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Light in' Motion

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Inhaltsverzeichnis

Ein Konfessionsloser Raum

Ein konfessionsloser Raum für die Olympischen Jugend Winterspiele in Innsbruck. Bei den Olympischen Spielen gibt es einen Raum, einen konfessionslosen Raum, in dem alle Teilnehmer egal welcher Konfession sich einfinden können um gemeinsam zu beten. Der Raum sollte eine diffuse geschlossene (naht/stoßfreie) Haut bilden damit die Grenzen des raumes verschwimmen. Eine Öffnung in der Haut soll bei Sonne zu einer definierten Zeit einen Lichtstrahl durch den Raum dringen lassen, um so doch einen punkt zu definieren, gleichzeitig sollte die überlagerte Tragstruktur durch die Reflexionen in den Vordergrund treten, um die Dynamik des Verlaufs der Sonne zu zeigen. Zwischen diesen extremen des Lichtraum steht der Mensch...........!

Input

James Turell war bei unserer Herangehensweise ein wichtiger Input für die Idee eines Konfessionslosen Raumes. Mit seinen Rauminstallationen überall auf der Welt, versuchte er mit weichen und scharfen Kanten die Öffnung an der Decke so zu verstärken, als würde man die Erde von außen betrachten. Dieses Spiel mit Licht und Schatten, harten und weichen Übergängen, dem Zugang von Räumen von unten und dem Blick nach oben, gab uns die Basis, den Konfessionslosen Raum über Lichtstimmungen zu definieren.


Erste Skizzen

Mit Hilfe von Modellen versuchten wir uns an eine Form heranzuarbeiten, die den Fluss der Unterführung nicht unterbricht, aber trotzdem einlädt. Wir gehen dabei von einer kleineren Vorhalle aus, welche den Blick nach Norden erlaubt, somit auch vom gleichmäßigen, diffusen Nordlicht bestimmt wird. Über eine Verjüngung gelangt man in den Hauptraum der durch die Öffnung einen Sonnenspot ergibt und im Gegenzug über die Konstruktion eine Dynamik erzeugt.

Vorüberlegungen

Mit den Sonnenbahnen die wir über unsere Hülle legten, konnten wir über eine Öffnung einen Sonnenspot an einem bestimmten Tag, zu einer bestimmten Zeit zulassen. Eine Überlegung dabei war auch, je nach Sonnenstand, Strukturen zu verdichten beziehungsweise aufzulösen. Um die Sonneneffekte besser zur Wirkung kommen zu lassen , entschieden wir uns für eine zweischalige Konstruktion, um den Öffnungen eine entsprechende tiefe zu geben.

Bauplatz

Auf der Suche nach einem „Turell´schen" Raum wählten wir die Unterführung am Südring zum Fußballstadion und den Eishallen. Die Zu und Abgänge erfolgen über die Nord – Süd Achse. Dabei taucht man in einen Platz ein, mit einem Durchmesser von 35m, der nach oben hin offen ist. Dieser Platz bot uns die Möglichkeit unseren Raum rein auf das Himmels und Sonnenlicht auszulegen.



Modellfotos

Die Volums Körper in Styropor halfen uns bei der Annäherung, wie sich die Halle in den offenen Unterführungsbereich einbettet. Auch in der Dimensionierung der Höhe, wie viel vom Straßen Niveau sichtbar ist.

Über das Drahtmodell näherten wir uns dem Innenraum, im Wechselspiel einer möglichen Struktur, mit den Grenzen des Raumes an.

Über das Drahtmodell näherten wir uns dem Innenraum, im Wechselspiel einer möglichen Struktur, mit den Grenzen des Raumes an.

Angestrebte Atmosphäre

Dieses Stimmungsbild galt uns als Gestaltungsvorgabe des Innenraumes. Eine homogene Innenhaut mit leicht transparenter Anmutung, nur unterbrochen mit einer Sonnenöffnung für Ein und Weitblick.

Lichtmodel

Mit einem Arbeitsmodell in größerem Maßstab versuchten wir die Abbildungen an der Innenhaut im künstlichen Himmel bei Sonne zu simulieren.

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VS-RK 01.SWF

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VS-RK 02.SWF

Materialwahl

Unsere Materialwahl fiel auf Glasfaserverstärkten Kunststoff (GFK) mit Kohlefaserverstärkten (CFK) Splines.Der GFK gibt unserer Oberfläche mit dem Glasfasergewebe und dem Harz die entsprechende diffusität. Durch die Infusionstechnik wird das flüssige Harz durch Unterdruck in das Geflecht gesaugt. Die Preform wird an der Außenseite mit einer flexiblen Membrane abgedichtet. So können wir eine Homogene Oberfläche erzeugen, ohne Fugen, Stöße oder Nahtstellen. Die CFK – Splines geben durch ihre wesentlich besseren Kennwerte der Fläche die nötige Festigkeit und leitet die Entstehenden Kräfte in die Fundamente. Da der CFK schwarz ist, entsteht durch die Überlagerung, in Kombination mit dem CFK , das Wechselspiel von Licht und Schatten.

Die Materialbilder zeigen, ausgehend vom Produkt splineTEX® , genau die Wirkung und Atmosphäre die wir uns für den Konfessionslosen Raum vorgestellt haben. Die verschiedenen Ebenen an Splines , ergeben eine unterschiedliche Schärfe in der Abbildung auf der GFK-Fläche. Gleichzeitig wird die Sonne, die direkt auf die GFK Fläche trifft über das Glasfasergewebe so aufgestreut, das die Fläche selbst zu leuchten scheint.

Tragwerkskonzept

Unser Konzept beruht auf einem mehrschichtigen Aufbau. Um eine Formbasis zu habe, würden wir ein Pneu verwenden. Dies wäre die Ausgangsfläche für unsere erste GFK Ebene mit CFK Splines, welche im Boden verankert werden und nach Aushärtung eine steife Innenhaut bildet. Darüber sollten 3 Ebenen CFK Splines, jede Ebene um 72 Grad verschoben, gelegt werden um die Kräfte entsprechend in die Fundamente abzuleiten. Die Knotenpunkte sind Biegesteif verbunden. Die äußere Ebene ist wieder eine GFK Fläche, die die Außenhaut der Konstruktion bildet


Referenzobjekte

Unsere ausgewählten Referenzobjekte halfen uns dabei, die Anforderungen an unser Material zu stellen. Unsere Ansätze der Transparenz und der Sichtbarkeit der Konstruktion konnte man gut ablesen, aber die Entwurfsanforderungen der Flächen konnten wir weder mit einer Pneu noch mit einer Membranen Konstruktion erfüllen.

Entwurf

Ansichten

Schnitte

Detail

Renderings


LINKS / Quellen

splineTEX®

superTEX

T-IGEL®

Edition Detail Atlas Kunststoffe + Membranen

Attribute


Stecher Viktor, Koprivnik Robert | Budig Michael | HBM | Light in' Mototion | | 10WS Datei:VS-RK(113).jpg


Fakten zu Light in' MotionRDF-Feed
BetreuerBudig Michael  +
ImageVS-RK(113).jpg  +
LVHBM  +
Semester10WS  +
TitelLight in' Mototion  +
VerfasserStecher Viktor  + und Koprivnik Robert  +
Persönliche Werkzeuge