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Beton

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Zement (hydraulisches Bindemittel), Betonzuschläge (feiner Sand und grober Kies) und Wasser bilden Beton. Mit zusätzlichen Betonzusatzstoffen und -bindemitteln können bestimmte Eigenschaften des Betons beeinflusst werden. Die Festigkeit des Betons entsteht durch die Auskristallisierung der Klinkerbestandteile des Zements, wodurch sich kleinste Kristallnadeln bilden, die sich fest ineinander verzahnen. Das Kristallwachstum hält über Monate an bis die endgültige Festigkeit erreicht ist. Da dies eine viel zu lange Wartezeit beim Bau eines Gebäudes wäre, wurde eine durchschnittliche Normfestigkeit festgelegt, die nach 28 Tagen erreicht wird.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Schon vor 2500 Jahren wurden zementähnliche Mittel für den Bau der chinesischen Mauer verwendet. Auch in der Antike verwendeten die Römer eine betonähnliche Substanz, die aus Gesteinssplitt, Sand und gelöschtem Kalk besteht. In Verbindung mit vulkanischer Asche konnte eine sehr hohe Stabilität erzeugt werden.

Die Erfindung des heutig im Bauwesen angewandten Stahlbetons wurde durch Joseph Monier (Patent: 1867) bestimmt.

Eigenschaften

Beton ist auf Druck sehr stark belastbar. Um Zugkräfte aufnehmen zu können wird Beton im Verbund mit Bewehrungen hergestellt. Stahlbewehrungen sind heute die gängisten Anwendungen im konstruktivem Betonbau. Durch das Austrocknen verliert Beton an Baumasse. Diesen Vorgang nennt man schwinden. Beton ist sehr spröde. Unter zu starken Belastungen weist er schnell Risse auf. Um dies zu vermeiden werden Materialien zugefügt. Beton wird je nach Behandlung während der Trockenphase unterschiedlich fest und stabil.

Beton wird in vielen verschiedenen Gebieten verwendet. Je nachdem wie er hergestellt, eingebaut, oder mit welchen Materialien er gemischt wird, unterscheidet man zum Beispiel:

  • Baustellenbeton: diese Art wird direkt auf der Baustelle hergestellt. Dafür notwendige eigene Maschinen machen den Einsatz nur auf Großbaustellen sinnvoll.
  • Transportbeton: wird fertig abgemischt und zur Baustelle geliefert.
  • Ortbeton: damit ist die Verarbeitung des angelieferten Betons vor Ort gemeint, der in eine Schalung eingebracht und mittels einer Rüttelmaschine verdichtet werden muss.
  • Betonfertigteile: werden vorgefertigt und im erhärteten Zustand auf die Baustelle geliefert.
  • Spritzbeton: wird mit Hilfe von Druckluft flächig aufgetragen. Er findet Verwendung bei der Sicherung von freien Felsflächen oder der Sanierung von Stahlbetonkonstruktionen.
  • Stahlbeton: Um Beton für größere Spannweiten verwenden zu können, wird Stahl zur Verstärkung einbetoniert. Diese Bewehrung wird in Form von geripptem Rundstahl als Gitter oder Stäbe mit dem Beton verbunden.

Um Beton für Säulen, Wände, Decken usw. verwenden zu können, muss eine Schalung vorgefertigt werden. Schalungen aus Holz, Kunststoff oder Metall beeinflussen je nach Material die Oberfläche des Betons. Sichtbeton muss deshalb exakter behandelt werden. Die Oberflächenbeschaffenheit des Betons nicht nur durch die Schalungstechnik sondern auch durch nachträglich mechanische Bearbeitung verändert werden.


siehe auch

Selbstverdichtender Beton, Ultrahochfester Beton

Literatur

Beton Atlas, Birkhäuser 2002

DETAIL 1+2/2006

DETAIL 4/2003

db 1/2007

Weblinks

http://de.wikipedia.org/wiki/Beton (Artikel Beton, 04.04.07)

http://www.zement.at, Betontechnologie

http://www.spritzbeton.com

Vorträge

Andreas Cukrowicz cukrowicz.nachbaur architekten 15.12.2005 (Vortrag)

Beton Tage 2005

Franz Sam Neue Technologien - Technologie Grundl. 04.11.2004 (Vortrag)

Coautorin:Christiane Harm

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