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CyberBaroque.Baumhaus

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Studenten

Daniel Csörgo . Arno Hofer . Daniel Kranebitter . Mara Milborn . Alexander Möderle . Matthias Pittl . Martin Prettner . Walter Rudig . Andreas Salchner . Matthias Schatz . Rainer Steinmair . Adem Tülü . Elisabeth Utz . Arno Wieland

Betreuer

DI Marjan Colletti . DI Ursula Ender . DI Valentine Troi . DI Frank Ludin . Daniel Brecher . Gerhard Raiser

Video

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Thema 1:1

Architektur wird von uns - dem institut für experimentelle architektur.hochbau - als ein künstlerisch-wissenschaftliches Fach gesehen, bei dem die Forschung in vielen Fällen ein schöpferisch angewandter Prozess ist. Neben der experimentellen Forschung im Modus des Entwerfens ist daher das Ermöglichen von unmittelbaren Erfahrungen mit der Umsetzungsrealität ein wesentlicher Schwerpunkt des Instituts.

Im Sommersemester 2007 realisierten 14 zweit-semestrige StudentInnen mit Unterstützung des Instituts im Zuge von Entwerfen 1 ein Baumhaus. Die Bau(m)herr-innen sind Kinder zwischen 5 und 10 Jahren und der endgültige Bau(m)platz befindet sich in der Baumgartenstraße in Dornbirn | Vorarlberg.

Nach der Gestaltung eines individuellen Vorentwurfes erarbeiteten die ArchitekturstudentInnen gemeinsam die Entwurfsplanung und waren bis zur schlussendlichen 1:1 - Umsetzung für das Gesamtprojekt verantwortlich. Somit ist es für alle Studierenden möglich, experimentelle Architektur nicht nur zu denken und zu planen, sondern diese auch mit sämtlichen konstruktiven Ansätzen, Firmenbesprechungen und montagetechnischen Überlegungen zu realisieren.



CyberBaroque

Thematischer Ausgangspunkt für den Entwurf stellt das Semesterüberthema CyberBaroque dar. Über eine poetisch ornamentierte, digitale Angehensweise – in Anlehnung an barocke Ausdrucksformen und Inhalte – werden erste Entwurfskonzepte entwickelt. Das Baumhaus als Repräsentant einer Verschmelzung aus körperlich-funktionaler Verfestigung und raumauflösender-illusionistischer Festlichkeit. Gezielter Einsatz von Licht und Schatten soll den Umraum – lebendiges Blattwerk des dichten Birnenbaumes – mit dem texturierten Innenraum, welcher seine vertikale Raumgrenze in eine scheinbare Unendlichkeit auflöst, verbinden.

Nach der Bau(m)platzbesichtigung wurde der Baum digital modelliert, woraufhin der maximal zu bespielende Raum definiert werden konnte. Das Baumprogramm legt unterschiedliche Posen nahe und nimmt so einen ersten Raum ein.


Tragstruktur

Die tragende Struktur des barocken Baumhauses, welche die ergonomische Innenhüllform umfasst, wird durch eine Gitterschalenstruktur erzeugt. Ein orthogonales Raster, mit einem Achsabstand von 40cm, gliedert das Gefüge in Längs- und Querspanten. Statische und formale Aspekte gestalten die Einzelelemente. So löst sich die Struktur nach oben auf und weist Verstärkungen im Bodenbereich auf. Präzise gesetzte Ausschnitte erleichtern den Aufstieg in das Baumhaus, ermöglichen Ausblicke und das Benutzen der Spanten als Sitzelemente.

Beidseitig phenolharzbeschichtete Betonschalungsplatten mit einer Stärke von 21mm bilden den Grundbaustoff. Die Spanten werden aufgrund der Plattengröße und aus montagetechnischen Belangen in Einzelsegmente zerlegt. Diese Elemente sind als Stecksystem-Bausatz geplant, weisen Überlappungen auf, und werden schließlich Verschraubt und Verleimt. Dies ermöglicht eine einfache Vorfertigung und einen zeitsparenden Aufbau. Das Gesamtobjekt wird auf einer Hauptastgabelung des Baumes aufgelegt und verzahnt sich mit zwei aufstrebenden Ästen - ‘object meets tree’.






Bodenschale . Interior

Eine zweifach gekrümmte Birkensperrholzfläche aus kreuzverleimten Bahnen bildet die Bodenfläche der Struktur, welche sich fragmentartig nach oben hin auflöst. Die glatt verschliffene Haut legt sich zwischen die aufstrebenden Spanten und weist einen zungenartigen Einschnitt im Eingangsbereich auf. Hier senkt sich eine Sperrholzbahn nach unten und stellt die Verbindung zum flexiblen Leiterelement dar.

Pixelartig streuen sich die plastisch verformbaren Sitzbälle in unterschiedlichsten Größen über die Oberfläche. Teils fix mit der Bodenstruktur verankert, teils beweglich, unterstützen die ergonomischen Kissen die Nutzung des Innenraums und den Kinderkörper in unterschiedlichen Haltungen und Positionen. Durch die materielle Plastizität der bunten Sitzbälle wirkt der Innenraum differenzierter und kindergerecht.




Hüllkleid

Ein transluzentes Hüllkleid aus Glasfaser verstärktem Kunststoff schiebt sich partiell über den Kopf der Struktur. Nach Außen bildet sich durch dieses Raumkleid dezent die Tragstruktur ab – im Innenraum ist das bewegte Schattenspiel der Blätter wahrnehmbar. Kleine, kreisrunde, in das Glasfasergewebe eingearbeitete Pixel strukturieren die Haut und verstärken den differenzierten Lichteinfall. Zum Baumstamm hin treten die Holzspanten der Gitterschale aus der opaken Hülle heraus. Ein Wechselspiel aus Verdichtung und Durchsichtigkeit, aus Objekt und Struktur.

Erzeugt wird das Hüllkleid aus montagetechnischen Gründen in zwei Einzelteilen. Im Überlappungsbereich sind Versätze vorgesehen. Die Unterkonstruktion für das Laminieren der GFK-Hülle wird aus einer Gitterschalenstruktur (verzahnte Einzelspanten) erzeugt, welche mit Steinodurplatten (gesponsort durch Steinodur) ausgefüllt werden. Dieser Volumenkörper wird dann verspachtelt, fein geschliffen und eingewachst, um eine optimale Oberfläche für die Glasfasermattenhülle zu bilden.


Präsentation

Finalisierung



Sponsoren

Danke den Sponsoren, für ihre großzügige Unterstützung.

http://www.steinbacher.at http://www.tschabrun.at http://www.balloonpoint.at



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Attribute

Csörgo Daniel Hofer Arno Kranebitter Daniel Milborn Mara Möderle Alexander Pittl Matthias Prettner Martin Rudig Walter Salchner Andreas Schatz Matthias Steinmair Rainer Tuelue Adem Utz Elisabeth Wieland Arno | Troi Valentine, Ender Ursula, | E1 | CyberBaroque.Baumhaus | CyberBaroque, 1:1 Projekt | 07SS | Bild:Tragstruktur graphik.jpg | a

Fakten zu CyberBaroque.BaumhausRDF-Feed
BetreuerTroi Valentine  + und Ender Ursula  +
ImageTragstruktur graphik.jpg  +
LVE1  +
Semester07SS  +
ThemaCyberBaroque  + und 1:1 Projekt  +
TitelCyberBaroque.Baumhaus  +
VerfasserCsörgo Daniel  +, Hofer Arno  +, Kranebitter Daniel  +, Milborn Mara  +, Möderle Alexander  +, Pittl Matthias  +, Prettner Martin  +, Rudig Walter  +, Salchner Andreas  +, Schatz Matthias  +, Steinmair Rainer  +, Tuelue Adem  +, Utz Elisabeth  + und Wieland Arno  +
Zuordnunga  +
Persönliche Werkzeuge