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Gabor Racz Phänomen und Paradigma Seite

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Inhaltsverzeichnis

PHÄNOMEN? PARADIGMA? DIGITAL?

PHÄNOMEN

1. etwas, was als Erscheinungsform auffällt, ungewöhnlich ist
2. Das Erscheinende, sich sich den Sinnen zeigende; der sich der Erkenntnis darbietende Bewusstseinsinhalt (Philos,)
3. Mensch mit außergewöhnlichen Fähigkeiten
Quelle: Prof. Dr Dr. h.c. Drosdowski Günther / Dr. Scholze-Stubenrecht Werner / Dr. Wermke Matthias: Duden: Das Fremdwörterbuch. Mannheim. o. J. , S.618
Synonym: Erscheinung / Besonderheit / Ausnahme
Quelle: http://synonyme.woxikon.de/synonyme/phänomen.php (20.03.2012)
english translation: phenomenon
Quelle: http://dict.leo.org/ende?lp=ende&lang=de&searchLoc=0&cmpType=relaxed&sectHdr=on&spellToler=&search=PHÄNOMEN (20.03.2012)

PARADIGMA

1. Beispiel, Muster; Erzählung, Geschichte mit beispielhafte, modellhaftem Charakter.
2. Muster einer bestimmten Deklinations- od. Konjugationsklasse, das beispielhafte für alle gleich gebeugten Wörter steht; Flexionsmuster (Sprachw.)
3. Anzahl von sprachlichen Einheiten, zwischen denen in einem gegebenen Kontext zu wählen ist (z.B. er steht hier/dort/oben/unten), im Unterschied zu Einheit die zusammen vorkommen, ein Syntagma bilden (z.B. in Eile sein; Eile kann nicht ausgetauscht werden)
4. Denkmuster, das das wissenschaftliche Weltbild, die Weltsicht einer Zeit prägt
Quelle: Prof. Dr Dr. h.c. Drosdowski Günther / Dr. Scholze-Stubenrecht Werner / Dr. Wermke Matthias: Duden: Das Fremdwörterbuch. Mannheim. o. J. , S.591
Synonym: Beispiel / Schema / Muster
Quelle: http://synonyme.woxikon.de/synonyme/paradigma.php (20.03.2012)
english translation: paradigm
Quelle: http://dict.leo.org/ende?lp=ende&lang=de&searchLoc=0&cmpType=relaxed&sectHdr=on&spellToler=&search=PARADIGMA (20.03.2012)

DIGITAL

digital mit dem Finger (med.)
digital (lat.engl. Signale, Daten in Ziffern (d.h. in Schritten u. nicht stufenlos bzw. analog) darstellend od. dargestellt
Quelle: Prof. Dr Dr. h.c. Drosdowski Günther / Dr. Scholze-Stubenrecht Werner / Dr. Wermke Matthias: Duden: Das Fremdwörterbuch. Mannheim. o. J. , S.191
Synonym: Keine Synonyme gefunden
Quelle: http://synonyme.woxikon.de/synonyme/digital.php (20.03.2012)
english translation: digital --> wieder ins deutsche übersetzt: fingerartig, quantisier, ziffernweise
Quelle: http://dict.leo.org/ende?lp=ende&lang=de&searchLoc=0&cmpType=relaxed&sectHdr=on&spellToler=&search=digital (20.03.2012)

PHÄNOMEN 5.1 PARADIGMA

Raumwahrnehmung

Vor 15 Jahren war ich das letzte mal in unserem Haus in Ungarn. Ich hatte den Grundriss noch immer im Kopf, und auch die Maße. Ich benötigte 24 Schritte, um vom Eingang bis zum Flurende zu gelangen, da ich manchmal den ganzen Tag den Flur auf- und abging. Umso überraschender empfand ich es, als ich mir letzten Sommer meinen Kopf beim Treppensteigen an der Decke anstoßte. Plötzlich stauchte sich der Grundriss, als ich nach 10 Schritten am Flurende mit der Nase gegen die Wand lief. Mit einer Beule am Kopf und einer blutenden Nase stand ich im Flur und war fasziniert davon, wie sich der Raum im Kopf verzerrte, beziehungsweise geschrumpft ist. Kinder nehmen die Umwelt anders war als Erwachsene. Einerseits haben Kinder ein kleineres Sichtfeld und nehmen die Umgebung gewölbt wahr, wie mit einem Fisheye-Objektiv, das Objekt, auf welches sie sich konzentrieren, erscheint hingegen vergrößert....

Quelle: Durch Vorlesung auf der Uni Innsbruck / Durch Biologie Unterricht im Gymnasium / http://de.wikipedia.org/wiki/Gesichtsfeld (24.03.2012) / http://de.wikipedia.org/wiki/Blickfeld (24.03.2012)

46 oder 64

Ich bin in Österreich aufgewachsen, wodurch ich die Sprache von klein auf gelernt habe. Eines habe ich aber nie wirklich verstanden. Warum werden im Deutschen die letzten beiden Ziffern vertauscht. Diese Logik fällt mir heute noch schwer, denn wenn mir jemand die Telefonnummer schnell in zweier Folgen ansagt, bin ich schlichtweg überfordert. Vielen Menschen fällt es gar nicht mehr auf, aber für mich persönlich ist es ein Phänomen. Zurück zu führen ist dieses Phänomen auf die übliche deutsche Sprechweise die vor 4000 Jahren entstanden ist. Da es nicht genügend Zahlen gab, ritzten die Indogermanen Zeichen in ein Kerb Holz und dabei wurden zuerst die Einer-Zahlen eingeritzt. 1482 wurden die arabischen Ziffern eingeführt, aber die Aussprache ist die Alte geblieben. In Norwegen wurde in 1953 die logische korrekte Sprechweiße eingeführt....

Quelle: http://www.n-tv.de/panorama/Verkehrte-deutsche-Zahlenwelt-article26962.html (24.03.2012)

Der Heilige Krieg: Vinyl vs Digital Format

Vinyl, die große schwarze Scheibe, wenn man sie streichelt, fühlt man die Musik, die Nadel wird auf die rotierende Platte gelegt, sie beginnt zu knistern. Plötzlich ertönt die Musik satt und saftig, während sich die Nadel in die Scheibenmitte zubewegt bis die Musik in ein leises Summen verstummt. Die Schallplatte hat schon über 110 Jahre auf den Rücken, aber nach wie vor kann sie sich im Musikmedium gegen Kassetten, CD oder mp3 behaupten. Es herrscht ein wahrer Glaubenskrieg zwischen dem analogen und dem digitalen Medium. Beide Seiten torpedieren sich mit Aussagen, wie „Vinyl ist viel lebendiger als Digital“; „die Qualität wird komprimiert“ „Es ist wesentlich kurzlebiger“ etc. Es ist oft so als würde man sich einer Religion verpflichten, statt sich auf die Vorteile der einzelnen Tonträger zu konzentrieren. Ich persönlich höre beides. Unterwegs ist die digitale Form wesentlich handlicher, während mich zu Hause das Vinyl durch die Gestik des Abspielens der Platte verführt...

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Schallplatte (24.03.2012) / http://en.wikipedia.org/wiki/Comparison_of_analog_and_digital_recording (24.03.2012)
Forum: http://www.hifi-forum.de/viewthread-53-333-6.html (24.03.2012)

Traumsprache

Wenn mich Leute fragen, seit wann ich Deutsch spreche, antworte ich: „Seit ich in meinen Träumen Deutsch spreche...“ Dieser Wandel kann damit zusammenhängen, dass das Gehirn während der Traumphase den Alltag verarbeitet. Da der Alltag von Deutsch geprägt ist, könnte dies dazu beitragen, dass man im Laufe der Zeit in einer anderen Sprache träumt....

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Traum (24.03.2012)
Forum: http://de.answers.yahoo.com/question/index?qid=20100228015404AAG1nUt (24.03.2012)

Gizmo als Phänomen

Hier ist nicht das kleine Monster aus dem Film Gremlins gemeint, sondern die kleinen Gadgets, die Auswirkungen auf die Gesellschaft haben. Ein Beispiel ist das „Walkie Talkie“, wodurch sich die Strategie und die Kommunikation im Krieg verändert hat. Kleine Geräte verändern das Verhalten der Gesellschaft und wie die Gesellschaft die Umgebung anders nutzt. Ein heutiges gängiges Gizmo ist das Smartphone, dass einen überall hin leiten kann oder Musik abspielen kann, wodurch zum Beispiel ein verlassener Parkplatz zur Tanzfläche wird.

Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Walkie-talkie (24.03.2012) / http://de.wikipedia.org/wiki/Smartphone / (24.03.2012)

Zwischen Kasnocken und Paprikagulasch

Meine Familie wanderte 1991 von Ungarn nach Österreich aus und schon bald fingen Erwachsene an mich mit der Frage zu nerven: „Bist du ein Ungar oder ein Österreicher?“ Ich erinnere mich noch daran, dass ich mich nie entscheiden konnte. Also richtete ich mich nach meiner eigenen Logik: „Wo ich die meiste Zeit bin, so einer bin ich“. Da meine Aufenthalte in Ungarn immer kürzer wurden, antwortete ich: „Österreicher“. Während meiner Kindheit und Jugend machte ich Bekanntschaft mit der österreichischen Kultur und den Bräuchen (speziell Pinzgau). Doch mit dem Begriff „Österreicher“ konnte ich mich nicht wirklich identifizieren. Gleichzeitig verspürte ich aber auch keinen Drang oder keine Sehnsucht nach dem Ungarischen. Heimatgefühle entwickelte ich nie, wodurch mein kindliches Paradigma reifte und es entstand ein „ich“ unabhängig von „wo“. Für mich ist ein Ort, Land, Kultur weniger ein Mittel, mit dem ich mich definiere, „Ich bin nicht wo.“

Rezepte
Kasnocken: http://www.hotel-barbarahof.at/blog/rezept-kasnocken.htm (24.03.2012)
Paprikagulasch: http://www.lecker.de/rezept/877084/Ungarisches-Paprika-Gulasch.html (24.03.2012)
Persönliche Werkzeuge