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Clapping Hands

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Verfasser: Rainer Steinmair


Der abstrakte Begriff Zeit kann nur durch Bewegung, Veränderung, Vergehen und Entstehen von Dingen verstanden werden. Zeit, Materie und Raum sind nicht unabhängig sondern bedingen einander. Sie sind gemeinsam entstanden. „Vor „ dem Urknall, der Entstehung und Expansion des Raums, gab es keine Zeit. Das Phänomen Echo spiegelt diese Dualität wider. Die Zeitverzögerung des reflektierten Schalls macht Zeit und Raum auf eine gewisse Weise wahrnehmbar. Diesen zusammenhängenden Eindruck zu visualisieren, war mein Startpunkt zum Thema Echo: Die Bewegung der sich öffnenden Hand in Serienbildern als Darstellung des Zeitverlaufs, in die die charakteristischen akustischen Raumeigenschaften (Volumen, Reflexionsverhalten, Geometrie)durch Größen- und Transparenzveränderung der Bilder mit einfließen, sollten Raum und Zeit auf eine Grafik bannen.


Von der Darstellung zur Reaktion: In Analogie zur sich öffnenden Hand als Beschreibung des Echos werden bewegliche Wandelemente eingesetzt um das Echoverhalten, die Akustik eines Raums zu verändern und zu gestalten. Dabei spielt die so genannte Nachhallzeit(die Zeitdauer die ein Ton nach dem Abschalten der Quelle um 60 Dezibel abklingt)eine wichtige Rolle. Die Nachhallzeit hängt vom Raumvolumen und dem Schallabsorptionsverhalten der Oberflächen ab. Außerdem ist die Diffusion(Streuung) der Schallwellen eine wichtige akustische Eigenschaft von Räumen. Diese wiederum hängt von der Geometrie des Raums und der Struktur der Oberfläche ab.

                                                                                                                         Räume mit unterschiedlichen Nutzungsanforderungen(Opern,Konzerte,Vorlesungen…)benötigen verschiedene akustische Eigenschaften: Längere Nachhallzeiten(größeres Volumen und mehr Reflektionen) machen den Raum lebendiger, heller und sind vor allem bei Musikdarbietungen gefordert. Ohne Echo gibt es keinen Klang. Darunter leidet allerdings die Sprachverständlichkeit, die mit weniger Nachhall(durch mehr Schallabsorption) besser ist. Durch diese limitierte Schallausbreitung  wirkt der Raum aber „trocken“ und „tot“. Die in 2 Richtungen zusammenfaltbaren Elemente verändern  das Volumen des Raums und die Oberfläche der Wände und können so die Akustik  nach Bedarf variieren.

Sie sind auf einer Seite mit Schall absorbierenden Material(Baumwollfasermatte)konstruiert. Auf der anderen Seite kommt eine schallharte(Gips gefüllt mit Glasfasern) und Diffusion fördernde Oberfläche zum Zug. Eine reliefartige und verwinkelte Struktur mit unterschiedlich großen Erhebungen und Senkungen soll die Streuung der Schallwellen über einen möglichst großen Frequenzbereich garantieren.


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Attribute

Steinmair Rainer | Thorsen Kjetil Troi Valentine, Ender Ursula | E3 | Clapping Hands | echo | 08SS Datei:Wand-mit-mehreren-elementen.jpg

Fakten zu Clapping HandsRDF-Feed
BetreuerThorsen Kjetil  +, Troi Valentine  + und Ender Ursula  +
ImageWand-mit-mehreren-elementen.jpg  +
LVE3  +
Semester08SS  +
Themaecho  +
TitelClapping Hands  +
VerfasserSteinmair Rainer  +
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