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Barbican

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Architekt Chamberlin, Powell und Bon
Detail
Fertigstellung 1982
Image Bild:Barbican_innenseite.JPG
Ingenieur nicht bekannt
Auftraggeber City of London
Ort London
Primärtragstruktur Stahlbeton
Gebäudetyp Kulturbauten
Innenseite
Lageplan
Springbrunnen vor dem Barbican Centre-im Hintergrund das Gilbert House

Chamberlin, Powell und Bon Wettbewerb 1957

Gigantisches Kunst- und Kulturzentrum der 1980er-Jahre inmitten eines Wohnviertels der Nachkriegszeit.

The Barbican ist Europas größter Treffpunkt, der Theater, Kinos, Galerien, eine Bücherei, ein Barbican Centre, Konferenzräume und über 2000 Wohnungen in einem bietet. In diesen Räumlichkeiten wird ein vielfältiges Programm gezeigt, das von Kunst, über Musik, Tanz und Film reicht. Wer vom Barbican spricht, meint häufig allein das Barbican Centre, ein gigantisches Kultur-und Kunstzentrum. Streng genommen handelt es sich dabei jedoch um ein viel umfassenderes Gelände, das vom zweiten Weltkrieg fast völlig zerstört und daraufhin als größtes Wohngebiet der City wieder aufgebaut wurde.

Gegründet und finanziert wurde The Barbican von der City of London, unter deren Führung sie sich auch heute noch befindet. Die City of London ist der drittgrößte Kunstförderer des Landes.

Auf dem heutigen Areal finden sich nur wenige bauliche Strukturen, die vor dem Luftwaffenangriff auf London 1940 entstanden sind. Einige wenige Gebäude sind von der großflächigen Zerstörung verschont geblieben, darunter auch die historischen Reste römischer Mauer.

Nach 1940 versucht die City of London mit neuem Wohnungsbau die Leute zu ermutigen, in das Gebiet des heutigen Barbican zurückzukehren. Zum großen Teil sind diese Wohnungen in drei Türmen und sieben Häuserblocks (in verschiedenen Formen wie beispielsweise U-Form, Z-Form, etc.) angeordnet. Aufgelockert wird dieses Wohngebiet durch großflächige Gärten und Seen. Seine heutige Form und Funktionsvielfalt bekam das Barbican 1982.

Der heftig umstrittene Riesenkomplex The Barbican liegt an den sich kreuzenden Straßen Aldersgate und London Wall. Benannt wurde der Baukomplex nach einem Wachturm, der zuvor an dieser Stelle gestanden hatte. Dieser Wachturm war bis ins 13. Jahrhundert ein Teil der Befestigungsmauern der Stadt. Das Wiederaufbauprogramm wurde 1955 gestartet, jedoch dauerte die Verwirklichung fast 3 Jahrzehnte. Das Konzept sah für das Areal Wohnungen, Büroräume, Schulen sowie Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten vor. Die Hochhaustürme, die 1968 bezugsfertig waren, waren zu dieser Zeit die höchsten Wohnhochhäuser Europas. Diese drei riesigen Hochhausblocks Shakespeare, Cromwell und Lauderdale Tower sind weithin über dem Viertel sichtbar. Sie gelten allerdings nicht unbedingt als Renommierbeispiel für moderne Architektur und Städteplanung. Nachdem die Bewohner die Hochhaustürme bezogen hatten, wurde von dem anfänglichen Konzept längere Zeit nichts mehr verwirklicht. Die Gegend wirkte trostlos, die offenen Plätze und Übergänge der Wohnblocks wirkten verlassen und auch die ständig feuchten Außenmauern hatten auf das Gesamtbild keinen gerade positiven Einfluss. The Barbican schien ein negatives Beispiel für die damals stark kritisierte moderne Stadtlandschaft zu werden. 1975 wurde es in der Gegend wieder lebendiger, da an der Südwestecke das Museum of London seine Tore öffnete. London besitzt damit einen hervorragend gestaltetes, lebendiges Museum seiner Geschichte. Auf mehreren offenen Ebenen wird in chronologischer Abfolge die Kulturgeschichte der Stadt gezeigt. Neugestaltungen helfen dem Besucher heute sich in der Beton-, Glas- und Stahlwüste zurechtzufinden. Offiziell wird der heutige Kulturkomplex Barbican Centre for Arts an Conferences genannt, welcher auf insgesamt zehn Ebenen (vier davon unterirdisch) für jeden etwas bietet. Hier ist das London Symphony Orchestra beheimatet. Es gibt Studiotheater "The Pit", das Barbican Theatre und den Konzert- und Konferenzsaal Barbican Hall, außerdem drei Kinos, eine Kunstgalerie (Wechselausstellungen), eine Leihbibliothek, einen Wintergarten, diverse Läden, Coffee Bars und Restaurants sowie zwei große Ausstellungshallen. Über Mittag und am Wochenende finden im Foyer oft kostenlose Konzerte statt. Die Eigentumswohnungen im Barbican sind heute sehr begehrt und teuer.

Wegen Höhenbeschränkungen befindet sich allerdings ein großer Teil der oben genannten Räumlichkeiten unter der Erde.


Adresse:

Barbican Centre 
Silk Street 
London EC2Y 8DS 
Tel: 020/76 38 41 41

Erreichbarkeit:

U-Bahn Barbican, Moorgate, St.Paul´s,
Bank oder Liverpool Street

Öffnungszeiten:

Montag bis Samstag: 
9:00 - 23:00 
Sonntag und Feiertag: 
12:00 - 23:00


Inhaltsverzeichnis

Schlagwörter

Treffpunkt, Vielfalt, Wohnungsbau, Baumassen

Literatur

Sabbah, Catherine Barbicane Estate à Londres, in "Le Moniteur des Travaux Publics et du Bâtiment", 6 Februar 2004, n. 5228

Weblinks

Barbican Homepage

Barbican Wohngebäude

Lageplan

Fakten zu BarbicanRDF-Feed
ArchitektChamberlin  + und Powell und Bon  +
AuftraggeberCity of London  +
Fertigstellung1982  +
GebäudetypKulturbauten  +
ImageBarbican innenseite.JPG  +
Ingenieurnicht bekannt  +
OrtLondon  +
PrimärtragstrukturStahlbeton  +
Persönliche Werkzeuge