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Daniel Ellecosta Phänomen und Paradigma Seite

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Inhaltsverzeichnis

Aufgabe I

Phänomen

engl. phenomenon oder appearance; franz. phénomène; griech. phainomenon, das Erscheinende), etwas, das sich zeigt; Erscheinung

1. Platon unterscheidet zwischen Phänomen (Erscheinung) und Idee. Ein Pferd z. B. gehört zu den Phänomenen, während die Idee des Pferdes in dem besteht, was alle konkreten (und möglichen) Pferde als Pferde auszeichnet, ihrem gemeinsamen Wesen. Die Idee ist ewige Einheit, immer dieselbe und unveränderlich; die Phänomene dagegen sind mannigfaltig, verstreut in Zeit und Raum, verschieden und dauernder Veränderung unterworfen. Nur dem Anschein nach liegt daher in den Phänomenen Wirklichkeit; die eigentliche Wirklichkeit ist die Idee. Sie läßt sich mit Hilfe der Vernunft schauen, während die Phänomene an das unsichere Zeugnis der Sinne gebunden sind. Im Platonismus rückt das Phänomen in eine Nähe zum bloß Scheinhaften; allerdings steht und fällt diese Deutung mit der Lehre von den dahinterstehenden ewigen Ideen als der eigentlichen Wirklichkeit. Wird sie aufgegeben, erhält das Phänomen zwangsläufig einen anderen Status.

2. Für den naiven Realismus gibt es zwischen den wahrnehmbaren Phänomenen und der Wirklichkeit, wie sie an sich ist, kein Unterschied. Beides ist unmittelbar identisch.

3. Der kritische Realismus definiert dagegen die Phänomene als Bewusstseinszustände, die durch die Wahrnehmung und in ihr gegeben sind. Sie spiegeln die dahinter stehende Wirklichkeit nicht unmittelbar wieder. Aber sie sind Zeichen dafür: Aus der Art, in der die Phänomene auftreten, lässt sich die Wirklichkeit erschließen.

4. Eben dies bestreitet Kant. Phänomen ist für ihn "Erscheinung", Gegenstand der Erfahrung, das Ding, wie es sich dem Wahrnehmenden zeigt. Wie es als "Ding an sich", d.h. unabhängig von aller Wahrnehmung, beschaffen ist und welches Verhältnis es zwischen dem Ding an sich und dem Ding als Erscheinung gibt, darüber kann nichts gewußt werden.

5. Noch einen Schritt weiter geht der Phänomenalismus. Er verneint sogar die Existenz des Dings an sich. Die Wirklichkeit besteht in nichts anderem als den wahrgenommenen (oder wahrnehmbaren) Phänomenen selber.

6. Die Phänomenologie des 20. Jh. klammert die Frage, ob es über die Phänomene hinaus etwas gibt, ein. Zugleich wird der Begriff Phänomen ausgeweitet und umfasst nun alles, was einem Bewusstsein direkt gegeben sein kann.

Quelle: http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/ERZIEHUNGSWISSENSCHAFTGEIST/PhaenomenBegriff.shtml

Paradigma

Das Wort Paradigma (Pl.: Paradigmen bzw. Paradigmata) kommt aus dem Griechischen (parádeigma; para = neben und deiknynai = zeigen, begreiflich machen) und bedeutet Beispiel, Vorbild, Muster oder Abgrenzung. Im klassischen Deutsch kann man auch den Begriff im Sinne unterschiedlicher (wissenschaftlicher) "Schulen" verwenden. Seit dem späten 18. Jahrhundert wird das Wort als erkenntnistheoretischer Ausdruck benutzt, um wissenschaftliche Denkweisen zu beschreiben. Die populärste Gebrauchsweise des Wortes in diesem Kontext geht jedoch auf den Wissenschaftstheoretiker Thomas S. Kuhn zurück, der es in diesem Zusammenhang auch als "Lehrmeinung" übersetzt. Er versuchte damit einen Satz von Vorgehensweisen zu beschreiben. In seinem Buch Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen definiert er ein wissenschaftliches Paradigma als: • das, was beobachtet und überprüft wird, • die Art der Fragen, welche in Bezug auf ein Thema gestellt werden und die geprüft werden sollen, • wie diese Fragen gestellt werden sollen, • wie die Ergebnisse der wissenschaftlichen Untersuchung interpretiert werden sollen. Kuhn meint mit Paradigma also ein vorherrschendes Denkmuster in einer bestimmten Zeit. Paradigmen spiegeln einen gewissen allgemein anerkannten Konsens über Annahmen und Vorstellungen wider, die es ermöglichen, für eine Vielzahl von Fragestellungen Lösungen zu bieten. In der Wissenschaft bedient man sich in diesem Zusammenhang auch oft Modellvorstellungen, anhand derer man Phänomene zu erklären versucht. (Leitbild) Nach Kuhn ist ein Paradigma solange anerkannt, bis Phänomene auftreten, die mit der bis dahin gültigen Lehrmeinung nicht vereinbar sind. Zu diesem Zeitpunkt werden neue Theorien aufgestellt, die dann meist zwischen den Verfechtern der unterschiedlichen Lehrmeinungen sehr emotional belastet ausgefochten werden. Setzt sich dann eine neue Lehrmeinung durch, spricht man vom Paradigmenwechsel

Quelle: http://www.paradigma.org/

Digital

[englisch: digital; aus dem lateinischen: digitus=Finger bzw. digitalis=zum Finger gehörig; Gegenteil: Analog]

Bei dem EDV Begriff Digital handelt es sich um eine Bezeichnung für eine Größenangabe die ausschließlich eine genau definierte endliche Anzahl von diskreten Werten annehmen kann. Zwischenwerte sind nicht definiert und somit nicht zulässig. Computersysteme in der elektronischen Datenverarbeitung arbeiten ausschließlich digital um Informationen zu Übertragen oder zu Verarbeiten. Alle Informationseinheiten lassen sich somit auf die zwei Grundwerte bzw. Ziffern 0 und 1 zurückführen, die zum Beispiel für Strom aus bzw. Strom ein (Elektronik) oder Licht aus bzw. Licht ein (Optoelektronik) stehen. Gegenüber der analogen Darstellung erfolgt der Übergang von einem Wert zum nächsten stets sprunghaft. Das Umwandeln eines analogen Signals in ein digitales Signal bezeichnet man als digitalisieren und wird mit Hilfe von Analog-Digital-Wandlern kurz A/D-Wandler realisiert. Bei der Digitalisierung sind die Abtasttiefe und die Abtastrate (englisch: sampling rate) entscheidend für die Qualität des digitalisierten analogen Signals.

Quelle: http://www.bullhost.de/d/digital.html



Aufgabe II

Beschreibe 5 Phänomene (so wie du sie verstehst) und recherchiere die Hintergründe.

Erscheinungen, die sich mir als Mensch gezeigt haben und die mich beeinflusst und geprägt haben möchte ich hier beschreiben. Es sind dabei Phänomene unterschiedlicher Natur: Einige kommen direkt von mir, andere haben sich meiner Wahrnehmung gezeigt und entspringen somit meiner persönlichen Erfahrung.

Das erste Phänomen was ich hier beschreiben möchte ist jenes des blauen Himmels. Ich blicke nach oben und sehe die Farbe blau. Nicht etwa grün oder gelb oder gar grau. Es ist ein klares Blau, obwohl die Sonne doch so „gelb-weiß“ strahlt. Doch das Phänomen verändert sich, mit der Veränderung des Ortes und der Zeit. Der blaue Himmel, das sagt mir meine Erfahrung, kommt immer wieder. Deshalb ist es keine momentane Erscheinung, sondern eine andauernde. Ein blauer Himmel ist auf keinen Fall nur ein Fleck oder hat gar ein Ende. Er scheint unendlich. Das Blau passt dazu zu allen anderen Farben, wie keine Farbe sonst. Sie wirkt weder störend noch aufdringlich oder gar bedrückend. Ich erkenne somit sofort ob es ein wirklich blauer Himmel ist oder nicht. Denn ein blauer Himmel ist passend. Er liegt nicht 10 oder 100 m über uns, sondern scheint unendlich hoch. Er kann nicht gefasst werden oder gar angegriffen. Man sieht ihn und weiß, dass er hier ist.

Um dieses Phänomen zu erklären muss zunächst festgehalten werden, dass der „Himmel“ eigentlich „schwarz“ ist. Durch die Länge, die das Sonnenlicht auf dem Weg durch die Erdatmosphäre zurücklegt, trifft es auf Luftteilchen wie Stickstoff und Sauerstoff. Dabei wird das blaue Licht stärker als die anderen Farben gestreut. Die Luft verteilt den blauen Lichtanteil, so dass sich das blau wie eine Scheinwerfer-Strahlung ausdehnt. Abhängig von der Anzahl der Luftteilchen färbt sich der Himmel auch dementsprechend. Unser Auge nimmt also nicht das direkte Sonnenlicht wahr, sondern nur das gestreute. Die Tatsache, dass der violette Anteil im Sonnenlicht viel schwächer ist als der blaue und die Sinneswahrnehmung für violettes Licht recht dezent ist, führt dazu, dass wir den Himmel nicht als schwarz, sondern als blau erachten.


Das zweite Phänomen erschloss sich mir ganz ungeniert und grob, trotzdem ist es immer noch eine Erscheinung, die offensichtlich ist: Glas ist durchsichtig. Es ist eine feste Struktur, die ich anfassen kann. Dabei ist es weder Eisen, noch sonst ein Metall, Plastik, Stein, Papier oder Holz. Es ist auch nicht flüssig oder gasförmig. Man sieht gleich, ob es durchsichtiges Glas ist oder nicht. Da nur durchsichtiges Glas durchsichtig ist und ich hindurch schauen kann, was ich bei Stoffen mit einer Farbe nicht direkt kann. Die Durchsichtigkeit zeigt sich auch bei beliebiger Dicke. Wenn ich hinschaue und eine Struktur sehe, durch die ich blicken kann, die nicht biegsam ist oder nicht leicht elastisch und nicht verformbar, dann kann ich erkennen: das ist durchsichtiges Glas. Andere undurchsichtige Materialien haben raue Oberflächen, aber Glas ist glatt. Es scheint als wäre es „nichts“.

Die Erklärung dieses Phänomens gibt zu bedenken, ob durchsichtiges Glas eigentlich wirklich ein Phänomen ist: Tatsächlich ist Glas nämlich genau so „durchsichtig“ wie andere Stoffe auch. Zufällig jedoch lässt es das für Menschen sichtbare Licht passieren. Für andere, nicht sichtbare Lichtwellen, wie zum Beispiel für Mirkowellen oder einen Teil des Ultravioletten Lichts, ist Glas undurchlässig. Licht selbst ist elektromagnetische Strahlung. Wieso aber können einige Lichtwellen das Glas passieren und andere nicht? – Diese Entscheidung fällt im Reich der Atome, Elektronen und Photonen. Photonen sind die „Teilchen“, aus denen Licht besteht. Je nach Wellenlänge schwingen die Photonen innerhalb der Lichtwelle mit unterschiedlichen Frequenzen. Die Frequenz wiederum beeinflusst das Schicksal der Photonen, wenn sie in Materialien eindringen, wenn also Licht auf bestimmte Körper oder Stoffe fällt. Treffen Photonen in einem Material keine empfänglichen Elektronen an, sei es der unpassenden Frequenz wegen oder aufgrund einer großräumigen Molekülstruktur, haben sie freie Bahn. Sie durchdringen das Material und treten auf der anderen Seite wieder aus. Gewöhnliches Fensterglas ist deshalb durchsichtig.


Das dritte Phänomen ist jenes des vierblättrigen Kleeblattes. Es ist eine Seltenheit, nur wenige dieser Pflanzen haben das Glück mit vier „Blättern“ und nicht dreien zu wachsen. Sie treten nur sehr selten auf. Denn findet man unzählig viele dieser Art auf einer Wiese, dann ist es wahrscheinlich kein vierblättriges Kleeblatt. Es bedarf unbedingt der vier Blätter in Herzform, denn sind diese etwa langgezogene ovale oder gar spitzige und nicht abgerundete „Blätter“, dann kann es kein Kleeblatt sein.

Die Erklärung des vierblättrigen Kleeblattes liefert die Biologie: Normalerweise hat ein Kleeblatt drei Blätter. Das ist in seinen Erbanlagen, den Genen, so festgelegt. Manchmal haben die Erbanlagen einen Fehler. Dann entsteht ein vierblättriges Kleeblatt. Es gibt auch fünf- oder sechs-blättrige. Solche Veränderungen in den Erbanlagen nennt man Gen-Mutationen. Da diese Fehler sehr selten sind, hat man Glück, wenn man ein vierblättriges Kleeblatt findet.


Das vierte Phänomen ist der einfache Regenbogen. Aus dem Nichts taucht er auf und bildet in anscheinend naher Umgebung einen Kreisbogen der alle Farben beinhaltet. Trotzdem ist er nur aus einer bestimmten Perspektive sichtbar und nicht greifbar. Ist dieses Farbenspiel etwas Greifbares, dass ist es kein Regenbogen mehr. Beinhaltet dieser nicht die Farben in einer bestimmten Reihenfolge, so ist klar erkennbar, dass es kein Regenbogen sein kann, genauso, wenn dieser eckig ist und dessen Enden erkennbar werden. Ein Regenbogen ist etwas was nur dann auftaucht wenn Sonne und Regen sich die Hand geben. Taucht ein Regenbogen scheinbar ohne diese Grundgegebenheiten auf, dann ist es keiner bzw. kann keiner sein. Regenbögen sind in der Größe variabel. Sie sind jedoch nicht unendlich groß oder lang.

Die Erklärung für den Regenbogen bzw. dessen Entstehung liefert die Physik, um genauer zu sein die Optik. Aus der geometrischen Optik (erstmals von Descartes beschrieben) lässt sich die Farbfolge bestimmen. Betrachtet werden hier ausschließlich die Brechung und Reflexion von Sonnenstrahlen an bzw. in kugelförmig angenommenen Wassertröpfchen (Regen- oder Nebelwand an der Sonnengegenseite). Der in das Tröpfchen eindringende Lichtstrahl wird beim Hauptregenbogen einmal und beim Nebenregenbogen zweimal im Inneren reflektiert und in beiden Fällen durch die zweimalige Brechung farbig zerlegt. Ob und wo ein Regenbogen sichtbar ist, hängt davon ab, wie viele Lichtstrahlen in einen bestimmten Winkelbereich abgelenkt werden. Für jede Wellenlänge gibt es dabei eine bestimmte Eintrittsstelle in den Tropfen, so dass der Lichtstrahl eine minimale Ablenkung erfährt.


Das fünfte Phänomen, das mich heute noch fasziniert, weil es aus dem Nichts kommt und ins Nichts wieder verschwindet und spürbar ist obwohl Nichts da ist, ist der Wind. Er ist spürbar, denn wenn ich nichts spüre auf meiner Haut, dann kann kein Wind da sein. Zudem ist Wind unsichtbar, denn wenn ich den Wind „sehe“ dann nur seine Auswirkungen und nicht ihn selbst. Also ist alles was gleichzeitig spürbar und direkt sichtbar ist, nicht der Wind selbst.

Wind ist im Prinzip nichts anderes als „Luft“ in Bewegung. „Luft“ selbst besteht aus verschiedensten kleinen Teilchen, welche von unserem Auge nicht wahrgenommen werden können, trotzdem umgeben sie und immer und ständig (solange wir uns auf der Erde befinden). Wind ist nichts anderes als bewegte Luft und die Luft setzt sich in Bewegung, wenn ein Luftdruckunterschied besteht. Diese Luftdruckunterschiede sind auf einer Wetterkarte gut zu erkennen. Hochdruckgebiete haben einen hohen Luftdruck, Tiefdruckgebiete einen niedrigen Luftdruck. In den Gebieten mit hohem Luftdruck sind mehr Luftteilchen, als in denen mit niedrigem Luftdruck. In dem die Luftteilchen von dem Hochdruckgebiet zu dem Tiefdruckgebiet strömen, wird ein Druckausgleich hergestellt und dadurch entsteht der Wind.



Beschreibe 1 Paradigma, dessen Änderung du mitbekommen/miterlebt hast. Recherchiere die Hintergründe.

Bisher habe ich immer geglaubt, dass die Reibung eigentlich eine bewegungshemmende Kraft sei, dies steht in vielen Büchern und unsere Lehrpersonen (im Fach Physik) haben uns diesen Merksatz ins Heft schreiben lassen. Doch dem ist nicht so, wie ich im Laufe meines Lebens erfuhr und wenn ich es mir überlege, sind die Erklärungen dazu eigentlich recht logisch und klar. Zwar stimmt diese Aussage wenn man zum Beispiel an den freien Fall denkt, dort bremst die Reibung oder sie bewirkt, dass ein Gegenstand an einem Hang nicht gleich rutscht. Doch ist mir nun klar, ohne Reibung wäre gar keine Bewegung möglich. Oft wird propagiert, dass die Reibungskraft immer entgegengesetzt zur Bewegungsrichtung wirkt, doch würde das stimmen, könnten wir uns nicht fortbewegen. Der alltägliche Akt des Gehens und Laufens ist eine Anwendung von Reibung in Bewegungsrichtung. Beim Antritt schieben wir mit unserer Schuhsohle die Erde zurück: Die Reibung zwischen Schuhsohle und Erde bewegt uns nun nach vorne. Ähnlich wie mit zwei Klötzen, wobei hier ein kleinerer auf einem größeren liegt. Wird der größere Klotz nach vorne bewegt, bewegt sich automatisch der kleinere mit nach vorne (aufgrund der Reibungskraft). Zuerst bewegt sich natürlich nur der untere, größere Klotz. Sobald jedoch die Adhäsionskräfte wirken, wird der kleinere Klotz in Bewegungsrichtung mitbewegt. Die Reibung wirkt hier gegen die mikroskopische Verschiebung und ermöglicht so die Mitbewegung des oberen Blockes.

Quellen:

http://www-hermes.desy.de/erlangen/ws9697/rain.html http://www.daswissensblog.de/warum-ist-der-himmel-blau-2/ http://www.kinder-hd-uni.de/forum1/wind.html http://www.schule-und-familie.de/wissen-wieso-weshalb-warum/natur/wie-entsteht-ein-vierblaettriges-kleeblatt.html http://www.scinexx.de/dossier-detail-181-4.html http://physik.uibk.ac.at/lehre/P.Brenner_Reibungskraefte.pdf


Aufgabe III.1

Financial Investment Industry

Aufgabe III siehe Link:

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Aufgabe III.2

Artikel aus "Der Standard Online"

Stellungsnahme zu ETHIK RANKING DURCH DIE KONSUMENTEN

Prinzipiell scheint mir die Grundidee der Sache, also die Idee des Ethik Ranking, einen guten und positiven Hintergrund zu haben. Und für mich klingt es nach einer langen Aufklärung von vielen verstrickten Herstellungsprozessen. Es würde mit der Einführung eines solchen auch für viele Unternehmen eng werden. Sie wären ständig kontrolliert und könnten sich vielerlei Dinge nicht mehr leisten. Sicherlich würden auch viele Missstände verhindert werden. Daran habe ich keinen Zweifel. Auch gebe ich dem Autor Recht, wenn er schreibt, dass die Konsumenten direkt selbst daran arbeiten würden. Das würden sicherlich sehr viele. Einfach weil vor allem in unserer Zeit die Menschen immer mehr aufgeklärt werden wollen. Banale Antworten kommen da gar nicht in Frage.

Trotzdem glaube ich, dass es schier unmöglich sein wird genau ein solches System aufzubauen. Einmal deswegen, weil sich für den Konsumenten dadurch sehr vieles ändern würde: Millionen von Menschen wüssten auf einmal wo alles her kommt und dann kaufen sie entweder mit einem schlechtem Gewissen ein, geraten gar in Panik über die verheerenden Zustände oder kaufen überteuerte Produkte, die sie sich eigentlich gar nicht leisten können.

Andererseits muss man sich auch überlegen: Viele Konsumenten wissen schon heute über die Missstände. Immerhin ist kaum ein Mensch „dumm“ und fragt sich nicht einmal, warum die einen Kartoffeln 89 Cent und die anderen 2.99 Euro kosten. Dass irgendwo etwas nicht ganz stimmen kann ist klar. Aber will der Konsument eigentlich wirklich alles wissen? Dazu kommt noch die Frage, wenn alles so Transparent werden würden, dann müssten die Unternehmen viel umkrempeln, damit sie weiterhin am Leben bleiben würden. Und die Rechnung dieser drastischen Veränderungen könnte dann wiederum nur einer zahlen und das wäre dann wieder der Endkonsument.

Zum Schluss bleibt festzuhalten, dass die Banken leider die ständigen Profiteure schwieriger Situationen sind. Aber so drastische Maßnahmen, die sie ständig unter Druck setzen sind weder für den Kunden noch für die Bank sinnvoll. Eher sollte nach Alternativen Überprüfungsmöglichkeiten der Banken nachgedacht werden. Dabei müsste wahrscheinlich das „Banksystem“ als Ganzes überdacht werden.


Stellungnahme zu FERRARIS FÜR ALLE

Sei es nun gerechtfertigt oder nicht einen Ferrari als Zeichen von Wohlstand und Wirtschaftswachstum zu sehen, muss man dem Autor Ben-Ami doch irgendwie Recht geben. Wirtschaft und Politik werden nicht von den Bürgen, sondern vielfach und durchaus von sich selbst bestimmt. Je nachdem wie sie gerade „läuft“, werden Steuern eingeführt, Menschen mit niedrigen Zinssätzen und Angeboten gelockt. Wenn sich nun jemand dafür entscheidet zu investieren, sei es in sich, seine Familie, sein Haus usw. dann wird er zwangsläufig das lockende Angebot annehmen. Irgendwo liegt das in der Natur der Sache. Und genau hier behält der Autor doch Recht, wenn er sagt, dass die enorme Verschuldung doch letztlich der Staat (in dem Fall die USA) selbst herbeigeführt hat. Menschen lassen sich leicht treiben und versuchen ihre Chancen zu nutzen, wenn sie sie bekommen. Kaum einer gibt sich mit weniger zufrieden, als er haben kann und warum nicht, wenn es die Situation und die Umstände erlauben? Hätten die Menschen im 15. Jahrhundert aufgehört an dem Fortschritt und der Entwicklung zu arbeiten würden wir wohl immer noch denken wir würden auf einer Scheibe leben und im Dunkeln sitzen. Wirtschaftswachstum und Fortschritt sowie Entwicklung spielen in unserer Zeit eben eher miteinander als „ohne einander“. Sie generieren sich gegenseitig, einfach weil unser gesamtes „Lebenssystem“ so aufgebaut ist. Trotzdem finde ich es im Gegenzug zum Autor sehr gut, wenn es auch Skeptiker gibt, die Beiträge zu solchen Situationen leisten. Immerhin scheint es Vernünftig unser momentanes Wirtschaftssystem zu überdenken und wenn nötig auch zu verändern, denn scheinbar funktioniert es nicht fehlerfrei. Dies schließt ein steigendes Wachstum dieser aber nicht völlig aus.

Im Ganzen muss ich doch festhalten, dass der Autor sehr generalisiert, wobei ich glaube dass es nur einmal den Kritikern und Politkern die Ansage machen wollte, dass doch bitte nicht alles kritisiert werden soll, was letztlich eine Vielzahl an Menschen für gut und recht halten und dass die Schuld für Krisen nicht immer bei den Einzelnen liegt, denn schließlich haben sie in dem System, das ihnen von „oben“ vorgegeben wurde, auch nur gelebt wie es vorgegeben wurde und sich schließlich dessen bedient, was auch ihr gutes Recht war. Also sollte Wachstum wirklich als Chance gesehen werden in eine neue Richtung zu arbeiten und diese Richtung muss nicht immer zwangsläufig mit Verschlechterungen zu tun haben.


Recherche zu den Thematiken der Bücher

Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft - neue Konzepte für das 21. Jahrhundert von Jeremy Rifkin

Die Arbeitslosigkeit ist das dringendste Problem unserer Gesellschaft. Weltweit sind heute mehr als 800 Millionen Menschen ohne Job, und auch ein neuerlicher Aufschwung der Weltwirtschaft wird keine neuen Arbeitsplätze bringen. Die Dritte Industrielle Revolution hat längst eingesetzt. Millionen von Arbeitnehmern werden durch Maschinen und Computer ersetzt, die effizienter und profitabler arbeiten. Rifkin appelliert, uns von unserer Fixierung auf Markt und Staat zu lösen und stattdessen einen Dritten Sektor aufzubauen. Weltweit gibt es Zehntausende von Non-Profit-Organisationen. Nach ihrem Vorbild ließe sich ein Bereich sozialer Arbeit aufbauen, der den Arbeitslosen zu neuer Beschäftigung verhelfen würde.

Der Autor zeigt auf, dass sich seit dem Beginn der Moderne der Wert eines Menschen am Marktwert seiner Arbeitskraft misst. Jetzt, da diese Ware in einer automatisierten Welt zunehmend überflüssig wird, muss der Mensch in seinem Verhältnis zur Gesellschaft neu definiert werden.


1. Unterbeschäftigung und Überproduktion

Neue Technologien steigern die Produktivität, senken die Kosten und vergrößern das Angebot an billigen Waren. In der Folge wachsen die Kaufkraft und die Märkte – auf dieser zentralen Annahme beruhte bislang die Wirtschaftspolitik der Industrieländer. Jetzt aber zeigen sich die wahren Folgen dieser Logik: eine Arbeitslosigkeit ungeheuren Ausmaßes, ein starker Rückgang der Kaufkraft und eine gefährlich hohe Überproduktion.


2. Die Dritte Industrielle Revolution

Gegenwärtig gibt es auf der ganzen Welt mehr als eine Milliarde Computer. Wissenschaftler rechnen damit, dass die Denkmaschinen schon bald intelligent genug sein werden, um ein eigenes Bewusstsein zu entwickeln und sich selbst zu verbessern. Japanische Firmen haben die Methode der schlanken Produktion mit Computer- und Informationstechnologien kombiniert, um die »Fabrik der Zukunft« zu bauen – eine automatisierte Produktionsanlage mit wenig Arbeitskräften. Die Ausrichtung der schlanken Produktion auf Prozesse anstatt auf Strukturen und Funktionen bot eine ideale Grundlage für die Anwendung der neuen Technologien. Die Hierarchien sind eingeebnet, zunehmend wird direkt auf Bestellung gearbeitet, die Zahl der »überflüssigen « Angestellten steigt stetig.


3. Die arbeitslose Zukunft

Die technologische Entwicklung bringt uns einer Welt ohne Arbeit ständig näher. Die neuen Informations- und Robottechnologien verändern die herkömmliche Landwirtschaft, indem sie überall Menschen durch Maschinen er setzen. Die neuen Gentechnologien werden noch viel weiter gehende Veränderungen mit sich bringen, da sie direkt in die Aufzucht von Pflanzen und Tieren eingreifen. Die chemische Industrie investiert in die Gewebekulturen- Produktion; ihre Vision ist eine Landwirtschaft ohne Boden. Auch die Automobilindustrie und die ihr benachbarten Industriezweige stellen ihre Produktionsabläufe um und bauen dabei immer mehr Arbeitsplätze ab. Schließlich wird auch der Dienstleistungsbereich der Automation verfallen.


4. Der Preis des Fortschritts

Die neue Wirtschaftswelt hat Gewinner, aber auch Verlierer. So ist etwa das Teamkonzept der schlanken Produktion das Gegenteil einer menschenfreundlichen Managementpraxis. Für die Beschäftigten bedeutet es eine raffinierte Form der Ausbeutung. Entscheidend für die Produktivität sind heute nicht mehr physische, sondern mentale Leistungen. Die Wissensarbeiter werden immer wichtiger für die Wirtschaft, während die beiden bestimmenden Gruppen des industriellen Zeitalters, die Arbeiter und die Kapitalisten, zunehmend an Bedeutung verlieren.


5. Das postmarktwirtschaftliche Zeitalter

Wenn Millionen Arbeitnehmer immer weniger Zeit für die Erwerbsarbeit aufwenden müssen und Ungelernte überhaupt keine Beschäftigung in der globalisierten, automatisierten Hightech-Wirtschaft mehr finden, wird die Frage der arbeitsfreien Zeit zu einer politischen Frage. Deshalb muss dem Dritten Sektor mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden: Er ist der Bereich der sozialen Verantwortlichkeit. Diesen Sektor gilt es zu globalisieren. Überall auf der Welt wächst die gesellschaftliche Bedeutung der Non-Profit-Organisationen, die Aufgaben übernehmen, die von der Wirtschaft und vom Staat vernachlässigt werden.


Weitere Schlagwörter: Globalisierung / Arbeitslosigkeit / Non-Profit-Organisations / Non-Profit-Organisationen / NPO / NPOs


Quelle:

http://www.ephorie.de/das_ende_der_arbeit.htm


Die Narzissmus Epidemie von Jean Feldman

Allgemeine Themen des Buches sind der steigende Narzissmus in Amerika und dessen Folgen, sowie eine kulturelle Analyse der zerstörerischen Ausbreitung des Narzissmus in Amerika und was jeder tun kann um sie zu stoppen.


1. Ausbreitung von Narzissmus in Kultur, jeder Altersgruppe und Klasse (allgemein über Narzissmus und die Krankheit der Selbstüberschätzung)

Begriffserklärung Narzissmus: Mit dem Begriff Narzissmus ist im weitesten Sinn die Selbstliebe als Liebe gemeint, die man dem Bild von sich entgegenbringt. Im engeren Sinn bezeichnet er eine auffällige Selbstbewunderung oder Selbstverliebtheit und übersteigerte Eitelkeit.


2. Wie wissen wir dass es eine Narzissmus Epidemie gibt?

Die Narzissmus-Epidemie besteht aus zwei verbundenen Prozessen. Der erste ist der Anstieg des Narzissmus unter den Individuen, und der zweite ist die Veränderung in der allgemeinen Kultur der Werte, Überzeugungen und Praktiken. Eine Epidemie ist in der Regel erklärt, wenn mehrere Personen betroffen sind, als in einer Population zu erwarten ist. Nach Betrachtung der jüngsten Vergangenheit gibt es offensichtlich eine Epidemie des Narzissmus. Mehrere Erhebungen ergaben, dass College-Studenten nun mehr narzisstische Züge befürworten als es College-Studenten in den 1980er und 1990er Jahren taten, nach 2002 hat sich dies zusätzlich beschleunigt. Eine Internet-Stichprobe unter der Allgemeinbevölkerung zeigte mehr Anzeichen von Narzissmus bei jüngeren Menschen als bei älteren Menschen.


3. Wie kam es zu dieser Epidemie? (Die Frage nach der Aufmerksamkeit: Eltern und ihre Kinder, Web 2.0 und soziale Netzwerke wie MySpace, Facebook,…)

Es gibt keine einzelne Ursache der Narzissmus-Epidemie, sondern mehrere Faktoren trugen dazu bei. „Bewunderung“ selbst gilt heute als entscheidend für den Erfolg im Leben. Dies begann in den 1970er Jahren und wurde immer stärker mit einer „Selbstwertgefühl-Bewegung“ in den 1980er und 1990er Jahren. Heute wird es mehr denn je unterstützt: Wir sehen dies in Slogans wie "Man muss sich selbst lieben, bevor man andere lieben kann" und in Kindergärten mit kleinen Kindern zu singen: "Ich bin spezial / Schau mich an." Im Mittelpunkt des Narzissmus steht die Fantasie, dass jemand besser ist als er wirklich ist (und besser als alle um denjenigen herum). Jeder Prozess der diese Fantasie, trotz der weniger glamourösen Wirklichkeit, verstärkt ist eine Chance für den Narzissmus zu gedeihen. Zum Beispiel ermöglicht das Internet Menschen gefälschte Bilder von sich selbst zu erstellen wenn sie Ruhm und Aufmerksamkeit suchen. Einfache Guthaben haben durchschnittlichen Amerikaner ermöglich wohlhabend und erfolgreich zu sein. Die Verbesserung der Noten und sonstiges Feedback in den Schulen hat Kinder glauben lassen, sie seien bessere Schüler als sie wirklich sind. Und die Liste geht weiter. Schließlich fördert die Explosion der flachen Celebrity-Kultur den Narzissmus nicht nur als akzeptabel, sondern wünschenswert. Die gesellschaftlichen Modelle, die wir kennen, sind oft die Werbung für den jeweils narzisstischen Lebensstil.

Fazit: Bereits im Kindesalter übertreiben es die Eltern mit ihren Kindern: Sie ziehen ihnen T-Shirts mit „Prinzessin“ Aufdrucken an, schenken ihnen überteuerte Geschenke zum sechzehnten Geburtstag und fühlen sich selbst wie die Größten. Babies werden bereits zum Modeln oder auf Schönheitswettbewerbe geschickt. Im Internet können sie in so genannten sozialen Netzwerken ihre steigende Selbstverliebtheit weiter ausbauen und erhalten ständige Aufmerksamkeit von Menschen aus der ganzen Welt. Die Folge: Eine Gesellschaft voller junger Menschen die selbstverliebt und mit einer übersteigerten Selbsteinschätzung in die Welt hinaus gelassen wird.


4. Beschädigung der Weltwirtschaft als Folge unrealistischer Selbstüberschätzung Die nach 1982 geborenen Menschen sind demnach die narzisstischste Generation der jüngsten Geschichte und eher weit entfernt von einer sozialen Orientierung. Dieser amerikanische Befund deckt sich mit Jugendstudien aus dem deutschsprachigen Raum, wonach es immer mehr Jugendliche gibt, die wenige tragfähige soziale Beziehungen entwickeln, sich nicht sozial integrieren können und sich letztlich selbst in den Mittelpunkt stellen. Nach Werner Leixnering (Linz) bildet sich dieser Trend zum Narzissmus auch in der Arbeitswelt ab, denn sie ist seiner Meinung nach nicht mehr so kommunikativ wie früher. Man sitzt einsam vor dem Computer, und immer mehr läuft über Ein-Mann- oder Ein-Frau-Betriebe. Diese Ich-AGs führen zu einem Auf-sich-selbst-geworfen-Sein und dazu, dass die Fähigkeiten, sich in andere hineinzufühlen, verkümmern. Zudem entwickelten sich immer technischer werdende Umweltangebote, wie elektronische Medien, Computerspiele, etc., bei denen man letztlich häufig alleine ist. Hinzu kommt, dass viele Eltern - wohl auf Grund eigener Erfahrungen - ihre Kinder im Hinblick auf den künftigen Berufserfolg heute schon sehr früh stimulieren, keine Rücksicht auf andere zu nehmen.


5. Narzissmus und die Schulden der Amerikaner Die Verfügbarkeit von Easy-Credits - mit anderen Worten, die Bereitschaft und Fähigkeit mancher Menschen, enorme Schulden zu machen - hat den Menschen erlaubt, ein aufgeblasenes Bild von ihrem eigenen Erfolg sich und der Welt zu präsentieren. So werden natürlich andere gezwungen Schulden zu machen, einfach um "mitzuhalten“. Einige kaufen auffällige Konsumgüter auf Kredit, andere rauchen Crack, um ihre Stimmung zu verbessern. Beide sind zunächst billig und arbeiten sehr gut - aber nur für einen sehr kurzen Zeitraum. Auf lange Sicht sind sie mittellos und deprimiert. Selbst Konkurs bleibt kaum eine Alternative: Im Jahr 2005 verabschiedete der Kongress den Bankruptcy Reform Act, der das Entladen von Schulden sehr viel schwieriger macht. So einfach es war einen Kredit zu bekommen, umso härter kam die Realität. Der wirtschaftliche Zusammenbruch von 2008 wurde zum Teil durch Selbstüberschätzung und Gier verursacht, zwei wichtige Symptome des Narzissmus.


Quellen:

http://wikipedia.com

http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/KOGNITIVEENTWICKLUNG/Narzissmus.shtml

http://www.amazon.de/The-Narcissism-Epidemic-Living-Entitlement/dp/1416575995#reader_1416575995 (Buchvorschau)

http://www.narcissismepidemic.com/


Aufgabe IV

Artikel aus "DIE ZEIT"

Stellungsnahme zu WORAUF IST NOCH VERLASS?

Die Wissenschaft versucht zu erklären und Modelle zu bilden, sie beobachtet und beschreibt und versucht Vorhersagen zu treffen – mehr nicht. Meiner Ansicht nach wird der „Wissenschaft“ hier indirekt eine Schuldzuweisung zugesprochen die sie eigentlich nicht verdient hat. Der Mensch selbst hat sie verändert und somit seine Erfahrungen. Er selbst schafft sich neue Erfahrungen durch die Anwendung der Wissenschaft in der Technik. Es ist nicht so, dass die Menschen sich nicht mehr auf ihre Erfahrungen verlassen können. Im Gegenteil: Je mehr der Mensch über seine Natur weiß, desto mehr wird er abhängig von den Erfahrungen die er gemacht hat. Ein Wissenschaftler hat einmal dazu gesagt: Nur weil man sich an die Wissenschaft gewöhnt hat, heißt das nicht, dass man sich darauf verlässt, man hat sich einfach nur daran gewöhnt – mehr nicht. Somit glaube ich, dass die Laien, welche oft selbst über die Gegebenheiten der Wissenschaften nicht genau bescheid wissen mehr „Probleme“ mit der „brüchigen Erfahrung“ haben. Erfahrungen und vor allem Alltagserfahrungen beeinflussen die neue Gesellschaft der Zweifelnden mehr denn je. Immerhin macht sie sich darüber offensichtlich wieder vermehrt Gedanken. Und auch wenn die Trennung von Wissenschaft und Lebenswelt heute nicht mehr direkt möglich ist, so kann der Mensch doch Erfahrungen in den Begegnungen beider sammeln und für sich die Erfahrung schaffen.


Stellungsnahme zu LOB DER ERFAHRUNG

Erfahrungswissen ist meiner Erachtung nach besonders bei Berufen wie Arzt usw. unbedingt erforderlich. Wenn sich jemand ein Leben lang mit einer Sache beschäftigt hat und persönlich wie beruflich ständig, Tag für Tag damit konfrontiert ist, so kann dies nicht spurlos an ihm vorbei gegangen sein. Zwar sind auch Statistiken oft ein mögliches Instrument. Trotzdem sollte man immer beachten: Eine Statistik sagt für den Einzelfall gar nichts. Sicherlich kann es auch sein, dass die Erfahrung trügt. So können nicht nur Sinneseindrücke falsche Geschichten spinnen, sondern auch statische und wissenschaftliche Überlegungen in eine Sackgasse führen. Es sollte also ein gelungenes Zusammenspiel dieser beiden Faktoren sein. Leider fehlt den Menschen für ein solches Zusammenspiel wohl noch das nötige „Know-How“. Trotzdem bin ich bei aller Liebe zur Wissenschaft und ihren hervorragenden Erkenntnissen auch davon überzeugt, dass Gigerenzer mit seiner Aussage: „Das ist keine Willkür, man braucht dafür viele Erfahrungen und eine gute Kenntnis der Strukturen, um die es geht.“, wohl sehr richtig liegt. Statistiken und Berechnungen scheitern letztlich an einer Sicht auf das Gesamte.


Stellungnahme zu „WER ANGST HAT, DASS IHM DIE IDEEN GEKLAUT WERDEN, DER HAT NICHT GENUG“

Es steckt wohl viel Wahres und Kluges in der Öffnung der Forschung, wenn es sich um spezielle Gebiete wie die Didaktik und solch psychologischer Erkenntnisse handelt. Hier kann wirklich eine Öffnung für weitere Experten und Laien zu neuen und interessanten Zielen führen. Bei der Wissenschaft, etwa der Naturwissenschaft direkt wird dies jedoch schwierig, denn es könnte zu einer Fehlinterpretation und Fehldeutung der Ergebnisse und Vorhaben kommen. Wohl sollten sich diese Gruppen von Wissenschaftlern gegenseitig über solche Verhalte austauschen und die Sinnhaftigkeit dieser abwägen, bevor die Diskussion öffentlich wird. Immerhin muss ich anmerken, dass die Wissenschaft sich in den letzen Jahren zu einem sozialen Prozess entwickelt hat. Deshalb bin ich der Ansicht, dass die Grundidee der Öffnung der Forschung und vor allem der Erkenntnisse eine gute ist. Trotzdem bleibt diese Öffnung beschränkt auf eine gewisse Sparte der Forschung. Schließlich wird auch keine Firma ihre Forschungsergebnisse leichtfertig ins Netz stellen oder über spezielle Techniken mit Laien diskutieren. Also ist es primär die Forschung ohne „Profitgedanken“, für die eine solche Öffnung möglich ist.


Artikel aus „Der Standard.at“

Stellungnahme zu "Das Copyright steht meinen Zielen im Weg"

Das Konzept von Joi Ito, die Welt und vor allem die Forschung zu öffnen, ist keines Wegs zu verachten. Es könnten viele Vorhaben schneller und zielgerichteter ablaufen. Ein ständiger Austausch über den letzten Wissenstand – ohne Probleme und Rücksicht auf den „Urheber“ – wäre sicherlich fördernd für vielerlei Forschungsvorhaben.

Zu bedenken bleibt trotzdem: Nicht alle wollen ihr Gedankengut mit allen teilen. Ich finde davor sollte man Respekt haben und einsehen, dass jeder letztlich selbst entscheiden kann für welche Richtung er/sie sich entscheidet. Dabei sollte der Mensch mit seinen Eigenschaften betrachtet werden und da gibt es nun einmal solche wie Herrn Joi, die das Internet nutzen wollen, um Ergebnisse öffentlich zu publizieren und durch einen regen Austausch darüber den Fortschritt schneller voran zu treiben, und andere, die ihre Forschung im Kreise ihrer Forschungsinstitution belassen wollen. Schließlich ist der Grundgedanke „den offenen Geist des Internets, an der wir in den letzten Jahrzehnten gearbeitet haben, auf die Bildungs- und Sozialpolitik sowie auf die Global Player in der Wirtschaft zu übertragen“ (Zitat von Joi Ito aus dem Interview) das eigentliche Ziel und nicht allein die Forschung in allen Gebieten zu öffnen. Es geht daher um weitaus mehr. Und darin sehe ich wiederum sehr viel Sinn und viele neue Chancen.


Was ist BIG DATA?

Der Begriff „Big Data“ bezeichnet besonders große Datenmengen, welche mit Hilfe von Standard Datenbanken und Daten-Management-Tools nicht mehr oder nur unzureichend verarbeitet werden können. Problematisch sind hierbei vor allem die Erfassung, die Speicherung, die Suche, Verteilung, Analyse und Visualisierung von großen Datenmengen. Das Volumen dieser Datenmengen geht in die Terrabytes, Petabytes und Zettabytes.


Nach aktuellen Berechnungen verzehnfacht sich die verfügbare Datenmenge circa alle fünf Jahre. Dieser Trend wird verstärkt durch die zunehmende maschinelle Erzeugung von Daten z. B. über Protokolle von Telekommunikationsverbinden (CDR) und Web-Zugriffen (Weblogs), automatische Erfassungen von RFID-Lesern, Kameras, Mikrofonen und sonstigen Sensoren. Weitere Beispiele für Big Data gibt es in der Finanzindustrie (Finanz-Transaktionen, Börsendaten), dem Energiesektor (Verbrauchsdaten), Gesundheitswesen (Verschreibungen). In der Wissenschaft fallen ebenfalls große Datenmengen an, z. B. in der Geologie, Genetik, Klimaforschung und Kernphysik. Kritik gibt es vor allem daran, dass die Daten oft nur nach quantitativen Aspekten erhoben und ausgewertet werden, statistische Grundprinzipien wie Repräsentativität aber nicht gewahrt werden. Dadurch enthalten die so gewonnen Erkenntnisse oft einen verfälschenden Trend.


Die Menge an Geschäftsdaten verdoppelt sich circa alle 1,2 Jahre. Es gibt viele Bereiche, in denen die Menge der Daten derzeit rapide ansteigt. Dazu zählen zum Beispiel Sendungsverfolgung, E-Mail, Web-Datenverkehr und Social Media. Große Datenmengen fallen in allen Branchen an und sind ein wesentlicher Faktor der Produktion. Big Data wird dazu beitragen, neue Wachstumsmöglichkeiten und völlig neue Kategorien von Unternehmen zu schaffen, So könnten z.B. durch die Nutzung von Big Data Analysis im US-Gesundheitssystem jährlich 300 Milliarden Dollar eingespart werden.


Es gibt fünf Herausforderungen im Management von Big Data:

  • Große Datenmengen besser und schneller verfügbar machen.
  • Mit Hilfe von Analysetechniken Reaktionen und Leistungen zu verbessern.
  • Sinnvolle Segmentierung durchzuführen und ständig anzupassen.
  • Durch automatisierte Algorithmen die Entscheidungsfindung zu unterstützen und zu automatisieren.
  • Neue und innovative Geschäftsmodelle, Produkte und Dienstleistungen zu gestalten.


Quellen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Big_Data

http://www.bigdata.de/category/definition/


Recherche zu den Thematiken der Bücher

„Thomas Kuhn And The Science Wars“ von Ziauddin Sardar

Nicht so lange her, da glaubten wir, dass die Wissenschaft eine neutrale, wertfreie Suche nach Wahrheit sei. Mit "The Structure of Scientific Revolutions" (1962) eröffnete Thomas Kuhn die Wissenschaft als "soziale" Aktivität. Er reduziert die Wissenschaft auf das Rätsellösen innerhalb von Glaubenssystemen, was darauf hindeutet, dass "normale" Wissenschaft nicht mehr sei als dogmatische Stabilität unterbrochen durch gelegentliche Revolutionen. Soziologen der Wissenschaft gingen sogar noch weiter und argumentierten, dass Wissenschaftler nur ihre Vereinbarungen "verhandeln" anstatt durch mythische "Fakten" zu beschränken. Vor etwa einem Jahrzehnt begangen "Science Wars" mit Gegenangriffen von Wissenschaftlern auf Soziologen. "Thomas Kuhn and the Science Wars" zeigt, wie Wissenschaft zu einem wichtigen bestritten kulturelles Symbol geworden ist und schlägt vor, dass wir eine postmoderne Synthese brauchen, in der die alten Debatten transzendiert werden. Wissenschaft sollen nicht nur Demonstrationen von Experten sein, sondern Dialoge zwischen Entscheidungsträgern. Dies ist das neue Gesicht der Wissenschaft, eine, die Kuhns wegweisenden Einsichten neues Leben gibt.


Über Kuhns Paradigmenbegriff

Der Begriff des Paradigmas ist ein zentraler Punkt von Kuhns Philosophie. Während er ihn in The Structure of Scientific Revolutions noch sehr frei und in unterschiedlichen Bedeutungen benutzt, bemühte sich Kuhn in späteren Publikationen, den Begriff zu präzisieren.

Kuhn übernahm für seine Theorie den Ausdruck Paradigma aus der Linguistik. In Kuhns ursprünglicher Verwendung sind Paradigmen „konkrete Problemlösungen, die die Fachwelt akzeptiert hat. Hiermit sind Beispiele wie die schiefe Ebene gemeint, deren Lösungen schon Studenten in Lehrbüchern beigebracht wird, aber auch andere allgemein akzeptierte Problemlösungen. Diese dienen als Hilfsmittel, um über Analogiebildung andere Probleme zu lösen.

In The Structure of Scientific Revolutions erhalten Paradigmen zusätzlich eine globale Bedeutung: Nahezu alles, worüber in der Wissenschaft Konsens besteht, ist paradigmatisch. Gemäß dieser Begriffsausweitung können unter anderem auch ganze Theorien paradigmatisch sein. Kuhn wurde in den Folgejahren für diese philosophisch nicht unproblematische Aufweichung des Paradigmenbegriffes oft kritisiert.

Zu Beginn der 70er Jahre änderte Kuhn hierauf seine Terminologie. Paradigmen im weiten Sinne bezeichnete er nunmehr als disziplinäre Matrix, während er konkrete Problemlösungen fortan Musterbeispiele nannte. Im Postskriptum zu Structure von 1969 heißt es zum Paradigmenbegriff:

"Einerseits steht er für die ganze Konstellation von Meinungen, Werten, Methoden usw., die von den Mitgliedern einer gegebenen Gemeinschaft geteilt werden. Andererseits bezeichnet er ein Element in dieser Konstellation, die konkreten Problemlösungen, die, als Vorbilder oder Beispiele gebraucht, explizite Regeln als Basis für die Lösung der übrigen Probleme der 'normalen Wissenschaft' ersetzen können." (Kuhn 1981 [1969]: 186)

Die Ausdrücke Paradigma und Paradigmenwechsel verwendete er nur noch selten. Sie waren inzwischen sowohl in der Rezeption, wie auch von Kuhn selbst, und zwar schon sehr früh, abweichend vom ursprünglichen Wortsinne eines Modells in weiterem Sinne unpräzise für alles verwendet worden, was tradiert wird und worüber Konsens unter arbeitenden Wissenschaftlern bestand.


Weitere Informationen und Quellen:

http://www.amazon.com/Thomas-Kuhn-Science-Postmodern-Encounters/dp/1840461365

http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_S._Kuhn


"Wissenschaft Und Wirklichkeit" von Ervin Laszlo

Eine populäre Zusammenfassung neuester kosmologischer und quantenmechanischer Theorien - und zugleich ein anregender und provokativer Essay über neue Aufgaben und Problemstellungen in Wissenschaft und Gesellschaft.


Quellen:

http://www.suhrkamp.de/buecher/wissenschaft_und_wirklichkeit-ervin_laszlo_33270.html


Serendipity

Glücksfund, engl. Serendipity, gelegentlich auch Serendipity-Prinzip bzw. Serendipitätsprinzip, bezeichnet eine zufällige Beobachtung von etwas ursprünglich nicht Gesuchtem, das sich als neue und überraschende Entdeckung erweist. Serendipität betont zusätzlich „Untersuchung“; auch „intelligente Schlussfolgerung“ oder Findigkeit. Erstmals hatte der britische Autor Horace Walpole, den Ausdruck in einem Brief vom 28. Januar 1754 an seinen in Florenz lebenden Freund Horace Mann verwendet. Er erläutert darin, er habe ihn in Anlehnung an ein persisches Märchen mit dem englischen Titel The Three Princes of Serendip geprägt, in dem die drei Prinzen viele dieser unerwarteten Entdeckungen machen. Die weltweite Verbreitung, die der Begriff vor allem in wissenschaftlichen Kreisen erhielt, geht allerdings auf den amerikanischen Soziologen Robert K. Merton (1910–2003) zurück. Er findet sich erstmals 1945 in seinem Werk The Travels and Adventures of Serendipity. Bekannte Beispiele für Serendipität: Entdeckung Amerikas 1492, Entdeckungen der Röntgenstrahlung, des Penicillins und Viagras, des Sekundenklebers oder der kosmischen Hintergrundstrahlung. Auch geradezu überzufällige Begebenheiten sind beschrieben, die fleißige Forscher zu Entdeckungen führen, bis hin zum Benzolring, der schließlich in einem Traum vorkam. Andere Beispiele sind der Klettverschluss, Post-It, Teflon, Linoleum, die „Erfindung“ des Teebeutels, der Nylonstrümpfe oder auch die Entdeckung des LSD. In diesem Zusammenhang fällt oft der Satz: „Der Zufall begünstigt nur einen vorbereiteten Geist“; soll heißen: die Entdeckung kommt, wenn jemand viel daran gearbeitet hat, aber oft ungezwungen, und fällt ihm zu. Auch im Bereich des Information Retrievals können Serendipitätseffekte eine Rolle spielen, wenn beispielsweise beim Surfen im Internet unbeabsichtigt nützliche Informationen entdeckt werden. Aber auch bei der Recherche in professionellen Datenbanken und vergleichbaren Informationssystemen kann es zu Serendipity-Effekten kommen. Hier wird die Serendipity zu einem Kennwert der Fähigkeit eines Informationssystems, auch im eigentlichen Ballast nützliche Informationen zu finden.


Quelle:

http://de.wikipedia.org/wiki/Serendipit%C3%A4t


Aufgabe V

Eigenes Phänomen

Aufgabe V siehe Link:

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