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Interiorities

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Scripting-basierte Entwurfsforschung - Generative Prozesse v.04

Patrik Schumacher mit Michael Budig, Markus Malin und Robert Neumayr

Inhaltsverzeichnis

Teilnehmer und Projekte

bachelorarbeit und e4

master M2 und E8

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8 Entwerfen Projekte

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Wikiseite Vorschau Titel VerfasserIn LV
A WoodenFluidity E5 Buseck Malm ex 05.jpg A WoodenFluidity Buseck Thomas
von Malm Oliver
BA
Flux Flux 5 29 copy.jpg flux Schaiter Thomas
Seiss Manuel
BA
Kiesler-restructed 5 zz02.jpg Kiesler re-structed Hörmann Benedikt E6
PDp Pdp08.jpg pDp Pfleger Martin E8
Hmm...dontKnowYet Ladinig e8 villa5.jpg Hmm...dontKnowYet Ladinig Hannes E8
Map the chilli Tower Ext 3.jpg map_the_chilli Schwöllenbach Brigitte
Niedworok Florian
E8
S-curve cluster S-curve cluster 13.jpg S_Curve Cluster Wender Theodor
Köck Martin
Cuk Anton
E8
Dist 09 Rendering.jpg Dist Lenz-Jeschko Eva EM2


Themenstellung

der begriff “interiority“ deutet auf die entwicklung tektonischer systeme hin, die sich innerhalb der bedingungen ihrer eigenen logiken auffalten und ausdifferenzieren können. das bedeutet jedoch nicht, dass es ausschließlich um die entwicklung oder gestaltung von innenräumen geht.

zunächst mit innenräumen (interior conditions) beginnend sollen erste systeme entwickelt werden, ohne sich sofort mit der situierung von architektur in kontext oder umgebungn auseinander zu setzen oder diese äußeren einflüssen auszusetzen.

wir sind an der entwicklung komplexer, geschichteter und hoch ausdifferenzierter tektonischer systeme interessiert, die sich mit den besten historischen beispielen in hinsicht ihres gestalterischen vielfalt, kohärenz und präzision formaler ordnungen messen können. wir versuchen das niveau des designten luxus, den wir zum beispiel in den filigranen gotischen räumen oder den exzessivsten barock oder rokoko-interiors, zu erreichen.

und wir wollen über bekannte präzedenzfälle, in bezug auf qualitative differenzierung und der intensität - zwischen den einzelnen teilen und im verhaeltnis zwischen teil und gesamtsystem hinaus gehen.

in anderen worten, wir beabsichtigen eine mehrschichtige komplexität mit einem hohen grad an gesetzmäßigen ausdifferenzierungen in jedem system aufzubauen, mit einem hohen niveau an wechselbeziehungen zwischen den verschiedenen subsystemen, die das übergeordnete tektonische system bilden. jedes subsystem ist intern differenziert und mit entsprechenden oder komplementären differenzierungen eines anderen subsystems verbunden. zum beispiel stehen strukturelle differenzierungen in wechselbeziehung mit material /struktur differenzierungen etc.

diese ambitionen werden innerhalb der zeitgenössischen avantgarde geteilt und konstituieren einen eindeutig identifizierbaren stil: parametricism.


im zuge des design research sollen einfache grundregeln befolgt werden:

negative heuristik: vermeide einfache wiederholungen von elementen, vermeide collagen von beziehungslosen elementen

positive heuristik: betrachte alle formen der parametrischen dehnbarkeit, graduellen differenzierung, systematisch korreliert.


checkliste für die projektentwicklung:

im ersten schritt geht es um die entwicklung von tektonischen systemen, die mit unterschiedlichen methoden qualitativ ausdifferenziert werden. folgende gegensätze können dabei als anleitung zur ausschöpfung eines möglichst grossen repertoires an elementen bzw. subsystemen dienen, die innerhalb eines homogenen gesamtsystems graduell von einer extremen bedingung in die entgegengesetzte überleiten können: hart – weich schwer – leicht grobe – feine textur fliessende – harte formen etc. die architektonischen 'oberflächen' (surfaces) müssen lösungsansätze für folgende systeme beinhalten: struktur – statisches system material/textur – hüllsystem transparenz/opak – perforationssystem

pinup mit Patrik Schumacher am 24 oktober

die erzeugten geometrien sollen in weiteren schritten in architektonische raumsysteme übergeführt, die A_in der lage sind, sich nach externen kriterien zu kolonien/schwärmen/formationen von villen zu akkumulieren. B_nach internen, funktionalen logiken qualitativ ausdifferenziert werden. C_eine systematische parametrisierung führt zu starken korrelationen zwischen gesamtsystemen und sub-systemen und zu graduellen übergängen zwischen eingebetteten elementen.

A_externe kriterien nach welchen externen logiken findet die ausbreitung statt und wie definieren sich die villen und ihre eigenschaften (properties) in abhängigkeit von ort und orientierung? was sind ihre charakteristika in bezug auf ausdehnung, krümmungen, dicken, abstände, raster, etc.?

B_interne kriterien für die entwickelten geometrien und sind geeignete architektonische massstäbe festzulegen. 1_wird das entstehende system bereits als raumhülle gelesen und durch die darauf aufgesetzten subsysteme weiter kleinmassstäblich ausdifferenziert? 2_ oder kann man die entwickelten systeme als generative komponenten verstehen, die durch ihre systematische addition in der form selbstähnlicher elemente erst zu kohärenten raumhüllen kumuliert werden?

C_überführende kriterien 1_innen/aussen – wie können systeme/subsysteme in bezug auf ihre orientierung zum entstehenden innen- bzw. aussenraum ausformuliert und variiert werden (aussenseite und innenseite einer gebäudehülle)? 2_vertikal/horizontal – welche performativen kriterien gelten bei der verwendung der geometrien als boden- und deckensysteme bzw. als wandflächen, was charakterisiert den übergang vom einem zum anderen? 3_abgrenzung der raumhülle / boundary conditions - wie können die grenzen und ränder festgelegt und entwickelt werden? gibt es diesbezüglich logiken, die sich aus den verwendeten algorithmen selbst ergeben? 4_ kohärenz / feldlogik - wie kann auch bei variation einzelner variablen stets die kohärenz der einzelemente innerhalb des gesamtsystems, nicht nur im formalen sinn, sondern auch im sinne eines ausgeprägten physikalischen (=statischen etc.) und/oder funktionalen (=programmatischen) zusammenhaltes erhalten bleiben? die lesbarkeit der einzelnen systeme und subsysteme als teile eines graduell variierten feldes muss letztendlich gegeben sein. BA E6E8 EM2 08WS 09SS Interiorities Schumacher Patrik Neumayr Robert | Budig Michael | Malin Markus

Fakten zu InterioritiesRDF-Feed
BetreuerSchumacher Patrik  +, Neumayr Robert  +, Budig Michael  + und Malin Markus  +
LVBA  +, E6  +, E8  + und EM2  +
Semester08WS  + und 09SS  +
ThemaInteriorities  +
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