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Eberharter/Ammann

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Verfasser Ammann Philipp
Betreuer Hainz Wolfgang
LV HBSE
Thema Behausung in der Natur
Titel Bergkristall
Semester 14WS
Image Bild:HBSE_15SS_Ammann028.png

Der "Bergkristall" ist das Konzept eines in der Sillschlucht gelegenen Gebäudes, welches auf bescheidenem Raum sämtliche Funktionen des Wohnens erfüllt. Es nimmt Bezug auf die Felswände der Schlucht, sowie den darin verlaufenden Fluss, die Sill.


Inhaltsverzeichnis

Formfindung

Blickfeld in der Horizontalen
Verbindung der 3 Ebenen in der Vertikalen
stufenweiser Aufbau
statisches Modell
gefaltetes Modell
Die Verortung wurde auf Grund der Felswand gewählt, welche ästhetisch aus dem Fluss hervorragt. Zudem ergibt sich von diesem Punkt aus ein hervorragender Ausblick entlang des Flussverlaufs der Sill. Diese zwei Besonderheiten sollten den Grundstein für das Formkonzept bilden.


Erlebnis Fels: Um die Felswand einzubinden wurde das gesamte Gebäude direkt am Fels verankert. Die drei Geschosse sind entlang des Felsen in der vertikalen angeordnet. Sie sind durch ein Aufgangsrohr verbunden, in welchem sich eine Leiter befindet. Man klettert also parallel zum Fels nach oben und hat durch eine transparente Fassade sowie Fenster Bezug zu diesem.

Erlebnis Fluss:
Um zum Gebäude zu gelangen muss der Fluss über einen Steg in der horizontalen überquert werden. Des weiteren wurden die Ebenen am Felsen ebenfalls in der horizontalen um jeweils 45° verdreht, sodass sie das gesamte Blickfeld der Schlucht abdecken. Drehachse bildet das Aufgangsrohr. Großflächige Verglasungen sorgen dafür, dass man diesen Ausblick auch zu Genüge genießen kann.


Tragwerk

Wenn die Ebenen im richtigen Muster (siehe Formfindung) angeordnet sind, ergibt sich eine offensichtliche Verbindungslogik. Die Eckpunkte der Geschosse werden durch Druckstäbe verbunden. Dabei ist jeweils der nächstgelegenste Eckpunkt von der Ebene darüber bzw. darunter zu wählen. Dadurch entsteht ein Dreiecksmuster. Lediglich die Rückseite bildet auf Grund der Felswand eine Ausnahme. Für den Dachabschluss wird ein separates Dreieck in Deckenhöhe des DG angebracht. Dessen Eckpunkte können nun abschließend in der oben genannte Verbindungslokig eingebracht werden. Für den unteren Abschluss wird lediglich ein bestimmter Punkt ausgewählt, an dem sämtliche Stäbe zusammenlaufen. Die Druckkräfte werden über diesen an die Felswand abgeleitet. Zur zusätzlichen Kraftaufnahme sind die Rahmen der EG- und DG-Ebene über Zuganker am Fels befestigt.


Fassadengestaltung

Für die Fassadenbespielung wurde ein Pfosten-Riegelsystem ausgewählt. Dabei handelt es sich um Structural-Glazing, welches für eine "fließende" Oberfläche sorgt. Die eingesetzten Dreieck-Elemente werden jeweils parallel zur bereits vorgegebenen Dreiecksstruktur des Tragwerks angeordnet. Bei den Elementen wird Abschnittweise je nach Anforderung zwischen transparenten Glaselementen und opaken Sandwichelementen entschieden. So entsteht eine Fassade die perfekt zwischen Sichtschutz und Ausblick ausbalanciert ist. Die schützende Kristall-Hülle war namensgebend für das Projekt.


Raumbespielung

Die drei Geschosse des Gebäudes besitzen jeweils einen quadratischen Grundriss von 3x3 Meter und sind in die verschiedenen Funktionen eingeteilt:
EG: Kulinarik
OG: Schlaf/Hygiene
DG: Wohnen
Als Verbindungsglied der Ebenen dient ein Aufgangsrohr. Es befördert nicht nur Personen zwischen den verschiedenen Geschossen, sonder auch die gesamte Haustechnik. Die außergewöhnliche Fassadengestaltung sorgt auch im Inneren für Wohnqualitäten der besonderen Art, ohne dabei an Nutzfläche zu verlieren. Die umgebungsbedingt flache Rückwand bringt dabei den Vorteil mit sich, dass hier Türe und Fenster angebracht werden können.


Material

Bei der Materialwahl wurde auf ein geringes Eigengewicht Wert gelegt: Für das Tragwerk, sowie das Pfosten-Riegelsystem wurde Aluminium gewählt. Die Fassade besteht aus 2-Fach-Isolierglas und Sandwichelementen (Aluminiumhülle mit PU-Hartschaum-Füllung). Der Fußbodenaufbau ist im Holzleichtbau umgesetzt.


Montage

Da die Sillschlucht kein sehr geeigneter Bauplatz ist, wurde für das Gebäude ein Stecksystem ausgewählt: Die Rahmen sind vor Ort verschraubbar, die Stäbe, Pfosten und Riegel sind allesamt separate Einzelteile die vor Ort verbunden werden. Die Fassadenelemente besitzen, obwohl sie als fertig-geschlossene Elemente geliefert werden eine überschauliche Größe.
Als erstes wird das Grundgerüst mit Rahmen und Stäben erstellt. Der zweite Schritt ist das Anbringen der Pfosten-Riegel-Konstruktion. Im Anschluss kann der Bodenaufbau einfach in den Rahmen eingelegt werden. Nun wird die Verbindungsröhre in die vorbestimmten Öffnungen der Geschosse eingesetzt. Danach können die Fassadenelemente ganz simpel an der Pfosten-Riegel-Vorrichtung angebracht werden. Zu guter Letzt werden sämtliche Elementanschlüsse mit Silikon versiegelt.


Bilder eines nachgebauten Knotenpunkts


Pläne

Lageplan: Datei:HBSE 15SS Ammann008.pdf.pdf
Grundriss EG: Datei:HBSE 15SS Ammann009.pdf.pdf
Grundriss OG: Datei:HBSE 15SS Ammann010.pdf.pdf
Grundriss DG: Datei:HBSE 15SS Ammann011.pdf.pdf
Schnitte: Datei:HBSE 15SS Ammann012.pdf.pdf
Ansichten: Datei:HBSE 15SS Ammann013.pdf.pdf
Detail Pfosten-Riegel:Datei:HBSE 15SS Ammann014.pdf.pdf
Detail Bodenaufbau: Datei:HBSE 15SS Ammann015.pdf.pdf
Detail Verankerung/thermische Trennung: Datei:HBSE 15SS Ammann016.pdf.pdf
Detail: Türe Datei:HBSE 15SS Ammann017.pdf.pdf
Detail: Steg Datei:HBSE 15SS Ammann018.pdf.pdf
Detail: Knotenpunkt Datei:HBSE 15SS Ammann019.pdf.pdf

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