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Holzfertigteilbauweise

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Bearbeitet von: Manuel Seiss


Inhaltsverzeichnis

Geschichte:

Im Amerika des 19.Jh. bewirkt die Industrialisierung bereits eine laufende Vorfertigung von Holzhäusern. Die damaligen Elemente ließen sich durch einfache Nagelverbindungen befestigen, da sie einfache, schlanke und einheitlich dimensionierte Bauteile verwendeten. In Europa dagegen entstanden die ersten Holzfertigbau-Firmen in der ersten Hälfte des 20. Jh. Jedoch ist erst in den 60ern ein Aufschwung festzustellen.

Heute ist die Holzfertigbauweise eine der gängisten Formen im Holzbau. Die oben genannten Vorteile, vor allem der schnelle Aufbau tragen dazu maßgeblich bei.


Allgemeines:

In der Holzfertigbauweise werden einzelne Bauelemente in der Fabrik hergestellt und anschließend auf der Baustelle Modulweise zusammengesetzt. Man unterscheidet prinzipiell zwischen den offenen Systemen und den geschlossenen Systemen. Bei offenen Systemen werden von verschiedenen Herstellern genormte Fertigteile produziert und auf der Baustelle zusammengesetzt. Bei geschlossenen Systemen stammt das gesamte Gebäude von einem einzigen Hersteller. Der Vorteil bei geschlossenen Systemen besteht darin, dass eine individuellere und anpassungsfähigere Bauweise möglich ist. Daher kann den Wünschen des Bauherren und den örtlichen Baurichtlinien besser entsprochen werden kann. Viele Firmen arbeiten heute mit computergesteuerter Vorfertigung: Hier werden die Einzelbauteile in einem Computerprogramm vorgegeben und anschließend von einer Maschine exakt zugeschnitten. Die Zusammensetzung zu den Fertigbauteilen erfolgt anschließend händisch im Werk.

Die traditionelle und auch am meisten verwendete Form des Holzfertigbaus ist der Holztafelbau (Holztafeln dienen als Verbundkonstruktion einzelner Rippen aus Vollholz). Weiters sind noch zu nennen der Holzständerbau (Skelettbau), der Holzrahmanbau (eng verwandt mit dem Holztafelbau) und der Holzmassivbau.

Holztafelbau www.baulinks.de
Aufbau Holztafel-Element www.zimmererforum.de












Vorteile der Holzfertigbauweise:

Der Aufbau auf der Baustelle erfolgt innerhalb von wenigen Tagen, da schon viel im Werk vorgefertigt wird. Durch eine Maschinelle Vorfertigung wird eine präzise Dimensionierung der einzelnen Teile gewährleistet, die anschließend zu den Fertigelementen zusammengebaut werden.

Daraus ergibt sich bereits der nächste Vorteil: durch den schnellen Aufbau wird verhindert, dass wenig Feuchtigkeit im Bau ist. (die Nachtrocknungszeit ist wesentlich kürzer). Im Werk werden die Fertigbauteile unabhängig von Witterungseinflüssen vorgefertigt.

Es werden gut gedämmte Haushüllen produziert, wodurch eine große Menge an Energie gespart werden kann. Beispielsweise bei der Firma Höck in Kundl werden 3 verschiedene Energiekonzepte angeboten: das Energiesparhaus, das Niedrigenergiehaus und das Passivhaus. Je nach Bedarf bzw. Wunsch des Bauherren werden die Fertigbauteile an diese drei Konzepte angepasst.

Modul in der Fabrik www.merlin-holzhaus.de
Modul wird eingesetzt www.merlin-holzhaus.de













Produktion in der Firma Höck

Holzmassivwand von Thoma, Bild von Manuel Seiss

In der Produktionshalle der Firma Höck werden Fertigelemente aus Holz hergestellt. Mittels eines Computerprogramms werden die benötigten Holzteile aufgelistet und an eine vollautomatische Zuschneidungsmaschine weitergegeben. Die Holzteile werden exakt zugeschnitten und anschließend händisch zusammengesetzt. Bis auf die Außenabdeckung bzw. Fassade und die Innenabdeckung werden die einzelnen Elemente fertig zusammengesetzt.

Die Firma Höck stellt ebenfalls ein neues Produkt von Ing. Erwin Thoma vor. Hierbei handelt es sich um ein massives Holzfertigteil, das keine eigene Wärmedämmung benötigt. Durch ein ausgeklügeltes System von Holhlräumen reicht die massive Holzwand völlig aus um gute Dämmeigenschaften zu erhalten.









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Quellen

Firma Höck, Thoma, www.cpw-online.de, www.bauen.com, www.holzbauwelt.de, www.klinkerportal.de

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