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Flexibilitus

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Verfasser Friedrich Laila, Jung Annabella, Wacker Maximilian
Betreuer Beck Alexander
LV HBSE
Thema T-Shelter
Titel Flexibilitus
Semester 15WS
Image Bild:Flexibilitus Rendering.jpg


Inhaltsverzeichnis

Warm-Up

In der Warm-Up Phase wurde das Thema behandelt, wie viel Raum jeder Student für sich selbst zur Verfügung hat, sowie benötigt. Außerdem fand eine Recherche statt, was die Mindeststandards bei der Unterbringung von Flüchtlingen sind. Da die Mindestfläche für eine Person 8m² und jede weitere Person 4m² sind, kommt man bei 4 Personen auf 20m² Fläche. Es wurde also von Anfang an versucht die maximale Quadratmeterzahl von 20m² nicht zu überschreiten.


Vorentwurf

Bei dem Vorentwurf wurde bereits darauf geachtet die insgesamte Quadratmeterzahl von 20m² nicht überschritten wird. Das Haus besteht aus zwei Schlaf-Kojen mit je 2 Betten, einer Nasszelle und einem Wohn- und Esszimmer. Letzteres kann durch eine verschiebbare Wand individuell genutzt werden. Diese Wand ist aufklappbar und enthält eine Küche, sowie Stauraum für einen ausfahrbaren Tisch und Klappstühle. Durch das Regal auf der anderen Seite erhält man zusätzlichen Stauraum. Durch das Warm-Up zu Beginn des Semsters und eigenständiger, intensiver Recherche war es uns ein Anliegen, jeder Person die Möglichkeit eines Rückzugortes zu geben. Durch die zwei Schlafkojen mit einen ausklappbaren Tisch, gelingt dies optimal. Durch die verschiebbare Wand wird zudem eine persönliche Raumaufteilung ermöglicht und führt zu einem einmaligen Raumerlebnis.

Entwurf

Midtherm

Die durchgängige X-Karton-Fassade dient zum einen als tragenden Konstruktion und zum anderen als Stauraum für die Bewohner. Durch die verschiebbaren Betten können immer neue Raumsituationen entstehen, genauso wie mit der verschiebbaren Küche und die sich - je nach Gebrauch - öffnende und schließende Dusche.

Final

Flexibilitus ist eine temporäre Unterkunft, die vor allem auf die Bedürfnisse der momentan unter den Auswirkungen der Flüchtlingskrise leidenden Asylsuchenden ausgelegt ist. Durch eine gesteckte X-Konstruktion aus Graupappe als tragende Konstruktion und eine transluzente Rundumverglasung bietet die Wohneinheit sowohl einen optimalen Blick nach außen in die Natur, als auch eine flexible Raumgestaltung. Flexibilitus kann direkt auf die Wünsche der Bewohner eingehen, indem die Küche und die Betten alle variabel verschiebbar sind und somit ständig neue, flexible und variable Wohnsituationen geschaffen werden können. Als Stauraum dient die X-Konstruktion, die neben ihrer statischen Aufgabe auch von innen ausreichend Platz und Möglichkeiten für unterschiedliche Verwendungen findet.

Idee X-Konstruktion

Die Konstruktion besteht aus Steckverbindungen, da so eine Stabilität gesichert ist, es aber immer noch temporär ist.

Datei:Flexibilitus Steckverbindung1.1.pdf
Datei:Flexibilitus SteckverbindungEcke1.pdf
Datei:Flexibilitus SteckverbindungEcke2.pdf
Datei:Flexibilitus SteckverbindungEcke3.pdf
Datei:Flexibilitus SteckverbindungEcke4.pdf
Datei:Flexibilitus Steckverbindung Detail.pdf


Pläne

Datei:Flexibilitus PläneGrundriss.pdf
Datei:Flexibilitus PläneGrundrissvariation.pdf
Datei:Flexibilitus PläneFassadenschnitt.pdf

Betten

Datei:Flexibilitus BettenAnsicht.pdf
Datei:Flexibilitus BettenRücken.pdf
Datei:Flexibilitus BettenRücken2.pdf

Modell Fotos


Research

Material: Graupappe/ Buchbinderpappe
Materialgruppe: Papier – Maschinengefertigtes Papier – Papier für Verpackungen

  • Eigenschaften:
    • flächiger Werkstoff
    • hauptsächlich aus Altpapierstoffen
    • meist mehrlagig
    • Flächengewicht zwischen ca. 180 und 2500 g/m²
    • bietet hohe Festigkeit und Steifigkeit
    • niedrige Druckqualität
  • Verwendung vor allem als Hilfs- und Verstärkungsmaterial (z.B für Buchdeckel) Grundmaterial für Bastel- und Modellbauarbeiten.
  • Recycling: kann immer wieder rezykliert werden.
  • Fertigung: Mit mehreren Siebpartien werden sowohl auf Lang- wie auf Rundsiebmaschinen gleichzeitig einzelne Bahnen aus der Fasersuspension geschöpft. Diese Bahnen werden dann in nassem Zustand zusammengeführt, sodass nie zwei Siebseiten gegeneinander zu liegen kommen, und schliesslich miteinander gegautscht. Anschliessend durchläuft die Kartonbahn die Vortrockenpartie, den Glättzylinder und die Leimpresse, wo mit einer Stärkelösung eine Oberflächenleimung vorgenommen wird. Da sich der Karton nach dem Trockenprozess nicht mehr rollen lässt, wird die Bahn am Ende der Produktion in Grossformate geschnitten.
  • Eigenschaften: (bezieht sich auf Einseitig glatt, in Bogen)
  • Zusammensetzung: 100% Sekundärfasern aus Altpapier.
  • Beständigkeit: niedrig - Maschinenpappe stellt man durch Aufeinanderpressen von mehreren auf Rundsieb- und/oder Langsiebmaschinen gleichzeitig erzeugten Faservliesen her. *Lieferformen: in Bogen mit Flächengewichten zwischen 350 und 2440 g /m²
  • Anwendungsbeispiele: Faltschachteln, Blockunterlagen, Kalenderrückseiten, Buchdeckel, Register, Paletten-Zwischen- und -unterlagen.

Die Bezeichnung "Vollpappe" unterscheidet "massive" Pappen von der Wellpappe (mehrlagige Pappe, bestehend aus einer oder mehreren Lagen miteinander verleimter, glatter und gewellter Papierbahnen).

  • Anwendungsgebiete: Roh- und Feinkartonagen, Buchbinderei, Verpackung und Transport
Wasserfestigkeit

Durchgeführt wurde eine Studie, um Karton/ Pappe wasserabweisend zu bekommen. Mit folgenden Materialien wurde der Karton bearbeitet:

  • Sprühlack
  • Wasserglas
  • Bienenwachs


Die Studie zeigte, dass Sprühlack trotz Beschreibung nicht komplett wasserabweisend ist, Wasserglas sich bei Wasserkontakt wieder verflüssigt und Bienenwachs zwar das Wasser abwies, jedoch bei zu starker Sonneneinstrahlung zu schmelzen beginnt. Diese Studie war somit nicht erfolgreich.

Die zweite Studie bezieht sich nun mehr auf die Graupappe, da diese als Hauptmaterial für die Konstruktion festgelegt wurde: Hierbei wurde die Graupappe mit folgenden Flüssigkeiten bestrichen:

  • Epoxidharz
  • Polyurethan
  • Paraffin
  • Flüssigkunststoff (weiß)
  • Außerdem wurde ein Probeteil erst mit Paraffin und dann mit Polyurethan bestrichen.


Diese Probestücke wurden dann 36 Stunden auf dem Balkon gelagert und dabei Regen, wie auch Sonne ausgesetzt. Die Studie zeigte, dass Epoxidharz sowie Polyurethan sich als Mittel eignen, um die Graupappe wasserabweisend zu machen.

Feuerfestigkeit

Als weiterführende Studie wurden diese Probestücke dann noch direktem Feuer ausgesetzt um auch noch die Feuerfestigkeit zu testen. Dabei fingen Polyurethan, Paraffin, sowie der Flüssigkunststoff direkt Feuer und brannten ab, während beim Epoxidharz lediglich eine kleine Flamme entstand, die sofort wieder erlosch. Somit viel die Entscheidung auf das Epoxidharz, da es nicht nur wasserabweisend ist, sondern auch feuerfest ist.

  • Eigenschaften Epoxidharz:
    • Dichte: Harze 1,17 g/cm³ bis 1,25 g/cm³ ; gefüllt je nach Füllstoffgehalt l,7 g/cm³ bis 2,1 g/cm³
    • Farbe: Ungefärbt ohne Füllstoffe klar; meist aber nicht lichtecht, daher nur wenige Einfärbungen möglich; vielfach nicht hellfarbig.
    • Thermische Eigenschaften:
      • Gute Wärmeformbeständigkeit.
      • Maximale Dauergebrauchstemperatur für kaltgehärtete Formteile bis +80 °C, für heißgehärtete Formteile +170 °C bis 200 °C, für Spezialsorten bis 250 °C.
    • Epoxidharz schwer entzündbar; Spezialtypen selbstverlöschend.
    • Beständig gegen (Auswahl): Verdünnte Säuren und Laugen; Chlorkohlenwasserstoffe; Toluol; Alkohol; Benzin, Benzol, Mineralöle, Fette. Bei cycloaliphatischen Harzen gute Witterungs- und UV-Beständigkeit. Bedingt beständig gegen heißes Wasser. Formmassen beständig gegen: Kochwasser, starke Laugen, Alkohol, Ester, Ether, Toluol, Benzin, Benzol, Mineralöl, Fette.
    • Nicht beständig gegen (Auswahl): Konzentrierte Säuren und Laugen, Ammoniak; Ester, Ketone, Aceton. Formmassen nicht beständig gegen konzentrierte Laugen.


Quellen: https://www.kunststoffe.de/themen/basics/reaktionsharze/epoxidharzeep/artikel/epoxidharze-ep-645106 http://www.materialarchiv.ch/detail/527/Graukarton#/detail/527/graukarton http://www.kartonagen.de/lexikon_pappe.php

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