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Docking the Twin-City-Liner

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von: Gudenus Clemens

Betreuer: Arch DI Michael Budig,Arch DI Markus Malin, Arch DI MArch AA Robert Neumayr


Bild:E3 Clemens front.jpg


Inhaltsverzeichnis

Bauplatz

Ziel des Entwerfens war es in eine Waterfront einzugreifen und sie durch einen Pavillion aufzuwerten. Als Bauplatz fiel die Wahl bei diesem Projekt auf den Schwedenplatz in Wien. Nahe am Zentrum von Wien gelegen, hat er durch seine Anbindung an den Donaukanal viel potenzial. Sein derzeitiger Zustand erfüllt dieses Potenzial jedoch nur minimal, da zwischen dem eigentlichen für Fußgänger vorbehaltenen Platz und der Waterfront eine vierspurige Straße verläuft. Erschwerend legt sich auch noch ein "Band" an öffentlichen Verkehrsmitteln dazwischen, und untergräbt erneut die Rolle des Platzes als Ort des Verweilens.


Bild:E3 Clemens bauplatz.jpg Bild:E3_Clemens_bauplatz2.jpg

abstraktes städtebauliches Arbeitsmodell: die Wege hier als Draht dargestellt


Städtebauliche Maßnahme

Das vorliegende Projekt soll nun über die genannten Barrieren hinweg eine Verlängerung des Platzes hin zum Donaukanal -sprich zur Waterfront- ermöglichen und einen Bootsanlegeplatz für den Twin-City-Liner enthalten. Eine Brücke soll die durch den Verkehr entstandene Trennung überspannen, sich im Anschluß daran zum Wasser hin auskragen und zum Platz hin ansteigen. Die Brücke übernimmt die „räumlich - objektive“ Überwindung des Verkehrs welche jedoch durch die „subjektive“ Überwindung -also: Blicke, Sichtachsen und Ebenen- verstärkt wird, indem der erweiterte Platz gleich einem Aditorium den vorhandenen in die Vertikale fortsetzt. Die Fußgänger der vom Zentrum kommend den Schwedenplatz erreicht, kann so in Blickkontakt mit den „Benützern“ der Waterfront treten und rück somit mit samt dem Platz in deren Nähe und umgekehrt.


Bild:E3 Clemens vogelperspektive.jpg


Entwurfskonzept

Ausgangspunkt und Prinzip des Entwurfs bildet -jedoch in seiner abstrakten Form- die Wirbelsäule. Eine natürliche Konstruktion deren Wesen es ist Lasten auf die Beine oder Arme abzutragen und den Abstand zwischen Hüfte und Kopf zu überbrücken. Der Entwurf liefert modulare und parametrisch gesteurte Glieder, die in ihrem Zusammenspiel das räumliche und statische Ganze des Gebauten bilden. Genauso wie die Ausdehnung und Form der einzelnen Wirbel den Gesamteindruck ausmachen, ergibt sich der finale Entwurf aus der unterschiedlichen Artikulation der einzelnen Teile.


Bild:E3_Clemens_Spanten.jpg‎ Bild:E3_Clemens_Spanten2.jpg‎‎


Konstruktion und Form

Die Form wird aufgrund folgender Überlegung generiert: Vier miteinander verwickelte Tubes (durch Torsionskräfte nicht gefährdet), deren Membranen sich nicht berühren, generieren über ihr Abstandsvolumen in regelmäßigen Abständen die Spanten der Konstruktion.

- Die generierten Spanten werden über eine Helix miteinander verknüpft, die eine Hüllkurve jeweils zweier Tubes (die selben die auch die Spanten formen) ist.

- Die auf Zug beanspruchten Helix werden durch die auf Druck beanspruchten Spanten in ihrer Form gehalten und funktionieren in ihrem Zusammenspiel gleich räumlich gekrümmter Linsenträger.

- Die begehbare Fläche wird durch die in ihrer Dicke unterschiedlich skalierten Spanten erzeugt.


Bild:E3 Clemens tubes.jpg Bild:E3 Clemens Helix.jpgBild:E3 Clemens Helix_gesamt.jpg


Parametrische Steuerung

Die bereits erwähnten Tubes werden lokal in ihrer Lage und Form durch neun parametrisch beeinflussbare Punkte kontrolliert. Die Lage der Punkte zueinander lässt die Form der Querschnitte der Tubes variieren und erzeugt so auch eine direkte Abhängigkeit der Querschnittformen der Tubes zueinander. Die Lage der Punkte ändert sich entlang der Struktur und so auch die Form und Artikulation der Spanten. Die statischen Anforderungen an die Struktur verlangen ein verwickeln der Tubes und so wird in dessen Folge die Spante gedreht und verlangt, dass die zu begehende Fläche ständig wechselt und so ein Kontinuum entsteht. Die „Wand“ wird zur „Decke“ und umgekehrt.


Bild:E3 Clemens Parametrisch querschnitt.jpg Bild:E3 Clemens Parametrisch.jpg


Renderings


Attribute

Gudenus Clemens | Neumayr Robert | Budig Michael | Malin Markus | E3 | Parameter-entwurf-gebäude | Docking the Twin-City-Liner | 09SS | Bild:E3 Clemens front.jpg | a

Fakten zu Docking the Twin-City-LinerRDF-Feed
BetreuerNeumayr Robert  +, Budig Michael  + und Malin Markus  +
ImageE3 Clemens front.jpg  +
LVE3  +
Semester09SS  +
ThemaParameter-entwurf-gebäude  +
TitelDocking the Twin-City-Liner  +
VerfasserGudenus Clemens  +
Zuordnunga  +
Persönliche Werkzeuge