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C t panels

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von Philipp Giselbrecht, Martin Reinstadler

betreut: Ursula Ender



ENTWICKLUNG

Der technische Entwurf entstammt Überlegungen, Aluminiumpaneele der Fa. Kalzip, die im Projekt das Obermaterial der Konstruktion bilden, einer anderen Verwendung neben der als Fertig-Fassaden-Element zuzuführen. Dem Planungsprozess ging eine Analyse der Möglichkeiten der Kalzip-Profile voraus, wo festgestellt wurde, dass sich miteinander verbundene Profile nicht nur gegenseitig verschieben, sondern bedingt auch verdrehen lassen. Es entstand die Idee auf diese Weise eine Zieharmonika-Faltung – wie bei einem Blatt Papier – mit den verbundenen Paneelen zu bilden, die sich durch Auseinander- und Zusammenklappen der Paneele auch fortbewegen ließe. Dazu wäre es aber zuerst notwendig die Profile zu modifizieren: Die Aufkantungen am Rand müssen zuerst abgebogen werden, so dass sie mit der Fläche einen 135° Winkel einschließen, und danach zusätzlich eingeschnitten werden, um ineinander verzahnt entlang einer Stabachse verbunden werden zu können.

Die Bewegung sollte dabei mit Hilfe einer entsprechenden Unterkonstruktion unter den Paneelen ermöglicht und der eines Wurms nachempfunden werden. Bei der Planung der c_t_panels wurden einfache Funktionsweisen von der Natur auf eine technische Konstruktion übertragen: Die dehnfähigen Glieder des Wurms werden von pneumatischen Zylindern simuliert; Die Gleitfähigkeit bzw. Bodenhaftung übernehmen Räder bzw. blockierte Räder.



KONSTRUKTION

Das Fahrgestell als Basis der c_t_panels besteht aus miteinander verschweißten verzinkten U-und L-förmigen Stahlprofilen. An den zur Stabilität umgekanteten Stahlblechen sind auf beiden Seiten je ein kugelgelagertes Flanschgehäuse bzw. ein zwischen Rechts- und Linkslauf umschaltbarer Freilauf angeschweißt, die die Räder aufnehmen. Durch den Freilauf, der vergleichbar mit einer umschaltbaren Werkzeugratsche funktioniert, wird eine Fahrt in die gewünschte Richtung gewährleistet und eine unkontrollierte Bewegung der Panele verhindert.

Die konstruktive Mitte der c_t_panels bildet ein dreidimensionaler Rahmen aus Rundrohrprofilen, der an einer zu einem Gleitlager ausgebildeten Achse mittig am Fahrgestell montiert und auf den Seiten von zwei Stoßdämpfern gestützt wird. Die Stoßdämpfer ermöglichen das Ausgleichen von leichten Bodenunebenheiten, ohne dass sich die Konstruktion, insbesondere die Kalzip-Paneele, verwindet.

Pneumatikzylinder verbinden den Rohrrahmen mit der Oberkonstruktion. Sie sind gelenkig gelagert − am Fußpunkt an einer einfachen Konstruktion, die gleichzeitig die Stoßdämpfer beweglich am Rahmen hält. Die Luft, die durch Schläuche zu den Zylindern transportiert wird, kommt von einer Versorgungsbox, die in der Mitte des Rahmens Platz findet. In ihr befinden sich Pumpen, Umschaltventile und Akkus. Sollten zusätzliche Batterien benötigt werden, können diese in weiteren Boxen an den anderen Rahmenkonstruktionen untergebracht werden.

Den oberen Abschluss der Konstruktion bilden die Kalzip-Panele – das eigentliche Ausgangsmaterial. Sie sind entlang einer Achse jeweils paarweise ineinander verzahnt und nicht nur untereinander sondern auch mit dem Rahmen verbunden. Außerdem werden sie von einem Rahmen, ähnlich dem des Fahrwerks, gestützt, der wiederum an den Zylindern fixiert ist.

Mit Ausnahme der Versorgungsbox, die eine Sonderkonstruktion erfordert, sind die meisten der Bauteile, die bei den c_t_panels Verwendung finden, am Markt erhältlich bzw. mit geringem bis mittleren technischen Aufwand anzufertigen. (siehe Plakat)


Fahrgestell mit Freilauf
Rahmen mit Stoßdämpfer
Pneumatik
Oberkonstruktion mit Kalzip



ANWENDUNG

Das Haupteinsatzgebiet der c_t_panels als Stadtmöbel könnte die Fußgängerzone sein. Symbolhaft dafür ist in den Darstellungen die Maria-Theresien-Straße in Innsbruck zu sehen – nicht zuletzt aufgrund ihrer linearen Ausrichtung, die sich für die c_t_panels natürlich als sehr günstig erweist. (Durch die extra auf diese Fußgängerzone abgestimmte Farbgebung mit dem goldfarbenen Rahmen würde sich die Konstruktion auch optisch in das künftige Ensemble aus goldenen Fahrradständern und goldenen Mistkübeln einfügen!)


Das Besondere bei der Verwendung der c_t_panels als Stadtmöbel ist, dass sie keine spezielle Nutzung vorgeben. Das Auseinander- und Zusammenklappen der Paneele ermöglicht nicht nur den nötigen Vortrieb innerhalb des Einsatzgebiets, sondern sorgt durch ihre freie Positionierung innerhalb eines 45 Grad Winkels auch dafür, dass jeder eine für sich angenehme Sitz- oder Liegeposition finden kann. Für mehr Bequemlichkeit im Einsatz als Sitz-/ Liegegelegenheit sorgen wetterfeste, an den Kalzip-Panelen fixierte geschäumte Auflagen. Natürlich bieten die c_t_panels als flexibles Stadtmöbel auch noch andere Verwendungsmöglichkeiten – z.B. als mobile Bühne, Ausstellungsfläche usw.


Perforierte Panele aus dem Lieferprogramm der Firma Kalzip bieten eine weitere Möglichkeit, die c_t_panels einem Mehrnutzen zuzuführen: Die Optik, Haptik usw. der Oberfläche kann verändert werden, in dem spezielle Module (z.B. Soundmodul, Lichtmodul, Grasmodul) in den Raum zwischen den übereinanderliegenden Aluminiumpaneele geschoben werden.


individuelle Nutzung...
als Sitz...
oder Liegemöbel
eines der Zusatzmodule



Die Konstellation der Paneele zueinander, oder anders ausgedrückt das Aussehen der "Oberflächenlandschaft" kann entweder gezielt bestimmt werden oder einem Zufallsprinzip unterliegen, wobei auch eine kontinuierliche Veränderung möglich ist. Generell wären die Bewegungen der c_t_panels einer durchaus gewünschten Langsamkeit unterworfen.

Einen Vorteil gegenüber anderen "Stadtmöbeln" stellt die einfache Aufstellung der c_t_panels am Einsatzort dar, bei der weder Maschinen noch mehrere Helfer notwendig wären. Eine extra als Garage geschaffene Grube böte beispielsweise die Möglichkeit, die c_t_panels aus dem Straßenraum verschwinden zu lassen und in einer Warteposition zu parken, aus der sie ferngesteuert innerhalb kurzer Zeit wieder einsatzbereit wären. Die parkenden Panels würden diesen Graben abdecken, der ansonsten als Brunnen Verwendung finden könnte.


aus der Versenkung auftauchen
Garage wird zum Brunnen
im Einsatz
die Wände hochgehen




Mit einer angepassten Fahrwerkskonstruktion ist es sogar denkbar, die ursprünglichen Kalzip-Fassaden-Panele wieder die Hauswände hochklettern zu lassen – nicht zuletzt eine weitere Möglichkeit die c_t_panels bei Nichtverwenden zu "entfernen". Hierfür wäre es notwendig, zusätzlich zu den Rädern Zahnräder anzubringen, die auch mit dem umschaltbaren Freilauf verbunden sind und sich in eine Zahnradschiene eingehängen lassen. Die Zahnräder könnten den Vortrieb in bestimmten Positionen blockieren und somit auch ein Abstürzen verhindern.


PLAKAT AUFBAU, KONSTRUKTION, MATERIALIEN


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Attribute

Giselbrecht Philipp, Reinstadler Martin | Gutmorgeth Erich | HB2 | C t panels | 08SS Bild:C t panels-Mann.jpg

Fakten zu C t panelsRDF-Feed
BetreuerGutmorgeth Erich  +
ImageC t panels-Mann.jpg  +
LVHB2  +
Semester08SS  +
TitelC t panels  +
VerfasserGiselbrecht Philipp  + und Reinstadler Martin  +
Persönliche Werkzeuge