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Andreas Hertscheg Phänomen und Paradigma Seite

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Inhaltsverzeichnis

AUFGABE 1: Phänomen? Paradigma? Digital?

Was, wer, wo - von wem hast du das?"


PHÄNOMEN

Begriffsgeschichte

Das Wort geht auf das griechische "phainomenon" „Sichtbares, Erscheinung“, altgriechisch φαινόμενο(ν), fänómäno(n) „etwas, das sich zeigt“ oder „erscheint“ (Partizip Präsens von phainomai „ich zeige mich, erscheine“) zurück.

Der Begriff wurde für jegliche Art einer Erscheinung, ursprünglich nur für Lufterscheinungen gebraucht, dann aber von den Philosophen, besonders den Skeptikern, auf die Metaphysik übertragen und in Bezug auf das, was den Sinnen erscheint, im Gegensatz zu dem in Begriffen Gedachten (Noumenon), angewendet.

Bedeutung

1) Erscheinung

2) seltene, bemerkenswerte, auffällige Erscheinung

3) umgangssprachlich, achtungsvoll: eine Person, eine Sache mit ungewöhnlichen oder auffälligen Eigenschaften

Philosophie

Nach Immanuel Kant stellt das Phänomen die Abstraktion des unkennbaren, unwissbaren Dinges an sich, des Noumenon dar, das als solches nicht unmittelbar im Bewusstsein des Beobachters erscheint, sondern nur indirekt, als Phänomenon, bewusst werden kann. Kant bestimmte, dass Phänomene die erfahrungsmäßige Erscheinung, d. h. das in Raum und Zeit wahrnehmbare Mannigfaltige, bezeichnet, wie es für uns nach unserem subjektiven Wahrnehmungsvermögen ist, gegenüber den Dingen an sich, die als solche nicht erscheinen, sondern bloß von uns als das den Phänomenen zu Grunde Liegende gedacht werden.

Quellen: Online Fremdwörterbuch "fremdwort.de"; Wiktionary - Phänomen


PARADIGMA

Begriffsgeschichte

Das Wort Paradigma (gr. παράδειγμα parádeigma, aus παρὰ parà „neben“ und δείκνυμι deiknymi „zeigen“, „begreiflich machen“; Plural Paradigmen oder Paradigmata) bedeutet „Beispiel“, „Vorbild“, „Muster“ oder „Abgrenzung“, „Vorurteil“; in allgemeinerer Form auch „Weltsicht“ oder „Weltanschauung“.

Das wissenschaftliche Paradigma

Seit dem späten 18. Jahrhundert verwendet man das Wort Paradigma, um damit eine bestimmte wissenschaftliche Denkweise oder eine bestimmte Art der Weltanschauung zu bezeichnen. Der Begriff des Paradigma wurde von Georg Christoph Lichtenberg eingebracht. Im klassischen Deutsch kann man den Begriff auch im Sinne unterschiedlicher (wissenschaftlicher) „Schulen” verwenden. Ein gutes Beispiel für eine solche „grundlegende Weltsicht“ sind das geozentrische Weltbild (Ptolemäus) oder das heliozentrische Weltbild (Nikolaus Kopernikus).

Die gebräuchlichste Verwendungsweise des Wortes in diesem Zusammenhang geht jedoch auf den amerikanischen Wissenschaftstheoretiker Thomas Samuel Kuhn (1922 - 1996) zurück, der darunter „Lehrmeinung” versteht und damit einen Satz von Vorgehensweisen beschreibt. In seinem Buch Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen definiert er ein wissenschaftliches Paradigma als:


[1] das, was beobachtet und überprüft wird

[2] die Art der Fragen, welche in Bezug auf ein Thema gestellt werden und die geprüft werden sollen,

[3] wie diese Fragen gestellt werden sollen

[4] wie die Ergebnisse der wissenschaftlichen Untersuchung interpretiert werden sollen


Kuhn meint mit Paradigma also ein vorherrschendes Denkmuster in einer bestimmten Zeit. Paradigmen spiegeln einen gewissen allgemein anerkannten Konsens über Annahmen und Vorstellungen wider, die es ermöglichen, für eine Vielzahl von Fragestellungen Lösungen zu bieten. In der Wissenschaft bedient man sich in diesem Zusammenhang auch oft Modellvorstellungen, anhand derer man Phänomene zu erklären versucht.

Nach Kuhn ist ein Paradigma solange anerkannt, bis Phänomene auftreten, die mit der bis dahin gültigen Lehrmeinung nicht vereinbar sind. Dann werden neue Theorien aufgestellt, die sich manchmal sofort durchsetzen, manchmal erst nach längeren Diskussionen zwischen Verfechtern verschiedener Lehrmeinungen. Das Sich-Durchsetzen einer neuen Lehrmeinung oder den Prozess des Meinungsumschwungs bezeichnet man als Paradigmenwechsel.

Quelle: Online Lexikon freenet


DIGITAL

Begriffsgeschichte

Das Wort Digital stammt vom lateinischen digitus, "der Finger".

Die Verbindung zum Zählen und dem englischen Wort digit für Ziffer rührt wohl daher, dass die Menschen in früheren Zeiten mit den Fingern gezählt haben.

Medizin

den Finger betreffend, mit dem Finger

Technik

1) digitale Signale liegen als wert- und zeitdiskrete Zahlenfolgen vor (siehe Digitalisierung). Das Gegenteil sind analoge Signale und Techniken.

2) Die Darstellung von Werten in Form von Ziffern oder Zahlen

Ökonomie

als digitale Abschreibung wird die arithmetisch-degressive Abschreibung bezeichnet.

Kommunikation

Von Paul Watzlawick geprägter Begriff zur Beschreibung einer Kommunikationsform. Damit wird der Teil der Kommunikation bezeichnet, der aus den bezifferbaren, also dem reinen Wortlaut der Sprache zu bilden ist. Das Wort digital verweist dann oft auf das Nacheinander und das zweiwertige Wahrheitssystem (wahr/falsch) des Wortes im Sinne von Sprache. Der Begriff ist hierfür aber streng von den Begriffen Binär bzw. Dual abzugrenzen, welche den eigentlichen Bezug zum zweiwertigen Wahrheitssystem bilden.

Quelle: Online Fremdwörterbuch fremdwort.de


AUFGABE 2:

Beschreibe 5 Phänomene (so wie du sie verstehst) und recherchiere die Hintergründe.

Beschreibe 1 Paradigma, dessen Änderung du mitbekommen/miterlebt hast. Recherchiere die Hintergründe.


5 PHÄNOMENE

1. Die Gezeiten

Das Phänomen: Man kommt in der Früh an den Strand und legt sich nahe ans Wasser. Im Laufe der Zeit wird der Strand immer weniger und das Wasser kommt immer näher.

Die Erklärung: Die auf die Erde wirkenden Gezeitenkräfte sind von der Gravitation (Anziehung) zwischen Erde und Mond und zwischen Erde und Sonne verursacht. Durch die Rotation der Erde ist die Gravitation nicht an jeder Stelle gleich, dadurch entstehen die Unterschiede.

2. Nebelschleier unter Wasser

Das Phänomen: Es kann vorkommen, dass unter Wasser die Sicht sehr schnell schlechter werden kann. Plötzlich wirkt alles verschwommen und verzerrt.

Die Erklärung:Wichtig ist, dass zwei Medien im flüssigen Aggregatzustand (kann auch gasförmig sein, nur nicht fest ) vermischt werden, die eine unterschiedliche Dichte besitzen. Dadurch werden die Lichtstahlen unterschiedlich gebrochen. Bei schneller Bewegung und entsprechender Duchmischung "flimmert" das Wasser.

3. Aufstehende Haare durch Luftballon

Das Phänomen:Wenn man mit einem aufgeblaseen Luftballon an seinen Haaren reibt und anschließend den Luftballon langsam von den Haaren entfernt, werden sie wie durch Magie vom Ballon angezogen.

Die Erklärung: Wenn man einen Luftballon an den Haaren reibt, dann entreißt das Gummi des Ballons dem Haar Elektronen. Dadurch lädt sich das Haar positiv auf (Elektronenmangel) und der Ballon negativ (Elektronenüberschuß). Dadurch wird das Haar von der Oberfläche des Ballons angezogen (ungleichnamige Ladungen ziehen sich an). Man kann danach auch feststellen, dass "die Haare zu Berge stehen", auch wenn der Ballon nicht in der Nähe ist. Das kommt daher, dass alle Haare positiv geladen sind und sich die gleichnamig geladenen Haare gegenseitig abstoßen.

4. Scheiben beschlagen durch Atemluft

Das Phänomen: Wenn man an kalten Tagen beim Ausatmen einer Glasscheibe zu nahe kommt, kann es passieren, dass diese beschlägt.

Die Erklärung: Warme Luft kann mehr Wasser aufnehmen als kalte Luft. Beim Kontakt des warmen Atems mit der Glasscheibe kühlt sich der Atem ab und das darin gebundene Wasser tritt aus (Kondensation). Diese winzigen Wassertröpfchen sind es, die das Glas beschlagen wirken lassen.

5. Abendrot

Das Phänomen:Wenn in der Früh im Osten die Sonne aufgeht, erscheint der Himmel rot gefärbt.

Die Erklärung: Die physikalische Ursache der Morgenröte ist die Streuung des Lichts in der Erdatmosphäre. Die Moleküle von Luft und Wasserdampf streuen das kurzwellige blaue Licht stärker als das rote, sodass tagsüber das Himmelsblau entsteht und in Horizontnähe wegen des längeren Weges durch die Atmosphäre die rötlichen Töne überwiegen.

1 PARADIGMA

"Pluto ist kein Planet mehr"

Seit 2006 befinden sich in unserem Sonnensystem nur mehr acht Planeten. Die International Astronomical Union hat auf einer Tagung in Prag beschlossen, dass Pluto nicht mehr unter die Definition eines Planeten fällt. Stattdessen zählt er nun zu den Zwergplaneten. Eine exakte Definition des Begriffs Planet war notwendig geworden, weil durch die immer bessere Beobachtungstechnik die Zahl von Entdeckungen in den Außenbezirken des Sonnensystems beständig steigt.


AUFGABE 3:

Architectural Design and City Planning



Quellen:

Wikipedia Artikel http://en.wikipedia.org/wiki/Yas_Viceroy_Abu_Dhabi_Hotel

Deutsche Bauzeitschrift http://www.dbz.de/artikel/dbz_Yas_Hotel_Abu_Dhabi_VAE_Das_Rennen_kann_beginnen_305093.html

Architektur online http://www.architektur-online.com/archiv/08_09/24-53.pdf

Arc space http://www.arcspace.com/architects/asymptote/yas/yas.html

Schlaich Bergermann und Partner http://www.sbp.de/de/build/sheet/1694-Yas_Hotel.pdf

Front.Inc New York http://www.frontinc.com/#/2-1?type=serial&order=79

Waagner Biro http://www.waagner-biro.at/service/newsroom/news-releases/press-details//artikel/start-ziel-sieg-fuer-waagner-biro-mit-yas-island-m/

Designboom http://www.designboom.com/weblog/cat/9/view/6388/asymptote-architecture-the-yas-hotel-abu-dhabi.html

Dewan Architects http://www.dewan-architects.com/featured.projects.01.html

Dmax Projekt Megabau http://www.dmax.de/video/die-groessten-projekte-der-welt-abu-dhabi-1/


AUFGABE 4:

2 Artikel

Ethik-Ranking durch die Konsumenten

Von Thomas Herzig, geboren 1965, arbeitet als Architekt, Erfinder und Unternehmer.

Ich finde die Idee einer verstärkten Mitbestimmung der Märkte durch demokratische Entscheidungen seitens des Volkes sehr gut. Ob eine „neutrale staatliche Rating Agentur“ für diese Zwecke die richtige Lösung ist, wage ich zu bezweifeln. Marktwirtschaft in der heutigen Zeit ist geprägt durch Import und Export, auch wenn heimische Unternehmen damit werben, „regionale“ Produkte herzustellen. Allerdings unterliegen diese regionalen Produkte ebenso Auflagen durch die EU wie importierte Produkte. Somit geht eine staatliche Ethik Rating Agentur noch nicht weit genug. Das Ranking muss auf höherer Ebene passieren. Dies ist allerdings noch keine Beurteilung der „ethischen Richtigkeit“ der Güter. Die Idee der Kennzeichnung gewisser Inhaltsstoffe oder Produktionsverfahren finde ich sehr gut, denn man weiß einfach nicht mehr was man heute überhaupt kauft. Diese Informationen besser auszubauen und die Konsumenten besser zu informieren ist ein wichtiger Schritt zu mehr Vertrauen, welches bei Konsumverhalten enorm wichtig ist. Ob allerdings durch die Angabe relevanter Informationen das Konsumverhalten derart geändert werden kann, ist fraglich. Der Preis eines Produktes ist in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit ein entscheidender Faktor, der oft über die Qualität gestellt wird.


Ferraris für alle

Von Daniel Ben-Ami, arbeitet seit 25 Jahren als Journalist und schreibt heute regelmäßig für die Zeitschrift novo argumente.

„Wachstum ist … die Voraussetzung dafür, unsere Umwelt so um zu gestalten, dass sie den Bedürfnissen der Menschheit besser dient.“ Mit diesem Argument kann ich persönlich nichts anfangen, im Gegenteil finde ich es sogar äußerst arrogant. Wirtschaftliches Wachstum gleichzusetzen mit dem Wohlergehen der Menschheit (dem einzigen Wohlergehen aufgrund von Technik und Fortschritt) ist keine neue Erscheinung, allerdings sind die Konsequenzen solch einer Aussage dramatisch. Natürlich ist Fortschritt wichtig für das Fortbestehen der Menschen, allerdings sollte er nicht allein treibender Motor für die Weiterentwicklung sein. Der hier angesprochene Fortschritt ist ein rein materieller, aber ich glaube das ist bei weitem nicht der einzige Beweggrund für die Menschen. Noch nie hat es funktioniert, sich über alle Dinge zu setzen, nur in einem Miteinander kann produktiver Fortschritt passieren. In einer Zeit, in der immer alles schneller und globaler wird, ist der Rückzug in das Private ein hoch geschätztes Gut, welches auch ohne enormen materiellen Überfluss genossen werden kann.


AUFGABE 5:

Was ist Big Data?

Was ist Big data?

verfasst von Jörg Bienert

Als Big Data werden besonders große Datenmengen bezeichnet, die mit Hilfe von Standard Datenbanken und Daten-Management-Tools nicht oder nur unzureichend verarbeitet werden können. Problematisch sind hierbei vor allem die Erfassung, die Speicherung, die Suche, Verteilung, Analyse und Visualisierung von großen Datenmengen. Das Volumen dieser Datenmengen geht in die Terrabytes, Petabytes und Zettabytes.

Nach aktuellen Berechnungen verzehnfacht sich die verfügbare Datenmenge circa alle 5 Jahre. Dieser Trend wird verstärkt durch die zunehmende maschinelle Erzeugung von Daten z.B. über Protokolle von Telekommunikationsverbinden (CDR) und Web-Zugriffen (Weblogs), automatische Erfassungen von RFID Lesern, Kameras, Microphonen und sonstigen Sensoren. Weitere Beispiele für Big Data gibt es in der Finanzindustrie (Finanz-Transaktionen, Börsendaten), dem Energiesektor (Verbrauchsdaten), Gesundheitswesen (Verschreibungen) und in vielen anderen Bereichen. In der Wissenschaft fallen ebenfalls große Datenmengen an, z.B. in der Geologie, Genetik, Klimaforschung und Kernphysik.

Für Unternehmen bietet die Analyse von Big Data die Möglichkeit zu Erlangung von Wettbewerbsvorteilen, Generierung von Einsparungspotentialen und die Schaffung von neuen Geschäftsfeldern. Beispiele hierfür sind.

- Zeitnahe Auswertung von Webstatistiken und Anpassung von Online-Werbemaßnahmen

- Bessere, schnellere Marktforschung

- Entdeckung von Unregelmäßigkeiten bei Finanztransaktionen (Fraud-Detection).

- Einführung und Optimierung von intelligenter Energie-Verbrauchssteuerung (Smart-Meetering)

- Erkennung von Interpendenzen in der medizinischen Behandlin

- Real-Time Cross- und Upsellung im eCommerce und stationären Vertrieb

- Aufbau von flexiblen Billing-Systemen in der Telekommunikation


Klassische relationale Datenbanksysteme sowie Statistik und Visualisierungstools sind oft nicht in der Lage, derart große Datenmengen zu verarbeiten. Für Big Data kommt daher eine neue Art von Software zum Einsatz, die massiv parallel auf bis zu hunderten oder tausenden von Prozessoren bzw. Servern arbeitet. Hierbei gibt es folgende Herausforderungen

- Verarbeitung von vielen Datensätzen

- Verarbeitung von vielen Spalten innerhalb eines Datensatzes

- Schneller Import von großen Datenmengen

- Sofortige Abfragemöglichkeit von importieren Daten (Real-Time-Processing)

- Kurze Antwortzeiten auch bei komplexen Abfragen

- Möglichkeit zur Verarbeitung von vielen gleichzeitigen Abfragen (Concurrent Queries)


Die Entwicklung von Software für die Verarbeitung von Big Data befindet sich noch in einer frühen Phase. Prominent ist der Map Reduce Ansatz, der in der Open Source Software Hadoop, sowie in einigen kommerziellen Produkten (Aster Data, Greenplum, etc) zum Einsatz kommt.

Interessant ist auch der Ansatz, neuartige Indizierungstechniken für die hochparallel Verarbeitung zum Einsatz zu bringen wie bei ParStream.

Quelle:Big Data

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