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HBSE BB Guggenbichler

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Verfasser Guggenbichler Florian
Betreuer Hillebrand Tom
LV HBSE
Thema Baustellenbericht
Titel
Semester 14WS
Image Bild:Steinband.jpg


Das Steinmetzhandwerk

Material

Als Naturwerkstein werden jene Natursteine bezeichnet welche wirtschaftlich genutzt werden können, somit sprechen Personen, die mit dieser Branche arbeiten oder in Verbindung stehen z.B. als Architekt von Naturwerkstein. Der Einsatzbereich von Naturstein ist groß, er wird verwendet bei Pflasterarbeiten, Küchenarbeitsplatten, als Grabstein, von Bildhauern in Form von ganzen Blöcken verarbeitet usw., Naturstein ist auch ein gängiges Füllmittel/Zusatzstoff von Autoreifen, Zahnpasta und Kunststoff. Im Volksmund wird meist nur zwischen Marmor und Granit unterschieden, es gibt allerdings noch einige Untergruppe bei den Natursteinen.

Die Natursteine kann man einteilen nach der Art der Entstehung in:

Magmatische Gesteine (Magmatite)
Sedimentgesteine (Sedimentite)
Metamorphe Gesteine (Metamorphite)

Magmatische Gesteine entstanden aus der Kristallisation magmatischer Schmelzen. Das Gefüge ist meist richt - ungslos, die Gemengteile sind recht homogen verteilt.

Man kann unterscheiden nach dem Ort der Abkühlung in Plutonite, Hypabyssisches Gesteine und Vulkanit oder nach dem Kieselsäure (Quarz)-gehalt.

Zu den magmatischen Gesteinen zählen unter anderen:

Granit
Granodiorit
Monmzonit
Syenit
Diorit
Rhyolith

Sedimentgesteine sind durch Verwitterung, Abtragung und Ablagerung entstandene Gesteine, von lat. "sedere" = sich absetzen.

Man kann unterscheiden nach Art der Bildung in Klastite, chemische Sedimentgesteine und Biolithe, oder auch: Festsedimente/Lockersedimente, oder auch: fluviatile, marine, äolische Sedimentgesteine.

Zu den Sedimentgesteinen zählen unter anderem:

Sandstein
Kalkstein
Dolomitgesteine
Ton
Tinschiefer
Mergel
Arkose
Grauwacke
Konglomerat
Breccie

Man kann unterteilen in:

Quarzite
Gneise
Granulite
Leptite
Schiefer
Marmore
Ophicalcite
Albit-Feles
Chlorit-Felse
Grünschiefer
Amphibolite
Epidot-Felse

Man kann die Metamorphen Gesteine auch nach Gefügemerkmalen gliedern in Felse, Gneise, Hornfelse, Schiefer, Phyllit. Zu den metamorphen Gesteinen zählen unter anderem: Marmor, Gneis, Migmatit, Granulit, Quarzit, Glimmerschiefer.

Oftmals sind die Handelsnamen der Werksteine irreführend z.B. wird Adneter Marmor als Marmor bezeichnet ist aber nur ein Kalkstein oder Caribian Blue dieser WErkstein wird nicht in der Karibik abgebaut sondern in Skandinavien. Ein Marmor ist nur dann ein richtiger Marmor wenn die er eine kristalline Struktur aufweist,dies wiederum hatte millionen Jahre davor zur Folge,dass großer Druck und ebenso große Hitze vorhanden war.

Abbau von Werkstein

Die Gewinnung von Natursteinen erfolgt im Steinbruch. Man kann hier unterscheiden zwischen der Gewinnung in offenen Brüchen (Hangbruch, Kesselbruch etc.) und der Gewinnung im Untertagebau (Galeriebruch, Bergwerk, Grube).

Je weniger unbrauchbares Erdreich oder Gestein (Abraum) beseitigt werden muss, desto lohnender ist der Abbau. Eine weitere Rolle spielt die natürliche Klüftung, welche die maximale Größe der zu gewinnenden Blöcke vorgibt.

Der Untertagebau ist aufwendiger, er lohnt meist nur bei Gesteinen, welche anderweitig nicht gewonnen werden können. Es sind dies oft bestimmte Marmore, auch Schiefer, da oft nur tief im Boden unverwitterte Schieferlager zu finden sind.

Der Abbau erfolgte in der Antike stets „per Hand“, mit Beginn des technischen Zeitalters wurde gebohrt und gesprengt, oder mit der Sauerstofflanze gearbeitet, bei Weichgesteinen auch mit Stahldrähten (mit zugegebenem Abrasiv, meist Sand).

Heute wird meist mit der Diamantseilsäge geschnitten, auch bei Hartgesteinen, ganz weiche Gesteine, wie z.B. Travertin werden oft noch mit Schrämmmaschinen (einer Art Kettensäge) abgebaut.

Naturstein wird zu Rohblöcken zugerichtet und dann zur Verarbeitung weitertransportiert.

Mengenmäßig ist der Abbau von Schotter (für Zuschlagstoffen, Straßen- und Schienenschotter etc.) und die Gewinnung von Kalkstein und Schiefer (Kalk- und Zementindustrie, Füllstoffe für die chemische Industrie) sicherlich umfangreicher als die Gewinnung von Rohblöcken für die weiterverarbeitende Natursteinindustrie.

Der Abbau von Natursteinen ist nicht gerade umweltfreundlich, es entstehen Abfälle und Verschmutzungen (Öle, Schleif- und Sägeschlämme) und große Abraumhalden. In den meisten Industriestaaten gibt es strenge Auflagen, was den Umweltschutz und die Rekultivierung betrifft. In vielen Entwicklungs- und Schwellenländern existieren diese Auflagen (noch) nicht. Dies (und natürlich die geringen Lohnkosten oftmals auch Kinderarbeit) ist der Grund, warum immer mehr Natursteine in die Industriestaaten importiert werden, während dort reihenweise Brüche geschlossen oder zu Mülldeponien umgewidmet werden, während neue Vorkommen praktisch nicht erschlossen werden.

Die Verarbeitung von Natursteinen erfolgt oft in der Nähe der Brüche, manchmal sogar unter Tage, um den Abraum unter Tage zu behalten.

Werden große Mengen verarbeiteter Gesteine innerhalb kurzer Zeiträume benötigt, lohnt sich auch der Transport in die großen Verarbeitungszentren.

Die Rohblöcke werden zu Platten oder Tranchen aufgeschnitten, meist mit sogenannten Sägegattern, auch schon mit Diamantseilsägen. Unbearbeitete oder polierte Rohplatten werden von Großhändlern gehandelt.

Ein recht großer Teil der Rohplatten wird gleich in großen Fertigungsstraßen zu polierten Fliesen oder Bahnenware verarbeitet.

Aus Tranchen(bis 15 cm) entstehen Grabsteine, Treppenstufen etc. Aus kleinen Formaten entstehen Fußleisten, Mosaike, Rosonen etc.


Oberflächen von Naturstein

Die „klassische“ Oberfläche von Natursteinen ist poliert. Die Politur bewirkt eine optische Farbvertiefung, jede Feinheit des Steines wird sichtbar.

Fassaden, Fußböden, Tische, Arbeitsplatten haben meist polierte, pflegeleichte Oberflächen.

Gewisse Natursteine lassen sich nicht oder nur schwer polieren. Es sind dies in erster Linie die meisten Sandsteine (oft wegen der geringen Kornbindung), aber auch stark poröse Gesteine, wie schaumige Laven, poröse Travertine etc. Diese Gesteine können zwar gespachtelt werden, um die Poren zu füllen, allerdings besteht die Sichtfläche dann zu einem großen Teil aus Kunstharz und nicht aus „Natur“stein.

Natursteine stark begangener Fußböden werden oft „nur“ mit geschliffener Oberfläche verlegt, da die Politur (besonders bei weichen Steinen wie Kalkstein oder Marmor), sich schnell abnutzen würde.

Aus Sicherheitsgründen (Rutschfestigkeit) werden Fußböden im öffentlichen Raum und/oder im Außenbereich mit einer gewissen Rauhigkeit favorisiert. Dies kann man durch verschiedene Verfahren erreichen, wie chemische Behandlung, Lasern, Flammen etx.

Natursteine, welche gut spaltbar sind (Tonschiefer, bestimmte Gneise und Mergel, Phyllite etc.) werden „spaltrauh“ angeboten

Im handwerklichen Bereich gibt es eine Reihe von Oberflächen, welche sich mit entsprechenden Werkzeugen herstellen lässt (gebeilte Oberfläche, gekrönelte Oberfläche, gespitzte Oberfläche etc.)

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