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HBSE Jörg/Rodewoldt

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HBSE Beck - Jörg/Rodewoldt

Lehrbauhof Baupraxis

Bericht vom Lehrbauhof Innsbruck der dreitägigen Baupraxis zu den Themenbereichen Pflasterverlegung und Schalungen Erster Tag Einführung im Pflastern. Ziel ein begrenztes Rechteck Pflastern. Zunächst mussten die Rechtecke angezeichnet und begrenzt werden. Dies geschah mit der Schlagschnur. Um eine gerade Linie zu erhalten, wird die Schlagschnur angehoben und losgelassen. Mit Hilfe des Pythagoras wurde ein rechter Winkel auf dem Boden aufgezeichnet und mit Kanthölzern begrenzt. Die mit Kanthölzern abgegrenzte Fläche simulierte die Baugrube. Die Baugrube wurde mit einer 3-4cm tiefen Schicht aus Kies gefüllt. Wichtig dabei war, dass die ergebende Fläche waagerecht ist. Um eine gleichmäßige ebene Fläche zu erreichen, wurde zuerst nur bei den Begränzungshölzern Kies aufgeschüttet und mit Hilfe einer Leiste und einer Wasserwaage gerade gestrichen, und erst dann wurde die Mitte gefüllt und gerade gezogen. Danach folgte das Legen der Pflastersteine. Um sicherzustellen, dass die Pflastersteine in der Waage sind wurden sie mit einem Gummihammer ausgerichtet, dass sie plan aufliegten. In der Praxis würde man die Baugrube mit Beachtung der frostfreien Tiefe 20-60 cm mit Rundkorn auffüllen. Darauf wird eine 10 cm Schicht mit feinerem Korn gebracht und mit einer Rüttelplatte ausniveliert. Die Rundkornschüttung wird durch ein Geovlies mit dem Untergrund getrennt. Darauf werden die Pflastersteine verlegt und die Fugen werden mit Quarzsand gefüllt. Die Anbindungen zu Asphalt oder Garagen würden mit Rigolen versehen.



Der zweite Teil war der Bau von Betontreppen. Mit einer Raumhöhe von 295 cm wurde die Treppe berechnet, wir teilten die Höhe durch 17cm. Das Ergebnis 17,35 gab die Anzahl der benötigten Treppenstufen an und wurde aufgerundet auf 18 Stufen. Nun wurde die Raumhöhe durch die festgelegte Anzahl der Stufen dividiert werden. Ergebnis, eine Stufenhöhe von 16,39 cm. Für die Berechnung des Eintritts, also der Stufenbreite, kommt die Schrittmaßregel zum Einsatz. Sie lautet folgendermaßen: 2 x Stufenhöhe + Eintritt = 63 cm. So erhielten wir das Eintrittsmaß von 30,22cm. Nun wurde die so berechnete viertelgewendelte Treppe aufgezeichnet. Mit Zuhilfenahme der Schlagschnur wurde ein Rechteck auf den Boden gezeichnet. Dieses wurde durch in den Boden genagelte leisten begrenzt. An den Ecken wurden Kanthölzer in den Boden genagelt die zur Befestigung der stehenden Kanthölzern dienten, die mit einer Dreieckskonstruktion ausgesteift wurden. An den Stehern wurden die Schaltafeln befestigt. Mit der Schlagschnur wurde entlang der Schaltafeln die Begrenzungslinie für die einen Meter breite Treppe aufgezeichnet. Danach wurde die Gehlinie eingezeichnet, die sich 45 – 50 cm von der Wand befand. Der nächste Schritt war die Stufenbreiten an der Gehlinie abzutragen. Dazu musste die Breiten für die gewendelten Stufen berechnet werden. Dies erfolgt über die Restteilmethode. Die Stufenbreite der schmalsten Stufe, der sogenannten Spitzstufe sollte nicht geringer als 12 cm sein. Es wurden alle Stufen am Boden aufgezeichnet. Auf den umgrenzenden Schalungen wurde im Bereich der Treppe Papier angebracht, um die Höhe der Stufen aufzutragen. Es muss beachtet werden, dass die unterste Stufe dem Bodenaufbau angepasst wird. 



Der dritte Teil war Betonieren mit Metallschalungen. Es wurden alle Maße aufgerissen. Begonnen wurde mit dem Eck mit den Eckstehern. Die einzelnen Schalungselemente werden mit Klemmen miteinander verbunden. In der Schalung befinden sich Löcher, durch die Plastikröhren gesteckt werden. Mit Eisenstangen wurde die Mauerstärke fixiert. Die Plastikröhren blieben im Beton und die Stangen konnten wieder entfernt werden. Sie wurden mit Ankerschienen, sogenannten Schubstangen mit der Schalung befestigt. Zusätzliche Anker dienten der Stabilisierung der Schalung. Sind sie angebracht, könnte betoniert werden. Zwei Elemente, die mit Stabilklemmen verbunden waren, wurden mit Stehern ausgesteift. Bei einer Schalung von sieben Metern Länge wurden drei Steher befestigt. Die Aussparungen von Türen und Fenster wurden mit Holzkonstruktionen gelöst, die in den Schalungen angebracht wurden.

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