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Clemens Hochreiter Phänomen und Paradigma Seite

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Inhaltsverzeichnis

Aufgabe 01: Phänomen? Paradigma? Digital?

Was, wer, wo - von wem hast du das?"

Phänomen

Was?

Bedeutung

1. (bildungssprachlich) etwas, was sich beobachten, wahrnehmen lässt; [bemerkenswerte] Erscheinung

2. (Philosophie) das Erscheinende, sich den Sinnen Zeigende; der sich der Erkenntnis darbietende Bewusstseinsinhalt

3. (bildungssprachlich) außergewöhnlicher, phänomenaler Mensch

Synonyme

- Besonderheit, Ereignis, Erscheinung, Merkwürdigkeit, Vorfall, Vorgang, Vorkommnis; (gehoben) Begebenheit, Geschehen, Geschehnis; (bildungssprachlich) Kuriosität, Kuriosum

- Autorität, Experte, Expertin, Geistesgröße, Genie, Größe, großer/heller/schöpferischer Geist, Kapazität, Kenner, Kennerin, Könner, Könnerin, Meister [seines Fachs], Meisterin [ihres Fachs]; (gehoben) Genius; (bildungssprachlich) Ingenium, Koryphäe; (umgangssprachlich) Ass, Kanone, Rakete

Herkunft

spätlateinisch phaenomenon = (Luft)erscheinung < griechisch phainómenon = das Erscheinende, zu: phaínesthai = erscheinen

Quelle

Duden: http://www.duden.de/rechtschreibung/Phaenomen Meiner Meinung eine vertrauenswürdige Quelle, da Duden eine gesellschaftlich anerkannte Instanz ist, die sich mit der Sprache, ihrer Rechtschreibung, Grammatik, Synonymen und Herkunft des Wortschatzes, beschäftigt. Duden verweist auf ein breites Spektrum an Anwendungsbereichen und kapriziert sich nicht nur auf die Rechtschreibung oder eine spezielle Sparte. Durch den Vetrieb und den käuflichen Erwerb erwartet man sich ein Art "Garantie" auf die Richtigkeit der Angaben - es ist etwas wert (im Gegensatz zu dem Spruch: "Was nichts kostet ist nichts wert.")


Paradigma

Was? Von Wem?

„Unter einem Paradigma wird in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung ein Denkmuster, eine Art ‚Supertheorie’ verstanden, die grundlegende Probleme und Methoden weiterer Bereiche eines Faches definiert und das Weltbild einer Zeit prägt.“ Knut Bleicher, emer. Professor für Betriebswirtschaftslehre

„Allgemein anerkannte wissenschaftliche Leistungen, die für eine gewisse Zeit einer Gemeinschaft von Fachleuten massgebende Probleme und Lösungen liefern. ... Ein Paradigma ist das, was den Mitgliedern einer wissenschaftlichen Gemeinschaft gemeinsam ist, und umgekehrt besteht eine wissenschaftliche Gemeinschaft aus Menschen, die ein Paradigma teilen.“ Thomas S. Kuhn, Professor für Wissenschaftstheorie und –geschichte

Bedeutung

lt. Wikipedia - Das Wort Paradigma (gr. παράδειγμα parádeigma, aus παρὰ parà „neben“ und δείκνυμι deiknymi „zeigen“, „begreiflich machen“; Plural Paradigmen oder Paradigmata) bedeutet „Beispiel“, „Vorbild“, „Muster“ oder „Abgrenzung“, „Vorurteil“; in allgemeinerer Form auch „Weltsicht“ oder „Weltanschauung“.

Herkunft

lt. Wiktionary - aus dem griechischen parádeigma „Beispiel“

Quellen

FH-Gelsenkirchen: http://www3.fh-gelsenkirchen.de/JPR/downloads/f_1169/MV_Handout_Paradigmenwechsel.pdf

Wiktionary: http://de.wiktionary.org/wiki/Paradigma

Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Paradigma

Wiktionary und Wikipedia sind inzwischen akzeptierte Quellen um sich einen raschen Überblick über einen Sachverhalt, Ereignisse oder Begrifflichkeiten zu verschaffen. Durch die angegebenen Quellen und Literaturnachweise bieten diese Plattformen einen guten Startpunkt für weitere Recherchen. Diese weiteren Recherchen sind zu empfehlen, da offene Plattformen wie diese, persönlich geprägt oder in Einzelheiten unrichtig sein können.

Die FH-Gelsenkirchen sehe ich als zuverlässige Quelle, da man hier von akademischen, qualitativ hochwertigen Arbeiten ausgehen kann. Zudem sind die Namen und Position bzw. Profession der Personen deren Aussagen zitiert werden angegeben.


Digital

Was?

Bedeutung

lt. Duden

- (Medizin) mithilfe des Fingers erfolgend

- (Physik) in Stufen erfolgend; in Einzelschritte aufgelöst - auf Digitaltechnik, Digitalverfahren beruhend

- (Technik) in Ziffern darstellend; in Ziffern dargestellt

lt. ITWissen-info

In der Technik handelt es sich um die diskreten Ziffern, die keine zeitkontinuierlichen Veränderungen haben, wie analoge Werte. Zeitdiskret bedeutet in diesem Zusammenhang, dass der Digitalwert für eine bestimmbare Zeit einen festen Wert repräsentiert. Die digitalen Ziffern können in allen Zahlensystemen dargestellt werden: im Dezimalsystem ebenso wie im Oktal- oder Dualsystem. Nach DIN 44300 ist digital eine Darstellungsart von Daten mit den Ziffern eines Zahlensystems, bei der die einzelnen Zeichen voneinander abgrenzbar sind.

Auffällig ist, dass es für ein Wort, das in unserem heutigen Sprachgebrauch uns immanent verfolgt, keine wirklich leicht verständliche Definition gibt. Und obwohl wir immer davon reden, wohl keiner weiß, was digital ist - in einer Zeit, in der man eigentlich überlegen muss, was heute nicht mehr digital ist.

Synonyme

in Ziffern, nicht analog

Herkunft

lt. ITWissen.info aus dem lateinischen digitus "Finger"

Quellen

http://www.itwissen.info/definition/lexikon/Digital-digital.html

http://www.duden.de/rechtschreibung/digital

Begründung Quelle Duden siehe Quelle Phänomen

ITWissen.info "Das große Online-Lexikon für Informationstechnologie" gibt zwar keine Quellen oder Nachweise für die von ihnen publizierten Lexikon-Einträge an, bietet aber Querverweise zu den gesuchten Begriffen oder in den Erläuterungen vorkommenden Fremdwörtern. Der Aufbau der Homepage wirkt professionell und gut gegliedert, was das Vertrauen darin bestärkt. Die Werbung ist zwar vorhanden, ist aber nicht störend und ohne würde ein solches "Gratis"-Lexikon wohl nicht möglich sein.


Aufgabe 02: pers. Phänomene und Paradimenwechsel

Phänomene

Polarlicht

Ist eine leuchtende Erscheinung, die sich in ihrer Darstellung, wie zB. Geschwindigkeit und Lichtfarbe, aber klar vom Sonnenlicht oder Blitzen unterscheidet. Durch sein seltenes Vorkommen, welches ein Zusammenspiel von vorhergehenden Prozessen voraussetzt, ein Phänomen. Der Prozess der Entstehung ist zwar wissenschaftlich aufgeklärt, lässt sich aber nicht von Menschenhand steuern oder rekonstruieren (abgesehen von Atomversuchen in höheren atmosphärischen Schichten).

http://de.wikipedia.org/wiki/Polarlicht

Mimic Oktopus

Eine, erst seit zehn Jahren entdeckte, Oktopus-Gattung, die durch ihr phänomenales Verhalten auffällt bzw. nicht auffällt. Neben der bislang noch weitestgehend ungeklärten Fähigkeit seine Farbe ändern zu können, wie es die anderen Oktopusarten auch beherrschen, imitiert dieser auch das Verhalten anderer Meeresbewohner, wie zB giftige Seeschlangen, Fische, Objekten, etc., um sich unbeobachtet fortbewegen oder sich verteidigen zu können.

http://www.youtube.com/watch?v=t-LTWFnGmeg&feature=related

BIID - Body Integrity Identity Disorder

Menschen mit dem BIID-Syndrom haben das Verlangen, sich Körperteile abzutrennen, da sie ihrer Meinung störend sind oder ohne diese besser leben zu können. Medizinisch gesehn besteht bei diesen Personen keine psychische Erkrankung - ganz im Gegenteil. Sie sind meist Akademiker und sind beruflich erfolgreich. Aufgrund der wenigen Fälle und der Tatsache, dass diese Krankheit noch wenig erforscht ist, wird sich auch nicht im DSM (Diagnostic an Statistical Manual of Mental Disorder) aufgeführt.

http://nachrichten.t-online.de/biid-syndrom-selbstgewollte-amputation/id_42072456/index

Murphys Gesetz „Whatever can go wrong, will go wrong.“

„Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen.“ hieß ursprünglich „Wenn es mehrere Möglichkeiten gibt, eine Aufgabe zu erledigen, und eine davon in einer Katastrophe endet oder sonstwie unerwünschte Konsequenzen nach sich zieht, dann wird es jemand genau so machen.“ und bezog sich auf technischer Versuchasnordnungen in geschlossenen Systemen. Da viele Menschen meist pessimistisch denken, erinnern wir uns eher an die schlechten Ereignisse. Positive Ereignisse vergessen wir gerne oder sehen sie als selbstverständlich. Treffen nun mehrere negative Ereignisse dicht hintereinander ein sagen wir: „Alles geht schief.“

http://de.wikipedia.org/wiki/Murphys_Gesetz

„Hinterher fallen einem immer die besten Antworten ein“

Denkt man sich oft nach Streit- oder Vorstellungsgesprächen. In solchen Stresssituationen wird unser Hirn oft „blockiert“. Ähnlich ist es bei Prüfungen, wo man während dessen die richtige Antwort nicht weis, obwohl man sie vorher wusste und hinterher das geforderte Wissen wieder abrufen kann. In Frankreich nennt man so etwas "L’esprit de l’escalier ", was soviel bedeutet wie" Geist auf der Treppe - also die Gedanken, die einem erst beim hinausgehen auf der Treppe einfallen.

Wechsel eines Paradigma

Burnout-Erkrankung einer Freundin mit 21 Jahren aufgrund extrem hoher Selbstansprüche, extremen Ehrgeiz, beruflichen Druckes und eines einzigen „Störfalles“. Dies war für mich ein derart schockierendes Erlebnis, dass ich für mich entschied, mir neben dem Studium bewusst Zeit für andere Sachen zu nehmen.


Aufgabe 03: Industrial Design Manufacturing

Automobildesign

Entwurfsprozess bis hin zur Produktion

Automobilhersteller haben oft mehrere Designbüros über die Welt verteilt. Diese werden mit Design-Studien oder Entwürfen für Autos mit Realisierungswunsch beauftragt und treten dann untereinander in einen Konkurrenzkampf. Dabei werden die Aufgaben des Exterior- und Interior-Designs von getrennten aber miteinander in Kommunikation stehenden Gruppen von Designern jeweils unter der Leitung eines Chef-Designers behandelt. Unter Beachtung der Vorgaben (Automobilklasse, gewünschtes Image, etc.) werden erst Skizzen analog und digital angefertigt, danach erfolgt die Dreiminsionalisierung im Computer mittels Software und Darstellung des Entwurfes anhand fotorealistischer Renderings und Animationen. Während dem ersten Designabschnitt werden zur Überprüfung der Form auch kleine Modelle aus Kunststoff gefräst. Steht die fertige Form des Automobils soweit fest, wirden Clubbing- oder Claymodelle hergestellt, die per Hand oder CNC-Fräse geformt und anschließend mit einer Folie zur realistischeren Darstellung und Beurteilung überzogen werden. Zeitgleich gibt es Innenraum-Modell, welches auf ähnliche Art und Weise hergestellt wird. Soll es ein Show-Car geben wird dies, inklusive Innenraumgestaltung, als Unikat in reiner Handarbeit angefertigt. Im weiteren Ablauf werden sogenannte Erlkönige, Fahrzeuge der neuen Reihe aber äußerlich unkenntlich gemachte, in Kleinserie gebaut. Diese werden dann in den verschiedenen Klimazonen, auf verschiedenen Straßenbelägen rund um den Globus verteilt getestet und spulen mehrere 100.000 Kilometer ab. Diese Testkilometer bzw. auftretenden Mängel werden dann noch vor der Serienfertigung beseitigt. Um die hohen Kosten dieser Testfahrzeuge zu mindern wird inzwischen ein großer Teil dieser Test virtuell am Computer simuliert (Akustik, Abnützung von Verschleißteilen, etc.). Die fertigen Fahrzeuge werden dann in den Werkshallen der Hersteller auf Fließbändern produziert. Während die Teile der Karosserie (Metallpressen), des Chassis, der Motoren meist selbst oder in Kooperation mit anderen Autoherstellern produziert werden, werden Kleinteile wie Motorraumabdeckung, Wischwasserbehälter,... oder Anbauteile (Turbolader), Interior-Verkleidungen von externen Zuliefern hergestellt und am Fließband dann in das Auto eingebaut.

Youtube-Videos

http://www.youtube.com/watch?v=VmGm8YF5lG4&feature=player_embedded

http://www.youtube.com/watch?v=ZijC8jU_1Aw&feature=related

http://www.youtube.com/watch?v=TqokK03BJsM&feature=related

Wer sind die Global-Player?

TOP TEN in der EU (verkaufte PKW im Jahr 2011)

1. Volkswagen: 1.662.045

2. Ford: 1.046.711

3. Renault (ohne Dacia): 1.026.179

4. Opel/ Vauxhall: 968.728

5. Peugeot: 889.073

6. Citroen: 754.087

7. Fiat (ohne Alfa Romeo, Lancia): 671.131

8. Audi: 654.337

9. BMW (ohne Mini): 617.906

10. Mercedes-Benz (ohne Smart): 575.243

11. Toyota (ohne Lexus): 497.928


Quellen

http://www.design-issue.com/designprozess-der-bmw-group/

http://www.kolb-technology.com/tutorials/automotive-modelling.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Erlkönig_(Auto)

http://www.automobil-produktion.de/2011/08/volkswagen-ist-die-nummer-eins/

http://www.automobil-produktion.de/2011/02/die-15-groessten-autobauer-der-welt-volkswagen-treppchen-verpasst/

http://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaftszahlen_zum_Automobil


Aufgabe 04: SOCIO-ECONOMICS & PSYCHOLOGY

„Ethik-Ranking durch die Konsumenten“ erscheint mir, wohlwissend über seine extreme Auslegung, als Hetze gegen die gesamte globale Warenproduktion und deren Verkauf. Sicherlich hat der Kunde mit seiner Entscheidung Macht über das Wachstum oder den Untergang eines Herstellers, Produzenten oder einer bestimmten Verkaufsstrategie, die Frage ist aber in wie weit der Kunde Entscheidungen treffen will. Bezüglich größeren Anschaffungen wie Beispielsweise Laptops, bei denen es bereits Zertifikate (zB Apples Environmental Status Report) gibt kann man durch ein wenig Recherche sich seine Meinung bilden - vorausgesetzt man will es. Ich möchte mir aber nicht bei jedem im Supermarkt gekauften Artikel einen Aufsatz durchlesen müssen um entscheiden zu können ob dieser Artikel bzw. dessen Konsum vertretbar ist. Labels gibt es meiner Meinung heute schon einige und es fehlen nicht mehr viele um sagen zu können es sind genug - man wird in Supermärkten ohnehin schon mit Labels bombardiert. Ein weiterer Punkt ist dann die Finanzierung der ungeheuren Researcharbeit. Soll dies eine staatliche „vertrauenswürdige“ Institution machen, die durch Steuern von jedem gleichermaßen Finanziert wird oder muss der jeweilige Hersteller selbst die die dafür notwendige Arbeit aufbringen mit der Gefahr, dass Informationen geschönt werden und Produkte teurer werden. Dies entspräche nicht dem sozialen Standpunkt in „Ferraris für alle“ und die im bereits bei Alltagsartikeln bestehende Schere zwischen Gourmet- und Discountproduktkäufern weiter öffnen.

Aufgabe 05: Experience vs. (really!) BIG DATA

Was sind BIG DATA?

Big Data sind Daten, die aufgrund ihrer Datenmenge unsere heutigen Datensysteme übersteigen. Die Datenmenge ist zu groß, Daten bewegen sich zu schnell oder passen schlicht nicht in unsere Daten-Architektur. Es werden Daten gesammelt - vor allem durch unser Nutzungsverhalten des Internets auf bewusste weise oder durch Nutzung von Open-Source Software eher unbewusst. Nur weil etwas gratis ist, im Sinne dass kein Geld für den Erwerb oder Gebrauch benötigt wird, heißt es noch lange nicht, dass wir nichts dafür geben - und das sind Daten. Es hat ein Paradigmenwechsel stattgefunden, indem heute Daten wichtige Informationen enthalten, aus denen in weitere Folge wieder Geld lukriert werden kann. Auch durch soziale Netzwerke, Cloud-Computing oder vermeintliche "free" Webspaces geben wir eine ungeheure Menge an Daten frei.

Wichtige Begriffe die in diesem Zusammenhang oft fallen sind Volume, Velocity und Variety. Mit Volume ist die Datenmenge gemeint die es uns zum Beispiel erlaubt Vorhersagen anhand von 300 statt nur 6 Faktoren zu treffen. Es können immer mehr Informationen verknüpft, komplexere Szenarien erstellt und daher auch präzisere Vorhersagen getroffen werden. Natürlich stellt sowohl die Sammlung, Archivierung und sinnvolle Verarbeitung solch hoher Datenmengen eine Herausforderung dar. Velocity beschreibt die Geschwindigkeit mit der Daten übermittelt werden bzw. wie aktuell diese sind. Dies spielt zum Beispiel im Bankensektor eine große Rolle, da auf Aktien oft rasch reagiert werden muss. In einer Werbung von IBM wird der Vergleich dargestellt, dass man nicht eine Straße überqueren würde, wenn man nur ein 5 Minuten altes Foto der selben Straße hätte. Variety ist ein Begriff für die große Varianz an Daten und dadurch entstehenden "Chaoshügel" an Daten. Verschiedene Internetbrowser übertragen unterschiedliche Daten - es entsteht ein Berg an Daten der erst geordnet werden muss, um ihn weiter verarbeiten zu können. Dies ist eine Folge des "Wenn du kannst, sammle alles"-Prinzips.

Quelle: http://radar.oreilly.com/2012/01/what-is-big-data.html


Wie in „Worauf ist noch Verlass“ durchleuchten wir unsere Umwelt immer weiter auf der Suche nach dem kleinst möglichen Detail. Diese wissenschaftliche Arbeit lässt uns heute viele Zusammenhänge verstehen und gibt uns einen Überblick über das große Ganze. So wie das im Text beschriebene Unwetter früher nur ein Unwetter war und es heute als eine Reihe von klimatischen Verkettungen verstanden wird. Ratgeber für alles und jeden sind vielleicht grobe Anhaltspunkte oder ein Pfad eines bestimmten Bereiches. Da das Leben aber kein Drehbuch ist und nicht immer streng nach Regeln arbeitet, oder eine unmenge an Regeln eine noch größere, unvorhersehbare Menge an Kombinationen ermöglicht, entstehen viele Ausnahmen die die Regel bestätigen. Für manche ist die Wahrscheinlichkeit höher als für andere, dementsprechend gibt es für einige anerkannte Lösungswege und der Rest muss mit Erfahrung gelöst werden können.


Endaufgabe

Phänomen - Lautes telefonieren in öffentlichen Verkehrsmitteln

Man kann sich diesem sozialen Lärm nicht entziehen. Man wird nicht gefragt, ob man wissen will, was jemand mit seiner Partnerin zu Abend essen soll. Genauso wenig möchte man andere, noch viel privatere Dinge wissen, die einem so manch Mitteilungsbedürftiger mitwissen lässt.

Es gibt offenbar kein Schamgefühl, was man in der Öffentlichkeit preis gibt. Bloß weil man ein Telefon am Ohr hat und sich ausschließlich auf die akustischen Signale des eigentlichen Gesprächspartners konzentriert, vergisst man offenbar darauf, dass die Umstehenden auch Ohren haben.

War es von einem Jahrzehnt noch etwas außergewöhliches von Unterwegs aus zu telefonieren und dieses auch von so manchem in breiter Öffentlichkeit lauthals demonstriert wurde, bestünde nüchtern betrachtet heute dazu kein Grund mehr. Es scheint, als habe sich das schlechte Benehmen in dieser Form etabliert.


Ist es einfach eine Art von Ignoranz? - Wohl kaum, denn Umfragen ergaben, dass, obwohl 75% der befragten Personen selbst in der Öffentlichkeit telefonieren (gut 71% auch in öff. Verkehrsmittel), sich knappe 50% davon gestört fühlen.

Vielleicht ist es nicht das Telefonieren an sich, sondern, dass Kommunikation an einem dafür nicht vorgesehenen Ort stattfindet. Der Bus ist nicht unbedingt ein Ort um aktiv am sozialen Leben teil zu nehmen und daher nicht mit einem öffentlichen Platz zu vergleichen, auf dem es wohl niemanden wahnsinnig stören wird man ein „normales“ Gespräch führt. Im räumlich begrenzten Bus besteht im Vergleich zum Platz allerdings kein oder nur begrenzter Raum auszuweichen.

Umso absurder erscheint die Tatsache, dass mit hohem finanziellen Aufwand ganze U-Bahnnetze für die Nutzung von Mobiltelefonen adaptiert werden, obwohl sich, wie zB im Fall der Wiener U-Bahn, 56% derFahrgäste eine Handy-Knigge gegen unerwünschte Lärmentwicklung für gut heißen würden. Dem gegenüber stehen 29% der beförderten Personen, die während der alltäglichen U-Bahnfahrt ihr Handy nutzen.


Da es wohl keinen Grund für lautes Telefonieren gibt, fand meine Auseinandersetzung mit diesem Phänomen mit der Entwicklung der Telefonzelle 2.0 oder „Die Privatsphäre für unterwegs“ statt. Es ist ein Hilfsmittel mit dem man, wenn gewünscht, auch unterwegs stets erreichbar ist und die Möglichkeit hat, sich auch unterwegs im virtuellen Raum zu bewegen. Ein im Bus zur Verfügung stehender Helm, der per Bluetooth mit Mobiltelefon verbunden wird und dessen Funktionen wiedergibt. So dient der Helm hauptsächlich als schallgedämmter Mikrokosmos, der, wie ein altmodischer Taucherhelm, von außen klimatisiert wird und in dem man, ohne seine Umwelt zu beeinträchtigen, ungestört telefonieren kann. Zusätzlich ermöglicht eine im Visier integrierte LC-Folie die Projektion des Handydisplays in den Sichtbereich des Nutzers. Zur Navigation dient das Touchdisplay des Mobiltelefons, das als Trackpad bzw. Tastatur fungiert. Zusätzlich werden auch aktuelle Informationen wie die nächsten Haltestellen eingeblendet.

Das weit nach unten gezogne Visier, welches neben der LC-Schicht auch eine Schalldämmfolie aus Polyvinyl-Butyral beinhaltet, sorgt in Verbindung mit dem gepolsterten Mikrofon für den notwendigen Schallschutz für die Umwelt. Über ein Kabel, das zugleich als Diebstahlschutz dient, wird der Helm mit Frischluft und Elektrizität versorgt. Der Helm selbst besteht aus einer leichten, dünnwandigen Sandwichkonstruktion, die an der Innenseite aus hygienischen und lüftungstechnischen Gründen lediglich vereinzelte Polsternoppen besitzt, um ein Mindestmaß an Tragekomfort für verschiedene Köpfe sicher zu stellen. Im Stirn-Bereich an der Außenseite befindet sich ein Indikator, der je nach dem, ob sich die Person in einer Konversation befindet oder nur im Internet surft rot oder grün leuchtet.


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