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HBSE Doro/Prackwieser

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Verfasser Doro Gabriel, Prackwieser Matthias
Betreuer Hillebrand Tom
LV HBSE
Thema Behausung in der Natur
Titel Cubrick
Semester 14WS
Image Bild:HBSE Doro Titelbild.PNG

14/15 hochbau SE Hillebrand

Inhaltsverzeichnis

Cubrick

Cubrick ist eine Wochenendbehausung für maximal zwei Personen. Die Raumaufteilung beschränkt sich auf eine Schlaf- und eine Aufenthaltsmöglichkeit. Die beiden Räumlichkeiten sind mittels zwei unterschiedlichen Kuben dargestellt. Diese sind durch einen Glaskubus, der zur Erschließung, zur natürlichen Lichtführung und als Aussichtsmöglichkeit dient, direkt miteinander verbunden. Die gesamte Konstruktion ist direkt an einer Felswand aufgehängt.

Standort

Die Behausung befindet sich in der Sillschlucht gegenüber des Wanderweges zwischen den ersten beiden Holzbrücken. Das Unterkante des Gebäudes befindet sich etwa 2,50 Meter über dem Wasser und ist direkt mittels I-Trägern und Stahlankern in der Felswand verankert. Dadurch ist die Behausung von unten unzugänglich und kann nur durch eine Leiter, die von oben zum Gebäude führt, erschließbar.


Entwurfsidee

Durch das vorgegebene Volumen von maximal 25m³ hat eine in ihren Räumlichkeiten und Funktionalität relativ einfache Behausung vorausgesetzt. Die Grundidee war, das Volumen auf zwei Räumlichkeiten aufzuteilen und der Behausung eine temporäre Nutzung zuzuschreiben, da weder Sanitäreinrichtungen noch Elektrizität vorhanden sind. Somit sind ursprünglich zwei Kuben entstanden, wobei ein Kubus eine Aufenthaltsmöglichkeit, und der zweite Kubus eine Schlafmöglichkeit bietet. Diese Kuben wurden im Entwurfsmodell auf verschiedene Arten ausgerichtet, um die ideale Ausrichtung für natürliches Licht und Aussicht zu finden. Zur Erschließung wurde ein weiterer, komplett verglaster Kubus angehängt. Dadurch wurden die an und für sich soliden Kuben deutlich aufgelockert. Beide Kuben sind von einem Stahlkäfig umschlossen und dadurch aneinander befestigt, wobei der untere Kubus (Schlafkubus) über I-Trägern mit den Stahlankern, die aus dem Fels ragen, verbunden ist.

Polierplanung

Lageplan, Grundrisse und Schnitte

Der Lageplan wurde im Maßstab 1:150 dargestellt, während Grundrisse und Schnitte im Maßstab 1:10 gezeichnet wurden. Diese Darstellung ermöglicht bereits eine detaillierte Ausarbeitung der einzelnen Pläne.

Wandaufbauten und Details

Der Wandaufbau ist in einfacher Holzleichtbauweise, wobei Innen eine Sichholzplatte in Eiche direkt mit der OSB-Platte, welche aufgrund ihres hohen Kleberanteils einen hohen Wasserdiffusionswiderstand aufweist, verklebt wird. Die OSB-Platte wird auf den Konstruktionshölzern befestigt. Zwischen diesen Konstruktionshölzer, die eine Breite von 140mm aufweisen, befindet sich die Wärmedämmung, bei der es sich um eine Holzweichfaser-Einblasdämmung handelt. Die äußere Beplankung der Konstruktionshölzer bildet die DWD-Platte (diffusionsoffene Wand- und Dachplatte), auf die das Windpapier geklebt wird. Den Abschluss bildet eine 30mm starke Hinterlüftung mit Konstruktionshözern, auf welchen die Aluminiumverkleidung geschraubt wird. Der Wandaufbau ist somit nach Außen hin diffusionsoffen und ermöglicht dem Gebäude zu "atmen" - und somit im Falle von Wasserablagerungen oder Feuchtigkeit wieder auszutrocknen.
Decken- und Bodenaufbau unterscheiden sich leicht vom Wandaufbau, da an Stelle des Windpapiers eine dreifach verschweißte Bitumenbahn zum Einsatz kommt. Diese Bitumenbahn dichtet das Gebäude ab und verhindert direkten Wassereintritt in das Gebäude. Außerdem ist bei der Decke ein Dämmkeil (Styrodur) vorzusehen, mit dem eine Neigung geschaffen wird, um das Wasser seitlich vom Gebäude abzuleiten.

Detailausarbeitung und kritische Punkte

Das Projekt hat während der Detailausarbeitung einige heikle Punkte aufgezeigt. Eine schwierige Situation war beispielsweise das Anbinden des Glaskubus an die Wandkonstruktion. Dabei war wichtig, dass keine Wärmebrücke zwischen Glaskubus und Wandabschluss entsteht; zur selben Zeit das Glas aber keinen zu großen thermischen Unterschieden ausgesetzt wird, da es sonst brechen würde. Deshalb war es wichtig dieses Detail genau zu untersuchen und auszuarbeiten. Das Glas wird etwas in das Gebäude eingezogen, um das Windpapier hinter die Verglasung einzuziehen und anzukleben. Eine Dichtschnur mit Silikonfuge bildet nach Außen hin einen sauberen Abschluss und ein Neoprenband verhindert, dass das Glas direkt auf der Wand- bzw. Bodenkonstruktion aufliegt. Das Gerüst für den Glaskubus bilden umlaufende Stahlwinkel, an denen die Verbundsicherheitsgläser (VSG 4/4/16/4) mittels 3-Punkthalterungen befestigt werden. Um diesen thermischen Unterschieden, die entstehen können, wenn Teile des Glases der Sonne ausgesetzt ist, während andere nicht erwärmt werden, vorzubeugen, kann die Verglasung thermisch vorbehandelt werden (Details Glaskubus).
Eine weitere Problemzone war beispielsweise der saubere Anschluss der Bitumenbahnen des Bodens des Obergeschosses und der Decke des Untergeschosses. Um Wassereintritt zu verhindern war es wichtig, an jener Stelle, wo der Glaskubus die beiden Kuben verbindet und somit Boden bzw. Decke abgeschnitten werden, absolute Wasserdichtheit herzustellen. Die Lösung des Problems bot ein vorgesetztes Wandelement, welches nach dem Verschweißen der Bitumenbahnen angebracht wird. Die Führung der Bitumenbahnen wird somit praktisch nach hinten versetzt und die Bahnen können problemlos überlappend verschweißt werden. Anschließend wird das Wandelement seitlich an den durchlaufenden Wänden der Kuben befestigt und bildet damit einen sauberen Anschluss zwischen den beiden Kuben (Konstruktionsdetails).

Anbindung Glaskubus an Wandkonstruktion

1zu1 Modell Anbindung Glaskubus - Wandkonstruktion
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BetreuerHillebrand Tom  +
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LVHBSE  +
Semester14WS  +
ThemaBehausung in der Natur  +
TitelCubrick  +
VerfasserDoro Gabriel  + und Prackwieser Matthias  +
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