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Jekyll & Hyde

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Mähr Lukas, Wurz Carmen

betreut von: Budig Michael, Ludin Frank


...Hast du dir nie ein vollkommen neues Leben gewünscht? Nehmen wir an, du könntest wirklich alles tun was du wolltest ohne Reue ohne Konsequenzen...



Analyse&Arbeitsmodelle


Ablauf Stück

Düster, schwer und distanziert erstrecken sich die einfach überschaubaren Elemente auf dem Wasser. Strebend zeigt der zentrale Turm in Richtung Himmel; zielorientiert und sicher wirkt das riesige Gebilde. Das gesamte Bühnenbild zeigt orientiert sich zur Innenstadt, verbindet sich so mit der Öffentlichkeit und Gesellschaftlichkeit. Der Turm wird von vorne beleuchtet, dadurch wirkt die Oberfläche undurchsichtig und glatt.

Dr. Jekyll spiegelt nach außen hin all das wieder, das rein gesellschaftlich gesehen, gut und präsentierbar ist. Fleiß und Forschungsdrang, sowie die Arbeit an Förderung der Wissenschaft oder an Linderung von Not und Elend bringen ihm Achtung und Ansehen seiner Mitmenschen. Doch er leidet seit seiner Kindheit an einer gewissen Zwispältigkeit. Immer wieder überkommt ihn der heftige Wunsch alle Hemmungen abzulegen und seinen Mitmenschen mit erhobenen Haupt und ungewöhnlich gesetzter Miene begegnen zu können.

Geordnet wirkt das Bühnenbid und doch deuten Risse in der Fassade an, dass der Turm dem Zerbrechen nahe ist.

Dr. Jekyll ist sich dem persönlichen Verfall bewußt und versucht ihm zu entkommen. Ausgelöst vom Wahnsinn des Vaters, sucht Dr. Jekyll nach einer Medizin, die das Gute und das Böse im Menschen zu trennen vermag. Er stößt bei der Präsentation seines Ergebnisses auf Ablehnug und Spott und entschließt sich, das Elixier JH 7 an sich selbst zu erproben.

„...Ich selbst muss die Versuchsperson sein; werd ich verstehen, die Welt mit anderen Augen sehen? Elixier getrunken...“

Ein gewaltiges Getose beginnt, die Risse in der Fassade werden zu Spalten. Das Bünenbild beginnt zu zerreissen...

„...FREI!“ Durch die Einnahme des Elixiers ist die Böse Seite von Dr. Jekyll verstärkt zum Ausdruck gekommen. Er verwandelt sich in Edward Hyde. Eine berauschende Unekümmertheit überkommt ihn, er fühlt sich frei von allen gesellschaftlichen Zwängen, leicht und glücklich. Dr. Jekyll wird zum Sklaven des Bösen. Verführerisch ist es, wann immer er will das Elixier zu trinken, den Körper des Gelehrten abzulegen und in eine andere Person, die des Edward Hyde, zu schlüpfen. Anfangs hat er die Kontrolle über die Verwandlung, aber nach und nach verliert er diese und so bemächtigt sich Hyde immer wieder auch ohne Einnahme des Elixiers der Person von Henry Jekyll.

Der Turm kippt langsam in Richtung der Zuschauer, die glatte Fläche zerbricht in Spitzen, die sich im Laufe des Stückes bedrohlich dem Publikum nähern. Das Licht hinter dem Turm lässt die Oberflächen transparent wirken und verstärken die komplexe und unüberschaubare Wirkung der Fachwerkträger. Die Bühnenelemente lösen die Distanz auf und der Zuschauer wird plötzlich zum Teil der Bühne. Lichteffekte und Schattenspiele verstärken das Gefühl des Surreal und der Verwirrtheit. Der Zuschauer erlebt das Stück und legt die Rolle des Betrachters ab.

Nach vielen Versuchen Hyde endgültig verschwinden zu lassen, erkennt Dr. Jekyll, dass es unmöglich ist , und tötet sich selbst und damit auch den Bösen Teil seiner Selbst.


Jekyll&Hyde


Schnitte


Grundrisse


Technik der Seebühne

Aufgebaut wird das Bühnenbild für das Spiel auf dem See alle zwei Jahre auf Holzpiloten rund um eine fixe Konstruktion, den sogenannten Betonkern. Dieser ist fest im Bodensee verankert und beherbergt nicht nur Garderoben und Technikräume, sondern auch die Orchesterwanne für die Wiener Symphoniker. Der jeweilige Bühnenbildner kann seiner Fantasie in Bregenz völlig freien Lauf lassen: Holzpiloten werden gezogen und neu geschlagen, ganz wie es der Konstruktion des Bühnenbildes entspricht. Dabei muss jede Bühnenkonstruktion für die Bregenzer Seebühne drei Voraussetzungen erfüllen, die im Grunde in völligem Widerspruch zueinander stehen.

Da ist zum einen die Größe der Kulissen, die in der freien Natur eine entscheidende Rolle spielt. Bis zu zwei Drittel größer als ein normales Theaterbühnenbild muss die Seebühnenkonstruktion sein, damit sie nicht von der Umgebung - Stadt Bregenz, Pfänder, vorbeifahrende Schiffe und Züge - „geschluckt“ wird und auch die Zuschauer in der hinteren Reihe erreicht werden können. Außerdem muß die Bühne so konstruiert sein, daß alle Verwandlungen der Oper schnell und lautlos über die Bühne gehen - ein Freilicht-Theater besitzt keinen Vorhang, so dass traditionelle Umbauten nicht in Frage kommen. Dennoch sollte es für die Zuschauer natürlich eindeutig ersichtlich sein, dass die Szene gewechselt hat.

Neben der Größe ist vor allem die Wetterfestigkeit der verwendeten Materialien grundlegend, denn die Bühne muss wegen der jeweils zweijährigen Spielzeit nicht nur Gewitterstürmen und sommerlichen Regengüssen widerstehen, sondern ist im Winter bis zu 50cm Schnee und Temperaturen bis zu 20 Grad unter Null ausgesetzt. Normale Theatermaterialien haben daher bei den Festspielen keine Chance.

Ideenreichtum, Kreativität und Querdenken seitens der Festspieltechnik aber auch seitens der beauftragten Firmen sind bei jeder Produktion gefragt, um auch die dritte Anforderung zu erfüllen: nämlich die eines möglichst geringen Gewichts.

Wetterfest, windsicher und möglichst leicht doch das sind noch lange nicht alle Bedingungen, die ein Bühnenbild in Bregenz erfüllen muß. Denn auch die umweltverträgliche Entsorgung der verwendeten Materialien nach dem Ende der zweiten Spielzeit ist bei den Bregenzer Festspielen oberstes Gebot. Was nicht wiederverwendet wird (Hydraulikteile und Motoren, aber auch andere Materialien: die Metallgitter am untersten Teil der Seebühne stammen etwa noch von Porgy and Bess) muß umweltgerecht entsorgbar sein. Aus diesem Grund werden verschiedene Kunststoffarten nicht verwendet sowie Holzteile nicht imprägniert (und zum Brandschutz einfach mit Seewasser feucht gehalten), da sie ansonsten auf die Sondermülldeponie gehören würden. Nicht imprägniertes Holz kann hingegen zum Hausbau oder als Brennholz wiederverwertet werden.


Detailpläne


Weblinks

www.festspielhausbregenz.at

www.bregenzerfestspiele.com

Attribute

Mähr Lukas Wurz Carmen Budig Michael Ludin Frank HB2 08WS Bild:S Rendering Jekyll 01NEU.jpg

Fakten zu Jekyll & HydeRDF-Feed
BetreuerBudig Michael  + und Ludin Frank  +
ImageS Rendering Jekyll 01NEU.jpg  +
LVHB2  +
Semester08WS  +
VerfasserMähr Lukas  + und Wurz Carmen  +
Persönliche Werkzeuge