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Melanie Frauenhoffer Phänomen und Paradigma Seite

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Inhaltsverzeichnis

Aufgabe 01: "Phänomen? Paradigma? Digital?"

Phänomen

Wortart: Substantiv, Neutrum

Bedeutungsübersicht

1. (bildungssprachlich) etwas, was sich beobachten, wahrnehmen lässt; (bemerkenswerte) Erscheinung

2. (Philosophie) das Erscheinende, sich den Sinnen Zeigende; der sich der Erkenntnis darbietende Bewusstseinsinhalt

3. (bildungssprachlich) außergewöhnlicher, phänomenaler Mensch

Synonyme zu Phänomen Besonderheit, Ereignis, Erscheinung, Merkwürdigkeit, Vorfall, Vorgang, Vorkommnis; (gehoben) Begebenheit, Geschehen, Geschehnis; (bildungssprachlich) Kuriosität, Kuriosum

Herkunft spätlateinisch phaenomenon = (Luft)Erscheinung < griechisch phainómenon = das Erscheinende, zu: phainesthai = erscheinen

Typische Verbindungen

Adjektive in Verbindung mit Phänomen: gesellschaftlich, paranormal, physikalisch, unerklärlich, kulturell, komplex, bekannt, vorübergehend

Bedeutungen und Beispiele

1. etwas, was sich beobachten, wahrnehmen lässt; (bemerkenswerte) Erscheinung Gebrauch: bildungssprachlich Beispiel:

  • ein physikalisches, meteorologisches, seltenes, alltägliches Phänomen
  • rätselhafte Phänomene

2. das Erscheinende, sich den Sinnen Zeigende; der sich der Erkenntnis darbietende Bewusstseinsinhalt Gebrauch: Philosophie

3. außergewöhnlicher, phänomenaler (2) Mensch Gebrauch: bildungssprachlich Beispiel: auf ihrem Fachgebiet ist sie ein Phänomen

[1] http://www.duden.de/rechtschreibung/Phaenomen


engl. phenomenon oder appearance; franz. phénomène; griech. phainomenon, das Erscheinende), etwas, das sich zeigt; Erscheinung

1. Platon unterscheidet zwischen Phänomen (Erscheinung) und Idee. Ein Pferd z. B. gehört zu den Phänomenen, während die Idee des Pferdes in dem besteht, was alle konkreten (und möglichen) Pferde als Pferde auszeichnet, ihrem gemeinsamen Wesen. Die Idee ist ewige Einheit, immer dieselbe und unveränderlich; die Phänomene dagegen sind mannigfaltig, verstreut in Zeit und Raum, verschieden und dauernder Veränderung unterworfen. Nur dem Anschein nach liegt daher in den Phänomenen Wirklichkeit; die eigentliche Wirklichkeit ist die Idee. Sie läßt sich mit Hilfe der Vernunft schauen, während die Phänomene an das unsichere Zeugnis der Sinne gebunden sind. Im Platonismus rückt das Phänomen in eine Nähe zum bloß Scheinhaften; allerdings steht und fällt diese Deutung mit der Lehre von den dahinterstehenden ewigen Ideen als der eigentlichen Wirklichkeit. Wird sie aufgegeben, erhält das Phänomen zwangsläufig einen anderen Status.

2. Für den naiven Realismus gibt es zwischen den wahrnehmbaren Phänomenen und der Wirklichkeit, wie sie an sich ist, keinen Unterschied. Beides ist unmittelbar identisch.

3. Der kritische Realismus definiert dagegen die Phänomene als Bewußtseinszustände, die durch die Wahrnehmung und in ihr gegeben sind. Sie spiegeln die dahinterstehende Wirklichkeit nicht unmittelbar wider. Aber sie sind Zeichen dafür: Aus der Art, in der die Phänomene auftreten, läßt sich die Wirklichkeit erschließen.

4. Eben dies bestreitet Kant. Phänomen ist für ihn "Erscheinung", Gegenstand der Erfahrung, das Ding, wie es sich dem Wahrnehmenden zeigt. Wie es als "Ding an sich", d.h. unabhängig von aller Wahrnehmung, beschaffen ist und welches Verhältnis es zwischen dem Ding an sich und dem Ding als Erscheinung gibt, darüber kann nichts gewußt werden.

5. Noch einen Schritt weiter geht der Phänomenalismus. Er verneint sogar die Existenz des Dings an sich. Die Wirklichkeit besteht in nichts anderem als den wahrgenommenen (oder wahrnehmbaren) Phänomenen selber.

6. Die Phänomenologie des 20. Jh. klammert die Frage, ob es über die Phänomene hinaus etwas gibt, ein. Zugleich wird der Begriff Phänomen ausgeweitet und umfaßt nun alles, was einem Bewußtsein direkt gegeben sein kann.

H. Barth: Philos. der Erscheinung, 2 Bde., 1947/59. J. Mittelstraß: Die Rettung der Phänomene, 1963. H. R. Schweizer/A. Wildermuth: Die Entdeckung der Phänomene, 1981. Philosophielexikon/Rowohlt-Systhema

http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/ERZIEHUNGSWISSENSCHAFTGEIST/PhaenomenBegriff.shtml

Paradigma

Wortart: substantiv, Neutrum

Bedeutungen

1. (bildungssprachlich) Beispiel, Muster, Erzählung mit beispielhaftem Charakter

2. (Sprachwissenschaftlich) Gesamtheit der Formen der Flexion eines Wortes, besonders als Muster für Wörter, die in gleicher Weise flektiert werden

Synonyme zu Paradigma (Fallbeispiel, Leitbild, Modell(fall), Muster(Beispiel), Musterbild, Vorbild; (bildungssprachlich) Inkarnation, Prototyp; (bildungssprachlich veraltend) Exempel

Herkunft lateinisch paradigma < griechisch parádeigma, zu: paradeiknynai = vorzeigen, sehen lassen

Grammatik das Paradigma; Genetiv: des Paradigmas, Plural: die Paradigmen, auch: Paradigmata

http://www.duden.de/rechtschreibung/Paradigma


Das Wort Paradigma (gr. παράδειγμα parádeigma, aus παρὰ parà „neben“ und δείκνυμι deiknymi „zeigen“, „begreiflich machen“; Plural Paradigmen oder Paradigmata) bedeutet „Beispiel“, „Vorbild“, „Muster“ oder „Abgrenzung“, „Vorurteil“; in allgemeinerer Form auch „Weltsicht“ oder „Weltanschauung“. Seit dem späten 18. Jahrhundert bezeichnet Paradigma eine bestimmte wissenschaftliche Lehrmeinung, Denkweise oder Art der Weltanschauung. Wenn sich eine solche grundlegend ändert, nennt man das Paradigmenwechsel.

Das wissenschaftliche Paradigma

Seit dem späten 18. Jahrhundert verwendet man das Wort Paradigma, um damit eine bestimmte wissenschaftliche Denkweise oder eine bestimmte Art der Weltanschauung zu bezeichnen. Der Begriff des Paradigma wurde von Georg Christoph Lichtenberg eingebracht. Im klassischen Deutsch kann man den Begriff auch im Sinne unterschiedlicher (wissenschaftlicher) „Schulen” verwenden. Ein gutes Beispiel für eine solche „grundlegende Weltsicht“ sind das geozentrische Weltbild (Ptolemäus) oder das heliozentrische Weltbild (Nikolaus Kopernikus). Die gebräuchlichste Verwendungsweise des Wortes in diesem Zusammenhang geht jedoch auf den amerikanischen Wissenschaftstheoretiker Thomas Samuel Kuhn (1922 - 1996) zurück, der darunter „Lehrmeinung” versteht und damit einen Satz von Vorgehensweisen beschreibt. In seinem Buch Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen definiert er ein wissenschaftliches Paradigma als:

  • das, was beobachtet und überprüft wird
  • die Art der Fragen, welche in Bezug auf ein Thema gestellt werden und die geprüft werden sollen,
  • wie diese Fragen gestellt werden sollen
  • wie die Ergebnisse der wissenschaftlichen Untersuchung interpretiert werden sollen.

Kuhn meint mit Paradigma also ein vorherrschendes Denkmuster in einer bestimmten Zeit. Paradigmen spiegeln einen gewissen allgemein anerkannten Konsens über Annahmen und Vorstellungen wider, die es ermöglichen, für eine Vielzahl von Fragestellungen Lösungen zu bieten. In der Wissenschaft bedient man sich in diesem Zusammenhang auch oft Modellvorstellungen, anhand derer man Phänomene zu erklären versucht.

Nach Kuhn ist ein Paradigma solange anerkannt, bis Phänomene auftreten, die mit der bis dahin gültigen Lehrmeinung nicht vereinbar sind. Dann werden neue Theorien aufgestellt, die sich manchmal sofort durchsetzen, manchmal erst nach längeren Diskussionen zwischen Verfechtern verschiedener Lehrmeinungen. Das Sich-Durchsetzen einer neuen Lehrmeinung oder den Prozess des Meinungsumschwungs bezeichnet man als Paradigmenwechsel. Auf der Nymphenburgvorlesung von 1984 hat T. S. Kuhn sich nach etwa 34 erfolglosen Definitionsversuchen vom Begriff 'Paradigma' öffentlich verabschiedet. Für weiteres siehe Kuhns Paradigmenbegriff. Jens Asendorpf (* 1950) definiert 2009 den Begriff wie folgt: Ein Wissenschaftsparadigma ist ein einigermaßen zusammenhängendes, von vielen Wissenschaftlern geteiltes Bündel aus theoretischen Leitsätzen, Fragestellungen und Methoden, das längere historische Perioden in der Entwicklung einer Wissenschaft überdauert.[3] Eine Begriffsanalyse lieferte Margaret Masterman 1970.

Der Begriff „Paradigma“ in der Linguistik

In der Linguistik hat das Wort „Paradigma“ folgende Bedeutungen: ein Muster, gebildet durch geordnete Attribute und Werte, das die Menge der Formen eines Wortes modelliert und eine Formenklasse darstellt (Flexionsparadigma von Verben oder Substantiven; Konjugation, wie beispielsweise singen – sang – gesungen, bzw. Deklination) eine Funktion, die bei gegebenem Wort und gegebener Wortklasse die Formbelegung der einzelnen Positionen des Paradigmas liefert eine (einzigartige) Sammlung von (auf vertikaler Ebene) austauschbaren Zeichen (Elementen) derselben (Wortart) Kategorie, wie beispielsweise „der Hund/Tiger/Fisch frisst“ oder auch die Anlautkonsonanten in B-/G-/T-/Vier Siehe auch: Syntagma

Weitere Verwendungen von „Paradigma“

Der Begriff „Paradigma“ wird auch verwendet für eine Erzählung, die in „Beispielen eine moralische Lehre erläutert“ (vgl. Worteintrag im Wahrig). So können z. B. Märchen im weiteren Sinne als Paradigmen bezeichnet werden. Das Wort wird in Wissenschaft, Technik und Wirtschaft mit sehr unterschiedlichen Bedeutungen verwendet; insbesondere beispielsweise im Computerbereich oder der Managementliteratur. Dabei steht es weniger für eine umfassende Weltanschauung oder -ansicht, wie im ursprünglichen (epistemologischen) Sinne, als für eine besondere, fokussierte Sichtweise auf einen (möglichst grundlegenden) Aspekt des jeweiligen Fachgebietes. So wird beispielsweise vom Paradigma der „Wiederverwendbarkeit von Software“ (ein sog. Programmierparadigma), vom Paradigma der Teamarbeit oder der schlanken Produktion (lean production) gesprochen. Hier bezeichnet der Begriff „Paradigma“ eine grundsätzliche Haltung zu einer Klasse von Phänomenen (aber nicht zu einem einzelnen). Die Werbung beziehungsweise das Marketing nutzt den Begriff „Paradigma“, um Produkte als besonders neuwertig und innovativ erscheinen zu lassen, um damit eine größere Aufmerksamkeit zu gewinnen. In der Organisationstheorie gibt es das Konzept der Unternehmenskultur. Eines der meist zitierten Modelle ist das Kulturnetz nach G. Johnson[5] (1998), beschrieben als Netzwerk interner Strukturen und Prozesse, welche die Selbstwahrnehmung einer Organisation kontinuierlich sowohl erzeugen als auch verstärken. Die sieben genannten Elemente des Kulturnetzes sind: Geschichten und Mythen, Symbole, Machtstrukturen, Organisationsstrukturen, Kontrollsysteme, Rituale und Routinen – und das Paradigma. In der Verhaltenswissenschaft bezeichnet man mit dem Begriff „Paradigma“ ein klassisches Vorurteil: Eine gefühlsbedingte, absolute Wertung (gut/schlecht), bevor eine verstandesmäßige Verarbeitung von Informationen stattfinden kann. Siehe auch Denkmuster. Neu wird auch der Begriff „Paradigmenparalyse“ (eine Lähmung durch Vorurteile) verwendet. Damit wird beschrieben, dass logische Denkprozesse – und in der Folge konsequentes Handeln – durch Vorurteile (Paradigmen) unterbrochen, gelähmt (paralysiert) oder verhindert werden können. In der Psychosomatischen Medizin wird der Begriff Maschinenparadigma durch Thure von Uexküll gebraucht, um damit die eher ganzheitliche Sichtweise der Psychosomatik von der rein organisch ausgerichteten Medizin zu unterscheiden. Die Organmedizin habe sich durch das Vorbild der Physik das reduktionistische Maschinenmodell zu eigen gemacht. Der Physik sei es gelungen, „eine in sich geschlossene Lehre der mechanischen Kräfte zu entwickeln und den Begriff der Kausalität von den ihm noch anhaftenden metaphysischen Vorstellungen zu befreien.“[6] Weiter wird das Wort „Paradigma“, besonders in der Entwicklungspsychologie, als eine Versuchsanordnung oder ein Versuchsdesign verstanden, welches auf Grundlage einer bestimmten Annahme oder Theorie entwickelt wurde. In den 1980er Jahren hat der Physiker und Esoteriker Fritjof Capra den Begriff „Paradigmenwechsel“ verwendet, um die von ihm postulierte Wende zu einem harmonischen freiheitlichen und ganzheitlichen neuen Zeitalter zu kennzeichnen. Der Begriff „Paradigma“ ist also sehr unscharf und „weich“ definiert: Es lässt sich schwer allgemein abgrenzen, welche Aussage ein Paradigma darstellt und welche nicht (insofern ist es ein gutes Beispiel für eine Injektion).

http://de.wikipedia.org/wiki/Paradigma



Digital, digital

Wortart: Adjektiv

Bedeutungsübersicht

1. (Medizin) mithilfe des Fingers erfolgend

2.a. (Physik) in Stufen erfolgend; in Einzelschritte aufgelöst

2.b. auf Digitaltechnik, Digitalverfahren beruhend

3. (Technik) in Ziffern darstellend; in Ziffern dargestellt

Synonyme zu digital: in Ziffern, nicht analog

Typische Verbindungen mit dem Wort digital: Signatur, Fernsehen, Zeitalter, Kamera, Technik, Medium, Antennenfernsehen, Revolution

Bedeutungen und Beispiele

1. mithilfe des Fingers erfolgend Herkunft: lateinisch Digitalis Gebrauch: Medizin Beispiel: etwas digital untersuchen

2.a. in Stufen erfolgend; in Einzelschritte aufgelöst Herkunft: englisch digital, zu Digit Gebrauch: Physik Beispiel: digitales Signal

2.b. auf Digitaltechnik, Digitalverfahren beruhend Herkunft: englisch digital, zu Digit Beispiele: * digitale Effekte, Fotos

  • digitales Fernsehen

3. in Ziffern darstellend; in Ziffern dargestellt Gebrauch: Technik Beispiel: etwas digital anzeigen

http://www.duden.de/rechtschreibung/digital



Vom lateinischen "digitus" (der Finger) kommt der gebräuchliche Ausdruck digital. Digitale Signale werden durch 2 definierte Zustände gebildet: 0 und 1 (oder auch "aus" und "an"). So brauchen digitale Signale eine feste Schrittfolge, wohingegen analoge Werte stufenlos darstellbar sind.

http://www.pentzek.org/internet-wiki/digital.html



Der Begriff "Digital" von Dietrich Lensch

Was heißt "Digital"?

Es gibt zwei grundsätzliche Möglichkeiten eine Information zu beschreiben, analog oder digital. Analog bedeutet, dass die Darstellung der Information entspricht. Schwingungen werden als Schwingungen gespeichert und ein Wachstumsanstieg, einer Pflanze beispielsweise, wird in Form eines analogen Anstieges, einer Spannung etwa, dargestellt. Weitere Beispiele hierfür sind Uhren mit Zifferblatt oder Schallplatten. Digitale Darstellung bedeutet, dass von der darzustellenden Information abstrahiert wird und sie in fest definierten, beschreibbaren Zuständen gespeichert werden kann. Hierdurch kann die Information leichter verarbeitet werden. Oft ergibt sich auch eine (oberflächlich) genauere Darstellung. Geht man aber ins Detail, stößt man schnell auf "Sprünge" in der Darstellung. Beispiele: Digitaluhren, CDs. Der Computer kann nur elektronische Zustände, im Allgemeinen nur: Spannung vorhanden (I) oder keine Spannung vorhanden (0), verarbeiten. Es gibt keine Zwischenstufen. Alle Bildinformationen müssen also auf klare Zustände reduziert werden um verarbeitet werden zu können. Die Darstellung von Informationen im Computer ist also digital. Es gibt dabei zwei unterschiedliche Möglichkeiten ein Bild zu digitalisieren: Pixelorientierung Pixelorientierte Bilder teilen das Bild in Punkte (Pixel) auf und weisen jedem Punkt einen klaren Farbwert zu, welcher sich aus exakten Prozenten der Grundfarben des verwendeten Farbmodelles errechnet. Die Pixel treten als "elektronische Pigmente" auf. Erkennbar sind solche Bilder an dem Phänomen der Auflösung, d.h. der Dichte der Pixel, welche selbst Bildbestimmend sein kann. In dieser Technik ist ein "malerischer Stil" möglich. Vektororientierung Die zweite Variante der Digitalisierung ist die Aufteilung des Bildes in Flächen und Linien mit klarer Farb- oder Strukturfüllung, welche als mathematisch beschreibbare Kurven gespeichert werden. Dadurch sind Zwischenstufen immer neu berechenbar.

http://www.dietrichlensch.de/texte/begriff.html


Digitale Medien‬

Unter digitalen Medien versteht man elektronische Medien, die mit digitalen Codes arbeiten. Den Gegensatz bilden analoge Medien. Der Begriff „digitale Medien“ wird auch als Synonym für die „Neuen Medien“ verwendet. Digitale Medien sind zum einen Kommunikationsmedien, die auf der Grundlage digitaler Informations- und Kommunikationstechnologie funktionieren (z. B. Internet).[2] Als digitale Medien werden zum anderen technische Geräte zur Digitalisierung, Berechnung, Aufzeichnung, Speicherung, Verarbeitung, Distribution und Darstellung von digitalen Inhalten (Content) bezeichnet. Die Digitalisierung der Medien setzte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein. Digitale Medien stellen sowohl von der Produktion als auch von der Nutzung her eine tiefgreifende Veränderung gegenüber früheren, analogen Medien dar. Die Computertechnik stellt die Basis für digitale Medien dar. Computersysteme basieren in erster Linie auf der Grundlage des binären Zahlensystems. In diesem Fall bezieht sich "digital" auf die diskreten Zustände von "0" und "1" für die Darstellung beliebiger Daten. Computer sind Maschinen, die binäre Daten als digitale Information interpretieren.

http://de.wikipedia.org/wiki/Digitale_Medien



Aufgabe 02: "Persönliche Phänomene"

1. Arabische Frühling

Eine im Dezember 2010 beginnende Serie von Protesten, Aufständen und Revolutionen in der arabischen Welt. Ausgehend in Tunesien, Nahe Osten, Nordafrika, etc. gegen die dort autoritär herrschenden Regime und die politische und soziale Strukturen dieser Länder richten. Für mich ist dieses "Erwachen" in der arabischen Welt auch zugleich ein Paradigmenwechsel. Jahrzehntelang hat sich ein Volk der alleinherrschaft von korrupten Diktatoren unterworfen und wurde auf das schlimmste ausgebeutet und plötzlich gibt es ein "erwachen". Wie ein Lauffeuer breitet sich die Revolution aus und die Völker in vielen arabischen Ländern erheben sich und lehnen sich gegen die Herrscher ihrer Länder auf.


2. Phänomen des Deja-Vu

Dieses Phänomen hat wahrscheinlich jeder schon einmal erlebt. Es gibt z.B. Momente im Leben, in denen man ein bestimmtes Gefühl hat, eine Situation schon mal erlebt zu haben. Es ist mir auch schon passiert, dass ich früher öfters von einem bestimmten Haus und einem bestimmten Ort geträumt habe. Auf einer Reise kam ich einmal an einen Ort, wo genau dieses Haus stand, welches ich in meinen Träumen gesehen hatte.


3. Treppen Steigen

Täglich benützt man Treppen, setzt den einen Fuß vor den anderen, ohne lange darüber nachzudenken. Jedoch wenn man während dem Treppen Steigen auch nur eine Sekunde lang darüber nachdenkt, warum man das Treppen Steigen so verinnerlicht hat, schon gerät man ins stolpern.


4. Phänomene der Natur

Ein bekanntes Phänomen der Natur ist etwa das Polarlicht. Das Polarlicht ist eine Leuchterscheinung (genauer ein Elektrometeor), die beim Auftreffen geladener Teilchen des Sonnenwindes auf die Erdatmosphäre in den Polargebieten der Erde hervorgerufen wird.


5. Bermudadreieck

Das Bermudadreieck, auch Teufelsdreieck genannt, ist ein Seegebiete, das sich im westlichen Atlantik nördlich der Karibik befindet. Durch mehrere tatsächlich oder vermeintlich mit der Gegend zusammenhängende Schiffs- und Flugzeugkatastrophen erhielt das Bermudadreieck den Ruf, dort spielten sich gehäuft entsprechende Unglücke ab oder dort „verschwänden“ gar Schiffe und/oder Flugzeuge. Einige der Vorfälle, bei denen Schiffe, Flugzeuge oder ihre Besatzungen spurlos verschwunden sein sollen, konnten nicht restlos aufgeklärt werden.



Aufgabe 03: "Architektur Design"

Die größten Bauprojekte der Welt

Die Redakteure der Maxim erstellten dieses Ranking der gewagtesten Bauprojekte, die in naher Zukunft umgesetzt werden sollen.

  1. Burj Dubai
  2. Elbphilharmonie Hamburg
  3. CCTV Headquarters Peking
  4. Chicago Spire
  5. Guggenheim Abu Dhabi
  6. Singapore Flyer
  7. On Prospect Park New York
  8. Khan Shatyry Astana
  9. Asia Asia Hotel Dubai
  10. Federation Tower Moskau

http://www.rankaholics.de/w/die+groessten+bauprojekte+der+welt_1027

Fallbeispiel

Kulturzentrum in Santiago de Compostelle / Spanien

1999 entschied sich die galizische Regierung zum Bau einer Stadt der Kultur. Spaniens Ministerin für Bildung, Kultur und Sport, Pilar del Castillo und Manuel Frage Iribarne, Präsident der Xunta de Galicia, haben Pläne für die Kulturstadt von Galizien vorgestellt.

Wettbewerb

In der ersten Runde wurde ein offener Wettbewerb ausgeschrieben, alle Architekten, die wollten konnten daran teilnehmen. Danach hat man aufgrund von Erfahrungen der jeweiligen Büros eine Auswahl getroffen. Es wurden dann elf international bekannte Architekten zum Wettbewerb eingeladen. Manuel Gallego, César Portela, Ricardo Bofill und Juan Navarro Baldeweg (Spanien) Büro Gigon Guyer (Schweiz) Steven Holl (USA) Office for Metropolitan Architecture von Rem Koolhaas (Rotterdam) Daniel Libeskind (Deutschland) Jean Nouvel und Dominique Perrault (Frankreich)


Finanzierung

Finanziert wird das Projekt von der Stiftung der Cidade und der Stadt Galizien und einiger privater Investitoren. Das veranschlagte Budget lag bei 120 Mio. Euro.


Raumprogramm

Das Raumprogramm war ein Theater, eine Bibliothek, ein Archiv, ein Kunstzentrum, ein Mueseum und ein Verwaltungsgebäude. Insgesamt 150.000 m2 Bruttogeschossfläche. Der Bauplatz liegt 3-4 Kilometer außerhalb von Santiago, an der strategisch wichtigen Autobahn, die die Provinz mit ihrer Hauptstadt verbindet.

Den Wettbewerb gewann der weltbekannte Architekt Peter Eisenman (Architektenbüro Eisenman Architects).



Idee

Nach Aussagen des Architekten, Peter Eisenman, wird die Kutlurstadt von Galizien (City of Culture of Galicia, CCG) ein moderner, weltlicher Wallfahrtsort sein, der im Kontrast zu dem mittelalterlichen religiösen Zentrum von Santiago de Compostela stehen und den landschaftlich gestalteten ca. 70 Hektar großen Hügel in einen Zauberberg verwandeln wird. Das geneigte, offene, gewundene Ensemble von Gebäuden und Gehwegen, durchbrochen von einem schluchtartigen Platz, überträgt den historischen Kern von Santiago de Compostela auf die Topografie des Monte Gaias.

Zum einem überträgt Eisenman den Maßstab der Altstadt Santiagos auf den Monte Gaias und legt damit die Größe und die äußeren Bebauungslinien fest. Die Cidade entspricht also in ihrer enormen Ausdehnung dem Stadtkern Santiagos. Für die Organisation innerhalb dieses Baufeldes legt er vier Strukturen übereinander. Zwei flächige Raster bilden die Grundlage: In Nord-Süd- und Ost-West-Richtung organisiert ein striktes 16x20m Raster den Bauplatz, auf dessen Kreuzungspunkten quadratische Stützen die Grundkonstruktion tragen. Die Stützenbreite von 1,2m definiert die Breite der Rasterbänder, die sich mit braunem Granit im Fußboden und als tiefe Einschnitte im Dachrelief abzeichnen. Ein weiteres Raster organisiert die Einbauten, das Innere der Gebäude. Es ist um sieben Grad zum Grundraster verdreht und mit Quadraten von 8 m Seitenlängen kleiner parzelliert. Sichtbar ist der Unterschied vor allem durch die Rundstützen an den Kreuzungspunkten und in der Ausgestaltung des Rasters – die nur 60cm breiten Bänder in Dach und Fußboden. Zwei weitere diesmal räumliche Raster, liegen über der flächigen Quadratur: Die „Flowlines“, die horizontal und in Ost-West-Richtung verlaufend die Topographie nachzeichnen, eine Art Höhenlinienraster für die Gebäude und die „Deformationlines“, in Nord-Süd-Richtung verlaufende Linien, die in die Dreidimensionale projiziert sind und die die Kubatur und Fassade parzellieren wie bei einem zerbrochenen Spiegel.

Datei:Kulturstadt_Galizien_GR.jpg‎

Umsetzung

Es ist ein komplexes Ordnungssystem, das ohne die Berechnung am Computer nicht konsequent zu lösen wäre. Bei allen Verbindungsknoten, Übergängen und Fassadenanschlüssen der Stahlkonstruktion und der Granit-Glas-Haut entscheidet das Konstrukt. Bei jedem fraglichen Detail hat Peter Eisenman selbst entschieden, wie es ausgeführt werden soll. Kompliziert dabei war nicht die Umsetzung einzelner Details, sondern Details zu entwickel, die für alle Gebäude gleichermaßen funktionieren. Die Schwierigkeit lag in der Größe des Projektes.


Realisierung

Die Konstruktion beruht auf 4 Elementen: Große Säulen stützen das Dach Kleine Säulen stützen die Decken Stromlinien bestimmen die Kurven des Gebäudes und zuletzt Verlaufen die Gitternetzlinien über den gesamten Komplex.

Datei:Kulturstadt-galizien-100 Gesamt.jpg


Konstruktion/Statik

Wellenförmige Flächen Zwischen Decke und geschwungenem Dach gibt es Zwischenräume, welche später geschlossen werden. Hier erkennt man wie diese geschwungenen Flächen entstehen. Witz -> man nimmt keine geschwungenen Teile, sondern eine Reihe von Stangen. Jede ist etwas stärker als die vorangehende -> Gitterwerk heit „Innere Verrippung“ -> bildet das Skelett der Decke. Arbeiter vermessen mit Lasern die exakte Position der Rippen am Boden, dann werden diese verschweißt.

Alle Fensterelemente und Rippen sind maßgefertigt. Jede Rippe ist computercodiert und passt nur in ihre vorgesehene Position Es sind senkrchte Träger (Decke) eingebaut und an diese werden die Rippen gehängt und verschweißt. Die Rippen werden mit Platten „Plakas“ verkleidet –> erst dann erkennt man die wellenförmige Form.

  1. Schritt: Platten anbringen (manchmal in 30 m Höhe)
  2. Schritt: Platten werden angepasst = Sägen per Hand
  3. Schritt: Klebeband wird angebracht, um die Kanten zu glätten. Die Ritzen werden abgeklebt und dann verspachtelt -> um 2 Platten miteinander zu verbinden.

Es werden somit 100.000 Platten per Hand miteinander verspachtelt.


Akustik

Diese Zwischenräume und Wölbungen der Wände erzeugen Räume in denen der Schall hin und her reflektiert wird. Somit entsteht großes Problem von Hall. Gerüst: Hallmindernde Panele/Vertäfelungen werden deswegen angebracht. Kleber wird großzügig auf schalldämpfende Platten (per Hand mit Spachtel) aufgetragen. Dann werden die einzelnen Lücken geschlossen -> für Ästethik und Schall.


Museum (eine Art verrückte Sprungschanze)

58° steil, 50 m Hoch Fassade in 2 Richtungen gedreht und hängt heraus -> jeder Träger ist somit ein Einzelstück Jedes Gebäudeteil muss individuell vorgefertigt werden.

Datei:Kulturstadt Galizien Museum.jpg


Baufirma

Die Dachfläche wird mit Beton gegossen bzw. gespritzt. Aufgrund der enormen Steigung wurde vor Ort eine Modellwand hergestellt, um zu testen wie sich der Beton verhält. Es wurden unter 4 Versuchen verschiedene Mischungen entwickelt.

  1. Versuch: Beton Mischung viel zu trocken und der ganze Beton ist wieder hinuntergefallen.
  2. Versuch: flüssigere Mischung. Beton kommt aus dem Laster in eine Mulde, rein in ein Loch, in eine Pumpe die de Beton in einem Rohr hoch zum Lift an die Wand befördert. 2. Mischung hat wieder nicht gehalten.
  3. Versuch: Beim Zementgießer ist die Gummidüse explodiert, weil zu große Steine im Beton waren. Mischung war auch wieder ein Reinfall.
  4. Versuch: Diese Mischung hat am Modell gehalten.

Die vorgefertigte Konstruktion für das 58° steile und 50 m hohe Dach besteht komplett aus Stahl. Wellbleche werden als Unterkonstruktion für den Beton an die Stahl-Konstruktion befestigt. Wenn Wind aufkommt müssen die Arbeiten aus Sicherheitsgründen eingestellt werden.


Schwarzdecker und Bauspengler

Wellblech: Art Schindelsystem 6m lange Wellbelchplatten -> rasierklingen schaft überlappen jeweils die andere mit der Oberkante des Bleches um etwa 50cm. Die Platten werden mit einem großen Tecker befestigt.


Steinbruch

Die gesamte Altstadt von Santiago da Compostella ist mit Steinen gepflastert. Spanien ist berühmt für seinen Stein -> in der Kulturstadt wird der Stein in eine neue Art und Weise verbaut.

Für das Projekt wurde extra ein ganzer Hügel (Steinbruch) aufgekauft. Damit wird das ganze Projekt mit Material versorgt. Die Anforderungen an Farbe, Größe und Qualität sind sehr streng. 1. Schritt: Stein wird aus dem Berg gebrochen (Platte löst sich dadurch ab). 2. Schritt: Steinplatten werden mit Laster abtransportiert. Dann beginnt die manuelle Arbeit. 3. Schritt: Steine werden per Hand geteilt (Steine werden an den Adern entlang aufgemeiselt). Mittelalterliche Steinmetzarbeit trifft auf hochoderne Architektur -> auf Wunsch von Architekten. 10.000 Platten: Jeden Tag hauen die Arbeiter (nur 2 Mitarbeiter) 240-400 Stücke zurecht. Ca. 50x50 cm -> Platten in diese Größe geteilt. Mit Hammer und Meisel und zum Schluss mit dem Brecheisen. 4. Schritt: Platten kommen ins Werk und werden in gewünschte Größen geschnitten. Mit zwei mit Diamantstaub beschichtete Kriessägen sorgen für glatte Kanten. Jede Steinplatte wird einzeln wie ein Bild an die Fassade gehängt.


Steinmetzarbeiten

4-köpfiges Steinmetzteam extra von Polen angereist.

  1. Schritt: in jede Steinplatte werden bis zur Hälfte 4 dicke Löcher gebohrt.

Zum schnellen Transportieren der Steinplatten wurde auf der Baustelle eine Art Förderband aufgebaut.

  1. In die Löcher wird ein extra starker Steinkleber gespritzt.
  2. Dann werden Halterungen in diese Löcher gesteckt und verschraubt.


Bibliothek

Auf dem Dach der Bibliothek werden diese Steinplatten angebracht. Jede Steinplatte hängt in völlig schrägen Winklen an der Außenfassade. Jeden Tag werden 200 Stück am Dach befestigt. Dann müssen die einzelnen Platten angepasst werden, damit sie plan liegen. Darunter befindet sich eine Art Gerüst, auf denen die Platten aufgelegt werden. Mit einem Schraubenschlüssel werden die Platten in die gewünschte Höhe gebracht -> alles manuell.

Auf der Bibliothek liegen 30.000 Stienplatten -> jede einzelne wird händisch nachjustiert. Die Arbeiter müssen also 120.000 Justierungen vornehmen.


Glasfassade Bibliothek

1 Scheibe wiegt 50 kg. Der Preis für eine Scheibe liegt bei 1.500 Euro/Stück. Ein Kran mit einer Vakuumhebe (Saugnäpfen) bringt die Scheiben in die gewünschten Höhen. Alle Scheiben sind Einzelstücke und haben verschiedene Formen und Größen. (trapezförmig, quadratisch, etc.) Jede Scheibe besitzt einen eigenen Code und wird auf der Baustelle mit dem Bauzeichnung abgeglichen.


Schwierigkeiten

Der Ministerpräsident Manuel Frage, welcher das Projekt ins Leben gerufen hatte, wurde in seiner Regierungszeit abgewählt. Dann drang an die Öffentlichkeit, dass das veranschlagte Budget von 120 Mio. Euro bereits weit überschritten wurde. 350 Mio Euro hat der Bau schon verschlungen und zu dieser Zeit war der Bau erst zu einem Drittel fertiggestellt.

Dann wurde ein Baustopp verhängt. Die Nachfolge-Regierung steht nun vor dem Problem das Projekt zu einem glücklichen Ende zu bringen.

Es wurde vom Parlament sogar ein Untersuchungsausschuss in Auftrag gegeben, um die massive Verschwendung öffentlicher Gelder aufzudecken.

Die Finanzkriese in Spanien und die Verdreifachung der Baukosten über eine lange Projektzeit machte die Kulturstadt zum Politikum und zum Desaster für die Öffentlichkeit. Die Verteuerung resultierte aus vielen politischen, wirtschaftlichen und planerischen Fehleinschätzungen.

Bauzeit: 1999 bis jetzt (bereits seit 13 Jahren)


Datei:Kulturstadt Galizien Gesamt.jpg

Datei:Kulturstadt-galizien-100.jpg


Quellen: http://www.dmax.de/video/die-groessten-projekte-der-welt-riesenbaustelle-in-santiago-1/ http://www.dbz.de/artikel/dbz_Mammon_Stein_und_Eisen_Kulturzentrum_in_Santiago_de_Compostella_E_1177816.html http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20010404_OTS0013/neue-kuehn-gestaltete-kulturstadt-nimmt-oberhalb-europas-grossem-mittelalterlichen-wallfahrtsort-form-an http://www.nextroom.at/building.php?id=1287


Aufgabe 05: "BIG DATA"

Als Big Data werden besonders große Datenmengen bezeichnet, die mit Hilfe von Standard-Datenbanken und Daten-Management-Tools nicht oder nur unzureichend verarbeitet werden können. Problematisch sind hierbei vor allem die Erfassung, die Speicherung, die Suche, Verteilung, Analyse und Visualisierung von großen Datenmengen. Das Volumen dieser Datenmengen geht in die Terabytes, Petabytes, Exabytes und Zettabytes. Nach aktuellen Berechnungen verzehnfacht sich die verfügbare Datenmenge circa alle fünf Jahre.

Dieser Trend wird verstärkt durch die zunehmende maschinelle Erzeugung von Daten z. B. über Protokolle von Telekommunikationsverbinden (CDR) und Web-Zugriffen (Weblogs), automatische Erfassungen von RFID-Lesern, Kameras, Mikrofonen und sonstigen Sensoren. Weitere Beispiele für Big Data gibt es in der Finanzindustrie (Finanz-Transaktionen, Börsendaten), dem Energiesektor (Verbrauchsdaten), Gesundheitswesen (Verschreibungen). In der Wissenschaft fallen ebenfalls große Datenmengen an, z. B. in der Geologie, Genetik, Klimaforschung und Kernphysik. Kritik gibt es vor allem daran, dass die Daten oft nur nach quantitativen Aspekten erhoben und ausgewertet werden, statistische Grundprinzipien wie Repräsentativität aber nicht gewahrt werden. Dadurch enthalten die so gewonnen Erkenntnisse oft einen verfälschenden Trend.


Beispiele

Für Unternehmen bietet die Analyse von Big Data die Möglichkeit zur Erlangung von Wettbewerbsvorteilen, Generierung von Einsparungspotentialen und zur Schaffung von neuen Geschäftsfeldern. Beispiele hierfür sind:

  1. zeitnahe Auswertung von Webstatistiken und Anpassung von Online-Werbemaßnahmen
  2. bessere, schnellere Marktforschung
  3. Entdeckung von Unregelmäßigkeiten bei Finanztransaktionen (Fraud-Detection)
  4. Einführung und Optimierung einer intelligenten Energieverbrauchssteuerung (Smart Metering)
  5. Erkennen von Interdependenzen in der medizinischen Behandlung
  6. Realtime-Cross- und Upselling im E-Commerce und stationären Vertrieb
  7. Aufbau flexibler Billingsysteme in der Telekommunikation


Verarbeitung von Big Data

Klassische relationale Datenbanksysteme sowie Statistik und Visualisierungstools sind oft nicht in der Lage, derart große Datenmengen zu verarbeiten. Für Big Data kommt daher eine neue Art von Software zum Einsatz, die massiv parallel auf bis zu hunderten oder tausenden von Prozessoren bzw. Servern arbeitet. Hierbei gibt es folgende Herausforderungen:

  1. Verarbeitung vieler Datensätze
  2. Verarbeitung vieler Spalten innerhalb eines Datensatzes
  3. schneller Import großer Datenmengen
  4. sofortige Abfrage importierter Daten (Realtime-Processing)
  5. kurze Antwortzeiten auch bei komplexen Abfragen
  6. Möglichkeit zur Verarbeitung vieler gleichzeitiger Abfragen (Concurrent Queries)

Die Entwicklung von Software für die Verarbeitung von Big Data befindet sich noch in einer frühen Phase. Prominent ist der MapReduce Ansatz, der in der Open Source Software Hadoop, sowie in einigen kommerziellen Produkten (Aster Data, Greenplum, etc.) zum Einsatz kommt.


Kritik

Kritik gibt es an "Big Data" vor allem dahingehend, dass die Datenerhebung und Auswertung oft nach technischen Aspekten erfolgt, also dass beispielsweise der technisch einfachste Weg gewählt wird, die Daten zu erheben und die Auswertung von den Möglichkeiten diese Daten zu verarbeiten begrenzt wird. Statistische Grundprinzipien wie das einer repräsentativen Stichprobe werden oft vernachlässigt. So kritisierte die Sozialforscherin Danach Boyd:

  • Größere Datenmengen müssten nicht qualitativ bessere Daten sein
  • Nicht alle Daten seien gleich erzeugt
  • "Was" und "Warum" seien zwei unterschiedliche Fragen
  • Bei Interpretationen sei Vorsicht geboten
  • Nur weil es verfügbar ist, sei es nicht ethisch

So ermittelte ein Forscher beispielsweise, dass Nutzer eines sozialen Netzes nicht mehr als 150 Freundschaften pflegen würden - was jedoch lediglich eine technische Begrenzung des Netzwerkes war[1]. Und sicherlich würde nicht jeder alle seine Facebook-Freunde in einem Interview als Freunde benennen - der Begriff eines "Freundes" auf Facebook gibt lediglich eine Kommunikationsbereitschaft an.


Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Big_Data


Anbei noch ein paar interessante Berichte zum Thema Big Data

Twitter lehrt Big Data an der US-Uni Berkeley

An der University of California in Berkeley gibt es dieses Jahr erstmals einen Kurs für Big Data, der sich mit Twitter befasst und an dem auch Mitarbeiter des Sozialen Netzes teilnehmen. Sie stellen den Studenten Quelltext zur Verfügung und erklären, wie große Online-Dienste mit "Big Data"-Methoden ausgewertet werden können. http://www.zdnet.de/news/41562142/twitter-lehrt-big-data-an-der-us-uni-berkeley.htm


Big Data - Die Roboter-Journalisten kommen

„Von Narrative Science“ steht über vielen Artikel auf der Website des bekannten amerikanischen Magazins Forbes. Narrative Science ist kein Journalist, sondern eine Software, die aus strukturierten Daten Artikel über Baseballspiele oder Quartalszahlen produzieren kann. http://www.focus.de/digital/internet/netzoekonomie-blog/big-data-die-roboter-journalisten-kommen_aid_752349.html


Null Problemo mit Big Data

Die Analyse der immer grösser werdenden Datenmengen ist für Unternehmen zu einer echten Herausforderung geworden. Die Website Kaggle macht daraus einen sportlichen Wettbewerb. http://www.tagesanzeiger.ch/digital/internet/Null-Problemo-mit-Big-Data/story/11870939


Lizenzierungsmodelle

Der Lizenzvertrag regelt das Vertragsverhältnis zwischen dem Lizenzgeber und dem Lizenznehmer.

Je nach Ausgestaltung des entsprechenden Lizenzvertrages erhält der Lizenznehmer zum Beispiel das Recht auf Nutzung, Herstellung und Verkauf eines Produktes .

Als Gegenleistung entrichtet der Lizenznehmer eine vertraglich geregelte Lizenzgebühr an den Patentinhaber, deren Höhe frei aushandelbar ist. Möglich ist beispielsweise eine vom Umfang der Nutzung unabhängige Pauschallizenz oder eine Umsatzlizenz, die den Lizenzgeber mit einem bestimmten Prozentsatz an den durch die Erfindung erzielten Umsätzen beteiligt.

Die Motive zum Abschluss eines Lizenzvertrages sind vielfältig. Ein Lizenzvertrag kann z.B. abgeschlossen werden:

  • zur Verwertung einer Erfindung durch einen einzelnen Erfinder, durch Hochschulen und sonstige Forschungseinrichtungen
  • zum Vertrieb der Produkte durch einen Hersteller, der keinen eigenen Vertrieb aufbauen möchte (z.B. im Ausland)
  • zur Beilegung und/oder Vermeidung gerichtlicher Streitigkeiten durch Zahlung von Lizenzgebühren durch einen potentiellen Patentverletzer
  • zum Eingehen einer Technologie-Allianz in Form von Joint-Ventures

Ebenso wie die Motivationslage variiert auch die konkrete Ausgestaltung des Lizenzvertrages. Grundsätzlich wird unterschieden zwischen ausschließlichen und einfachen Lizenzen.

Bei der ausschließlichen Lizenz darf ausschließlich der Lizenznehmer, ggf. sogar nicht einmal mehr der Schutzrechtsinhaber das Schutzrecht benutzen. Bei der einfachen Lizenz hingegen können mehrere Lizenznehmer nebeneinander bestehen. Wichtig ist diese Unterscheidung vor allem im Hinblick darauf, wer im Falle der Patentverletzung das Recht innehält, gegen den Verletzer vorzugehen.

Inhaltlich muss im Lizenzvertrag geregelt werden, was Gegenstand der Lizensierung ist. Hier ist beispielsweise zu definieren,

  • ob nur der Vertrieb eines bestimmten Produktes erfasst sein soll oder
  • ob die Produktion mit einem patentrechtlich abgesicherten Verfahren Bestandteil des Lizenzvertrages sein soll.

Neben der sachlichen Differenzierung ist auch eine territoriale Verteilung der Lizenz erforderlich. Soll der Lizenzvertrag nur für ein Land, für mehrere Länder oder ggf. weltweit gelten? Die Beantwortung dieser Frage hat wiederum Auswirkungen auf die Höhe der vereinbarten Lizenzgebühren.

Daneben sind Regelungen zu Fragen der Unterlizensierung, zur Vertragsdauer, zu Pflichten des Lizenzgebers und zu Pflichten des Lizenznehmers in die Vereinbarung mit aufzunehmen. Insgesamt sollte für entsprechende Vertragsgestaltungen ein Patent- oder Rechtsanwalt hinzugezogen werden.


Generelle Lizenzbereitschaft Gemäß § 23 Abs. 1 PatG kann der Patentinhaber seine generelle Lizenzbereitschaft erklären, mit der jedermann die Benutzung der Erfindung gegen angemessene Vergütung gestattet wird.

Die für das Patent nach Eingang der Erklärung fällig werdenden jährlichen Aufrechterhaltungsgebühren reduzieren sich dadurch auf die Hälfte. Die Erklärung wird im Patentregister eingetragen und im Patentblatt veröffentlicht.

http://www.patentserver.de/Patentserver/Navigation/Patentverwertung/lizenzierung.html

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