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Light Transmission

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Verfasser Ganglmayr Georg, Rasp Fabian
Betreuer Felder Michael
LV HBSE
Thema Behausung in der Natur
Titel Light Transmission
Semester 14WS
Image Bild:HBSE_15SS_GanglmayrRasp020.jpg

14/15 hochbau SE Felder

HBSE BB Ganglmayr/Rasp

Inhaltsverzeichnis

Light Transmission

Das in der Sillschlucht gelegene Projekt wurde aus den am Standort vorherrschenden Besonderheiten heraus entwickelt. Primäre Ziele sind das Spiel mit von der Sill reflektiertem Licht, Blicklenkung in Sillschluchtrichtung - hin zur Natur, weg von Wanderpfaden - sowie die Abschottung gegenüber anderer Menschen. So soll die Aufmerksamkeit der Person im Inneren auf die sie umgebende Natur gelenkt werden. Es entsteht ein ruhiger Rückzugsort zur Entspannung sowie Gedankenanregung für kreative Tätigkeiten, Meditation, etc. Das kantige Äußere sowie die spezielle Montage am Fels spiegeln die Extremen des Standorts wider.


Lage

Der Standort befindet sich in der Sillschlucht in innsbruck, im Bereich südlich der Bergisel Sprungschanze.

Analyse des Standorts

Der Standort wurde an einem Felsen, welcher in die Sillschlucht hineinragt gewählt. Der markante Fels liegt direkt am Fluss und wird südseitig von diesem umspült. Vom Felsen aus verläuft die Schlucht nach Osten sowie Westen weiter und bietet interessante Ausblicke. Südlich des Felsens Verläuft der Haupterschließungsweg der Sillschlucht. Die weit ausgedehnten Uferzonen im Bereich des Felsens fungieren als Pufferzonen, sodass eine Wasserstandserhöhung im Felsbereich bei in Hochwasserfällen verringert wird.

Skizzen des Standorts


Fotos des Standorts

Entwurf

Die Analyse des Standorts sowie die vorgegebenen Rahmenbedingungen des Projekts bildeten die entwurfsbildenden Faktoren. Um die in die Schlucht ragende Lage des Felsens zu unterstreichen, wurde das Konstrukt vom Felsen abstehend montiert geplant. Die grundlegende, kantige Form sowie Materialwahl unterstreichen die rauhen Bedingungen am Felsen/ in der Schlucht. Um einen Rückzugsort zu schaffen, der zur Entspannung und Konzentration dient, wurde versucht Einblicke in das Gebäudeinnere durch vorbeigehende Menschen zu vermeiden. Der Südbereich wurde geschlossen und als kleine Fläche ausgebildet. Die Fensterflächen befinden sich an der Ost- und Westseite des Projekts um den Blick entlang der Sill zu lenken. Dieser Faktor wird von Lamellen in den oberen Fensterflächen unterstrichen: Blicke von Wandereren vom südlich gelegenen Weg werden vermieden und der Blick des Raumnutzenden in die Natur gelenkt. Die beiden unteren Fensterflächen wurden nach unten hin schräg zulaufend geplant um möglichst viel von der Sill reflektiertes Licht ins Innere zu leiten. Die Raumflächen oberhalb der großflächigen Verglasung sind mit Spiegelmosaik überzogen und so geneigt, dass möglichst viel des von der Sill reflektierten Lichts aufgenommen und im Gebäudeinneren gestreut werden kann. Das so entstehende interessante Lichtspiel bringt einen sich ständig ändernden, direkten Einfluss der umgebenden Natur auf den Nutzer mit sich. Die Person im Inneren soll sich des besonderen Platzes durch diese Faktoren verstärkt bewusst werden.

Ansichten

Schnitte

Statisches Konzept

Zusammgeschweißte Stahlrohre bilden die tragende Stahlrahmenstruktur des Gebäudes. Die oberen Stahlseile tragen die Gesamtlast der Konstruktion, während Die Stahlkonstruktion zwischen Gebäudehülle und Fels hauptsächlich als Abstandshalter fungiert. Die Stahlseile sind über am Stahlrahmen angeschweißte Stahlplatten mit dem Gebäude verbunden. von Außen sind die Stahlplatten nicht sichtbar, optisch läuft das Stahlseil in eine Fuge der Cortenstahlhülle. Der Stahlrahmen zwischen Fels und Gebäude wird hauptsächlich auf Druck belastet. Die seitliche Ausspreizung dieses Stahlrahmenbereichs wirkt einem seitlichen Verdrehen des Gebäudes durch Windlasten entgegen. Die unteren Stahlseile wurden eingeplant um ein Anheben des Gebäudes nach Oben, durch Windlkräfte, zu verhindern. Der Rahmen wird vorgefertigt und bereits fertig verschweißt zum Standort transportiert wo er mithilfe von Kopfplatten an im Fels befestigte Stahlanker montiert wird. Betrachtet man den Wandaufbau, befindet sich der Stahlrahmen im Mineralwollegedämmten wandbereich. Angeschweißte Stahllaschen entlang des Rahmens erlauben die Montage


Modellfotos

Formgrundlage

Erste Version

Finale Version


Materialien

Wandaufbau

Außen nach Innen:

  • 0,3cm Cor-Ten Fassadentafeln, vorgerostet, nicht phosphorlegiert, geschweißt bzw. geschraubt
  • 5,0cm Unterkonstruktion/ Hinterlüftung: gekantetes Alublech, 2mm, in KVH dicht verschraubt, Cor-Ten Fassadentafeln von außen aufgeklebt
  • Unterdachbahn: (zB. Bauder TOP Difubit NSK) Diffusionsoffene Bitumen-Unterdachbahn, nahtselbstklebend, 2-Lagig
  • 1,6cm DWD-Platte: (zB AGEPAN DWD POTECT, diffusionsoffene Holzfaserplatte mit stumpfen Kanten, winddicht, wasserableitend, aussteifende und mittragende Beplankung
  • 6,0cm KVH-Steher (6x6cm) dazwischen Mineralwolldämmung (zb. ISOVER Fassadendämmplatte leicht)
  • Dampfbremse: nahtselbstklebende, luftdichte und dampfbremsende Schicht
  • 1,6cm OSB-Platte: geschliffen, weiß lasiert (Vgl. Referenz), unsichtbar verschraubt


Innen

Die Innenbeplankung des Gebäudes besteht größtenteils aus den wandbildenden OSB-Platten (18mm, geschliffen, weiß lasiert, unsichtbar verschraubt). Außnahmen bilden die beiden Spiegelflächen, bei denen die wandbildenden OSB-Platten direkt mit Spiegelmosaiksteinen beklebt sind. Die weiß lasierten OSB-Platten sollen den Raum heller und freundlicher wirken lassen, die sichtbare OSB-Struktur unterstützt das Lichtspiel der Mosaikflächen optisch.



Außen

Für den Außenbereich wurde Cortenstahl gewählt. Diese Material verändert sich optisch im Laufe der Zeit und zeigt dadurch den direkten Einfluss der Natur auf das Gebäude. Der organische Farbton des Cortenstahls integriert das Gebäude in den Standort, ohne, dass es optisch in diesem untergeht.

OSB weiß lasiert



Zwischenpräsentation

Datei:Praesentation Rasp Ganglmayr MQ.pdf



Endabgabe


Modelle






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BetreuerFelder Michael  +
ImageHBSE 15SS GanglmayrRasp020.jpg  +
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