exp.wiki NEU
WICHTIG: Das exp.wiki wurde aktualisiert und ist ab sofort unter einer neuen Adresse zu erreichen: https://exparch-www.uibk.ac.at/testwiki
Bitte das Anlegen neuer Seiten oder die Änderungen bestehender ab sofort ausschließlich dort durchführen.
Bestehende Projektseiten wurden/werden migriert und sind auch auf der neuen Plattform vorhanden.

Die Erleuchtung

Aus exp.wiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

von Claudia Kaufmann

Il Gesú auf der Piazza del Gesú in Rom


Ausgangspunkt für das Entwerfen war die Jesuitenkirche Il Gesú in Rom. Die Kirche wurde in der Renaissance erbaut und im Barock umgestaltet. Das einschiffige Langhaus flankiert von 6 Kapellen bildet einen großen tonnengewölbten Raum und unterstreicht die Altarwirkung. Der Einfall des Lichts trägt ebenso zur Wichtigkeit des Innenraumes bei.

Die Kirche ist nicht nur Ausgangspunkt des Projekts sondern bildet gleichzeitig auch den Standort für ein Museum.



Das Nachmodellieren der Kirche öffnete einige mögliche Wege für den Entwurf.


Die Fensteröffnungen sind sehr begrenzt gehalten, der Einfall des Sonnenlichts hat jedoch eine große Wirkung auf den Innenraum der Kirche. Diese Auswirkung wurde genauer im 3D-Modell analysiert und veranschaulicht. Licht und Schatten zum Thema des Entwurfs.

Auszug aus den Studien:

Der Sonnenverlauf in der Kirche wurde an mehreren Tagen untersucht und nachsimuliert. Jener für den Sommeranfang (21.06.) galt als Ansatz für den Entwurf. Das Licht erzeugt viele verschiedene „Flächen“. Diese so bezeichneten Schattenflächen wurden aus dem Volumen der Kirche herausgetrennt. Sie bilden viele unterschiedliche Flächenformen.

                      


VARIANTE 1:


Die entstandenen Formen bilden Ausstellungsflächen für ein bewegliches Museum, welches sich im Inneren der Kirche befindet. Es dient für Ausstellungen jeglicher Art.




Die Ausstellungsflächen verlaufen entlang der Säulen und der Wände in der Kirche. An ihnen befinden sich Photovoltaikplatten. Durch den Einfall des Sonnenlichts erhalten die oberhalb der Deckenfläche angebrachten Elektromotoren Energie und ziehen die Ausstellungsflächen über Seile um eine gewisse vorbestimmte Höhe nach oben bzw nach unten. Die Bewegung der Wände erfolgt also analog zum Verlauf der Sonne. Somit hat die Kirche viele verschiedene Erscheinungsbilder. Außenwände und Säulen, sowie die barocke Gestaltung bleiben der Kirche erhalten.


VARIANTE 2:

Die entstandenen Formen bilden Ausstellungsflächen für ein Museum im Inneren der Kirche. Die Wandflächen bestehen aus zwei dünnen aufeinander gewalzten und geschweißten Blechstreifen, sogenannten Bimetallen. Die beiden Bleche sind fest miteinander verbunden. Die meisten der Wandflächen des Museums bestehen aus Zink und Stahl: Zink hat den größten Wärmeausdehnungskoeffizient a(=Kennwert, der das Verhalten eines Stoffes bezüglich Veränderung seiner Abmessung bei Temperaturveränderungen beschreibt; www.wikipedia.org) (..bei 20°C in 10-6 K; Zink a= 36,0 und rostfreier Stahl a= 16,0 ) und deshalb ist die Verbindung Zink- Stahl besonders gut geeignet für eine Verbiegung. Das Bimetall verbiegt sich auf jene Seite der Bleche, welches die geringere Wärmeausdehnung hat. Somit hat eine Zink-Stahl Verbindung eine größere Möglichkeit der Verbiegung als alle andere Verbindungen von Metallen. Bimetalle in der Verbindung Kupfer und Eisen könnten beispielsweise auch verwendet werden, sind jedoch in der Ausdehnung nicht so effizient.

Bild 1: Ausgangssituation

Bild 2: Veränderung nach kurzer Zeit

Bild 3: Veränderung nach längerer Sonneneinwirkung




Bild 4: Ausgangssituation

Bild 5: Veränderung nach kurzer Zeit

Bild 6: Veränderung nach längerer Sonneneinwirkung



Bild 7: Ausgangssituation

Bild 8: Veränderung nach kurzer Zeit

Bild 9: Veränderung nach längerer Sonneneinwirkung


Durch den Sonneneinfall beginnen sich die beschienenen Wandflächen zu verformen. Bei Schatten bilden sich die Flächen wieder ein wenig zurück, jedoch erreichen sie nicht in ihren Ausgangszustand. Somit verschmelzen die Flächen über viele Jahre mit den Säulen, Wänden und dem Boden der Kirche und bilden eine große variable Ausstellungsfläche im Innenraum der Kirche.



Veränderung nach Sonneneinwirkung

Veränderung nach Sonneneinwirkung



ENGLISCHER PRÄSENTATIONSTEXT MIT VARIANTE 1:

The origin for my project was the church of the Jesuits Il Gesu in Rome. Il Gesú is a church, which was build in the renaissance and resonstructed in the baroque era. The light and the altar are particulary important for the interior of the church. The church forms the origin and the location for a museum with displaceable exhibition walls. I was modelling the church at the beginning. The apertures of the windows are very little, but they are very effective for the interior. The topic for my projcect are light and shadow and I began to analyse the church on this themes. I analysed the path of the sun on a lot of days and I decided to choose the 21 th june,the beginning of the summer. The light create a lot of different areas. I cutted those areas, called shadowwalls, from the volume without pillars. And so I received a lot of different walls. Those areas forms the displaceable walls for the museum in the interior church. There can be exhibitions of any kind of topic. The walls move along the pillars and walls in the church. On them are photovoltaic plates. The movement follows the path of sun: The walls which are illuminated by the sun, move up or down. The principle is based on a electrical tackle, which works with the photovoltaic installation on the walls. The church has a lot of different ways to present her interior and the baroque atmosphere.


zurück zur Liste der Studentenprojekte

Attribute

Kaufmann Claudia | Troi Valentine, Ender Ursula | E5 | Die Erleuchtung | CyberBaroque | 07SS Datei:V4V.jpg

Fakten zu Die ErleuchtungRDF-Feed
BetreuerTroi Valentine  + und Ender Ursula  +
ImageV4V.jpg  +
LVE5  +
Semester07SS  +
ThemaCyberBaroque  +
TitelDie Erleuchtung  +
VerfasserKaufmann Claudia  +
Persönliche Werkzeuge