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Bernie Grants Arts Centre

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Architekt Josh Carver, David Adjaye
Detail
Fertigstellung 2009
Image Bild:BGAC Außen1.jpg
Ingenieur nicht bekannt
Auftraggeber nicht bekannt
Ort Tottenham, London
Primärtragstruktur nicht bekannt
Gebäudetyp Kulturbauten
Datei:BGAC Außen1.jpg

Außenansicht

Im Jahr 2000 wurde die Stiftung “Bernie Grant Trust“ gegründet, um die Arbeit des ersten schwarzen britischen Abgeordneten fortzusetzen. Grant war der Ansicht, dass Tottenham eine bedeutende Vielzahl an Schauspielern, Musikern und Schriftstellern hervorbrachte und setzte sich zu Lebzeiten stark für sie ein. Deshalb entschied sich die Stiftung für den Bau eines Kunstzentrums – dem “Bernie Grant Arts Centre“. Das Projekt stellt einen bedeutenden Wandel in der kulturellen Landschaft Großbritanniens dar - einem Land, das oft über seine multi-ethnische Lebendigkeit jubelt, jedoch sehr wenig Gebautes vorzuweisen hat. Das Bernie Grant Arts Center ist im Raum London einzigartig und es gibt keine Einrichtung für darstellende Künste mit vergleichbaren Standards.


Inhaltsverzeichnis

Architekten und Planer

Architekt: Josh Carver, David Adjaye

Bauherr: Stiftung “Bernie Grant Trust“

Funktion: Kulturzentrum

Ort: Tottenham, London (GB)

Projektdauer: 2001-2009

Datei:BGAC David Adjaye.jpg


David Adjaye gilt als einer der Shooting Stars der Londoner Architekturszene und ist der einzige prominente schwarze Architekt. Leider werden seine Leistungen oft vergessen und seine Aufträge positiver Diskriminierung zugeschrieben. David Adjaye wuchs in Kairo und Saudi-Arabien auf. Er studierte an der Londoner Middlesex, der Southbank University und schloss seinen Master am Royal College of Art ab. Er arbeitete bereits in namhaften Architekturbüros wie Chassay Architects, Pentagram, David Chipperfield und Eduardo Souta de Moura. Heute lebt und arbeitet er in London, hat ein Büro in Hoxton und weitere in Berlin und New York mit über 30 Mitarbeitern. Außerdem lehrt er an der renommierten Architectural Association in London. Seine Architektur ist vor allem durch seine pluralistische Auffassung der Architektur geprägt, sie spricht gleichermaßen Sinn und Geist an. Bekannt geworden ist Adjaye mit Bauten an der Grenze von Kunst und Architektur, wie Interieurs für Läden und Clubs sowie Wohn- und Atelierbautenfür seine Freunde aus der Londoner Kunstszene (u. a. Elektra House, Dirty House, Sunken House, LN House). Meist mit beschränkten Budgets realisiert, zeichnen sich die skulpturalen Einfamilienhäuser durch einen ungewöhnlichen Umgang mit Materialien aus und sind gleichzeitig sensibel ins Stadtgefüge eingepasst.


Die Vision der Stiftung

Die Bernie Grant Arts Stiftung wollte ein national und international anerkanntes Zentrum für die Entwicklung von vielfältigen kulturellen und kreativen Künste schaffen, welches auch eine positive Auswirkung auf die Lebensqualität der lokalen Bevölkerung haben sollte. Die Vision des Zentrums als eine Organisation, war es einen wesentlichen Beitrag zur sozialen und wirtschaftlichen Wiederbelebung Tottenhams beizutragen. Das Kunstzentrum mit Theatersaal und Bildungseinrichtungen soll universitären Bedürfnissen dienen, aber auch der (hauptsächlich immigrierten)Nachbarschaft offen stehen. Das Bernie Grant Arts Center etablierte sich als ein Kompetenzzentrum für Bildung, Erziehung und Lernen, und hat sich der Kunst und kulturellen Vielfalt verpflichtet. Die Vision des Zentrums bestand darin Projekte hervorzubringen, welche von regionaler, nationaler und internationaler Bedeutung sein sollten.

Darüber hinaus ging es darum, dass der kulturelle und kreative Sektor noch weitgehend die Arbeiterklasse, schwarze, asiatische und ethnische Minderheiten, vor allem in höheren Positionen ausschließt. Unter diesem Kontext stehen die Arbeiten der Bernie Grant Arts Stiftung, die Programme werden meist in Partnerschaft mit anderen Organisationen durchgeführt und betreffen Ausbildung, berufliche Entwicklung und Lernmöglichkeiten.


Architektur

Das Bernie Grant Arts Centre befindet sich im alten Stadtzentrum Tottenhams mit Rathaus, College und Feuerwehr, sowie einem stillgelegten Schwimmbad welches teilweise dem neuen Kunstzentrum weichen musste. Die Fassaden des Rathauses sowie dem College bilden eine durchgehende Front auf der Westseite der Tottenham Green und musste erhalten werden. Die Herausforderung bestand darin eine Verbindung zwischen dem KUnstzentrum und Tottenham Green zu schaffen und gleichzeitig das Kunstzentrum von seiner Position hinter den bestehenden Fassaden und Gebäuden hervorzuheben. Dazu wurden verschiedene Mittel eingesetzt; der klassisch inspirierten Fassade der bestehenden Gebäude, setzte er eine moderne, schwarz Box mit den gleichen Abmessungen gegenüber, wobei das Auditorium ein separates Gebäude bildet. Im Anschluss an die offene Landschaft von Tottenham Green, wurde im östlichen Teil vom “Bernie Grant Arts Centre“ ein formaler, offener Raum gestaltet. Dieser wird von der Vorderseite des neuen Kulturhauses, den Seitenwänden des Rathauses und dem College-Gebäude sowie der Westfassade des “Hub“ (der beibehaltene Teil des Schwimmbades und dem Zubau) definiert. Durch Tottenham Green zieht sich eine Allee (Achse) von Ost nach West, das Kulturhaus liegt an der südlichen Seite dieser Achse. Somit ist das Kulturzentrum gut von Tottenham Green aus zu sehen. Dies wiederum schafft einen linearen, offenen Raum welcher sich Richtung Norden zieht und eine visuelle Verbindung zwischen Tottenham Green und dem hinteren Teil, mit dem Enterprise Centre, schafft. Die Längsseite des Kulturzentrums wird durch den Schornstein des alten Schwimmbades unterbrochen. Dieser Schornstein dient als eine Art Wahrzeichen für “Bernie Grant Arts Centre“ und verbindet die östlichen und westlichen Teile des gesamten Areals.

Die Fassaden der bestehenden öffentlichen Gebäude vor Tottenham Green zeigen eindrucksvoll wie die Kontinuität von einem Gebäude zum nächsten durch klassische Details aufrechterhalten werden kann. Trotz der Unterschiede in Höhe und Funktion werden alle der bestehenden Gebäude visuell durch die vorspringenden Gesimse und die waagrechten Gurtgesimse jeder Fassade, wenn auch in unterschiedlicher Höhe verbunden. Im Bernie Grant Arts Centre wird dieses Thema weiter geführt, indem wieder eine Reihe von horizontalen Bändern die Erscheinung der Gebäude dominieren und die neuen Gebäude mit den bestehenden Gebäuden in Verbindung bringen. Das Bernie Grant Arts Centre verfügt über ein Auditorium mit 274 Sitzplätzen, ein 60 Sitz-Studio / Proberaum sowie Café und Bar. Darüber hinaus verfügt das Kunstzentrum über 19 Arbeitsplätze, einen Tagungsraum und einen in sich geschlossenen Proberaum mit Büro und Umkleideräumen.

Datei: BGAC Lageplan.jpgDatei: BGAC Grundriss.jpg


Fotos


Lageplan

Bernie Grant Arts Centre, Tottenham, London



Weblinks

www.berniegrantcentre.co.uk


Quellen

www.nextroom.at

www.urbarama.com

www.miesarch.com

polinna_cordelia.pdf

Exkursionsbuch_LONDON_07_bildschirm.pdf

www.wikipedia.org

www.books.google.at

Fakten zu Bernie Grants Arts CentreRDF-Feed
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