrische Modelle

Die Massenmodelle, die mittels selektiven, turm-artigen Extrusionen aus dem Grundrissmuster entwickelt werden, sollen als parametrische Modelle konzipiert werde. Das heisst, dass das Computermodell des Stadtmusters sowohl in seinem Grundrissmuster, als auch in seiner Hoehenentwicklung (nach Parametern) systematisch variierbar sein sollen.

Ein solches parametrisches Modell kann dann als Geno-typ aufgefasst werden, der unzaehlige Pheno-typen beinhaltet, die sich aus dem Anpassen/Einpassen des Modells In bestimmte Kontexte ergibt.

Das zunaechst abstrakte Stadtmuster soll dann in das Grundstueck - Fiere Milano - eingepasst und kontext-spezifisch ausdifferenziert werden.

Zum einen ist also das Gesammtmuster und Massenmodel ein parametrisches Model. Zum anderen sollen auch die vielgestaltigen Hochhaeuser in der naechsten Stufe der Durcharbeitung aus einem parametrischen Modell abgeleitet werden. Alle Teile des Modells sollen sich daher assoziativ aufeinander beziehen, so dass der Komplex von Elementen nach Parametern kohaerent variierbar ist Diese Methode der Bearbeitung verknuepft Systemstandardisierung mit der Individualisierung und lokalen Adaptationsfaehigkert des einzelnen Gebaeudes.


Von Typologie zu Topologie

Wir gehen davon aus, dass bei jedem Team ein Staedtebaulicher Entwurf vorliegt, der die drei primaeren Aspekte von staedtischen Feldern definiert:

Verteilung der Gebaeudemassen

Strassen und Zirkulationsmuster

Prinzipielle Flaechennutzung

Den konzeptionellen Vorgaben des Entwurfsseminars “Stadtmuster” entsprechend folgt die Verteilung der Gebaeudemassen dem Prinzip der Schwarm-formation. Die Gebaeude formieren ein sich kontinuierlich veraenderndes Feld, wobei: 1. kein Gebaeude mit dem naechsten identisch ist 2. gesetz-maessige Kontinuitaeten die Multiziplitaet der Gebaeude kohaerieren

Das Resultat koennte man mittels des Begriffspaars Genotyp/Phenotyp analysieren. Es soll demonstriert werden, wie die reichhaltige, vielgestaltige Manigfaltigkeit der Gebaeude von einem einzigen Genotyp abgeleitet werden kann, oder vielleicht von einer kleinen Anzahl von Genotypen. Das war zunaechst in Bezug auf die Gebaeudevolumen zu etablieren.

Parametrisch kontrollierte Proliferation

Die Genotypen sollten als Parametrische Modelle construiert werden, wobei die systematische Variation der Parameter die Mangfaltigkeit der Phenotypen produziert. Diese Methode der Bearbeitung verknuepft Systemstandardisierung mit der Individualisierung und lokalen Adaptationsfaehigkeit des einzelnen Gebaeudes. Die Variation der Parameterwerte sollt nicht randomisiert werden, sondern Gesetzen der (mehr oder weniger) stetigen Transformation folgen. Solche Gesetzmaessigkeiten geben dem Feld eine innere Logik und Kohaerenz. Solche Gesetzmaessigkeiten der Transformation des Feldes koennen/sollten auch mit Kontextvariationen korrelliert werden. Die systematische Proliferation von Gebaeudeformen sollte ebenfalls mit dem Zirkulationsmuster und der Nutzungsverteilung korrelieren.

Das Gebaeude als Netzwerk von gesetzmaessig verknuepften Parametern

Die nächste Bearbeitungsstufe geht über das bloße Modellieren von Masse/Volumen der Gebäude hinaus. Die Geno-typen und parametrischen Modelle werden komplexe, geordnete Systeme, die folgende Subsysteme definieren sollten:

1. Internes Teilungssystem, 'Sub-volumen', Decken, Wände, Leerräume 2. Tragstruktur 3. Interne Zirkulationssysteme 4. Hülle, Gegenüberstellung opak – transparent sowie geschlossen – öffenbar

Der Ansatz soll einen Geno-typen hervorbringen, der all diese Systeme definiert und über eine große Bandbreite möglicher pheno-typischer Varianten integriert. Idealerweise soll diese Aufgabe mit den Mitteln eines einzigen parametrischen Modells gelöst werden, wobei die internen Unterteilungen (wie z.B. Decken in einem Turm) mit dem äußeren Erscheinungsbild und Umrisses des Gebäudes verbunden sind. Solche Gesetzmäßigkeiten sollten dabei jedoch nicht dem offensichtlichsten, direkten Anknüpfungen folgen. Wenn also beispielsweise Deckenstärken größer werden, könnten sich die Deckenplatten perforieren beginnen statt bloß Geschoßhöhen entsprechend mit zu steigern. Ebenso sollte sich mit zunehmender Höhe eines Gebäudes die Tragstruktur anpassen.

Abhängig von der Größe des urbanen Feldes mag es angemessen sein, mehr oder weniger unterschiedliche Geno-typen zu formulieren, die das unterliegende Feld beeinflussen und weiter Modelle generieren. Ab gewisser (kritischer) Niveaus bzw. Schwellen können unter den zugrunde liegenden Parametern Phasenverschiebungen auftreten. Artenbildung – die Entwicklung einer Population in Subspezies – tritt dann auf, wenn quantitative Variation sich zu qualitativer Unterscheidung wandelt. Falls unterschiedliche Subsysteme nicht mehr auf plausible Art mit dem parametrischen Modell korrelieren, kann dies notwendig werden. Dies mag notwendig sein. Wenn ein Feld durch Wechselwirkung zweier unterschiedlichen Populationen generiert wird, wird jedes zu einem direkten Einflussfaktor des anderen. Abhängigkeiten und Wechselwirkungen zwischen den Poulationen sollten jedenfalls angedacht werden.



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