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Lucy

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Verfasser Kappacher Marie Theres, Oberholzer Theresa
Betreuer Pittl Sybille
LV HBSE
Thema T-Shelter
Titel Lucy
Semester 15WS
Image Bild:Icon_lucy_mt.jpg


Inhaltsverzeichnis

Warm-Up

Für das Warm-Up galt es, Tages- und Jahresablauf eines Menschen zu analysieren, um einen Eindruck darüber zu bekommen, wie viel Platz ein Mensch benötigt. Zu Beginn haben wir die Tätigkeiten über den Tag hinweg, vom Kind bis zum Erwachsenen, aufgelistet, sowie eine Selbstvermessung durchgeführt, um darauf aufbauend den minimal notwendigen Raum auszuforschen, der benötigt wird, um den gesamten Tag gut durchlaufen zu können.

Analyse_Idee_Konzept

Analyse

Ausgangspunkt stellte ein regulärer ISO-Container dar, der in Notfällen zu bewohnbaren Unterkünften umgebaut werden kann und weltweit zum Einsatz kommen kann. Wir analysierten dessen Vor- und Nachteile - Flexibilität hinsichtlich Ortsgebundenheit und Auf- und Abbaubarkeit, adaptierbarer Grundrissgeometrien und -größen, städtebaulicher Anordnungsmöglichkeiten und Nachhaltigkeit. Hinsichtlich Materialität fiel der Entschluss auf Holz, da dessen Cradle-to-Cradle Kreislauf als wiederverwertbarer Rohstoff, regionale Abbaubarkeit und in Folge dessen ausreichendes Vorkommen überzeugen. Ebenso lässt sich mit dem Material Holz das Wohnen auf Zeit in den neuen Unterkünften sehr angenehm und hochwertig gestalten.

Idee

Die Idee ist es, die Form des ISO-Containers als temporäre Unterkunft abzuwandeln und auf zwei Ebenen zu versetzen, um somit eine bessere räumliche Wohnqualität zu erreichen und eine Baukörpergeometrie zu erhalten, die unterschiedliche, städtebaulich interessante Konzepte ermöglicht und Raum für Begegnung, Interaktion und Kommunikation schafft.

Konzept Einzelmodul

Der vordere Teil des Kubus wird um eine Etage nach oben versetzt und ermöglicht dadurch einen privaten und überdachten Eingangsbereich, der mit Terrasse und Sichtschutz aus Holzlamellen weiter aufgewertet wird. Hierdurch wird der Wohnbereich in eine passive Ruhezone im Obergeschoss und eine aktive Interaktionszone im Erdgeschoss unterteilt. Weiters wird der gesamte Baukörper aufgeständert, um Platz für Installation zu schaffen, und wird somit über drei Stufen erschlossen. Auf diese Weise wird die Z-artige Kubatur von Lucy erreicht und ist in zusätzlich um die Längsachse gespiegelter Variante vorhanden, da dies für das städtebauliche Konzept von Bedeutung ist.

Städtebauliches Konzept

Die Z-artige Form von Lucy ermöglicht es, die einzelnen Module so aneinander zu reihen, dass jedes Modul am Dach des vorderen eine kleine Terrasse besitzt. Weiters entstehen durch das Aufeinandersetzen im Winkel von 90° Innenhöfe und Durchblicke bzw. Durchgänge entlang der Eingangsebenen zu den jeweilig dahinter liegenden Innenhöfen. Im Gesamten entsteht somit ein Cluster aus kleinen Innenhöfen und Wohnmodulen, die in sich wiederum kleine Nachbarschaften bilden.

Ebenso möglich ist eine lineare Anreihung, die womöglich platzsparender ist, jedoch geht bei dieser der Innenhof- und Kommunikationsfaktor verloren, wodurch dieses Konzept eher nachrangig ist.

Referenzen

Folgende Beispiele dienten als Referenzprojekte für den Entwurf von Lucy: Sommerhaus von Judith Benzer Camp Wildalpen von Holzbox

Materialität_Bauweise

Holzbau mit massiver Tragebene aus KLH mit 8cm Stärke und außenseitiger Dämmebene.

Vorentwurf

Projektbeschreibung

Das Lucy Modul ist in zweifacher Ausgabe vorhanden: Typ A und die gespiegelte Version Typ B. Notwendig ist dies für das städtebauliche Konzept.
Lucy teilt sich in zwei Ebenen -die Ruhezone im Obergeschoß und die interaktive Zone im Erdgeschoß. Zusätzlich ist der gesamte Baukörper über sechs Punktfundamente um 30 cm erhöht aufgeständert, um Platz für Installationen zu gewährleisten.
Erschlossen wird Lucy über eine Treppe, die auf eine vorgelagerte und durch das Obergeschoß überdachte Terrasse führt, wovon sich die Eingangstüre ins Rauminnere öffnet. Die Terrasse besitzt an einer Schmalseite zusätzlich ein Holzlamellenelement, das etwas mehr privaten Raum auf der Terrasse entstehen lässt, diese jedoch nicht gänzlich von der Umgebung abschirmt. Die jeweiligen Lucy-Module unterscheiden sich etwas in dieser vorgelagerten Terrassengröße, was die Unterscheidung in Typ A, Typ A' und Typ A" sowie Typ B und Typ B' notwendig macht.
Von der Terrasse aus gelangt man in den aktiven Wohn-, Koch- und Essbereich. Um diesen Raum möglichst frei nutzbar zu machen, ist es möglich, den Esstisch aus der Wand ein- und auszuklappen und die Stühle können bequem in einer Schrankwand, die nachfolgend noch beschrieben wird, verstaut werden. Weiters befindet sich in dieser Ebene eine Nasseinheit mit Dusche und WC. Über ein Milchglas, das sich über der Dusche befindet, fällt zusätzlich weiches Licht ins Badezimmer und schafft eine angenehme Atmosphäre. Über eine Sambatreppe, neben der Eingangstüre gelegen, gelangt man ins Obergeschoß, das als Schlafeinheit dient. Hier können je nach Bedarf entweder vier Einzelbetten oder zwei Einzelbetten und ein Doppelbett untergebracht werden. Die Einzelbetten können zusätzlich aus der Wand ein- und ausgeklappt werden, um den Raum vielseitiger nutzbar zu machen und beispielsweise Kindern Platz sum Spielen zu schaffen.
Als besonderes Wohnmöbel gilt eine Schrankwand, die mit der Sambatreppe in Verbindung steht und im Erdgeschoss als Verstauungsraum dient. Im Obergeschoß bildet es durch öffen- und schließbare Elemente das Haupt-Raumtrennelement. Die Möglichkeit einzelne Regale zu öffnen, ermöglicht mehr oder weniger Transparenz zum unteren Geschoß und reguliert den Lichteinfall durch das schräge Dachfenster in die Schlafeinheit.
Weiters befindet sich auf jeder Dachfläche der Erdgeschoßeinheit eine Terrasse mit Holzrost für das nachfolgende Lucy-Modul des Typs A und B, die über eine Balkontüre im Obergeschoß erschlossen wird.
Insgesamt bietet Lucy vier Personen auf einer Fläche von 20 m² Platz zum Wohnen.

Entwurf

Kurzbeschreibung

Als Behausung für Flüchtlinge thematisiert Lucy 'Wohnen auf Zeit' und legt als Holzbau auf Nachhaltigkeit und hohe Wohnqualität wert. Ausgangspunkt ist ein Rechteckskubus, dessen vorderer Teil um eine Etage nach oben versetzt wird und dadurch einen privaten, überdachten Eingangsbereich ermöglicht, der mit Terrasse und Sichtschutz aus Holzlamellen ausgestattet ist. Durch die sich ergebende Z-artige Kubatur wird der Wohnbereich in eine passive Ruhezone im OG und eine aktive Interaktionszone im EG unterteilt. Da die Thematik 'Wohnen auf kleinstem Raum' behandelt wird, kommen klapp- und schwenkbare Raummöbel zur Anwendung. Hauptmodul zur Raumtrennung der zwei Zonen ist eine modifizierbare Schrankwand, die in Verbindung mit der Sambatreppe steht und als Raumbrennelement sowie als Stauraum dient. Durch öffen-und schließbare Regelelemente kann individuell mehr oder weniger Transparenz von Ruhe- zu interaktiver Zone hergestellt werden und zugleicht der Lichteinfall über das schräge Dachfenster in die Schlafeinheit reguliert werden. Die Z-artige Form ermöglicht weiters eine clusterartige, städtebauliche Anordnung, die Innenhöfe entstehen lässt und dadurch Raum für Begegnung und Interaktion schafft.


Entwurfspläne

Ausführungspläne

Detailpläne

Recherche

Modellfotos

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