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Halbwertszeit in der Architektur

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von Ursula Ender


Themenannäherung

Der Ort als räumliche Ressource - Materialität und Vergänglichkeit - Halbwertszeit in der Architektur


Die Halbwertszeit wird als zeitliches Phänomen aus dem Kontext Chernobyls herausgezogen, um das Phänomen räumlich, materiell, soziologisch,… wieder in einem architektonischen Gefüge zu materialisieren. Die Zeit als messbare, fassbare Einheit braucht im Bezug auf die Halbwertszeit einen Nenner, um Wirkung zeigen zu können. Diese Vergegenständlichung kann sich in Menschen, Architektur im weitesten Sinne, und Materialien widerspiegeln.


Themenstellung | Fragenstellung

Kann sich das Thema [Halbwertszeit in der Architektur] zu einem neuen Entwurfs-Tool entwickeln?

Was muss Architektur können, um nicht inflationär zu?

Wie ändert sich der Anspruch an die Architektur?

Soll Architektur bewusst mit einem Ablaufdatum versehen werden oder auf Nachhaltigkeit und Perspektive aufgebaut sein und so zum Manifest unserer Zeit werden?


Halbwertszeit in Gebäudestrukturen

Die internen Strukturen – Layer einer gebauten, existierenden Struktur werden herangezogen, um Architektur als strukturellen Begriff fassbar zu machen und für eine Bearbeitung - über den Begriff Halbwertszeit - greifbar zu machen. Die einzelnen architektonischen Komponenten bilden die [Angriffsflächen] für die Halbwertszeit. Ein innerer Kampf um Masse, Raum, Größe, Intensität... bricht aus.

Wandelemente, Möbel, Fenster... lösen sich, mit einer Wertzunahme und dadurch Überdimensionierung von Stromleitungssystemen und Internetzugängen verbunden, auf. Wandlinien brechen auf, während Computerzentren ihren Einflusskreis vergrößern.


Gebäudestrukturen werden nur über infrastrukturelle Leitungssysteme dargestellt. Stromleitungen, Sanitärleitungen, Wasserleitungen, Steckdosen, Lichtschalter, Sensoren... werden zu informationsträgern und beschreiben, losgelöst von üblichen raumbildenden Elementen, Funktionen und Räume einer Architektur. Übergeordnete, von der Architektur losgelöste, Knotenpunkte und Versorgungsstränge bilden neue Zentren und periphäre Zonen.


Es kommt zur Steigerung des gebäudetypologischen Potentials, eingefassten Raum vertikal zu stapeln und dadurch Fläche zu gewinnen.


Die planliche Darstellung dieser Prozessschritte löst sich zunehmend von üblichen architektonischen Plandarstellungen, hin zu graphischen, urbanen Skulpturen.


Reflexion und Fehlerdefinition

Die Analysen wurde ohne eine Einbeziehung externer, phänomenologischer Aspekte, die Architektur erst räumlich, funktional, benutzbar, ... machen, vollzogen, was den aussagewert dieser Studie in Frage stellt. Die Halbwertszeit hätte als Pufferzone zwischen phänomenologischen Parametern der Außenwelt und den konkreten Strukturen einer Gebäudestruktur gestellt werden sollen. Da hierfür aber eine gebäudetypologische Kategorisierung nötig wäre wird in Folge im städtischen Kontext agiert.


Architektur | Städtebau | Architektur

Die Arbeit soll derzeitige Tendenzen, Strömungen und Entwicklungen in Bezug auf die Halbwertszeit einbeziehen, und so ein architektonisches Statement setzten. Architektur wird städtebaulicher | urbaner gesehen, um dann schließlich Städtebau wieder architektonischer betrachten zu können. Um die Analyse fortzusetzen, ist es in dieser Phase wichtige, eine Strategie | ein prozesshaftes Tool zu entwickeln. Hierfür ist eine Layerdefinition von Nöten. Als Hilfestellung wird ein architektonisches Vokabular entwickelt, welches sich in Beziehung zu Objekten, Gegebenheiten und Formen setzt, welche sich zu einem breiten assoziativen, architektonischen Feld zählen. Einem Spektrum, in dem sich Daten von elementaren Dingen mit einem reinem Spiel und zukünftigen Möglichkeiten mischen. Die Layer werden mit Einbeziehung des zeitlichen Faktors über New York gelegt und diagrammatisch analysiert. New York dient also als Quellobjekt. Es präsentiert sich, als urbanster hot-spot, symbolisiert Leben, Fortschritt, Technologie, Vielfalt, Möglichkeit, ist am puls der Zeit... und lässt jeden Maßstabssprung zu.


Halbwertszeit-Masterplan

Städte sind Ausdruck von Individuen und Kollektivem in einer Umwelt, die von Regeln und Gesetzen organisiert ist. Sie sind Reflexion der Notwendigkeiten des Kollektivs. Städtischer Raum, im weitesten Sinn ist einem ständigen Wandel unterzogen. Menschen, Events, Programm ändern sich ständig und passen sich neuen Trends, Kräften und Wünschen an. Die Stadt als horizontale und vertikale Matrix von prinzipiell unendlicher Ausdehnung – eine mehr informelle, als materielle Matrix, eine Herausforderung für heutige Städteplaner.

Es soll eine masterplanähnliche Struktur, in Bezug auf Halbwertszeit, entwickelt werden. Der Faktor Halbwertszeit definiert Zentren, Leerräume, setzt Impulse, modifiziert, manipuliert und sabotiert punktuell. Stadtplanung wird zum taktischen Spiel. Der neue, übergeordnete Stadtplan ist ein morphologisches Spiel, welches komplexe Dynamiken simuliert und darstellt, und zukünftige Tendenzen zeigt.





Szenarien

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Attribute

Ender Ursula | Thorsen Kjetil Bild:Hwz-graph-21.jpgLudin Frank | E6 | Halbwertszeit in der Architektur | | chernobyl+ | 04WS | Bild:Hwz-graph-21.jpg | a

Fakten zu Halbwertszeit in der ArchitekturRDF-Feed
BetreuerThorsen Kjetil  + und Ludin Frank  +
ImageHwz-graph-21.jpg  +
LVE6  +
Semester04WS  +
Themachernobyl+  +
TitelHalbwertszeit in der Architektur  +
VerfasserEnder Ursula  +
Zuordnunga  +
Persönliche Werkzeuge