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Julia Kofler Phänomen und Paradigma Seite

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Inhaltsverzeichnis

Aufgabe 01: PHÄNOMEN? PARADIGMA? DIGITAL?

Phänomen

Phä•no•men das [fɛnoˈme:n] <Phänomens, Phänomene> (geh.)

1. Erscheinung, die man sinnlich wahrnehmen kann ein gesellschaftliches/physikalisches Phänomen genauer untersuchen

2. ungewöhnliches Vorkommnis ein bemerkenswertes Phänomen

3. außergewöhnlicher Mensch Sie ist in ihrem Fachgebiet ein Phänomen.

Phä•no•men [f-] das; -s, -e; geschr

4. etwas, das irgendwo (z. B. in der Natur) vorkommt und von Menschen beobachtet wird ≈ Erscheinung <ein physikalisches, psychologisches, gesellschaftliches Phänomen; ein Phänomen beobachten, beschreiben, untersuchen, erklären>: das Phänomen der Gravitation || -K: Naturphänomen

5. etwas, das sehr selten ist und das man nicht versteht ≈ Rätsel (3) <ein merkwürdiges, ungewöhnliches Phänomen; etwas ist für jemanden ein Phänomen>: Es ist ein Phänomen für mich, wie jemand so hoch springen kann

6. jemand, der auf einem Gebiet viel besser als alle anderen ist ≈ Koryphäe, Ass

Quelle: http://de.thefreedictionary.com/Ph%C3%A4nomen

Paradigma

1. Definition Paradigmen sind Lehrsätze, Hypothesenbündel oder theoretische Konzepte. Sie werden von bestimmten Wissenschaftsrichtlinien oder Forschergruppen für gültig gehalten. Das Paradigma gewinnt an Bedeutung, da oftmals Untersuchungsansätze sowie methodische Gestaltungen von ihm bestimmt werden, folglich führt dies zu sich selbst erfüllende Vorhersagen. Kommen vom Paradigma widersprüchliche Ergebnisse, wird es nicht aufgegeben. Stattdessen wird für Erklärungen für die Widersprüchlichkeit gesucht, damit diese nicht mehr existieren. Objektive Forschung wird, da sie sich oftmals durch Theorien festsetzt, durch Paradigmen erschwert (vgl. Kuhn, 1979, Seite 160 -161).

2. Definition „Ein Paradigma ist ein symbolisches Modell oder Diagramm, das es uns erleichtert, die wesentlichen Merkmale eines Prozesses zu verstehen“ (Wulf, 1995, Seite 266).

3. Definition Als Paradigma versteht man den begrifflichen Rahmen, in dem ein Wissenschaftler arbeitet. Paradigmen teilen auch mit, welche Begriffe verwendet werden dürfen und welche nicht, um diese in der Folge interpretieren oder sammeln zu können. Ein Paradigma kann auch durch den Begriff „Betrachtungsweise“ ersetzt werden. Viele Autoren sprechen anstatt von Paradigmen von Modellen, andere von Theorien als Rahmenkonzepte für die Forschung (vgl. Michel & Novak, 1991, Seite 286).

4. Definition Der Begriff Paradigma stammt aus dem Griechischen, in der Mehrzahl spricht man von Paradigmen. Eingeführt wurde der Begriff von T. S. Kuhn, der die in einer Gruppe beispielsweise von Wissenschaftlern geltenden Grundannahmen als Paradigmen bezeichnet. Paradigmen festigen sich durch die gemeinsame Erarbeitung von Problemen und Überlieferungen von Problemstellungen und Lösungswegen (vgl. Lexikon-Institut Bertelsmann, 1995, Seite 347).

5. Definition Nach der Philosophie und Wissenschaftstheorie von Platon sind Paradigmen als Vorbilder zu verstehen von sinnlich Wahrnehmbaren. Sie sind als ewig, unveränderlich und ermöglichend zu sehen. Laut Ludwig Wittgenstein sind Paradigmen als Muster oder Standards zu verstehen, nach denen Erfahrungen verglichen und betrachtet werden (vgl. Brockhaus, 1998, Seite 554).

Quelle: http://lexikon.stangl.eu/1850/paradigma/

Digital

a. Das Wort digital kommt aus dem Lateinischen und ist abgeleitet von digitus, was Finger bedeutet. In der Technik handelt es sich um die diskreten Ziffern, die keine zeitkontinuierlichen Veränderungen haben, wie analoge Werte. Zeitdiskret bedeutet in diesem Zusammenhang, dass der Digitalwert für eine bestimmbare Zeit einen festen Wert repräsentiert. Die digitalen Ziffern können in allen Zahlensystemen dargestellt werden: im Dezimalsystem ebenso wie im Oktal- oder Dualsystem.

b. Nach DIN 44300 ist digital eine Darstellungsart von Daten mit den Ziffern eines Zahlensystems, bei der die einzelnen Zeichen voneinander abgrenzbar sind.

c. In der Computertechnik werden die diskreten digitalen Zustände von Logikenmiteinander verknüpft. Mit diesen Verknüpfungen können mathematischeOperationen nachgebildet werden.

Quelle: http://www.itwissen.info/definition/lexikon/Digital-digital.html

Aufgabe 02: EIGENE PHÄNOMENE & EIN PARADIGMA

Phänomene

Schaut man in den Sternenhimmel, sieht man nicht das aktuelle Sternenbild. Schaut man in den Sternenhimmel, sieht man nicht das aktuelle Sternenbild. Womöglich sind die Sterne die wir momentan sehen schon seit Millionen von Jahren erloschen. Aber woher weiß man nun ob ein Stern bereits erloschen ist oder nicht? Wenn man es streng nimmt, dann weiß man es letztlich wirklich nicht. Die einzige Möglichkeit, wie Sterne uns sozusagen “mitteilen” können, dass sie nicht mehr existieren, ist, dass sie aufhören zu leuchten . Wenn wir uns vorstellen, ein Stern ist 1000 Lichtjahre weg, und ist gestern erloschen, dann würden wir das auf der Erde theoretisch erst in 1000 Jahren erfahren. Es gibt aber ein paar Möglichkeiten, um die Wahrscheinlichkeit abschätzen. Zum Beispiel dürften die allermeisten Sterne, die wir in der näheren Umgebung sehen – damit meine ich jetzt unsere Milchstraße – auch jetzt im Moment noch existieren. Warum: Die Milchstraße hat einen Durchmesser von 100.000 Lichtjahren. Wir blicken also bei der Milchstraße höchstens 100.000 Jahre in die Vergangenheit. Das klingt viel, ist aber nur ein Bruchteil der Zeit, die diese Sterne überhaupt existieren. Denn die meisten von ihnen gibt es seit Milliarden von Jahren. Das ist zehntausendmal so lang wie das Licht von ihnen zu uns braucht. Das heißt, die Wahrscheinlichkeit, dass der Stern ausgerechnet in dieser relativ kurzen Zeit erloschen ist, in der sein Licht zu uns unterwegs war, ist statistisch gesehen relativ klein.


Ich denk an eine bestimmte Person und am selben Moment ruft sie mich an. Intuition oder Einbildung? In der Psychologie des Carl Gustav Jung ist die Intuition eine von vier psychologischen Grundfunktionen, die eine Wahrnehmung zukünftiger Entwicklungen mit all ihren Optionen und Potenzialen ermöglicht. Sie wird meist als instinktives Erfassen oder als gefühlsmäßige Ahnung wahrgenommen. Die konkrete Intuition vermittelt Wahrnehmungen, welche die Tatsächlichkeit der Dinge betreffen, die abstrakte Intuition vermittelt dagegen die Wahrnehmung ideeller Zusammenhänge. Beim intuitiven Charakter-Typus nach Jung kommt es häufig zu einer Verschmelzung mit dem kollektiven Unbewussten.


Immer wieder beobachte ich an den Kassen, dass sich die Menschen von den Angeboten vor der Kasse locken lassen. Obwohl sie dieses Lebensmittel sicher nicht einkaufen wollten, ließen sie sich davon verleiten. Jeder von uns ist sich bewusst, wieso und wo bestimmte Lebensmittel in Geschäften angeordnet sind und trotzdem wehren wir uns nicht mit unserem Verstand. Zeigt sich hier schon ein bestimmtes Suchtverhalten eines jeden einzelnen Menschen auf? Die Ursache des Suchtverhaltens wird der Gesellschaft zugeschrieben. Werbung will uns weiß machen, dass nur wer viel konsumiert auch glücklich und zufrieden sein wird. Oder handelt es sich dabei doch einfach nur um Bequemlichkeit….


Das Polarlicht ist für mich eine besonderes Schauspiel. Leider kenne ich es nur aus Filmen und Fotos. Polarlichter entstehen, wenn elektrisch geladene Teilchen der Magnetosphäre, hauptsächlich Elektronen, aber auch Protonen (Sonnenwind) und einige schwere Ionen(Sauerstoff und Stickstoff), auf die oberen Schichten der Erdatmosphäre treffen und dort die Luftmoleküle zum Leuchten anregen. Polarlichter kommen sowohl in nördlichen Breiten vor (Nordlichter, auch Aurora borealis) als auch auf der Südhalbkugel (Südlichter, auch Aurora australis). Auch auf anderen Planeten des Sonnensystems werden diese Erscheinungen beobachtet. Voraussetzung hierfür ist, dass der Planet ein eigenes Magnetfeld und eine Atmosphäre besitzt Polarlichter können verschiedene Farben haben. Grünes Licht entsteht durch Sauerstoffatome, die in gut 100 km Höhe angeregt werden, rotes Licht von Sauerstoffatomen in etwa 200 km Höhe. Angeregte Stickstoffatome senden violettes bis blaues Licht aus. Zur Anregung von Stickstoffatomen sind jedoch sehr hohe Energien notwendig und so lassen sich diese Farben nur bei starken Sonnenwinden beobachten. Da der Sonnenwind außerhalb der Polarregionen nur selten tief in die Atmosphäre eindringen kann, sind Polarlichter in der gemäßigten Zone, also auch in Europa, meistens rot.


Bauernregeln sind meist in Reimform gefasste alte Volkssprüche über das Wetter und die Folgen für die Landwirtschaft.Bauernregeln sind aus Beobachtung nacheinander folgender Umstände entstanden und wurden über Generationen weitergegeben. Eine Bauernregel versucht, aus bestimmten Wetterlagen Vorhersagen und Rückschlüsse auf später kommende Ereignisse zu treffen. Die meisten befassen sich mit der mittelfristigen Wettervorhersage, zum Beispiel ausgehend vom Wetter oder anderen natürlichen Ereignissen an bestimmten Lostagen eines Monats oder dem Wetter eines ganzen Monats. Auch der Bezug auf Wetterboten ist weit verbreitet. Früher war die vorherrschende Lehrmeinung, dass Bauernregeln nur selten richtig liegen. Als man aber Ende des 20. Jahrhunderts begann, sie statistisch zu überprüfen und dabei auf das Entstehungsgebiet der jeweiligen Regel achtete, stellte man fest, dass Bauernregeln als Erfahrungswerte relativ häufig zutreffen. Beispiele: April, april,der macht das, was er will.Abendrot, Schönwetterbot' - Morgenrot, schlecht Wetter droht.

Paradigma

Heißes Wasser braucht länger zum Gefrieren als kaltes Wasser. Ich hätte nie an dieser Theorie gezweifelt und als mich jemand vom Gegenteil überzeugen wollte, ließ ich mich nicht wirklich auf ein Gespräch ein. Aber ich wurde trotzdem des besseren belehrt. Der Mpemba-Effekt bezeichnet das paradoxe Phänomen, bei dem heißes Wasser unter bestimmten Bedingungen schneller gefriert als kaltes Wasser. Benannt wurde der Effekt nach seinem „Wiederentdecker“ (1963), dem tansanischen Schüler Erasto B. Mpemba. Kühlt man gleiche Ausgangsmengen warmen und kalten Wassers in gleichen Gefäßen unter demselben Druck und denselben Umgebungsbedingungen unter eine Temperatur ab, die dem Gefrierpunkt von Wasser bei diesem Druck entspricht (0 °C bzw. 273,15 K bei einem Druck von 101,325 kPa), so kann man in einem bestimmten Bereich von Abkühlungsgeschwindigkeiten beobachten, dass das zu Versuchsbeginn wärmere Wasser zu einem früheren Zeitpunkt gefriert (kristallisiert) als das ursprünglich kühlere Wasser.

Aufgabe 03: GLOBAL PLAYER

siehe Link:

Datei:Global Player juliak2.pdf

Aufgabe 04: SOCIO-ECONOMICS & PSYCHOLOGY: Buchklub mit Diskussion

Ethik-Ranking durch die Konsumenten

Grundsätzlich finde ich die Idee einer solchen Rating Agentur sehr interessant. Es ist tatsächlich so, dass die Politik in diesem Fall nicht viel unternimmt, da sie genau diese Unternehmen als Rückgrat benötigt. Somit werden wir Bürger aufgerufen eine Änderung im System zu bringen und unser Konsumverhalten zu überdenken. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass bei ausreichender Information über die Produktion diverser Lebensmittel die Menschen durchaus ihr Einkaufsverhalten beeinflusst werden kann. In den USA wurde bereits ein Projekt gestartet, indem die Bürger aufgerufen wurden, nur Produkte aus dem eigenen Land zu kaufen. Einerseits um frische Ware zu garantieren, Transportkosten nieder zuhalten und anderseits um die interne Wirtschaft anzukurbeln. Auch auf diversen sozialen Netzwerken oder per Rundmail werden heutzutage solche Projekte und Informationen von verschiedenen Unternehmen, welche nicht nach ethischen Prinzipien arbeiten, verbreitet. Diese Informationen sollten dann nicht nur über solche Rundmails verbreitet, sondern auch vom System übernommen werden. Jene Logos die über die Herkunft und der Haltung der Tiere Informationen freigeben, sollten standardmäßig auf jeder Verpackung angeführt werden und für jeden Bürger einfach und leicht verständlich sein.


Ferraris für alle

Ben Ami spricht in seinem Artikel über die „aktuelle Wachstumsproblematik“. Skeptiker sehen ein großes Problem darin, dass die Menschheit sich nie zufrieden geben und immer nach Neuem streben wird. Anstatt an Entwicklung und Fortschritt zu glauben, und an eigenen Bedürfnissen festzuhalten, wird man ermahnt nicht zu weit zu gehen. Ein gewisses Streben nach mehr Wissen und Wohlstand hat uns zu dem gebracht wo wir heute sind. Es liegt in der Natur des Menschen sich ständig weiterzubilden und die Möglichkeiten die man erhält auch völlig auszunutzen. Würden wir diesen Drang unterdrücken, so würden wir heute noch wie die Affen leben. Die momentane wirtschaftliche Lage ist nicht nur auf den einzelnen Bürger zurückzuführen, sondern auf das gesamte System. Der Staat biete der Bevölkerungen halbe Zinssätze und andere Angebote an und der einzelne Bürger schlägt natürlich zu, ohne sich dafür zu interessieren, welcher Grund hinter solchen Angeboten steckt. Es ist aber immer noch die Aufgabe des Staates Volk und Wirtschaft nicht in den Abgrund zu stürzen. Interessant sehe ich die Ansicht der Wachstumskritiker, die belegen, dass in reichen Ländern wachsender Wohlstand die Bevölkerung im Laufe der Zeit nicht glücklicher gemacht habe. Es benötige eine größere Menge an Ressource ein vorerst wohlhabendes Land aus diversen Problemen wie Überalterung oder Klimawandel zu holen. Ben Ami ist jedoch der Ansicht, dass wenn es nicht schon immer diesen Unterschied zwischen Armutsländern und wohlhabenderen Länder gegeben hätte, wären wir heute nicht dort wo wir sind. Meiner Meinung nach liegt aber genau hier das Problem, dass die schwächeren Länder hinten liegen gelassen werden und der Spalt zwischen arm und reich sich immer weiter auseinander bewegt. „Wachstum ist aber auch die Voraussetzung dafür, unsere Umwelt so um zu gestalten, dass sie den Bedürfnissen der Menschheit besser dient“ Ich glaube Ben-Ami will damit sagen, dass man nur mit dem Fortschritt unsere Umwelt positiv verändern oder gestalten kann, indem man veraltete Systeme, Grundsätze und Ansichten überarbeitet und optimiert.

Der Artikel von Ben Ami ist sicherlich kritisch zu betrachten, da er es ziemlich überspitzt dargestellt hat. Meiner Meinung nach will er einfach nur sagen, dass man den Menschen ihre Illusionen einer besseren Zukunft nicht nehmen darf und man von Oben herab beginnen muss, den Menschen einen richtige Weg vorzugeben. Natürlich muss man unterscheiden in welchem Gebiet man von positiven Fortschritt spricht.


Das Ende der Arbeit

Was viele bei der Diskussion um die Wirtschaftskrise vergessen: Unser gegenwärtiges System kann schon deshalb nicht länger funktionieren, weil uns ganz einfach die Arbeit ausgeht. Endlich wird die Arbeit knapp! Denn mit der technischen Entwicklung und der Steigerung der Arbeitsproduktivität haben sich die Voraussetzungen für Arbeit fundamental verändert. In einem Interview mit der Stuttgarter-Zeitung brachte US-Ökonom Jeremy Rifkin die Entwicklung jüngst auf den Punkt: "Wir sind mitten in einer Umwälzung, die die industrielle Revolution noch übertrifft. Durch die ersten Mechanisierungsschübe verloren Millionen von Menschen ihre Jobs und wanderten vom Land in die Städte, um dort mit den Maschinen zusammen zu arbeiten. Aber die Computer und Informationstechnik von heute machen immer mehr Menschen ganz überflüssig. [...] Wir vollziehen gerade einen Wandel hin zu einem Markt, der zum allergrößten Teil ohne menschliche Arbeitskraft funktioniert. Bis 2010 werden nur noch zwölf Prozent der arbeitenden Bevölkerung in Fabriken gebraucht. Bis 2020 werden es weltweit nur noch zwei Prozent sein." Sein Fazit: "Langfristig wird die Arbeit verschwinden." Das sollte eigentlich eine gute Nachricht sein. Schon jetzt müssten wir nach verschiedenen Berechnungen nur noch 3-6 Stunden arbeiten, um das gleiche Wohlstands-Niveau zu halten, wie vor 10 Jahren - wenn es bei Arbeit überhaupt darum ginge, die Sachen herzustellen, die alle Menschen brauchen, um ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Auch die Befürworter des Bürgergeldes verweisen immer wieder auf die Tatsache, dass es völlig absurd ist, ein System zu erhalten in dem Arbeitslosigkeit ein Problem darstellt, während es gleichzeitig Arbeitslosigkeit produziert: "In Zeiten produktivitätssteigernder Rationalisierungen stellen Aufrufe zur Vollbeschäftigung nichts als einen Ausdruck von Realitätsverlust dar. Um "Vollbeschäftigung" herzustellen müsste man die Wirtschaft an der Modernisierung hindern, massiv Löhne senken oder künstlich steuerfinanzierte "Arbeit" schaffen." schreibt die Bundesagentur für Einkommen in ihrem Aufruf zum 1. Mai.

Die Lüge erhalten Die Regierung tut dennoch alles erdenkliche, um die Illusion aufrecht zu erhalten - noch immer ist die Reduzierung der Arbeitslosigkeit Thema Nummer eins in den Wahlkämpfen und für die Herkunft der Arbeitslosigkeit bekommen wir immer wieder dieselben Lügen aufgetischt:

1. Arbeitslosigkeit entsteht, weil die bösen Unternehmer Stellen ins Ausland verlagern Die Wahrheit: Die Zahl der Jobs die in Deutschland verschwinden, weil sie zum Beispiel nach Osteuropa oder China verlagert wird, ist verschwindend gering. Sie macht gerade mal ein Prozent der abgebauten Stellen aus. Der wirkliche Jobkiller ist der technologische Fortschritt.

2. Arbeitslosigkeit entsteht, weil die Leute für die bestehenden Jobs nicht richtig ausgebildet sind.Die Wahrheit: Selbst wenn alle Arbeitslosen in Deutschland Professor Dr. Dr. Ing. wären, hätten sie immer noch keinen Job.

3. Wir haben zu wenig Jobs, weil die Sozialabgaben zu teuer sind. Die Wahrheit: Die Vergleiche zu den USA, mit denen hier immer wieder argumentiert wird, greifen kaum, wenn man sich die Auswirkungen eines abgespeckten Sozialsystems genauer anschaut: Allein 2 Millionen Menschen sitzen in den USA zum Beispiel in Gefängnissen. Die Lüge muss aber aufrecht erhalten werden, weil nur durch das gegenwärtige System eine Umverteilung des Reichtums von unten nach oben möglich ist. Nur in der bestehenden Logik können Menschen gezwungen werden, menschenunwürdige oder moralisch bedenkliche Arbeit anzunehmen.

Die Zeit nach der Arbeit Es wird Zeit zu erkennen, das Lohnarbeit nicht mehr notwendig ist, sondern nur Relikt eines gescheiterten Systems ist, dass soziale Ungerechtigkeit immer aufs Neue manifestiert. Und es gilt nun, Utopien zu wagen für eine Zeit nach der Arbeit. Das sieht auch Jeremy Rifkin ähnlich: "Ich sehe zwei Alternativen für unsere Zukunft. Die eine ist eine Welt mit Massenarmut und Chaos. Die andere ist eine Gesellschaft, in der sich die von der Arbeit befreiten Menschen individuell entfalten können. Das Ende der Arbeit kann für die Menschheit einen großen Sprung nach vorn bedeuten. Wir müssen ihn aber auch wagen." Wie das Aussehen könnte, wird zur Zeit an vielen Stellen diskutiert: Bürgergeld/Bedingungsloses Grundeinkommen, Währungen auf Zeitbasis, massiver steuerfinanzierter Ausbau des Non-Profit Sektors, Ressourcenbasierte Ökonomie ... Vorschläge gibt es genug. Sie alle werden aber nur dann funktionieren, wenn sich gleichzeitig auch das Bewusstsein der Menschen ändert: Wenn nicht mehr gearbeitet wird, um eine Minderheit reich zu machen, sondern ein erfülltes Leben in Wohlstand für alle zu ermöglichen. Dazu muss zunächst der mit der Lohnarbeit zusammenhängende, fast religiöse Wahn beendet werden, zu dem wir alle konditioniert wurden. Wenigstens im Kopf sollten wir jetzt frei werden, denn: Eine mögliche Welt ist anders!

http://www.sein.de/gesellschaft/neue-wirtschaft/2009/das-ende-der-arbeit.html


Aufgabe 05: Experience vs. (really!) BIG DATA

„Wer Angst hat, dass ihm Ideen geklaut werden, der hat nicht genug“

Mir gefällt die Idee einer Open science von Christian Spannagel. Es könnten viel schneller Lösungen oder neue Gedankengänge gefunden werden. Überhaupt über das Internet könnte man so mit anderen Wissenschaftlern rund um den Globus kommunizieren und Wissen austauschen. Um seinen Namen als Wissenschaftler nicht zu schädigen könnte man solche open science auch anonym durchführen. Junge Forscher könnten so von reiferen bzw. erfahrenen Wissenschaftlern viel effektiver lernen als in manch anderen Vorlesungsreihen. Theorie ok, Praxis besser. Die jüngere Generation könnte so den Gedankenprozess großer Wissenschaftler verfolgen und eigene Ideen einbringen. Wenn dies dann noch so handgehabt wird, dass es auch für einen Laien verständlich, würden sich auch sicher mehr Menschen dafür interessieren. Nur durch einen solchen Austausch an Information, Ideen und Gedankengänge können in viele Bereichen Lösungen gefunden werden. Für solche open science Wissenschaften könnte man ein online „Spenden Konto“ einrichten, wie es bereits mehrere online Software Entwickler haben.


Worauf ist noch Verlass?

In normalen Alltagssituationen handelt man meiner Meinung nach schon aus Erfahrungen heraus. Wird man jedoch dazu aufgefordert kompliziertere Aufgaben zu lösen, verschwindet das Vertrauen an seine eigenen Erfahrungen und man sucht sich andere Hilfsmittel. Ärzte müssen schnell diagnostizieren und handeln, aus Erfahrung heraus. Dazu benötigt man jedoch ein gewisses Alter um solche Erfahrungen gesammelt zu haben. Frischfleisch muss sich daher noch auf Statistiken verlassen, da sie noch keine bzw. unzureichend Erfahrungen gemacht haben. Natürlich lässt man sich heutzutage schnell von wissenschaftlichen Arbeiten beeinflussen und beeindrucken, denn man vertraut auf die Erfahrung der „Gebildeten“. Dieser ganze Prozess steht im direkten Zusammenhang mit dem Fortschritt und Technologie unseres Zeitalters. Menschen werden zu Maschinen, zu Robotern, und die benötigen auch kein selbständig funktionierendes Gehirn…


Lob der Erfahrung

Wie bereits angesprochen verlassen sich die Menschen nicht mehr auf ihre eigene Erfahrungen und Wissen. Zu groß sind die juristischen Risiken einer Fehlentscheidung eines Arztes. Zu mühelos sich die Diagnose aus dem Internet zu holen. Selbst die Patienten erkundigen sich bereits vor dem Gang zum Arzt im Internet über mögliche Krankheitsbilder. Es gibt unzählige Internetseiten, in denen man seine Symptome eingeben kann und man alle möglichen zutreffenden Ergebnisse geliefert bekommt. Solche Vorurteile bekommt man in Serien wie Dr. House vorgelebt. Die ersten paar Diagnosen der Ärzte schlafen fehl, erst nach längerem Recherchieren in Statistiken und im Internet kann die „tödliche“ Krankheit geheilt werden. Wer vertraut da noch einem Arzt, der einem nach zehn Sekunden bereits mitteilt, dass man sich nur eine gewöhnliche Grippe eingefangen hat und nicht eine seltene, lebensgefährliche Krankheit mit sich herumschleppt. Wenn alle Ärzte zuerst im Internet nach einem Krankheitsbild suchen müssten bevor sie handeln, hätten wir in ein paar Jahren sicher nicht mehr das Problem einer Überbevölkerung. Ein Arzt muss sofort bei der Sache sein und handeln können. Mir selbst ist es vor nicht allzu langer Zeit passiert, dass mir ein Arzt mit seinem Iphone über eine App ein Medikament heraussuchte und noch meinte, dass er ohne diesen App aufgeschmissen wäre. Nächstes Mal erspare ich mir den Ausflug zum Doktor und downloade mir die App von zu Hause aus. Natürlich soll sich ein Arzt auch mit Statistiken befassen, denn auch ein Arzt hat nie ausgelernt und es tauchen auch immer wieder neue Krankheiten auf. Best möglichst werden die Statistiken zu seinen Erfahrungen und umgekehrt.


BIG DATA

Als Big Data werden besonders große Datenmengen bezeichnet, die mit Hilfe von Standard-Datenbanken und Daten-Management-Tools nicht oder nur unzureichend verarbeitet werden können. Problematisch sind hierbei vor allem die Erfassung, die Speicherung, die Suche, Verteilung, Analyse und Visualisierung von großen Datenmengen. Das Volumen dieser Datenmengen geht in die Terabytes, Petabytes, Exabytes und Zettabytes. Nach aktuellen Berechnungen verzehnfacht sich die verfügbare Datenmenge circa alle fünf Jahre. Dieser Trend wird verstärkt durch die zunehmende maschinelle Erzeugung von Daten z. B. über Protokolle von Telekommunikationsverbinden (CDR) und Web-Zugriffen (Weblogs), automatische Erfassungen von RFID-Lesern, Kameras, Mikrofonen und sonstigen Sensoren. Weitere Beispiele für Big Data gibt es in der Finanzindustrie (Finanz-Transaktionen, Börsendaten), dem Energiesektor (Verbrauchsdaten), Gesundheitswesen (Verschreibungen). In der Wissenschaft fallen ebenfalls große Datenmengen an, z. B. in derGeologie, Genetik, Klimaforschung und Kernphysik. Kritik gibt es vor allem daran, dass die Daten oft nur nach quantitativen Aspekten erhoben und ausgewertet werden, statistische Grundprinzipien wie Repräsentativität aber nicht gewahrt werden. Dadurch enthalten die so gewonnen Erkenntnisse oft einen verfälschenden Trend.

Für Unternehmen bietet die Analyse von Big Data die Möglichkeit zur Erlangung von Wettbewerbsvorteilen, Generierung von Einsparungspotentialen und zur Schaffung von neuen Geschäftsfeldern.

Kritik gibt es an "Big Data" vor allem dahingehend, dass die Datenerhebung und Auswertung oft nach technischen Aspekten erfolgt, also dass beispielsweise der technisch einfachste Weg gewählt wird, die Daten zu erheben und die Auswertung von den Möglichkeiten diese Daten zu verarbeiten begrenzt wird. Statistische Grundprinzipien wie das einer repräsentativen Stichprobe werden oft vernachlässigt. So kritisierte die Sozialforscherin Danah Boyd:

 Größere Datenmengen müssten nicht qualitativ bessere Daten sein

 Nicht alle Daten seien gleich erzeugt

 "Was" und "Warum" seien zwei unterschiedliche Fragen

 Bei Interpretationen sei Vorsicht geboten

 Nur weil es verfügbar ist, sei es nicht ethisch


http://de.wikipedia.org/wiki/Big_Data


Aufgabe 06: research

Der Begriff Serendipität (auch: Glücksfund, engl. Serendipity), gelegentlich auch Serendipity-Prinzip bzw. Serendipitätsprinzip, bezeichnet eine zufällige Beobachtung von etwas ursprünglich nicht Gesuchtem, das sich als neue und überraschende Entdeckung erweist. Verwandt, aber nicht identisch, ist der weiter gefasste Begriff „glücklicher Zufall“. Serendipität betont zusätzlich „Untersuchung“; auch „intelligente Schlussfolgerung“ oder Findigkeit. http://de.wikipedia.org/wiki/Serendipit%C3%A4t

Serendipität bezeichnet das Phänomen, zu einer Erkenntnis zu gelangen oder etwas zu finden, nach dem man explizit nicht gesucht oder geforscht hat. Bekanntestes Beispiel hierfür ist die Entdeckung Amerikas durch Christopher Columbus, der in Wirklichkeit den Seeweg nach Indien suchte. Aber auch viele bahnbrechenden Entdeckungen und Erfolgsprodukte gehen angeblich auf diesen Effekt zurück. Penicillin wurde durch den zerstörerischen Effekt von Schimmel auf Bakterienkulturen entdeckt, der lösbare Post-it-Klebstoff bei der Suche nach einem möglichst starken Kleber. http://www.projektmagazin.de/glossarterm/serendipitaet

In der Wirtschaftssoziologie:

serendipity, serendipity pattern, nach R.K. Merton wissenschaftssoziologische Bezeichnung für die Rolle des „glücklichen Zufalls“ und der Überraschung im Erkenntnisfortschritt der Wissenschaft, d.h. für die Tatsache unerwarteter und ungeplanter Zufallsentdeckungen im Forschungsprozess.

http://www.wirtschaftslexikon24.net/e/serendipitaet/serendipitaet.htm

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