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Bausanierung

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Inhaltsverzeichnis

Grundlagen zur Altbausanierung

Wichtige Begriffe

Unter Sanierung wird jede Bautätigkeit verstanden die zur Verbesserung eines bestehenden Gebäudes beiträgt. Er schließt auch andere Begriffe ein, deren Bedeutung folgen.

Modernisierungen sind bauliche Maßnahmen zur nachhaltigen Erhöhung des Wertes eines Objektes, soweit es keine Erweiterungsbauten, Umbauten oder Instandsetzungen sind.

Instandsetzungen sind Maßnahmen zur Wiederherstellung eines Objektes, soweit es nicht Wiederaufbauten oder Moderniesierungen sind.

Umbauten sind Umgestaltungen eines vorhandenen Objektes mit wesentlichen Eingriffen in Konstruktion oder Bestand.

Erweiterungsbauten sind Ergänzungen eines vorhandenen Objektes, z.B. durch Aufstockung oder Anbau.

Wiederaufbauten sind Wiederherstellungen zerstörter Objekte auf vorhandenen Bau- oder Anlageteilen. Sie gelten als Neubauten, sofern eine neue Planung erforderlich ist.

Bestandsaufnahme

Typische Baualtersstufen

Da es eine Fülle von verschiedenen Gebäuden, Konstruktionen und Bauteilen gibt wird alles in bestimmte Kategorien eingeteilt. Ähnliche Baualtersstufen weisen ähnliche Konstruktionen auf. Nahezu alle Konstruktionen haben sich in ähnlichen Zeiträumen verändert wie die Baustile. Grundsätzlich haben sich Konstruktion und Baustil auch immer gegenseitig beeinflusst, gebaut wurde, was technisch möglich und verfügbar war. So zeigt jede Baualterstufe nicht nur ein typisches äußeres Erscheinungsbild, sondern immer auch eine bestimmte innere Konstruktion.

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Fachwerkhäuser

Jede Region stellt diesen Baustil eigens dar. Es können verkleidete Fachwerkbauten sein. Oder aber auch mit sichtbarem Fachwerk. Letztlich sind sind aus Baustoffknappheit entstanden. Teures oder nur schwer erreichbares Steinmaterial wurde durch Holz ersetzt. Die Folge davon ist eine bautechnisch sehr schwierige Mischkonstruktion.

Typische Merkmale

  • Meist offene, freistehende Bauweise
  • Dünne Aussenwände; 10-16 cm
  • Problematische Verbundkonstruktionen; Holz/Lehm oder Holz/Ziegel
  • Schlagregenundichtheit bei unverkleideter Fassade
  • Geringe Geschosshöhen
  • Holzbalkendecken; manchmal auch zum Keller; manchmal kein Holz, sondern jedes Material welches Verwertbar und stabil
  • Geringer Schall- und Wärmeschutz
  • Holzfenster mit Einfachverglasung
  • Kleine Fenterflächen im Verhältnis zur Wohnfläche
  • Kleinteilige Sprossenfenster
Stadthäuser der Jahrhundertwende

Stadthäuser der Jahrhundertwende haben meist dicke Außenwände mit guten Schall- und Dämmeigenschaften. Die Kellerdecken sind meist gemauert, die Decken der Obergeschosse aus Holzbalken. Auf der Oberseite mit Holzbelag und auf der Unterseit verputzt. Die Außenwände sind oft reich verziert und Innen sind ebenfalls zahlreiche Stuckarbeiten zu finden. Die Räume sind großzügig geschnitten, Bäder (wenn vorhanden) und WC befinden sich meist am Gang. Die Fenster sind meist Kastenfenster. Vorherrschendes Heizsystem ist die Einzelofenheizung.

Typische Merkmale

  • Geschlossene Bauweise
  • Außenwände als Vollziegelmauerwerk
  • Wandstärken von 40 - 65 cm
  • An der Straßenfassade meist reich verziert
  • Große Geschoßhöhen (bis 4m)
  • Holzbalkendecken in den Normalgeschossen
  • Massivdecken über dem Keller
  • Holzfenster
  • Einfach- oder Kastenfenster
  • Mehrflügelige Fenster mit Profilierung
  • Große Fenster im Verhältnis zur Wohnfläche
Häuser der 20er und 30er Jahre

Dise Wohnhäuser und Wohnsiedlungen zeigen deutlich kleinere Wohnungen und Grundrisse als Wohnhäuser der Jahrhundertwende. Ziegel sind nicht mehr allein vorherrschendes Wandbaumaterial. Die Wandquerschnitte sind oft stark minimiert. Auch gibt es nur mehr einfache Putzfassaden, die teilweise schöne Putzapplikationen zeigen. Holzbalken dienen nach wie vor als Tragelement. Die Beheizung erfolgt immer noch über Einzelöfen. WC und Bäder befinden sich in den einzelnen Wohnungen.

Typische Merkmale


  • Außenwände aus Ziegel- oder Bimsmauerwerk
  • Wandstärken zwischen 25 und 38 cm
  • Bisweilen Materialexperimente mit Stampfbeton oder Schlackensteinen
  • Gestalung teilweise traditionell, teilweise modern
  • Ertse Stahlbetondecken, teilweise extrem dünn
  • Geringer Schall- und Wärmeschutz
  • Statisch gewagte Sonderkonstruktionen, zum Beispiel Eckfenster
  • Holzfenster
  • Einfach- oder Kastenfenster
  • Häufig kleinteilige Sprossenfenster
Nachkriegsbauten der 50er Jahre

Auch bei den Häusern der 50er Jahre weisen die Außenwände einen sehr kleinen Querschnitt mit schlechten Wärme- und Schallschutzeigenschaften auf. Die Geschossdecken bestehen meist schon aus Stahlbeton. Die Dachstühle haben meist chemischen Holzschutz. die meisten Wohnungen verfügen über ien eingebautes Bad. Es wird meist immer noch mit Einzelöfen geheizt. Die Wohnungsgrundrisse sind einfach umd manchmal beengt. die Fenster sidn aus Holz mit Einfachverglasung. Jede Verzierung an den Häusern fehlt. Als Schmuckelement werden häufig die Sprossenteilungen der Fenster verwendet.

Typische Merkmale

  • Außenwände aus Ziegel-, Schlacke- oder Bimsmauerwerk
  • Wandstärken zwischen 24 und 30 cm
  • Schlichte Bauweise
  • Massivdecken mit Verbundestrick
  • Massivtreppen
  • Keine Wärmedämmung
  • Teilweise noch Holzbalkendecken
  • Holzfenster mit minimalen Querschnitten
  • Fenstermaterial oft einfaches, wenig haltbares Nadelholz
  • Einfachverglasung
  • Kleine Balkone als auskragende Betonplatten
Häuser der 60er Jahre

Die Häuser der 60er Jahre zeigen neue Formen, neue Materialien und neue Konstruktionen. Die Wohnungsnöte in Folge des Zweiten Weltkrieges waren überwunden. Die Häuser wurden in ihrer Architektur innovativer und experimentierfreudiger. Nachhaltiges Bauen, Umweltfreundlichkeit waren noch unbekannte Worte. Amerika war das Vorbild. Auch die Architekten suchten sich dort ihre Vorbilder. Die Fassaden bestehen häufig aus Beton. Diese Fassaden haben selten auch einen konstruktiven Wert. Die Fenster sind großformatig, wenn auch nur selten mit Wärmeschutzverglasung. Die Dächer werden immer öfter als Flachdächer ausgebildet. Die Wohnungsgrundrisse sind eher funktionell ausgerichtet. Alles ist etwas größer und großzügiger geworden. An die Stelle der Ofenheizung ist nahezu umfassend eine Zentralheizung getreten. Wärmeschutz und Dämmung ist allerdings immer noch selten anzutreffen. Was wahrscheinlich auf das Überangebot an Rohstoffen und den niedrigen Brennstoffpreisen gelegen hat.

Typische Merkmale

  • Außenwände aus Mauerwerk und Beton
  • Minimale Außenwandquerschnitte
  • Nahezu kein konstuktiver Wärmeschutz
  • Betondecken mit schwimmendem Estrich
  • Massivtreppen
  • Großzügige Wohnungen
  • Moderne Raumzuschnitte
  • Große Fensteröffnungen
  • Fenstermaterial oft Holz, vereinzelt auch schon Aluminum
  • Einfachverglasung
  • Balkone und Loggien als Betonkonstruktion ohne thermische Trennung
Plattenbau, Fertigteilbau

In den 70er Jahren gewinnt das industrielle Bauen ganz entscheidend an Bedeutung. Es entstehen eine ganze Reihe an Fertigteilbausystemen. So werden Baukosten gesenkt und man arbeitet noch effizienter und wirtschaftlicher. Das Problem dabei war, daß sich alles einem bestimmten Raster unterordnen musste. Anfangs noch ohne Wärmedämmung wurden aufgrund der zunehmenden Rohstoffknappheit wärmegedämmte Konstruktionen aus Schaumbeton oder als zwei- und dreischalige Platten ausgeführt. Dadurch konnte man doch erheblich bessere Energiebilanzen erzielen als noch die Jahre zuvor. Negativ wirkte sich auch das äußere Erscheinungsbild aus. Eine oft lieblose Gestaltung dazu noch gravierende Verarbeitungsmängel waren wohl auch häufig ein Grund.

Typische Merkmale

  • Standartisierte Stahlbetonbauteile, industriell vorgefertigt
  • Zunächst keine Wärmedämmung, erst später wärmegedämmte Konstruktionen
  • Teilweise sehr stark experimenteller Charakter
  • Grundrisse auf Produktionsraster aufgebaut
  • Teilweise schwierige Wohnungszuschnitte mit kleinen Räumen
  • Schlechter Schallschutz
  • Fensterflügel mit großen Formaten, häufig undicht und verzogen
  • Schlechte Wärmedämmung der Fenster
  • Zentralheizung, zumeist ohne energiesparende Regelungsmöglichkeiten
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Analyse der vorhanden Bausubstanz

Typische Schadensbilder

Fachwerkhäuser

Außenwände

  • problematische und damit sehr schadensanfällige Verbundkonstruktionen aus Holz/Lehm oder Holz/Ziegel
  • Rissbildung zwischen Holztragwerk und Ausfachung
  • Schlagregenundichtigkeit bei allen unverkleideten Fassaden
  • starke Verformungen und Schiefstellungen
  • starker Schädlingsbefall
  • unzureichender Wärmeschutz
  • Durchfeuchtung

Außenwandbekleidungen

  • starke Putzschäden
  • Schäden durch pflanzliche und tierische Holzschädlinge an Außenbekleidungen aus Holz
  • fehlende Abdeckung von Fassadenvorsprüngen
  • andere Außenbekleiungen ohne ausreichenden Wärmeschutz

Fenster und Außentüren

  • Mangelhafte Dichtigkeit der Fenster und Türen
  • Fäulnis und Verwitterungsschäden an Fenster und Türen
  • unzureichende oder schadhafte Fensterbeschläge
  • fehlende Fensterbankabdichtung
  • ungenügender Schall- und Wärmeschutz
  • beschädigte Hauseingangstüren
  • Schiefstellung und Verzug von allen Fenstern und Türen

Dach

  • mangelhafte Tragfähigkeit wegen Unterdimensionierung
  • Befall durch Schädlinge
  • Schiefstellung und Durchbiegung der gesamten Dachkonstruktion
  • Undichtigkeit durch schadhafte Eindeckung
  • ungenügende Wärmedämmung
  • schadhafte Kaminköpfe und Versottung der Kaminzüge
  • schadhafte Dachrinnen und Fallrohre

Geschossdecken

  • Schieflage aller Holzbalkendecken
  • Durchbiegung aller Holzbalkendecken
  • teilweise enorme Konstruktionshöhen durch Blindböden, weil damit immer wieder Schiefstellungen ausgeglichen wurden
  • Schädigungen des Deckenputzes durch Verformung und Bewegung der Decke
  • mangelhafter Schall- und Wärmeschutz
  • Befall durch Schädlinge

Fußböden und Innentüren

  • starke Schieflage und Unebenheit aller Fußböden
  • ausgetretene Holzdielenbeläge
  • beschädigte Bodenbeläge
  • Durchfeuchtung des Kellerbodens, der häufig nur aus gestampftem Lehm, lose verlegten Steinen oder Platten besteht
  • Oberflächenschäden, Risse, Schiefstellungen und Verzug aller Innentüren
  • ungenügender Brandschutz aller Abschlußtüren

Geschosstreppen

  • Schieflage und Verzug aller Holzgeschosstreppen
  • ausgetretene Holztreppenstufen
  • Fäunisschäden
  • ungenügender Trittschall
  • ungenügender Brandschutz
  • ungenügender Brandabschluss des Treppenhauses

Sanitärinstallationen

  • unzureichende Installationen in technisch schlechtem Zustand
  • verstopfte Abflussleitungen
  • ungenügende Ausstattung mit Sanitäreinrichtungen

Heizung

  • fehlende Heizungsanlagen
  • versottete Kaminzüge
  • Brandgefahr durch Einzelöfen

Elektroinstallationen

  • technisch unzureichende Elektroinstallationen
  • teilweise defekte Isolierung
  • ungenügende Absicherung und Unterverteilung
  • unterdimensionierte Hausanschlüsse

Modernisierungsschwerpunkte

  • Reparatur und Erneuerung des Holzfachwerks der Außenwände
  • Erneuerung der Fenster
  • Aufbringen von Wetterschutzbekleidungen und Wärmedämmung an schlagregenbeanspruchten Außenwänden
  • Begradigung und Erneuerung des Dachstuhles
  • Erneuerung der Dacheindeckung
  • Begradigung und Teilerneuerung der Deckenkonstruktionen
  • Reparatur und Erneuerung der Innenwände
  • Erneuerung der Haustechnik
Stadthäuser der Jahrhundertwende

Außenwände

  • Statische Probleme durch Risse in tragenden Teilen, rostende Stahlträger
  • Rissbildungen in tragenden Gebäudeteilen
  • Durchfeuchtung der Kellerwände bei fehlender Abdichtung
  • Durchfeuchtung der Ergeschosswände durch fehlende Abdichtung

Außenwandbekleidungen

  • Putzschäden in Form von Rissen, Hohlstellen und Abplatzungen
  • Beschädigungen von Stuck und anderen Fassadenapplikationen
  • Ungenügende Abdeckung von Wandvorsprüngen - fehlende Metallabdeckung

Fenster, Außentüren

  • Mangelhafte Dichtigkeit des Anschlusses zwischen Blendrahmen und Mauerwerk
  • Fäulnis- und Verwitterungsschäden an Blend- und Flügelrahmen
  • Unzureichende oder schadhafte Fensterbeschläge
  • Schäden an Klapp- oder Rollläden
  • Defekte Fensterbankabdichtung
  • Ungenügender Schall- und Wärmeschutz durch Einfachverglasung
  • Beschädigte, undichte Hauseingangstüren

Dach

  • Mangelhafte Tragfähigkeit des Dachstuhls wegen Unterdimensionierung der Traghölzer
  • Tierischer und pflanzlicher Schädlingsbefall an den Holzteilen
  • Undichtigkeit durch schadhafte Eindeckung
  • Ungenügende Wärmedämmung
  • Schadhafte Kaminköpfe und Versottungen der Kaminzüge
  • Schadhafte Eindichtung von Dachaufbauten
  • Schadhafte Dachrinnen und Fallrohre

Geschossdecken

  • Durchbiegung wegen Unterdimensionierung
  • Fäulnisschäden
  • Schäden an Deckenputz
  • Befall durch Hausschwamm in Bereichen an denen Feuchtigkeit eindringen kann
  • Korrosionsschäden an Stahlträgern

Fußböden, Innentüren

  • ausgetretene Holzdielenbeläge
  • Beschädigte Fußleisten und Türstöcke, oft mit Schädlingsbefall
  • Beschädigte Fliesen- und Plattenbeläge
  • Durchfeuchtung des Kellers
  • Oberflächenschäden und Risse

Geschosstreppen

  • ausgetretene Holztreppenstufen
  • Fäulnisschäden an Holztreppen
  • Fäulnis- oder Schwammbefall an Treppenpodesten, vor allem bei undichten Leitungen
  • ungenügender Trittschall
  • ungenügender Brandschutz

Sanitärinstallationen

  • unzureichende Installation in technisch schlechtem Zustand
  • verstopfte Abflussleitungen
  • ungenügende Ausstattung mit Bädern und WCs

Heizung

  • fehlende Zentralheizung
  • versottene Kaminzüge
  • Brandgefahr durch Einzelöfen

Elektroinstallation

  • technisch unzureichende Elektroinstallationen
  • ungenügende Absicherung
  • unterdimensionierte Hausanschlüsse

Modernisierungsschwerpunkte

  • Abdichtung von Kellerwänden und Kellerböden
  • Verbesserung der Raumaufteilung
  • Einbau von Bädern und WCs
  • Verbesserung des Schallschutzes
  • Putzreparaturen
  • Reparaturen von Deckenbalken
  • Reparatur bzw. Erneuerung der Fenster
  • Reparatur bzw. Erneuerung der Dacheindeckung und/oder Teilerneuerung des Dachstuhls
  • Reparatur Treppen
  • Reparatur bzw. Erneuerung Innentüren
  • Erneuerung der Haustechnik
Häuser der 20er und 30er Jahre

Außenwände

  • Durchfeuchtung der Kellerwände
  • Durchfeuchtung der Ergeschosswände
  • Risse und Fugen in tragenden Außenteilen zB. Balkonen und Loggien

Innenwände

  • ungenügender Schallschutz aufgrund geringer Wandstärken
  • unzureichender Brandschutz
  • großflächige Putzschäden
  • geringe Festigkeit und Verbund von großformatingen Bauplatten

Außenwandbekleidungen

  • Putzschäden in Form von Rissen
  • mangelnder Wärmeschutz
  • mangelnder Feuchteschutz
  • ausgewaschene Fugen bei Sichtmauerwerk

Fenster, Außentüren

  • mangelhafte Dichtigkeit
  • Fäulnisschäden
  • verzogene und schiefe Rahmen
  • manglender Schall- und Wärmeschutz
  • beschädigte Außentüren

Dach

  • Schädlingsbefall an Holzteilen
  • Undichtigkeit
  • mangelnde Wärmedämmung
  • schadhafte Dachrinnen und Fallrohre
  • versottete Kaminzüge
  • Schäden an Putzflächen durch Bewegung des Dachstuhls

Geschossdecken

  • unterdimensionierte Holzbalken
  • Fäulnisschäden
  • Korrosionsschäden an Stahlträgern
  • Schädlingsbefall
  • schadhafter Deckenputz

Fußböden, Innentüren

  • ausgetretene Holzdielenböden
  • Gäulnisschäden
  • beschädigte oder verfaulte Fußleisten
  • beschädigte Fliesenbeläge
  • undichte, verzogene Innentüren
  • ungenügender Brandschutz

Geschosstreppen

  • ausgetretene Stufen
  • beschädigte Plattenbeläge
  • Fäulnisschäden bei Holztreppen
  • Schädlingsbefall bei Holztreppen
  • mangelnder Trittschallschutz
  • mangelnder Brandschutz

Sanitärinstallation

  • unzureichende Installationen
  • verstopfte Leitungen
  • unterdimensionierte Anschlüsse

Heizung

  • fehlende Zentralheizung
  • versottene Kaminzüge

Elektroinstallation

  • unzureichende Ausführung, oft ohne Schutzleiter
  • mangelhafte Verteilung und Absicherung
  • unterdimensionierte Anschlüsse

Modernisierungsschwerpunkte

  • Abdichtung der Kellerwände
  • Verbesserung der Wärmedämmung
  • Abdichtung der Außenwände gegen aufsteigende Feuchtigkeit
  • Vergrößerung Badezimmer
  • Verbesserung des Schallschutzes
  • Reparatur des Daches mitsamt Eindeckung
  • Erneuerung der Fenster
  • Erneuerung der Haustechnik
  • Verbesserung des Brandschutzes
Häuser der 50er Jahre

Außenwände

  • unzureichender Schall- und Wärmeschutz
  • Kondensatgefahr bei dünnen Außenwänden
  • Wärmebrücken
  • Durchfeuchtung von erdnahem Mauerwerk

Innenwände

  • mangelnder Schallschutz
  • Putzschäden

Außenwandbekleidung

  • Putzschäden

Fenster, Außentüren

  • undichte, verzogene Rahmen
  • ungenügender Schall- und Wärmeschutz

Dach,

  • Undichtigkeit
  • Durchfeuchtung
  • Versottung der Kaminzüge
  • schadhafte Dachrinnen und Fallrohre
  • ungenügender Wärmeschutz

Geschossdecken

  • ungenügender Tritt- und Schallschutz
  • manglender Wärmeschutz zum Keller- und/oder Dachgeschoß

Fußböden, Innentüren

  • schadhafte Beläge
  • Korrosionsschäden an Leitungen im Estrich
  • Schäden an Türen und Zargen
  • ungenügender Brandschutz

Geschosstreppen

  • schadhafte Beläge
  • ungenügender Trittschallschutz
  • ungenügender Brandschutz

Sanitärinstallation

  • fehlende Ausstattung in Bädern
  • Korrosionsschäden an Leitungen
  • verstopfte Leitungen

Leitungen

  • fehlende Zentralheizung
  • mangelhafte Einzelöfen
  • veraltete, energiefressende Zentralheizungen

Elektroinstallation

  • mangelhafte Elektroinstallationen
  • teilweise ungenügende Verteilung und Absicherung

Modernisierungsschwerpunkte

  • Verbesserung der Wärmedämmung
  • Verbesserung des Schallschutzes
  • Reparatur der Estriche
  • Erneuerung der Heizungsanlage
  • Erneuerung der Sanitärinstallationen
Häuser der 60er Jahre

Außenwände

  • unzureichender Wärmeschutz
  • Wärmebrücken
  • Durchfeuchtung von Mauerwerk

Innenwände

  • unzureichender Schallschutz

Außenwandbekleidungen

  • Gefahr durch Asbest
  • Putzschäden
  • Schäden an Betonbauteilen

Fenter, Außentüren

  • ungenügender Schall- und Wärmeschutz
  • schadhafte Fenster
  • Fensterkonstruktionen ohne ausreichendem Wärmeschutz

Dach

  • Undichte Dachkonstruktionen
  • ungenügender Wärmeschutz
  • Gefahr duch teerhaltige Materialien
  • Versottete Kaminköpfe

Geschossdecken

  • ungenügender Tritt- und Schallschutz
  • mangelhafte Festigkeit von Estrichen
  • ungenügender Wärmeschutz

Fußböden, Innentüren

  • schadhafte Beläge
  • Gefahr durch asbesthaltige Materialien
  • Korrosionsschäden an Metallleitungen
  • Anstrichschäden an Innentüren und Zargen
  • ungenügender Brandschutz

Geschoßtreppen

  • abgenutzte Beläge
  • ungenügender Trittschallschutz

Sanitärinstallationen

  • veraltete Ausstattung der Installationen
  • Korrosionsschäden
  • verstopfte Abflussleitungen
  • ungenügende Wärmedämmung der Warmwasserleitungen

Heizung

  • energiefressende Zentralheizung
  • Leitungsschäden

Elektroinstallationen

  • fehlende Schutzleiter
  • ungenügende Verteilung und Absicherung

Modernisierungsschwerpunkte

  • Verbesserung der Wärmedämmung
  • Verbesserung des Schallschutzes
  • Erneuerung der Haustechnik
  • Asbestsanierung
Plattenbau, Fertigteilbau

Außenwände

  • statische Probleme bei Balkonen aus Betonteilen
  • schadhafte Fugen zwischen Betonfertigteilen
  • mangelhafte Wärmedämmung
  • mangelnder Feuchteschutz
  • Gestaltung!!!

Fenster, Außentüren

  • mangelhafte, undichte Fenster
  • beschädigte, undichte Hauseingangstüren

Dach

  • undichte, schadhafte Dachkonstuktion
  • ungenügende Wärmedämmung

Geschossdecken

  • mangelhafter Schallschutz

Fußböden, Innentüren

  • schadhafte Bodenbeläge
  • abgenutzte Innentüren

Geschosstreppen

  • mangelhafter Schallschutz
  • schadhafte Bodenbeläge

Sanitärinstallation

  • mangelhafte Installation
  • unzeitgemäße Ausstattung

Heizung

  • überdimensionierte Heizungsanlagen
  • gestalterisches Problem bei der Rohrverlegung
  • energiefressende Zentralheizungen

Elektroinstallation

  • mangelhafte Elektroinstallation
  • gestalterische Probleme bei der Verlegung auf der Wandoberfläche

sonstige Haustechnik

  • schadhafte Aufzugsanlagen

Modernisierungsschwerpunkte

  • Fugensanierung
  • Verbesserung der Wärmedämmung
  • Erneuerung der Fenster und Türen
  • Erneuerung der Haustechnik
  • Außenverschönerung
  • Verschönerung innen
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Bauwerksohle

Heutzutage werden erhöhte Anfoderungen an Kellerräume gestellt. Die Räumlichkeiten müssen erheblich mehr Nutzbarkeit bieten. Demnach muß die Feuchtebelastung erheblich gesenkt werden. Auch sollten Unebenheiten behoben werden. Dieses Probelm kann wie folgt behoben werden:

Aufbringung eines Zementestrichs

Auf den vorhandenen Kellerboden wird der übliche Zementestrich aufgebracht. Durch einen Zusatz wird dieser wasserdicht gemacht.

Gussasphaltestrich

Auf den vorhandenen Kellerboden wird eine neue Schicht Gussasphaltestrich aufgebracht. Dieses Verfahren ist allerdings erst ab einer Größe von ca. 100 m² empfehlenswert. Neben der Wasserdichtigkeit hat dieses Verfahren den Vorteil der schnellen Aushärtezeit. Außerdem ist nur eine geringe Konstruktionshöhe erforderlich.

Ausschachtung und Einbau von Pflasterbelägen

Nach dem Ausbau von alten Kellerböden werden neue eingebaut. Verwendet werde Beton-, Ziegel- oder Holzpflaster. Die Wahl der Materialien ist von der Nutztung abhängig. Sinnvoll ist dieses Verfahren bei denkmalgeschützten Gebäuden.

Ausschachtung und Einbau einer Betonsohle

Der Einbau einer neuen Betonsohle ist die umfangreichste Maßnahme zur Erneuerung des Kellerbodens. Durch Einbau oder Einlegen einer Folie und durch Zusatz von Dichtungsmitteln zum Beton wird die Feuchtebelastung aus dem Boden stark reduziert.

siehe dazu: Zementestrich

siehe dazu den Wikipediaartikel: Estrich

http://de.wikipedia.org/wiki/Estrich

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Außenwände

Geringe Wärmedämmung von Außenwänden

Der Wärmeschutz von Altbauten ist meist zu gering. Es war auch noch notwendig da ausreichend Rohstoffe, die man als Heizmaterial verwenden konnte, vorhanden waren. Auch hat sich der technische Stand der Dinge sehr verändert. Das heißt das die damaligen Außenwände den heutigen Ansprüchen an die Wärmedämmung nicht mehr genügen.

Ausführung des Wärmeschutzes

Es stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung:

  • Anbringen einer inneren Wärmedämmung
  • Anbringung einer äußeren Wärmedämmung mit Verputz (Wärmedämm-Verbundsystem)
  • Anbringung von Wärmeputz
  • Anbringung einer äußeren Wärmedämmung mit leichter Vorsatzschale als Wetterschutz, z.B. Faserzementplatten oder Holzschalung
  • Anbringen einer äußeren Wärmedämmung mit schwerer Vorsatzschale, z.B. Vormauerung

Aufbringung eines Wärmedämm-Verbundsystems

Wärmdedämm-Verbundsysteme sind mehrschichtige Konstruktionen zur Dämmung von Außenwänden. Sie bestehen aus Dämmstoff, der an der Wand befestigt un mit speziellen Putzaufbauten überdeckt wird. Sie eignen sich für Gebäude mit vorhandenen Putz- oder Betonfassaden ohne aufwendige Zier- oder Stuckelemente, z.B.:

  • verputzte Fachwerkhäuser
  • Häuser 20er und 30er Jahre
  • Nachkriegsbauten der 50er Jahre
  • Betonbauten der 60er und 70er Jahre

Vorteile

  • Das System wird ohne Beeinträchtigung des Innenraumes angebracht
  • Das vorhandene Innenraumklima wird nicht beeinträchtigt
  • Mängel wie Schlagregenundichtheit, Risse, etc. werden behoben
  • Die lückenlose Dämmung verhindert Wärmebrücken durchgehend

Probleme

  • Die Schalldämmung kann durch verwendung falscher Dämmstoffe verschlechtert werden
  • Verbundsysteme sind ohne besondere Maßnahmen nur schwach mechanisch belastbar
  • Eindringendes Wasser bei schadhafter wasserabweisender Schicht kann nicht entweichen und kann große Schäden anrichten. Nicht nur im Verbund sonder auch im alten Mauerwerk
  • Der Fensteranschluß ist oft sehr schwierig
  • Anbringung von Gegenständen ist sehr aufwändig
  • Aus Brandschutzgründen sind nicht alle Materialien einsetzbar
  • Dunkle Farbtöne für Putzschicht ungeeignet da Gefahr der Überhitzung. Durch die Dämmschicht kann kaum eine Wärmeabgabe erfolgen.
  • Einige Putze neigen zu Aufweichung bei zu starker Hitze.

Einbau einer inneren Wärmedämmung

Der Einbau von Innendämmungen ist immer dann erforderlich, wenn gestalterische Gründe eine zusätzliche äußere Wärmedämmung nicht zulassen. Innendämmungen sind bauphysikalisch immer schwierig.

  • Die Außenmauer steht als Speicher für die Innenraumtemperatur nicht mehr zu Verfügung
  • Die feuchtigkeitsreglierende Wirkung für das Innenraumklima wird eingeschränkt
  • Die Außenwand ist vom relativ konstanten Temperaturverlauf innen abgekoppelt und ist den Schwankungen des Außenklimas unterworfen. Die Folge ist eine verstärkte thermische Längenänderung
  • Durch die geringere Erwärmung der Außenwand wird die Austrocknung eingedrungener Feuchtigkeit erschwert
  • An Unterbrechungen der Innenwanddämmung kann es verstärkt zu Kondensat- und damit zu Pilzbildung kommen.
  • Es kann zu kritischer Kondensatbildung kommen zwischen der Außenwand und der Dämmschicht
  • Die Schalldämmung kann bei Verwendung zu harter Dämmstoffe erheblich verschlechtert werden
  • Es ist besonders schwierig eine funktionsfähige Dampfsperre herzustellen

Problempunkt: vertikal aufsteigende Feuchtigkeit in Außenwänden

Mögliche Ursachen für durchfeuchtete Außenwände können sein:

  • undichte Wasser- und/oder Abwasserleitungen
  • undichte Regenfallrohre
  • stauendes Wasser wegen defekter Abläufe
  • Beschädigung der äußeren senkrechten Abdichtung
  • defekte Kellerlichtschächte
  • Kondensatfeuchte
  • hohe Salzbelastung
  • fehlende Horizontalsperre
  • Niederschlagswasser, das an der Fassade herabläuft
  • Spritzwasser im Sockelbereich

Untersuchung der Konstruktion

Bevor Maßnahmen gegen aufsteigende Feuchtigkeit unternommen werden, ist unbedingt zu prüfen, welche Durchfeuchtungsursache vorliegt. Es sollte geprüft werden ob es sich tatsächlich um kapillar aufsteigendes Wasser handelt. Wichtig ist die Kontrolle des Mauerwerks auf etwa vorhandene Salze, die Feuchtigkeit aus der Luft aunehmen und anlagern.

Einbau von Horizontalsperren

Sollte tatsächlich ein Einbau einer Horizontalsperre von Nöten sein gibt es dazu mehrere Einbauverfahren:

  • Mauersägeverfahren mit Einschub von Dichtungsbahnen und Verpressung des Sägeschlitzes.
  • Konventionelle abschnittsweise Mauertrennung von Hand. Einbau von Dichtungsbahnen und anschließende Ausmauerung des Mauerschlitzes.
  • Mauertrennung durch einrammen von Edelstahlblechen in durchgehende Lagerfugen.
  • Injektage von Dichtungsmitteln im Bohrlochtränkverfahren.
  • Elektro-osmotische Trockenlegungsmaßnahmen.

Auswahl des geeigneten Verfahrens

Vor Anwendung der Verfahren ist zu prüfen, ob sich das vorhandene Mauerwerk für das ausgewählte Abdichtungsverfahren eignet. Für die Injektage z. B. sind nicht alle Mauerwerksarten geeignet, zweischaliges Mauerwerk mit Verfüllung weist oft große Hohlräume auf, die zunächst verpresst werden müssen, bevor die Mittel eingespritzt werden können. Mauerwerk mit hoher Durchfeuchtung, also mit großem Wassergehalt in Kapillaren und Poren, ist ebenfalls nicht für das Injektageverfahren geeignet, weil die Kapillaren und Poren keine Injektagemittel mehr aufnehmen können. Ene Verdrängung des Wassers ist NICHT möglich. Mauertrennverfahren, bei denen Edelstahlbleche eingerammt werden, können nur bei Mauerwerk mit durchgehenden Lagerfugen oder bei weichem Mauerwerk angewendet werden. Außerdem ist bei diesem Verfahren dem Korrosionsschutz große Aufmerksamkeit zu widmen. Bei allen Mauertrennverfahren ist sicherzustellen, dass Horizontalkräfte während und nach der Mauertrennung aufgenommen werden können. Vor allem Gewölbeschub muss hier unbedingt beachtet werden.

Problempunkt: Horizontal eindringende Feuchtigkeit aus anstehendem Erdreich

Eindringende Feuchtigkeit aus anstehendem Erdreich ist meist die Hauptursache für durchfeuchtete Wände und aufsteigende Feuchtigkeit.

Einbau senkrechter Dichtungsschichten

Der Einbau von senkrechten Dichtungsschichten ist innen oder außen möglich. Die Innenabdichtung hat den vorteil, dass sie leichter anzubringen ist, weil kein Arbeitraum erstellt werden muß und man sich die Kosten einer Ausschachtung spart. Ohne zusätzliche horizontale Abdichtungen ist die Innenbdichtung jedoch völlig wertlos, da angrenzende Wände und Decken feucht bleiben und weiterhin Feuchtigkeit nach innen leiten, und dies eventuell verstärkt, weil Verdunstungsflächen reduziert werden. vor der Anbringung senkrechter Dichtungsschichten ist eindeutig die Ursache der Durchfeuchtung zu klären. Oft können undichte Regenrohre oder an der Fassade herabrinnendes Regenwasser zu erheblicher Durchfeuchtung der Außenwand führen. vor der der Wahl der geeigneten Abdichtungsart ist die Beanspruchungsart der Außenwand zu klären: Handelt es ich um Erdfeuchten nicht drückendes oder drückendes Wasser. Außerdem sollte geprüft werden. ob eine Dränage als weitere Maßnahme eingebaut werden kann. Die dadurch zusätzlichen Kosten sind meist gering. Für alle äußeren Abdichtungen gilt: Der Untergrund muss glatt und tragfähig sein. Unebene Untergründe sind entsprechend Vorzubereiten, z. B. durch Aufbringen von Zementputzen, gegebenenfalls durch Betonieren einer Vorsatzschale. Grundsätzlich müssen alle Dichtungen von Fußbodenoberkante Kellerboden bis Geländeoberkante einschließlich Spritzwasserzone im Sockelbereich ausgeführt werden.

Innenwände

Problempunkt: Einbau neuer Trennwände

Auf- und Einteilungen alter Wohnungen entsprechen oft nicht mehr dem Stand der Dinge. Veränderte Lebensgewohnheiten, andere Familiengrößen und neue Bewohnerschichten verlangen veränderte Wohnungszuschnitte.

Neue Trennwände in Altbauten müssen folgende Kriterien erfüllen:

  • Bauteile und Baustoffe müssen unter Altbaubedingungen gut zu transportieren sein, d.h. sie müssen - möglichst von einer Person - durch enge Treppenhäuser transportiert werden können. Andererseits sollen sie so groß wie möglich sein, um Transport und Montage rationell zu gestalten.
  • Montage- und Bauzeiten müssen kurz sein.
  • Die Wandsysteme sollen weit vorgefertigt sein und Oberflächen aufweisen, die keiner aufwendigen weiteren Bearbeitung bedürfen (keine Trocknungs- und Wartungszeiten).
  • Es sollten nur geringe Feuchtemengen in den Bau eingebracht werden.
  • Die fertigen Wandsysteme dürfen nur geringes Gewicht besitzten, da die Tragfähigkeit vorhandener Decken im Allgemeinen nicht sehr hoch sind.
  • Die Wandsysteme sollen ohne großen baulichen Aufwand aufnahmefähig sein für die Installationsführung.

Ständerwände mit Gipsplattenbeplankung

Bei der weit verbreiteten Anwendung von Ständerwänden mit Gipsplattenbeplankung sind einige grundlegende Details zu beachten, damit die Konstruktion im Altbau schadensfrei angewendet werden kann. Das Traggerüst wird als Einfach- oder Doppelständerreihe aufgestellt. Für Trennwände zwischen Räumen derselben Wohnung können meist Einfachständerwände verwendet werden. Wohnungstrennwände lassen sich im allgemeinen nur mit Doppelständerwänden herstellen. Der wesentliche Unterschied zwischen Einfach- und Doppelständerwänden liegt im Schallschutz. Grundsätzlich können Doppelständerwände einen besseren Schallschutzwert erreichen als Einfache. Durch zusätzliche Beplankung kann man den Schallschutz weiter verbessern. Alle Hersteller von Ständerwandsystemen sind verpflichtet genaue Angaben bekannt zu geben, welche die Werte jedes Wandtyps offenlegt. Verallgemeinerungen sind hier nicht zulässig, da jedes System seine Besonderheiten aufweist. Für die Beplankung der Wände werden Gipskarton- oder Gipsfaserplatten verwendet. Gipsfaserplatten haben ein höheres Gewicht als Gipskartonplatten. Sie sind grundsätzlich so bearbeiten, daß sie ohne weiteres universell in feuchtebelasteten oder brandgefährdeten Bereichen eingesetzt werden können.

Gipskartonplatten werden in verschiedenen Ausführungen geliefert:

GKB - Gipskartonplatten für universellen Einsatz ohne besondere Anforderungen GKF - Gipskartonplatten für Konstruktionen mit Anforderungen an den Brandschutz GKBI - imprägnierte Gipskarton-Bauplatten für Konstruktionen mit zeitweiliger Feuchtebelastung

Dämmung

Zur Verbesserung der Schalldämmung, genauer der Hohlraumdämpfung, seltener zur Wärmedämmung, werden Dämmstoffe ind den Wandhohlraum eingebracht. Hierzu werden ausschließlich Faserdämmstoffe verwendent.

Problempunkt: mangelnder Schallschutz bei vorhandenen Wohnungstrennwänden

Innenwände in Altbauten weisen häufig schlechte Schalldämmwerte auf. Zur Verbesserung des Schallschutzes durch Errichtung von Vorsatzschalen gibt es 2 Möglichkeiten:

  • Errichtung leichter, biegeweicher Vorsatzschalen, frei vor die Wand gestellt, oder mit Schwingelementen an der Wand befestigt.
  • Errichtung schwerer Vorsatzschalen, frei vor die Wand gestellt.

Ausführung

Bei allen Vorsatzschalen ist folgendes zu beachten:

  • Die Zweischaligkeit des Wandaufbaus ist grundsätzlich sehr günstig. Eine Ausnahme bildet die Bekleidung einer vorhandenen Wand mit einer Vorsatzschale mit harter Dämmschicht.
  • Bei vorhandenen leichten Trennwänden ist eine wesentliche Verbesserung des Schallschutzes durch Vorsatzschalen möglich als bei vorhandenen schweren Trennwänden.
  • Eine Hohlraumdämpfung verbessert den Schallschutz zweischaliger Konstruktionen, wenn als Dämmstoff Materialien mit hohem Strömungswiderstand verwendet werden.
  • Bei der Ausführung von Vorsatzschalen ist darauf zu achten, dass Schallbrücken durch unsachgemäße Ausführung unbedingt vermieden werden. Schallbrücken können das Ergebnis der gesamten Arbeit zunichte machen. Dies gilt vor allem für Schallbrücken durch Mörtelbatzen, falsche Montage der Schwingelemente oder unsachgemäßer Verschluß von Randfugen.

Boden- und Deckenabschluß

Der Anschluß an Boden und Decken ist unbedingt luftdicht zu verschließen. Hierzu sind Gipsspachtelmassen zu verwenden, die durch Trennstreifen von Boden und Decke zu trennen sind, um unkontrollierte Abrisse zu verhindern. Man kann auch elastische Materialien auf Acrylbasis für den Verschluß verwenden. Die Bodenschiene ist durch Filz- oder Vliesstreifen vom Untergrund zu trennen.

Problempunkt: Mangelnde Dichtheit von Feuchtraumwänden

Undichtheit von Feuchtraumwänden können, neben Oberflächenschäden wie Salzausblühungen oder Putzabplatzungen, erhebliche Schäden an der Tragkonstruktion hervorrufen. Viele Altbauten haben tragende Innenwände aus Holzfachwerk, vor allem aber sehr feuchteempfindliche Holzbalkendecken. Durchfeuchtung von Holzbauteilen führt zu Pilz- oder Schwammbefall, im Extremfall zu Zerstörung des Holzquerschnitts. Ursache für Undichtheiten sind meist defekte Anschlüße zwischen Fliesen und Badewanne oder Brausetasse. Selten sind klaffende Risse selbst die Ursache. Normalerweise gibt es gewisse Normen die eingehalten werden sollen. Doch gerade im Altbau ist die Einhaltung dieser Regelungen nicht immer möglich. Deshalb gibt es weitere Möglichkeiten um Feuchtebelastungen zu minimieren. Eine bewährte Methode ist die 'Ausführung von Verbundabdichtungen mit Bekleidungen und Belägen aus Fliesen und Platten für den Innen- und Außenbereich'.

Wandbekleidung mit Kunststofftapete

In Räumen mit geringer Feuchtebelastung ist diese Wandbekleidung völlig ausreichend. Tapeten sind auch um einiges günstiger als Fliesen. Man sollte jedoch folgendes beachten: Kunststofftapeten behindern die Feuchteregulierung der Wand sehr stark. Es kommt deshalb häufig vor, daß bei falscher Anwendung mit extremem Schwärzepilzbefall auf der Rückseite der Tapete zu rechnen ist. Die Wandoberfläche kann so nicht abgedichtet werden.

Aufbringen von Fliesenbelägen mit Unterkonstruktion aus Sperrputz

Es ist unumgänglich den alten Putz vollständig abzuschlagen. In diesem Fall ist die Anbringung von Sperrputz eine gute Möglichkeit, um eine vorhandene Wnad ausreicheng gegen Feuchtigkeit abzudichten. Problematisch kann nur die Rissbildung dieses starren Putzes werden. Es sind daher alle Rohrdurchführungen und Anschlüsse aus Sperrptutz zusätzlich zu dichten.

Anbringung von Kunststoffdispersionen als Dichtungsanstrich

Bei bestimmten Untergründen, zB. Gipsfaser- oder Gipskartonplatten, und bei geringer Feuchtebelastung ist ein Anstrich mit Kunststoffdispersionen unter Fliesenbelägen eine geeignete Möglichkeit zur Abdichtung. die Anstriche sind ausreichend wasserdicht und gewährleisten durch ihre Elastizität, dass Bewegung und Verformung der relativ weichen Unterkonstruktion aufgenommen werden können. Die Anstriche besitzen allderings keine oder nur geringe rissüberbrückende Eigenschaften. Bei kritischen Untergründen sollte deshalb zur Verbesserung der Risssicherheit Glasgewebe in den Anstrich eingebettet werden. Auch bei diesen Abdichtungsverfahren müssen Rohrdurchführungen zusätzlich gedichtet werden.

Verbundabdichtungen mit Belägen aus Fliesen und Platten

Bei der Verlgung von Fliesen in Mörtel kann eine ausreichende Dichtigkeit dadurch erreicht werden, dass der Untergrund im Zusammenhang mit der eigentlichen Fliesenverlegung mit einer zusätzlichen Dichtungschicht versehen wird. Dieses Abdichtungsverfahren ist für Putzuntergründe ebenso geeignet wie für Untergründe aus Gipskarton- oder Gipsfaserplatten oder sonstigen Plattenwänden.

Aufbringung von Dichtungsbahnen

Das Aufbringen von Dichtungsbahnen ist unumgänglich bei Bädern mit hoher Feuchtebelasung, zB. Wohnheime, Hotels, Sportstätten, Wasch- und Duschräume. Für die Abdichtung werden Kunststoff- oder Bitumenbahnen verwendet. Anschlüsse an die Fußbodenabdichtung, die ebenfalls aus Dichtungsbahnen bestehen sollten, sind mit einer Hohlkehle und gegebenenfalls schlaufenförmig auszuführen, um die Rissgefahr in diesem Bereich zu vermindern.

Einbau von Fertigelementen

Die größte Sicherheit bei der Abdichtung von Feuchtraumwänden und -böden im Altbau wird durch die Verwendung von Fertigelementen erzielt, sofern die eingebauten Türen oder Vorhänge sorgfältig genutzt werden. Diese vorgefertigten Bauteile bestehen aus fertigen Einheiten oder aus Boden- und Wandelementen, die auf der Baustelle zu fertigen Badeinheiten zusammengesetzt werden.


siehe dazu: Wärmedämmung, Fassadenplatte, Strukturbeton, Wärmebrücken

Decken

Problempunkt: Fäulnisbefall in Balkenköpfen

Es gibt kaum noch einen Altbau der keine Schäden an tragenden Deckenbalken hat. Eingebaute Hölzer können von Insekten oder Pilzen befallen werden, zB. Holzwurm. Sein vorkommen ist meldepflichtig! Häufigste Schädlingsart bei Pilzen sind Braun- oder Weißfäulepilze und der Echte Hausschwamm. Der Echte Hausschwamm ist dabei der gefährlichste Schädling. Er benötigt nur Holzfeuchte zur Entstehung. Auch sein vorkommen ist meldepflichtig! Die Bekämpfung des Echten Hausschwammes muß sehr sorgfältig erfolgen um eine Neubildung zu verhindern. Eine chemische Behandlung ist unerlässlich.

Folgende Verfahren zur Restaurierung schadhafter Holzbalken oder Balkenköpfe stehen zur Verfügung:

  • Anlaschen von Holzbohlen
  • Einbau von Stahlschuhen
  • Einbau von Wechseln
  • Reparatur durch Kunstharz

Die geeignete Auswahl hängt vom Umfang der Schäden ab und der Notwendigkeit angrenzende Bereiche zu schützen. Auch sollte man auf die Reduzierung der Feuchtebelastung nicht vernachlässigen um eine erneute Schädigung zu vermeiden.

Problempunkt: ungenügender Schallschutz von Decken

Trittschallschutz

Alte Holzbalkendecken sind natürlich nicht mehr auf dem heutigen Stand der Dinge was den Trittschall betrifft. Um den Schallschutz zu verbessern sollen im Zuge der Modernisierung einige Verbesserungen durchgeführt werden.

  • Aufbringung weich federnder Gehbeläge
  • Aufbringung schwimmender Unterböden z.B. schwimmender Estrich, schwimmend verlegte Gips- oder Spanplatten
  • Erhöhung des Deckengewichtes
  • Einbau von zusätzlichen Unterdecken
  • Kombination verschiedener Maßnahmen

Weich federnde Gehbeläge sind zumeist Teppichbeläge. Aufbringung solcher ist die sicherste Art der Verbesserung. Eine ähnliche Wirkung erzielt man durch den Einbau von Estrichen. Die Verbesserung ist jedoch nur auf Massivdecken deutlich spürbar. Druch eine Beschwerung der Decke kann man auch hervorragende Ergebnisse erzielen. Mit dem Einbau weiterer Unterdecken kann man den Schall ebenfalls hervorragend reduzieren.

Problempunkt: ungenügender Wärmeschutz von Decken

Dieser Mangel wirkt sich vor allem im Erdgeschoss über einem unbeheizten Keller und in Obergeschossen mit nicht gedämmten Decken zum Dachboden aus. Sinnvoll ist es Dämmmaterialien laut Bauordnung in der vorgeschriebenen Dicke zu verbauen, um die erforderlichen Werte zu erreichen. Diese Anforderungen können je nach Bauvorhaben anders ausfallen.

Zusätzliche Wärmedämmung bei Decken über Kellergeschossen

Durch Anbringung eines Dämmstoffes an der Deckenunterseite kann am einfachsten ein Ergebnis erzielt werden. Die Anbringung ist in den meisten Fällen kein Problem. Am Einfachsten ist die Anbringung der Hartschaumplatten mittels Kleber. Bei Erdgeschossfußböden besteht die Möglichkeit die vorhandenen Deckenhohlräume mit Dämmstoff aufzufüllen. Ist der Fußboden sanierungsbedürftig wäre es sinnvoll einen neuen Boden zu verbauen in Form eines schwimmenden Estrichs.

Zusätzliche Wärmedämmung bei Decken und Dachgeschossen

Es ist auch hier am einfachsten die Dämmung außerhalb des Wohnraumes aufzubringen. Bei nicht begangenen Dachböden kann die Wärmedämmung auf die Decke oberhalb des Geschosses aufgelegt werden. Es ist nicht möglich, die Wärmedämmung auf die Decke aufzulegen. Es ist jedoch zu prüfen ob ausreichend große Hohlräume bestehen, die mit Dämmstoff aufgefüllt werden können. Am Aufwendigsten ist die Anbringung der Wärmedämmung an der Unterseite der Decke. Hierzu müssen neue Unterdecken aus Gipskarton- oder Gipsfaserplatten eingezogen werden. Die Wärmedämmung wird dann im Deckenhohlraum untergebracht.

siehe dazu: Cobiax Decken, Vorgespannte Decken in Stahlbeton, Stahlbeton Deckensysteme

Dächer

Problempunkt: schadhafte Eindeckung von geneigten Dächern

Es gibt zahlreiche Gründe für Erneuerungsarbeiten an geneigten Dachflächen. Dies können sein:

  • undichte Dachflächen
  • fehlende Unterspannbahn
  • fehlende Wärmedämmung
  • defekte Randanschlüsse
  • beschädigte oder nicht ausreichend tragfähige Unterkonstruktion
  • Ausbau des Dachgeschosses
  • Sicherung des Bestandes im Zuge von allgemeinen Sanierungsarbeiten

Umdecken der vorhandenen Eindeckung

Sollte die bestehende Eindeckung noch intakt sein und man möchte nur die Wärmedämmung und fehlende Unterspannbahnen ergänzen gibt es auch die Möglichkeit umzudecken. Dabei wird der bestehende Dachbelag teilweise aufgedeckt und nur die alte Lattung entfernt. Danach werden Unterspannbahnen, Lattung und Konterlattung aufgebracht. Dann kann wieder neu eingedeckt werden. Gerade bei denkmalgeschützten oder denkmalwerten Gebäuden is dieses Verfahren von großer Bedeutung.

Neueindecken des Daches

Bei der Erneuerung stellt sich die Frage, ob Tonziegel oder Betondachsteine verwendet werden sollen. Dabei geht man vor allem nach dem Erscheinungsbild. Denkmalgeschützte Gebäude wird man sicher mit Tonziegeln eindecken. Bei neueren Gebäuden kann man dagegen auch Betondachsteine verwenden. Bei der Erneuerung mit Schieferdeckung ist es nicht immer erforderlich Naturschiefer zu verwenden. Vor allem bei kleineren Flächen bei Gauben der Kamin kann man auch Faserzementplatten als Schieferersatz verwenden. Das ist natürlich eine Kostenfrage.

Erneuerung der vorhandenen Dacheindeckung

Unterspannung und Belüftung der Konstruktion

Unabhängig von der Gestaltung ist bei Erneuerungen vor allem die richtige konstruktive Lösung wichtig. Das heißt der richtige Einbau von Unterdeckungen oder Unterspannungen und die richtige Ausbildung der Druchlüftung mit Zu- und Abluftöffnungen. Bei der Erneuerung von Dachdeckungen sind immer Unterdeckungen oder Unterspannbahnen als Schutz gegen Schmutz, Schnee und Regen zusätzlich mit einzubauen. Bei allen Arbeiten im Zusammenhang mit der Dachhaut ist darauf zu achten, dass die erforderlichen Lüftungsquerschnitte eingehalten oder geschaffen werden!

Belüftung der Konstruktion

Um eine ausreichende Lüftung zwischen Unterspannbahn und Dachdeckung zu gewährleisten, sind Konterlatten von mind. 24 mm Dicke aufzubringen. Am First sollen die Unterspannbahnen ca. 50 mm unterhalb des Firstscheitelpunktes enden. An der Traufe können die Unterspannbahnen einen Traufstreifen bilden, oder an die Dachrinne führen, oder aber auch unter die Traufe führen. Das Weiteren ist zu bedenken, dass der Raum zwischen Unterspannbahn und Dachdeckung sowie der Raumm unter der Unterspannbahn an Traufe und First entlüftet werden muß. Der Lüftungsquerschnitt ist vorgegeben. Konterlatten und Sparren, die den Lüftungsraum einengen, sind bei der Bemessung der Höhe des Lüftungsspaltes zu berücksichtigen.

Problempunkt: geringe Wärmedämmung von Dächern

Der nachträgliche Ausbau von Dachgeschossen und die damit gestiegenen Anforderungen machen eine zusätzliche Dämmung der Dachkonstruktion notwendig.

Geneigte Dächer

Für die nachträgliche Dämmung geneigter Dächer bestehen mehrere Möglichekeiten:

  • die Dämmung oberhalb der Sparren
  • die Dämmung unter den Sparren
  • die Dämmung zwischen den Sparren.

Dämmung oberhalb der Sparren

Die oberhalb der Sparren kann entweder in Form von Fertigelementen oder in Form von Hartschaumplatten auf einer Schalung mit Unterdeckung aufgebracht werden. Fertigelemente bestehen aus einer Kombination aus Wärmedämmung, Unterspannung und Dachlattung. Die Verarbeituns ist einfach, weil mehrere Arbeitsgänge zusammengefasst sind. Die zufriedenstellende Verlegung ist allerdings nur auf flächenebenen Dachkonstruktionen möglich.

Dämmung unter den Sparren

Es werden unterseitig Hölzer in Dämmstoffdicke senkrecht zu den Sparren aufgeschraubt, die Zwischenräume mit Dämmstoff ausgefüllt und eine unterseitige Bekleidung aus Gipskarton- oder Gipsfaserplatten angebracht. Raumseitig ist eine Dichtungsschicht einzubauen, welche die Funktion der Luftdichtheitsschicht oder Dampfsperre übernehmen muß. Diese Dichtungsschicht ist bei der Ausführung besonders sorgfältig, in ausreichender Dicke und fugendicht herzustellen.

Dämmung zwischen den Sparren

In konstruktiver Hinsicht ist der Raum zwischen den Sparren für den Einbau der Wärmedämmung besonders geeignet. Der Einbau erfolgt vorzugsweise vom Dachinnenraum. Wird die Dämmung von der Unterseite, Dachinnenraum, eingebaut, können auch die Luftdichtheitsschicht und Dampfsperre eingebaut werden. Hier sind die Anschlüsse an allen angrenzenden Bauteilen, Dachfenstern, Gauben, usw. ebenso sorgfältig zu planen und auszuführen. Zu prüfen ist auch noch ob die Sparrenquerschnitte von ausreichender Dicke sind. Diese sind gegebenfalls aufzudoppeln.

Dämmung zwischen und unter den Sparren

Bei dieser Art werden zwei Konstruktionen miteinander kombiniert. Die Dämmung wird sowohl innerhalb der Sparren, als auch unterhalb der Sparren eingebaut. Dadurch kann die erforderliche Dämmstoffdicke erreicht werden und es können problemlos Luftdichtheisschicht und Dampfsperre eingebaut werden. Die unterseitige Bekleidung der Sparren erfordert zum Ausgleich von Unebenheiten ohnehin eine eigene Unterkonstruktion, so dass auch hier zusätzlicher Konstruktionsraum sinnvoll genutzt wird.

siehe dazu: http://www.kalzip.com/kalzip/

Treppen

Problempunkt: ausgetretene Holzstufenbeläge

Bei alten Häusern gibt es kaum eines das keine ausgetretenen Stufen aufweist. Zumeist bei Holztreppen, seltener bei Steinstufen, zeigen sich die typischen Laufspuren an den Vorderkanten der Stufen.

Kantenprofil

Soll die Treppe einen neuen Oberbelag erhalten, wird auf die Stufenvorderkante eine Metallschiene zur Begradigung aufgebracht. Die Schiene dient als Lehre und als Halt für die Spachtelmasse. Der neue Oberbelag verdeckt die Schiene und Spachtelmasse, sodass wieder ein sauberes Erscheinungsbild entsteht.

Aufdopplung der Trittstufe

Soll die Holzoberfläche der Stufen erhalten bleiben, muss die Stufe nach dem Spachteln aufgedoppelt werden. Hierzu kann eine neue Holzplatte mit vorderer Abschlußleiste auf die Trittstufe aufgeschraubt werden. Dies ist die klassische, tischlermäßige Reparaturmethode. Es gibt auch die Möglichkeit, eine dünne Sperrholzplatte mit einem Stufenkantenprofil zu kombinieren. Dies führt zu einem niedrigeren Konstruktionsaufbau, ist aber gestalterisch oft sehr kritisch.

Aufdoppeln von Tritt- und Setzstufe

Beim Aufdoppeln von Tritt- und Setzstufe wird über die gesamte vorhandene Konstruktion eine neue komplette Stufe aufgesetzt, die mit der Unterkonstruktion verschraubt wird. Statt einer massiven Holzkonstruktion sind auch Kombinationen aus Stufenkantenprofil und dünnen Sperrholzplatten auf Spachtelunterlage möglich.

Stufenknarren

Zur Sanierung der Treppe wird die Verschraubung zwischen Tritt- und Setzstufe gelöst, die Trittstufen werden gegeneinander ausgekeilt und die Setzstufe wird an der Trittstufe neu verschraubt. Nach Entfernen der Keile sitzt die Setzstufe wieder unter Spannung. Bewegungen und Knarrgeräusche sind unterbunden. Dies ist ein sehr wirkungsvolles, aber auch arbeitsintensieves und damit teures Verfahren. Viele Schäden enstehen leider auch während der Modernisierungsmaßnahmen. Zu häufig wird vergessen, die Treppe durch geeignete Maßnahmen vor den zusätzlichen Belastungen zu schützen. Geeingete Maßnahmen sind selbstklebende Vliese, Sperrholz- oder Spanplatten, die aufgeschraubt werden. Dadurch kann der Sanierungsaufwand für Treppenbeläge auf einen Bruchteil reduziert werden.

siehe dazu: Treppen in Ortbeton, Fertigteiltreppen, Außentreppen, Innentreppen

Fußböden

Problempunkt: ausgetretene, unebene Fußbodenbeläge

Die meisten alten Häuser zeigen unebene, ausgetretene Fußbodenbeläge. Die Ursachen hierfür sind vielfältig: ausgetretene Naturstein- oder Fliesenbeläge, durchgetretene Oberbeläge über sandenden Zement- oder staubenden Steinholzfußböden, verzogene und ausgetretene Holzdielenfußböden. Am häufigsten findet man ausgetretene Holzdielenböden. Da die Sanierungsmöglichkeiten für Holzdielenböden am ehesten auf andere Fußbodenarten übertragen werden können und bei Holzuntergründen die schwierigsten Ausgangsbedingungen bestehen, wird dieses Schadensbild als Grundmuster dargestellt.

Ausgleichsspachtelung

Als Unterbodenspachtelmassen werden pulverförmige Haft- und Planierzement-Mehrzweckspachtelmassen verwendet. Die Spachtelmassen werden mit Wasser angerührt und in Schichtstärken bis zu 1 cm auf den Untergrund aufgetragen. Die erhärten innerhalb von 5 bis 6 Stunden. Spachtelmassen auf mineralischer Basis (Gips, Zement, Anhydrit) dürfen normalerweise nur auf starren Untergründen aufgebracht werden. Durch Zusatz von Kunstharzen lassen sich Spachtelmassen jedoch so einstellen, dass sie auch auf Holzböden verwendet werden können. In die Spachtelmasse eingebettete Glasfasergewebe erhöhen zusätzlich die Risssicherheit.

Trockenunterböden aus Spannplatten

Verwendet werden fast ausschließlich kunstharzgebundene Holzspanplatten.

Tockenunterböden aus Gipsplatten

Als Alternative zu Hozlpanplatten stehen Gipsplattenfußbodenelemente zur Verfügung. Sie bestehen aus 2 bis 3 miteinander verklebten Gipkarton- bzw. Gipsfaserplatten, deren Rand mit Nut und Feder oder mit Stufenfalz ausgebildet ist. Der Randverbund wird durch Verklebung hergestellt.

Unterböden aus Gussasphlatestrich

Gussasphalt besteht aus Steinmehl, Sand, Splitt und ca. 10 % Bitumen als Bindemittel. Der Gussasphalt wird in stationären Anlagen hergestellt und in beheizbaren Kochern mit Rührwerk transportiert und angeliefert. Auf der Baustelle wird der Gussasphalt, der etwa 200 bis 240 °C heiß ist, von Hand eingebaut, mit Sand abgerieben und geglättet. Nach ca. 2 bis 4 Stunden ist der Gussasphalt erhärtet und kann begangen werden. Wenn die statischen Verhältnisse es zulassen, kann Gussasphalt problemlos auf Holzbalkendecken verlegt werden.

Unterböden aus Anhydritestrich

Es handelt sich hierbei um Estriche aus einem Gemisch aus Sand und Anhydritbinder, meist mit einem Zusatz von Fließmitteln, die vorzugsweise auf Schüttung und Trennlage eingebaut werden. Der Estrich wird nass eingebracht, eben abgezogen und geglättet. Bei Estrichflächen bis zu 1.000 m² ist die Ausbildung von Fugen nicht erforderlich.

Unterböden aus Zementestrich

Zementestriche als Gemisch aus Sand und Zement, feucht eingebracht, verdichtet, abgerieben und geglättet, sind bei der Altbaumodernisierung eher die Ausnahme, da sie einige Nachteile mit sich bringen. Das hohe Gewicht und die mit Einbau und Trocknung verbundene Feuchtebelastung stellen vor allem auf Holzbalkendecken ein großes Problem dar. Ihre Vorteile liegen in Preis, in der hohen Festigkeit, der Feuchtebeständigkeit und vor allem darin, dass sie relativ einfach herzustellen sind.

Rissgefährdung

Alle Unterböden auf Holzbalkendecken sind rissgefährdet. Bei plattenartigen Unterböden besteht die Rissgefahr an den Plattenstößen, bei monolithischen Belägen in der Fläche, zumal dort, wie geringe Konstruktionshöhen vorhanden sind. Durch Armierungen wird die Rissgefahr reduziert, ganz auszuschließen ist sie nicht. Dies ist immer zu beachten, wenn Fliesenbeläge auf Holzbalkendekcen aufgebracht werden sollen. Schadenfreie Konstruktionen sind hier nur sehr schwierig und mit großem Aufwand zu reduzieren.

Problempunkt: unzureichende Wasserdichthiet von Badezimmerböden

Die unzureichende Wasserdichtheit von Badezimmerböden ist ein häufiger und gravierender Mangel bei alten Gebäuden. Zur Abdichtung des Fußbodens stehen folgende Konstruktionen zur Verfügung:

  • Einbau eines PVC- oder Kautschuk-Belages, dessen Fugen verschweißt sind
  • Verbundabdichtungen mit Bekleidungen und Belägen aus Fliesen und Platten
  • Einbau von Bitumen- oder Kunststoffdichtungsbahnen.

Unabhängig davon sollten Badezimmerböden auf Holzbalkendecken immer mit Dichtungsbahnen ausgebildet werden, da alle anderen Dichtungsverfahren durch die Bewegungen des Bodens und die damit verbundene Rissgefahr zu stark gefährdet sind.

siehe dazu: Beheizbare Bodenkonstruktionen: Fußbodenheizungen

Fenster

Problempunkt: geringe Wärmedämmung von Fenstern

Undichte, nicht wärmegedämmte Fenster führen zu erhebliche Wärmeverlusten: Hierbei ist zu unterscheiden zwischen Transmssionswärmeverlusten durch geringe Dämmwirkung von Einfachverglasung und Lüftungswärmeverlust durch geringe Fugendichtigkeit. In Altbauten mit Einzelofenheizung kann dies zu großen Probelmen führen. Es ist unbedingt auf ausreichend Luftzufuhr zu achten. Die Form, Farbe, ebenso Qualität und Anforderungen in Bezug auf Dämmung können heutzutage indviduell angepaßt werden. Einschränkungen kann es nur durch gesetzliche Verordnungen geben. Diese werden meist in der Schutzzonenverordnung angeführt. Dies kann sich von Bundesland zu Bundesland stark unterscheiden.

siehe dazu:

Links

Quellenangabe

  • Altbaumodernisierung kompakt (Dipl. Ing. Jörg Böhning)
  • Altbaumodernisierung im Deteil (Dipl. Ing. Jörg Böhning, Arch. Heinz Schmitz)
  • Der Altbau (Otfried Rau, Ute Braune),
  • Almanach Kompetenz Bauen im Bestand (Bundesarbeitskreis Altbauerneuerung), Verlagsgesellschaft Rudolf Müller GmbH & Co. KG, Köln 2006


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